Sonntag, 8. Mai 2016

Die Kastanien blühen

Anhalt-Dessau ist bekanntlich das Land der Eichen, aber wenn man sich so umschaut, dann ist es auch ein Land der Kastanien. Wundervoll die zweigeteilte Solitärkastanie an der Straße zwischen der Dessauer Wasserstadt und Waldersee, siehe 1. Foto. Aber auch die Kastanienallee am Dessauer Friedhof III, in der Erich-Köckert-Straße, ist beachtlich, siehe nachfolgende Fotos. Ich habe die Kastanienbäume nicht gezählt, die in dieser Allee stehen, aber es sind eine stattliche Anzahl alter herrlicher Bäume. Jetzt blühen die Kastanienbäume. Kaum jemand beachtet die wundervollen Blüten, siehe die beiden letzten Fotos. Mir gefallen Kastanienblüten.






 

Samstag, 7. Mai 2016

Nostalgie: Mokkatassen


Heute habe ich sie mal wieder vorgeholt, die 5 Mokkatassen meiner Eltern. Ich habe sie die letzten Jahre nie in Benutzung gehabt, doch das werde ich jetzt ändern und Besuchern jetzt Mokka in diesen Tassen kredenzen.

An jeder dieser Tassen hängt eine kleine Geschichte und durch die Bank sind sie kleine Kunstwerke mit Miniaturmalereien oder wie die Silbertasse vorn, mit wundervoller Emailarbeit. Diese Silbertasse brachte Vater mal von einem Besuch mit einer Konsumgenossenschaftsdelegation aus Ungarn mit. Er kaufte sie bei einem ungarischen Kunsthandwerker für genau 500 Mark der DDR. Westgeld hatte Vater nicht, dann hätte sie nur 75 Westmark gekostet, wie der Kunsthandwerker meinte, ein Wahnsinnsumrechnungskurs von mehr als 1:6 und das in einem damals „befreundeten“ Land des Warschauer Pakts.

Donnerstag, 5. Mai 2016

Edler Koi Goldi



Mein Lieblingsfisch im Gartenteich ist der Koi Goldi. Nicht nur deshalb, weil er einiges durchgemacht hat (http://barrynoa.blogspot.de/2012/11/kranker-koi-goldi.html , http://barrynoa.blogspot.de/2015/08/koi-goldi-ein-fisch-mit-weiem-fleisch.html), ist er mir ans Herz gewachsen, sondern auch, weil man mit ihm wunderbar kommunizieren kann, wenn man an den Teichrand tritt. Sofort kommt er zu einem und schaut einen mit seinen wunderbaren Augen lange an, wenn ich auf ihn einspreche.

Wer da meint, der Koi kommt nur wegen des Futters an den Teichrand, der täuscht sich, denn das Futter werfe ich vorher in den Teich und statt sich darauf zu stürzen, da kommt er lieber an den Rand, will den Kontakt Auge in Auge. Erst nach etlichen Minuten dreht er ab und nimmt Futter auf, sonst würde er nichts mehr abbekommen, denn die Goldfische haben inzwischen schon viel weggeschnappt. Leider kann ich ihn nicht mehr streicheln, ihm nur die Hand ausstrecken, denn mit meinen kaputten Knien komme ich nicht mehr runter mit der Hand ins Wasser.

Kois sind wundervolle anhängliche Tiere, es ist ein Jammer, daß Fische bei Menschen minderwertiger als andere Tiere angesehen werden. Es ist die pure Unkenntnis dieser Menschen, die sich nur vorstellen können mit einem Hund oder einer Katze Freundschaft zu schließen, obwohl dies in der Regel keine Freundschaft ist, sondern z.B. ein Herr-Untergebenenverhältnis, wie mit Hunden. So ein Koi ist kein unterwürfiger Knecht, sondern er ist souverän.

Edel ist so ein Koi schon deshalb, weil er keiner Seele etwas zu leide tut. Majestätisch dreht er seine Kreise im Teich, knabbert an den Wasserpflanzen und Algen und das Futter welches er bekommt ist rein vegan. Wieviel edler ist doch so ein Koi als viele domestizierte andere Haustiere oder gar als viele innerlich oder äußerlich häßliche Menschen, oder etwa nicht?

 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Vergleich: Chruschtschow - Hoxha


Zwei ehemalig führende Politiker der kommunistischen Bewegung, links Nikita Chruschtschow aus der großen UdSSR, rechts Enver Hoxha aus dem kleinen Albanien.

Daß Enver Hoxha, Chruschtschow die rote Karte zeigte, das ist bekannt, legendär sein mutiger Auftritt in Moskau beim Treffen der kommunistischen Parteien im Jahre 1960 und Chruschtschow entlarvend sein bekanntes Buch „Die Chruschtschowianer“.

Man soll ja angeblich Menschen nicht nach ihrem Äußeren beurteilen, aber oft sieht man es Menschen schon äußerlich an, ob sie feinsinnig und kulturvoll sind oder ob sie grobschlächtige und kulturlose Typen sind. Meine Gegenüberstellung von Chruschtschow mit Hoxha zeigt dies in krasser Deutlichkeit: Chruschtschow, ein Mann ohne Manieren und ohne Charisma, mit unedlen groben Gesichtszügen, dagegen Hoxha, ein kulturvoller, weltmännischer Mann, dessen Gesichtszüge das ganze Gegenteil von Grobschlächtigkeit ausstrahlen, dies noch bis ins hohe Alter.

Über Enver Hoxhas Buch "Die Chruschtschowianer", siehe hier:

http://www.arbeit-zukunft.de/index.php?itemid=764

Dienstag, 3. Mai 2016

Freie Tauben zu Gast

Ich kann nur hoffen, daß nicht wieder ein minderwertiger Mensch die Tauben abschießt, die seit ein paar Tagen sich bei mir auf dem Hof eingefunden haben. Vor 2 Wochen passierte dies einer Brieftaube, die bei unseren Hühnern eine Rast einlegen wollte, wie schon im vorigen Jahr, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2016/04/tod-einer-taube.html.

Das Taubenpärchen, welches jetzt mehrmals am Tag auf den Hof kommt, des Hühnerfutters wegen, besonders wegen der Maiskörner, welche die Hühner meistens liegen lassen. Auch die Sperlingsschar, die seit langer Zeit mit den Hühnern gemeinsam sich am Hühnerfutter labt, ist auf die Maiskörner nicht scharf, desto mehr diese Tauben.

Gegen Abend, wenn die Hühner im Stall sind, dann kommt dieses Taubenpärchen (Wildtauben) gern noch mal zum Abendbrot und anschließend staken die beiden Tauben gern auf dem Dach meines Bungalows, auf den ich aus meinem Zimmer blicken kann, um dann auf dem Bungalowschornstein sich ein wenig auszuruhen oder, wie auf dem letzten Foto zu sehen, um Liebe zu machen.

Dieses Taubenpärchen lebt in Freiheit, ist nicht gezwungen in Gefangenschaft bei Brieftaubenzüchtern zu leben, die meiste Zeit eingesperrt im Taubenschlag, um dann mitunter hunderte Kilometer entfernt ausgesetzt, einen anstrengenden Flug nach Hause zu absolvieren, zum Taubenpartner, der zuhause eingesperrt zurück bleibt. Ein recht zweifelhaftes Hobby dieser Brieftaubenfreunde auf Kosten von Tieren, deren Drang zurück nach Hause zum Partner schoflig ausgenutzt wird.

Artgerecht ist nur die Freiheit, so wie sie das Taubenpärchen lebt, bis eventuell wieder Menschen solch edle Tiere abschießen, mit dem Auto überfahren oder gar vergiften. Widerlich, dieserart Menschen!






 

Montag, 2. Mai 2016

Seed Annual 1922


D.M. Ferry & Co. aus Detroit war um die Jahrhundertwende der größte Samenhandel der Welt, siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Dexter_M._Ferry. Noch heute bei Sammlern begehrt sind die Kataloge aus dieser Zeit, besonders wegen der grafisch interessanten Titelbilder. Mir persönlich gefällt das Titelbild des Katalogs des Jahres 1922 besonders, mit der Fülle an Blumen und dem Mädchen mit dem Schmetterling. Es animierte bestimmt schon damals die Gartenfreunde jede Menge Blumensamen zu säen. Auch heutzutage wird es Zeit dazu die Saat in die Erde zu bringen, es ist schließlich Mai.

Sonntag, 1. Mai 2016

1. Mai 1954 in Dessau: „Internationaler Kampf-und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“




Leider konnte ich keine Fotos von der 1. Mai-Demonstration 1954 in Dessau finden, wo mein Vati auf der Tribüne stehen durfte. Ich kann mich auch daran leider nicht mehr erinnern, obwohl meine Mutti und ich dort hingingen. Kein Wunder, denn ich war da nicht mal ganz 3 Jahre alt. Für geschichtsinteressierte Leser und Nostalgiefreunde habe ich mal die Einladung für den Tribünenplatz und Vaters dazugehörige Auszeichnungen zum 1. Mai aus den frühen 50er Jahren eingescannt.

In späteren Jahrzehnten wurde Vater die Ehre nicht mehr zuteil auf der Tribüne stehen zu dürfen, kein Wunder, denn die Revisionisten hatten da die Macht an sich gerissen. In den 50er Jahren gab es noch das Bemühen auf oberen und unteren Ebenen einen ehrlichen Sozialismus aufzubauen: „Aus Ruinen auferstanden und der Zukunft zugewandt!“



 
 
Der 1. Mai in der damaligen Volksrepublik Albanien: