Donnerstag, 25. August 2016

Viggo Vagnby (1896-1966): "Wonderful Copenhagen" von 1959



Im Jahr 1959 malte der dänische Künstler Viggo Vagnby (1896-1966) das Plakat "Wonderful Copenhagen". Das Plakat ist eines der beliebtesten Poster in Dänemark. In den 60er und 70er Jahren in Vergessenheit geraten, errang das Plakat 1985 erneut Anerkennung, und das auf ganz kuriose Weise:

Zu einem internationalen Wettbewerb von Postern in England 1985, diente das alte Plakat von 1959 als eine Art Schutzhülle, in der die neuen eingereichten Plakate eingerollt waren. Durch mehrere Irrtümer nahm das alte Plakat dann an dem Wettbewerb teil - und gewann eine Goldmedaille als bestes Plakat unter Hunderten von anderen aus der ganzen Welt.

Seitdem lieben es die Dänen und nicht nur die! Auch ich finde es großartig und sympathisch, wie der dänische Polizist den ganzen Verkehr aufhält, damit einen Entenfamilie die Straßen Kopenhagens ungefährdet überqueren kann. Der Titel paßt: „Wonderful Copenhagen“!

Mittwoch, 24. August 2016

Cartoons zu Dr. Harter´s Tinkturen um 1900

Im 19. Jahrhundert waren die USA ein Eldorado für Quacksalber, die auf Jahrmärkten Wundertinkturen feil boten, Tinkturen die für alles mögliche helfen sollten. Daraus entstand dann eine große Industrie, die auch wirklich helfende Gesundheitsmittel herstellten. Einer der größten Hersteller war Dr. Harter´s Firma.

Weshalb ich da einen kleinen Blogbeitrag schreibe, hat den Grund, weil Dr. Harter´s Produkte sich comicähnlicher Werbung bedienten und etliche seiner Werbungen - aus heutiger Sicht - einfach nur schädlich für das zu bewerbende Produkt wirken, so „Dr. Harter´s Cure Frauenkrankheiten Medizin“, „das einzig wahre Eisen Tonikum reinigt das Blut, die Leber und reguliert die Nieren“.

Neben Cartoons, die positiv für dieses Tonikum werben, wie der Cartoon mit der wohlig in einer Hängematte schlafenden Frau (gestärkt durch Dr. Harter´s Eisen Tonikum), siehe 1. Abbildung, da findet man auch solche "Witz"-Cartoons, wie das mit einer alten Schachtel, die als verkniffene alte Jungfer an einer Mauer mit übermütigen Buben vorbei geht, siehe 2. Abbildung. Wo da der Werbeeffekt für Dr. Harter´s Eisen Tonikum sein sollte, das wußten wohl allein der Zeichner und Firmeninhaber. Heutzutage löst so eine alte Werbung allerdings Schmunzeln aus.




 

Sonntag, 21. August 2016

21. August 2016: Es herbstelt - die Goldruten blühen

Die meisten Gartenbesitzer reißen die Goldruten als „Unkraut“ raus, mir dagegen sind sie lieb, leuchten sie doch in ihrer Blütezeit wie die Sonne so golden. Auf jeden Fall freue ich mich, wenn ich aus meinem Computerzimmer auf den Hof schaue, wie sie dort stehen und nicht nur mich, sondern auch jede Menge Insekten erfreuen, die sie aufsuchen.





Daß die Goldrute jetzt schon blüht, ist ungewöhnlich, gewöhnlich blüht sie erst Ende September und Anfang Oktober. Aber auch meine roten Prunkbohnen am Spalier der Terrasse haben sich auf Herbst eingestellt und viele Blätter werden schon welk und die Hülsen der Bohnen sind schon trocken und die Bohnen ausgereift.
 

 
Wenn es dieses Jahr einen zeitigen Winter gibt, dann wird meine Feigenernte wohl mager ausfallen, denn die Feigen sind noch lange nicht reif, sie hängen noch grün an den Zweigen, brauchen noch viel Wärme und Sonne und können normal erst Ende Oktober geerntet werden.


Auch die kleine lebensdurstige Tomate, die sich aus dem Topf der Kapuzinerkresse heraus gezwängt hat, aus einem kleinen Loch im Topf, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2016/07/lebensdrang-einer-tomate.html, die braucht noch viel Wärme und Sonne um ihre kleinen Tomaten reifen zu lassen.


Ja und wo Licht ist, da ist auch Schatten! Und was dem einen Lebewesen nötig ist zum Leben, das nimmt anderen Lebewesen das Leben. In dem Trinktopf der Hühner sah ich während des Fotografierens eine Fliege um ihr Leben zappeln. Sie hatte Glück, daß ich sie raus fischte, ein Zufall, daß ich sie sah, sonst wäre sie nach langem Lebenskampf ertrunken, sinnlos! Die Natur ist grausam und unbarmherzig und gäbe es einen Schöpfergott, so hätte der ganz, ganz schlechte, ja bösartige Arbeit geleistet, bei all dem Leid und all der Grausamkeit auf der Erde.

 

Freitag, 19. August 2016

Die Plastiken im Dessauer Georgengarten

Als Ergänzung zu meinem gestrigen Blogbeitrag (http://barrynoa.blogspot.de/2016/08/der-nordliche-georgengarten-heimstatt.html), heute noch ein paar Fotos von den Plastiken, die vor dem Schloß Georgium stehen. Außerdem noch ein Foto von der Statue der Diana, welche mal wieder von Schmutzfinken mit dem Friedenszeichen beschmiert wurde. Warum minderwertige Typen, die solche Zeichen lieben, dazu ausgerechnet Kunstwerke nutzen, dies ist mir ein Rätsel.

Den Georgengarten kenne ich seit meiner Kindheit wie meine Westentasche. Zu DDR-Zeiten schrieb ich für die „Dessauer Informationen“ (http://barrynoa.blogspot.de/2008/04/bn-und-die-dessauer-informationen-teil.html, http://barrynoa.blogspot.de/2008/04/bn-und-die-dessauer-informationen.html), u.a. auch über den Georgengarten. Ich habe mal die damaligen Seiten eingescannt. Vieles ist auch heute noch so, manches ist leider nicht mehr da, so fehlt heute die Klinger-Bronze, die linkerhand vom Schloß Georgium stand. Auch gibt es das Café im Schloß Georgium nicht mehr, es gibt keinen Galerie-Jugendklub mehr und überhaupt ist die Galerie Schloß Georgium seit langem wegen „Restaurierung“ geschlossen. Nur Arbeiter sieht man nicht arbeiten, man schiebt alles auf die lange Bank. Zu früher also kein Fortschritt, was uns immer eingeredet wird. 
 










 

Donnerstag, 18. August 2016

Der nördliche Georgengarten, Heimstatt von Rotkehlchen und Fischreiher

Wie angenehm ist doch ein Park, der von Menschen nicht überlaufen ist, sondern der auch Wildtieren eine Heimstatt bietet! Dies betrifft z.B. den nördlichen Teil des Georgengartens in Dessau um die Ruinenbrücke herum bis hin zum Streitheger.

Ich bin immer froh die Stadt hinter mir lassen zu können, mit ihrem Menschentrubel und dem gräßlichen Verkehr, um dann in eine der Parkanlagen zu kommen, die Dessau wie ein grünes Band umschließen.

Beglückend heute, die Begegnung mit einem scheuen jungen Fischreiher und dem Fast-Zusammenstoß mit einem Rotkehlchen (das Rotkehlchen flog mich fast an, weil es mich nicht sah). Beide fotografierte ich. Leider habe ich kein Teleobjektiv an meiner Digitalkamera und ich lag auch nicht auf der Lauer um Nahaufnahmen zu machen, sondern die Fotos der beiden Tiere sind wie die anderen Landschaftsaufnahmen eines Teils des Georgengartens (dem wilden Teil) einfach so aus dem Stegreif gemacht.



Meine bisherigen Blogbeiträge über den Georgengarten:








 
 









 
 

Mittwoch, 17. August 2016

Donald Trump kritisiert scharf Merkels Einwanderungspolitik


Hillary Clinton will die Angela Merkel von Amerika sein“, sagte Trump jetzt unter dem Beifall seiner Anhänger in einer Rede in Ohio. Merkel steht bei Trump für eine völlig verfehlte Flüchtlingspolitik, mit der eines der stärksten Länder Europas in den Ruin getrieben wird.

Trump, dessen Großvater gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus dem rheinland-pfälzischen Kallstadt nach Amerika auswanderte, bedauert sehr, was aus Deutschland geworden ist und da besonders die Aufnahme von überwiegend islamischen Einwanderern in Millionenzahl im vorigen Jahr. Schon im Vorwahlkampf des vergangenen Jahres tauchte die Politik der Kanzlerin in den Reden und Kommentaren von Trump als warnendes Beispiel auf.

Er habe Merkel früher immer für eine großartige politische Führungspersönlichkeit gehalten, sagte Trump im vergangenen Oktober. „Aber was sie in Deutschland macht, ist der reine Wahnsinn.“

Das US-Magazin „Time“, rief die deutsche Kanzlerin zur Person des Jahres 2015 aus. „Time“ habe sich für die Person entschieden, „die Deutschland ruiniert“, so Trump. Im April sagte er, Deutschland sei wegen der Kanzlerin für immer gezeichnet. Merkel habe für Millionen von Menschen die Tore geöffnet. „Jetzt ist Deutschland völlig destabilisiert.“

Deutschland erleidet massive Angriffe von aufgenommenen Flüchtlingen auf die Bevölkerung“, schrieb Trump im Januar auf Twitter. „DENKT NACH“, forderte er die Amerikaner in gesperrten Lettern auf.

Es bleibt zu hoffen, daß Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten wird, damit Deutschland Druck von Amerika bekommt und von dem Kurs ein Einwanderungsland zu sein wieder abrückt.
 
Zum Thema:
 
 

Montag, 15. August 2016

Dr. Gunter Bleibohm: Klarstellung

Nachfolgende Email bekam ich von dem Philosophen und Autor Dr. Gunter Bleibohm:



Lieber Herr Nowack,

vielleicht gefällt Ihnen dieser Text.

Beste Grüße

G. Bleibohm



(B.N.: Ja, der Text gefällt mir, wie eigentlich alles was Sie bisher schrieben!)



-   Mehr zu Dr. Gunter Bleibohm, siehe hier:




K l a r s t e l l u n g



Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch.

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Mt 6, 26)

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Seid ihr wirklich viel mehr denn sie? Warum meint ihr, dass ihr viel mehr seid? Und wo seid ihr viel mehr? In der Masse, in der Notwendigkeit eurer Existenz, in der Überheblichkeit, im Irrtum eurer Bedeutung? Seid ihr mehr, weil der Zufall euch in eine menschliche Form gepresst hat oder seid ihr nur mehr, weil euer Denken so dürftig ist, dass ihr es nötig habt, andere zu übertreffen? Gibt es einen Beweis, dass ihr viel mehr seid? Oder gilt euch als Beweis, dass ihr alles andere, was nicht menschlich ist, mit dem Vorschlaghammer auf dem Amboss eurer Unzurechnungsfähigkeit zerschlagt, sobald sich Gelegenheit dazu bietet.

Und was wäre wirklich, wenn ihr irgendwo mehr wäret – außerhalb eurer subjektiven Phantasie? Was würde es ändern? Was seid ihr wirklich außerhalb eurer Gedankenwelt, außerhalb eurer Hybris, außerhalb eures Überheblichkeitswahns? Könntet ihr überhaupt so etwas denken und auch das Ergebnis verkraften? Oder brecht ihr dann verzweifelnd zusammen und flüchtet hinter die fiktiven Mauern einer Jenseitsreligion, einer dieser Glaubenskulte, die euch in eurer Jämmerlichkeit und Bedeutungslosigkeit über den Sinn und Wert eurer Existenz belügen, bis ihr endlich genau so verendet seid wie die Vögel, wie jedes Tier, wie jedes Leben schlechthin. Ausnahmslos, immer, gleichmachend, gerecht.

Wohlan, ertragt den Richterspruch des Universums, der euch eure Bedeutung lehren wird. Und was seid ihr wirklich?

Sub specie universi: eine Nichtigkeit, euer Planet, ein nahezu nicht auffindbarer kleiner Punkt im Universum.

Sub specie vitae: eine Nichtigkeit, eine – möglicherweise gar singuläre - Marginalie im Riesenreich der unbelebten Materie.

Sub specie aeternitatis: eine Nichtigkeit, ein nahezu nicht auffindbarer kleiner Zeitraum in der unendlichen Zeit.

Sub specie terrae: eine Nichtigkeit, ein belebtes Wesen unter zahllosen Milliarden anderer Lebewesen, ausgestattet mit einer begrenzten Zeitspanne an Lebenskraft, ein Wesen, das bei der Geburt bereits dem Tod, der endgültigen Vernichtung, entgegeneilt.

Dies ist der Rahmen, in dem sich eure vermeintliche Bedeutung, euer Leben, abspielt, das ist der Rahmen, der dem kleinsten Wurm die gleiche Notwendigkeit, aber auch die gleiche Vergeblichkeit, Bedeutungslosigkeit und Vergänglichkeit zuweist wie einem Menschenwesen. Vor dem Horizont des Universums hört hier jegliche Ungleichheit auf, denn alles ist gleich nichtig, beliebig, sinnlos.

Und eure kurze Lebenszeit? In der Vorausschau ein Wollen, in der Rückschau ein Vergessen, durchsetzt mit den Nebeln der Erinnerung. Die Ängste, die Hoffnungen, die glücklichen und die schrecklichen Momente versinken im Vergessen, versinken im Zeitablauf in der Nie-Gewesenheit. Warum war das alles und ist heute nicht mehr? Nur um zu dem heutigen Tag zu gelangen? Zu diesem Tag, der mit allen Ereignissen auch im Nichts versinkt? Leben ist etwas virtuelles, ein leerer Wahn, ein Taumeln zwischen Vergessen, Erleiden und Wollen, eine sadistische Quälerei des Seins gegenüber einer entarteten Materie, einer Materie, die mit mehr oder weniger Bewusstsein in die Form von Leben geknechtet wird.

Jagt die Lügenpfaffen endlich vom Hof, hetzt die bissigen Hunde der Vernunft auf sie, bringt ihnen bei, dass ihr endlich aus dem Schlaf der Glaubensumnachtung erwacht seid und euer kurzes Leben, dieses zufällige Aufflackern der Materie, der Erkenntnis widmen wollt, der Erkenntnis, von der Gleichwertigkeit jeglichen Lebens. Zwingt die Narrengilde der Jenseitsprediger ihrem unsinnigen Anthropozentrismus abzuschwören, bringt ihnen Demut vor der real existierenden, belebten Materie bei, beendet endlich die Blutspur ihrer Glaubenshalluzinationen auf diesem Planeten und findet euch damit ab, dass kein Gebet hilft, kein Gott existiert und das am Ende eurer Tage sich euer Sein in Nichts wandelt.

Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?

Nein und nochmal nein, denn alles Leben ist sub specie universi gleich, so wie ein Wassertropfen im Meer dem anderen gleicht, gleich wertvoll, gleich sinnlos, gleich vergeblich.