Samstag, 2. Juni 2012

Meine 127jährige alte englische Rose







Anfang Juni – die Rosenblütezeit beginnt! Es ist immer ein Zittern und Zagen ob die alte englische Rose (1. und 2. Foto), die seit 1885 in unserem Familienbesitz ist (siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2008/06/es-ist-rosenzeit.html und http://barrynoa.blogspot.de/2011/07/aus-alter-zeit-rose-und-glas-von-1885.html),  
den Winter überstanden hat. Im Gegensatz zum vorherigen Winter hat sie die ziemlich extreme Kälte im Februar 2012 gut überstanden, ganz im Gegensatz zu etlichen meiner neuzeitlichen Rosen. 127 Jahre steht sie nun schon im Dienste der Schönheit, dies ist einfach nur wunderbar! Die Rosen als solche sind mit Recht die Königinnen der Blumen und besonders diese alte englische Rose ist eine Königin.
 
Erfreulich, daß Rosenliebhaber des öfteren am Vorgartenzaun stehen bleiben und die Rose bewundern. Anders dagegen der proletenhafte Plebs! Da forderte einmal eine dieser Typen von Zusteller/innen von Werbeprospekten, Briefen und Zeitungen mich auf doch diesen „Strauch“ abzuschneiden, da er beim Reinschmeißen der Werbung stören würde. Als wenn mir der Werbedreck, der sowieso nur gleich ins Altpapier fliegt, wichtiger wäre als so eine wunderbare alte Rose!
 
Neben der alten englischen Rose kann ich mich auch wieder an der Moosrose (3. und 4. Foto), die ich als Senker einmal von einer Verwandten bekam, erfreuen, sowie an meinen einfachen roten Rosen (5. und 6. Foto), die aber dieses Jahr nicht in der Hülle und Fülle den Winter überstanden haben wie sonst.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Ein "gebänderter Pinselkäfer" auf der Pfingstrose

Gestern bat ich Blogleser um Hilfe bei der Bestimmung eines hübschen Insektes in meinem Garten, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/ein-unbekanntes-insekt-auf-der-blute.html. Heute nun erhielt ich eine Email eines Lesers:

Guten Morgen Herr Nowack! Ich habe grade ihren Blog gelesen und bin der Meinung, es handelt sich bei dem Tier auf der Blüte um einen *gebänderten Pinselkäfer*. Dieser lebt häufig auf Blüten, ist aber für diese Region recht selten. Ich konnte hoffentlich behilflich sein. MfG, Christian Pohlandt

Werter Herr Pohlandt, vielen herzlichen Dank für diese Information und schaue ich mir den Wikipedia-Eintrag an, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%A4nderter_Pinselk%C3%A4fer , dann ist es besagter gebänderter Pinselkäfer, ein wirklich hübsches Tier! Wenn man keinerlei Anhaltspunkte hat ist es schwierig so einen Käfer zu bestimmen und da war Ihre Mitteilung sehr hilfreich. Da auch die Blogleser bestimmt wissen wollen wie der Käfer heißt, erlaube ich mir die Email hier zu veröffentlichen.
B.N.

Dienstag, 29. Mai 2012

Ein unbekanntes Insekt auf der Blüte der Pfingstrose



Apropos Pfingsten und Pfingstrose, siehe Blogbeitrag http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/blogbeitrag-nr-1111-frohe-pfingsten.html! Die Pfingstrose in meinem Garten zieht ein Insekt magisch an, welches ich nicht bestimmen konnte, siehe die zwei Fotos. Ist es nun eine Hummelart, eine Wildbienenart oder ein Käfer (wie heißt er)? Im Internet konnte ich trotz längerer Suche dieses Insekt nicht finden, welches ich sehr hübsch finde. Nun vielleicht meldet sich ein Leser der mehr weiß, diese wäre nett! Email wie gehabt: anhaltantik@yahoo.de

Sonntag, 27. Mai 2012

Blogbeitrag Nr. 1111: Frohe Pfingsten 2012 !




Ein frohes Pfingstfest, allen Bloglesern! Von allen kirchlichen Festen ist doch Pfingsten das angenehmste, ohne all die abstoßende Hektik und Trivialität in der Feierkultur des Volkes. Ihren Namen trägt sie zurecht, die Pfingstrose! Besonders schön finde ich die rosafarbene. Seit vielen Jahrzehnten gehört sie zu den pflanzlichen Bewohnern unseres Gartens und bereitet durch ihre Schönheit Freude. Offenbart sich in der Blüte einer Pfingstrose nicht weitaus mehr der Heilige Geist als in blutleeren Menschenschriften die sich heilig nennen und die vermessen gar als Gottes Wort ausgegeben werden? Besonders zu Pfingsten halte ich es mit den Worten von Maria Grengg (http://barrynoa.blogspot.de/2011/06/maria-grengg-1888-1963-die-flucht-zum.html):
„Ich stehe dem Mittelalterlichen der Kirche innerlich fremd und abwehrend gegenüber mit meinem schönheitsuchenden, alles Lebendige gleichwertenden Herzen und meinen naturhaften Sinnen. Mein Gefühl wehrt sich gegen den pflanzen-, gewässer- und getierfremden Glauben aus dem palästinischen Wüstenland, den man den Vorvätern nur zu oft mit dem Schwerte aufgezwungen hat. In meiner Liebesbereitschaft für den leidenden Bruder, sei es Tier oder Mensch, neige ich mich aber ehrlich hin zur Lehre dessen, der auch in der Ecke meiner Stube zermartert am Schandholz hängt.“

Freitag, 25. Mai 2012

"Hosteni" in der DDR („Hosteni", revista që revolucionarizoi shtypin)









Im Juni 1960 spielte Enver Hoxha, an der Spitze des Politbüros des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens, in der Aufdeckung und beim Misserfolg des chruschtschowianischen Komplotts bei der "Versammlung von Bukarest" eine hervorragende Rolle, während er im November 1960 an der Spitze der Delegation des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens nach Moskau geht, um an der Versammlung der 81. Kommunistischen und Arbeiter Parteien der Welt teilzunehmen. Die Rede Enver Hoxhas auf dieser Versammlung, zur Verteidigung der Theorie und Praxis des Marxismus-Leninismus, stellt die erste offizielle Verurteilung und Demaskierung der verräterischen Linie der chruschtschowianischen Führung dar.“ (aus: http://www.enver-hoxha.net/content/content_deutsch/lebenslauf.htm).

Spätestens im November 1960 kam es also zum Bruch Albaniens mit den übrigen Ostblockstaaten und damit auch mit der DDR, denn Ulbricht, als Vasall Moskaus, schloß sich der revisionistischen Linie Moskaus an. Trotzdem hieß 1961 das Café Tirana in Dessau immer noch so (wurde später in „Stadt Dessau“ umbenannt) und der Besuch Enver Hoxhas (http://barrynoa.blogspot.de/2011/04/private-life-enver-hoxha.html , http://barrynoa.blogspot.de/2012/05/1-mai-1983-in-tirana.html , http://barrynoa.blogspot.de/2009/05/nostalgie-albanische-zigaretten-in-der.html , http://barrynoa.blogspot.de/2009/05/lesermeinung-zum-gestrigen-posting.html ) 1959 in Dessau, siehe dazu: http://barrynoa.blogspot.de/2008/04/heraus-zum-1mai-dem-kampftag-der.html , war den Dessauern immer noch in guter Erinnerung und durch diesen Besuch gab es eine nicht geringe Anzahl von Hörern Radio Tiranas, siehe:. http://barrynoa.blogspot.de/2009/11/45-jahre-deutschsprachige-programme-von.html , http://barrynoa.blogspot.de/2008/03/bn-und-radio-nostalgie.html , was zur Folge hatte, daß die Freundschaft zu Albanien nicht abrupt abgebrochen wurde.

Ähnlich dem „Eulenspiegel“ gab es in Albanien seit der Gründung der Volksrepublik im Jahre 1945 die politisch-satirische Zeitschrift „Hosteni“ (gibt es immer noch!), deren Karikaturen und Witzzeichnungen auch in der DDR veröffentlicht wurden und dies sogar noch 1961! An einer Wandzeitung im Foyer des Café Tirana in Dessau konnte man albanische Kopien von Karikaturen aus der „Hosteni“ ansehen, so Cartoons von Bardhyl Fico (Bar) und Zef Bumci (Zefir). Wenn im Nachgang von allen Seiten versucht wird das sozialistische Albanien als unfreiheitliche Diktatur darzustellen, so verschweigt man geflissentlich, daß es Zeitschriften wie den „Hosteni“ gab mit Witzzeichnungen die auch in westlichen Zeitschriften hätten veröffentlicht werden können, wegen ihrer Offenheit und Freiheitlichkeit.

Anbei ein paar Cartoons aus dem Jahre 1961 von Bar und Zefir, eben die, welche auch im Café Tirana in Dessau zu sehen waren, außerdem noch ein Scan des „Hosteni“-Logos (kleiner Albaner in typischer Landestracht) und Scan eines Titelblattes von „Hosteni“ aus dem Jahre 1986 sowie ein Link zu youtube: „Hosteni", revista që revolucionarizoi shtypin“ ("Hosteni", Zeitschrift, welche die Presse revolutioniert): http://www.youtube.com/watch?v=azGK3nCSaPU.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Werbung in der DDR in den Jahren 1960 und 1961
















Gerade im Sommer soll man Fisch essen? In den Zeitschriften der DDR Anfang der 60er Jahre wurde tüchtig Werbung dafür gemacht. Fisch sollte zu allen Jahreszeiten den Fleischkonsum in der DDR zu großen Teilen ersetzen, denn die Fischfangflotte der DDR landete viel Fisch an und genügend Fleisch zu erzeugen war ein Problem bei dem überdimensionalen Fleischverbrauch der Ostdeutschen. Grafisch gut gemacht war deshalb auch die Werbung für Fisch, siehe 1. Scan.

Schon in meinem Blogbeitrag „Werbung in der Kindheit“, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/02/werbung-in-der-kindheit.html, stellte ich fest, daß die Werbung in den 50er und 60er Jahren oft grafisch gut gemacht war, bieder aber zum großen Teil auch humorig, viel mit Witzzeichnungen, wie die Werbung für das Sparen bei der Sparkasse (2. und 3. Scan). Fast schon reine Witzzeichnungen waren die vielen Werbeserien für „Aslid“-Heizdecken (4.-6. Scan). Diese Heizkissen waren echt gut und hielten lange, ganz im Gegensatz zu heute gekauften. Ich glaube so an die 30 Jahre hielt eines unserer „Aslid“-Heizkissen. Daß in der DDR Werbung für das „Milwa“-Schnellwaschmittel (7. Scan) gemacht wurde, war unnötig, denn es wurde auch so von den Kunden gekauft, mangels größerer Auswahl. „Ein Begriff für jeden“ hieß es bei der „Lilienmilch-Steckenpferd-Seife“ (8. Scan)! Dies war wirklich so, allein schon der Name war verführerisch: Lilienmilch! Also ich kann mich noch sehr gut an diese preiswerte Seife erinnern und vor allem daran, daß sie viel länger hielt, nicht wie die Westseife heutzutage, die sich schnell in nichts auflöst, nach nur wenigem Gebrauch. „Patina“-Seifen (9. Scan) waren tatsächlich mild, aber auch etwas teurer als andere Sorten. Daß man damit zarte Kinderhaut wusch, war naheliegend und damit auch die Reklame mit den Nackedeis in den Zeitschriften der Jahre 1960 und 1961.

Werbung in der DDR in diesen ersten 1960er-Jahren sah oft der Vorkriegswerbung ähnlich und war wenig „sozialistisch“, siehe den gezeichneten Hotelboy bei der „Vasenol-Creme“-Werbung (10. Scan). Wo gab es in den Anfangsjahren des Sozialismus in der DDR wohl noch Hotelboys? Und auch die Parfümwerbung war doch recht bürgerlich, schaut man sich nachfolgende Scans an (11.-13. Scan). Das Paar bei der „Bonjour“-Parfüm-Werbung hätte auch gut in den 30er Jahren so gezeichnet werden können und das Parfüm „Rio“ paßte eigentlich auch nicht so recht zum DDR-Alltag, sondern weckte eher Fernweh. „Für alle Gelegenheiten“, heißt es bei der Reklame für Herrenanzüge aus dem VEB Herrenmode Dresden (14. Scan). Dazu dann ein Auto, ein Flugzeug und die Eisenbahn. Na ja, Auto und Eisenbahn fuhren die Herren damals schon, aber mit dem Flugzeug fliegen war 1960 und 1961 nur wenigen DDR-Bürgern möglich! Der letzte Scan zeigt eine Werbung für „Fleurop“ (Blumenversand). Über viele Jahrzehnte gab es in der DDR Werbung für „Fleurop“, rückblickend gesehen merkwürdig, denn auch Blumen waren Mangelware in der DDR.    

Mittwoch, 23. Mai 2012

Badegast im alten Bassin von 1929




Der Frosch aus dem Jahre 2008, der damals meinen Miniteich besiedelt hatte (http://barrynoa.blogspot.de/2008/05/kleine-freuden.html) wird es wohl nicht mehr sein, aber eine Nachkomme von ihm bestimmt, der auf den heutigen Fotos zu sehen ist. Kröten und Frösche gehören einfach in jeden Garten und besonders in unseren. Heute ist die Hitze ja mal wieder unerträglich und unser ansonsten im Garten umherstreifender Frosch, der sich besonders über die vielen Schnecken hermacht, der suchte heute, wie meistens an so heißen Tagen, das kühle Naß auf. Er bevorzugt das kleine Bassin im Garten, das kennen die Tiere unseres Gartens, da es schon viele Jahrzehnte (seit 1929!) dort steht. Warum auch in die Ferne (25 Meter) schweifen, wo sich der neue größere Teich befindet, wenn das Gute so nah ist?