Dienstag, 9. Februar 2010

B.N. und Gyula Macskássy


Wer meine letzte Kolumne gelesen hat, der bekam mit, daß ich als Kind entzückt von der Biene Binisatt war. Zeichner der Bildgeschichte war der Ungar Gyula Macskássy. In Heft 4 des Jahrgangs 1961 der „Fröhlich sein und singen“ findet man eine Bildgeschichte ebenfalls von Macskássy, von dem auch die Idee stammt, welche „Ritsch und Ratscher“ heißt. Die Abenteuer eines Bleistiftes und eines Radiergummis fand ich schon damals deshalb interessant wegen seiner grafischen Spielereien des Zeichnens und Radierens. Den Lesern des Blogs möchte ich diese kuriose Bildgeschichte nicht vorenthalten und habe sie deshalb eingescannt.

Apropos:
Wer es noch nicht mitbekommen haben sollte: Alle Fotos im Blog können generell durch anklicken vergrößert werden!

Montag, 8. Februar 2010

Droll und Binisatt



Cartoons, Cartoons – und immer wieder Cartoons! Die DDR-Zeitschrift für Kinder „Fröhlich sein und singen“ (später „Frösi“) war wirklich große Klasse! Unterhaltend, bildend, witzig! Ich las natürlich diese Zeitschrift und etliche Jahrgänge habe ich noch und ich erfreue mich heute daran ebenso wie früher. Besonders die Bildgeschichten hatten es mir als Kind angetan und Cartoons und Comics mag ich ja immer noch. Zwei Zeichenfiguren mochte ich besonders gern, den Rabenvogel Droll von Jürgen Kieser, dem Zeichner der beiden Mäuseknaben Fix und Fax aus der Kinderzeitschrift „Atze“, und die kleine Biene Binisatt von Gyula Macskássy, einem ungarischen Cartoonisten. Für Nostalgiefreunde deshalb heute ein paar Scans dieser netten Gesellen aus dem Jahre 1960.

"Mücken und Tücken" von Walter Ledig und Arpad Schmidhammer (Teil 2)


Sonntag, 7. Februar 2010

"Mücken und Tücken" von Walter Ledig und Arpad Schmidhammer (Teil 1)



Ein Buch welches ich immer wieder mit Begeisterung zur Hand nehme ist das Buch „Mücken und Tücken“ von Walter Ledig. Erschienen im Jahre 1918 ist es einem so, als wenn es gestern geschrieben wäre. Die Aphorismen und Gedichte charakterisieren unsere Gesellschaft und wir stellen verblüfft fest, daß sich in den rund 100 Jahren seit dem Erscheinen des Buches so gut wie nichts an den Befindlichkeiten und Zuständen geändert hat. „Das Amt färbt ab“, so lautet ein Aphorismus, ja also schon unter dem Kaiser war es nicht anders als in der heutigen Zeit oder „Die Kirchenglocke“ und „Der Selbstmörder“ zeigen, wir sind unseren Altvorderen näher als wir denken und schon damals gab es Autoren die die Finger in die Wunden legten, aber genützt hat es leider nur wenig und dies dann auch immer nur für eine kurze Zeit. Aber es soll ja wohl weit nutzlosere Beschäftigungen geben als Mißstände anzuprangern und wenn dies noch in humoristischer Form daher kommt wie bei Walter Ledig, na dann ist es schon eine rechte Befriedigung es zu lesen. Die interessanten Illustrationen stammen übrigens von dem vor 100 Jahren sehr bekannten Zeichner Arpad Schmidhammer. Viele der Blogleser werden Schmidhammer wohl als Illustratoren alter Kinderbücher kennen, von denen er sehr viele bebildert hatte. Auch gehörte Schmidhammer zu den ersten Zeichnern der Münchener berühmten Zeitschrift „Jugend“.



Viel Spaß!

Mehr Platz für deutsche Spießbürger?


„Sich fügen heißt lügen!“ (Erich Mühsam)

 


Immer mehr Bürger haben die Schnauze voll von Deutschland und ziehen weg, teilweise zwar nur zeitweise, wie 5-6 Monate im Jahr nach Thailand, Spanien, Marokko usw. Dies nicht nur wegen des kalten Wetters in Deutschland, sondern auch wegen der allgemeinen Verschlechterung auf allen Gebieten wie der bürokratischen Entartung und Gängelung des Bürgers durch den deutschen Amtsschimmel. Immer mehr wird der Bürger zum unmündigen Kind gemacht, junge Erwachsene werden diskriminiert (Kindesalter wurde bis zum 18. Lebensjahr heraufgesetzt, sogar 24jährige müssen noch zuhause bei den Eltern wohnen bleiben, weil sie sonst Gefahr laufen bei Hilfebedürftigkeit (Hartz IV) dieses dann nicht zu bekommen, wenn sie nicht mehr bei den Eltern wohnen, siehe auch Kolumne http://barrynoa.blogspot.com/2010/01/deutsche-wirklichkeit-2010.html ) und dann diese Diskriminierung von alten pflegebedürftigen Menschen die in deutschen Pflegeheimen ein menschenunwürdiges Leben führen müssen bis hin zu Misshandlungen die kaum mal geahndet werden (ein Link unter vielen dazu:

http://www.hronline.de/website/rubriken/nachrichten/index.jsp?key=standard_document_33432764&rubrik=5710  und die Altersgruppe der im mittleren Alter stehenden Menschen wird permanent vom Staat geschröpft und mit immer neuen Bestimmungen und verschärften Gesetzen auf allen Gebieten um die Lust am Leben hier in Deutschland gebracht, ausgenommen natürlich die Profiteure dieses Systems, wie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und die Beamten.


Dieses erzählte ich einer Bekannten und deren Reaktion war folgende: „Sollen sie abhauen, dann wird wenigstens wieder Platz für uns in Deutschland!“ Hm! Für wenn wird da mehr Platz? Für alle die, die in deutscher Wagenburgmentalität zu Deutschland stehen, egal wie schlecht das Gesellschaftssystem ist? Diese Meinung erinnerte mich an die der deutschen Spießbürger der letzten 200 Jahre. Als nach 1815 freiheitsliebende Deutsche den feudalen Absolutismus in den deutschen Kleinstaaten mit all der Unterdrückung und Gängelung nicht mehr aushielten, da wanderten sie nach Amerika aus, damals ein Kontinent der Freiheit, jedenfalls gegenüber Europa. Ja und die öffentliche Meinung der daheim gebliebenen Kleinbürger? Die war so, daß man den Auswanderern keine Träne nachweinte, man bezeichnete sie gar als Kriminelle und minderwertiges Pack welches es angeblich zuhause zu nichts gebracht hatte. Nicht anders erging es den Emigranten die ab 1933 Deutschland den Rücken kehrten. Auch die hielten die Unterdrückung durch den nationalsozialistischen Staat nicht aus und zogen weg von Deutschland. Von den in Deutschland verbliebenen Kleinbürgern aufs heftigste als Vaterlandsverräter beschimpft waren diese Deutschen aber die moralisch Hochstehenden im Gegensatz zu denen die sie beschimpften. Abertausende Deutsche emigrierten, von den besten Dichtern Deutschlands bis hin zu demokratischen Politikern, die z.B. in Prag eine antifaschistische deutsche Presse aufbauten. Ja, wer verläßt schon ohne Not und ohne Einsicht, daß es in absehbarer Zeit nicht gelingen wird die gesellschaftlichen Zustände des Vaterlandes zum Besseren zu ändern, sein Heimatland? Kaum jemand! Immer sind es die Aufrichtigen die ihr Vaterland verlassen und zurück bleiben die welche nicht weg können aus den verschiedensten persönlichen Gründen und die, die das jeweils herrschende System gut finden, sei es auch noch so repressiv wie das der Nazis. Nicht viel anders erging es den Flüchtlingen welche die sozialfaschistische DDR verließen, die sogar bei der Flucht ihr Leben riskierten. Gingen sie frohen Herzens weg? In den seltensten Fällen war dies der Fall. Sie gingen weg weil sie den Staatsbürokratismus, der in der DDR fälschlich als Sozialismus verkauft wurde, nicht länger ertragen wollten. Ja und gab es keine Spießbürger in Westdeutschland? Zur Genüge! Als ab 1968 endlich ein befreiender Wind durch das reaktionäre Land wehte, da war es der kleinbürgerliche Mob der gegen die fortschrittlichen Studenten und Demonstranten hetzte. Ein bekannter Spruch dieses reaktionären Pöbels lautete: „Sollen sie doch nach drüben in den Osten gehen, dann sind wir sie endlich los!“


Immer ist es der Freiheitsdrang der Bürger eines Landes der dazu treibt das eigene Land zu verlassen. Warum fliehen denn geradezu Millionen Bundesbürger im Urlaub ins Ausland? Nur der Sonne wegen? Wohl kaum, auch weil es sich in vielen Ländern mittlerweile freier leben läßt als in Deutschland. Und könnten es sich Millionen Deutsche finanziell leisten dann würden sie den Großteil des Jahres in freieren Ländern verbringen, unterbrochen nur von kurzen Stippvisiten in Deutschland. Im Gegensatz dazu die kleinbürgerlichen Deutschen in ihrer Wagenburgmentalität: Sie würden es noch begrüßen und gutheißen wenn Hartz-IV-Empfänger in Marschkolonnen und im Häftlingsanzug die Straßen kehren müßten, so wie früher die Gefangenen zu Kaisers Zeiten. Schon heute regt sich kaum ein Bürger darüber auf, daß 1-Euro-Jobber in öffentlichen Grünanlagen Zwangsarbeit leisten müssen und sie schon von weitem als 1-Euro-Jobber stigmatisiert werden durch kanariengelbe Arbeitsanzüge.



„Sollen sie abhauen, dann wird wenigstens wieder Platz für uns in Deutschland!“ – Na dann, mehr Platz für den deutschen Spießbürger, frei nach Voltaires Zitat aus einem seiner Werke wo der Akteur meint in der besten aller Welten (Länder) zu leben und dem Veränderungen zu mehr Freiheit ein Graus waren. Willy Brandts berühmter Slogan „Mehr Freiheit wagen!“ den fand der deutsche Spießbürger schon damals suspekt und heute mehr denn je.


Apropos! Die Vertreter der Meinung, daß mehr Platz in Deutschland dann für sie selber käme wenn libertär eingestellte Bürger das Land verließen, dies wird ein Irrtum sein, denn immer noch ist die Einwanderung entschieden höher als die Auswanderung. Warum kommen nun diese Immigranten nach Deutschland wenn hier alles so schlecht ist, fragen dann diejenigen die, die gesellschaftlichen Zustände in Deutschland noch immer so gut finden? Sie kommen deshalb weil sie im Gegensatz zu den vielen kuschenden, verhuschten, spießbürgerlichen Deutschen sich vieles hier gar nicht gefallen lassen. Selbstbewußt gehen sie meistens durchs Leben und halten zusammen. Wo gäbe es das, daß z.B. Türken einen Landsmann in Deutschland jahrelang obdachlos allein ließen? Gibt es nicht (Obdachlosenstatistik)! Dort herrscht eine solidarischere Mentalität als unter den Deutschen. Bei Deutschen passiert es, daß deutsche Hartz-IV-Empfänger sich Obdachlosen moralisch überlegen fühlen, diese gar als Penner diskriminierend bezeichnen und sie schauen weg wenn Obdachlose von Bahnhöfen und Einkaufspassagen unsanft von Sicherheitskräften in die Kälte raus geschmissen werden. Da kann es sogar passieren, das Hartz-IV-Empfänger die das Glück haben das ihnen die Wohnungsmiete und die Heizkosten vom Staat bezahlt werden, weil sie über 25 Jahre alt sind und immer schön brav ihrem Fallmanager zum Mund geredet haben und dadurch Privilegien gegenüber kritischen Bürgern haben, die Nase rümpfen wenn in ihrem Keller im Wohnblock sich „unerlaubt“ ein Obdachloser mal über Nacht einquartiert hat um draußen nicht zu erfrieren. Solche moralisch entsolidarisierten Typen bringen es sogar fertig und würden die Polizei rufen die dann den Obdachsuchenden dort entfernt – eine typische Mentalität des deutschen Spießbürgers: Nach oben katzbuckeln und nach unten treten!

Samstag, 6. Februar 2010

Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selber!


Wir schreiben das Jahr 1910. Den Knechten und Mägden bei den Bauern geht es schlecht. Sie arbeiten am Tag 16 Stunden lang nicht mal für einen Hungerlohn, sondern nur für minderwertiges Essen und Trinken. Nicht mal Wohnraum haben sie, oft schlafen sie in einem Verschlag im Kuhstall oder in einer unbeheizbaren Kammer auf dem Dachboden. Lohn gibt es nicht, nur ab und an mal ein erbetteltes Trinkgeld vom Bauern. Diese Bauern sind meistens vermögende Leute, horten ihr Geld in der Truhe oder auf der Bank, kein Wunder, denn sie wurden reich durch die Ausbeutung von Tieren und Menschen, von Menschen die für fast umsonst für sie arbeiten mußten! Mußten? Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlachter selber - dieses Sprichwort galt auch hier, denn als Gewerkschafter um 1900 auch die Landarbeiter über ihre Rechte aufklären wollten, ihnen helfen wollten aus ihrem Elend zu kommen indem sie elementarste Rechte auch für Landarbeiter einfordern wollten, wie Lohn für Arbeit zu bekommen, da geschah es, daß die Gewerkschafter in den Dörfern nicht mit offenen Armen von den Knechten und Mägden empfangen wurden, sondern sie oft mit Forken und Mistgabeln vertrieben wurden. „Gottloses Gesindel!“ schrieen dabei die dummen Knechte und Mägde und meinten damit die Gewerkschafter die ja aber nun alles andere als Gottlose waren, die vielleicht den Kirchen fern standen weil diese die ausbeuterischen gesellschaftlichen Zustände stützten, ja selber Teil des Ausbeutersystems waren. Die Gewerkschafter aber, waren sie durch ihren Gerechtigkeitssinn der Tat nicht entschiedenere Nachfolger Jesu als die Amtskirchen und all die Wohlstandsbürger die diesen Wohlstand durch Ausbeutung des Menschen durch den Menschen erworben hatten und die nun satt sonntags frömmelnd zur Kirche gingen und meinten sie wären Christen?


Ja, schön dämlich, kann man da nur sagen, waren diese Knechte und Mägde, damals vor 100 Jahren! Aber das einfache Volk war eben damals sehr ungebildet und durch die Propaganda der herrschenden Klassen verdummt, aber heute im Jahre 2010 ist das ja anders, da kennen die Leute ihre Rechte und inzwischen gab es ja all die sozialen Errungenschaften, die wird man sich doch nicht kampflos wieder weg nehmen lassen, oder? Pustekuchen! Die spießbürgerliche Wesensart der deutschen ausgebeuteten Schichten hat sich leider kaum verändert, dazu sitzt die deutsche unterwürfige Mentalität den „Ur“-Deutschen zu sehr in den genetischen Knochen.


Wir schreiben das Jahr 2010! Die Schwester meiner Bekannten Rosi arbeitet seit langem als Verkäuferin zwei Tage in der Woche, eine Volltagsstelle bekam sie aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt leider nicht. Nun, schließlich ist sie gelernte Fachverkäuferin, bekam Auszeichnungen in der DDR für gute fachliche und gesellschaftliche Arbeit, war strammes Mitglied der SED und sogar etliche Jahre Stadtverordnete. Sie müßte doch eigentlich ein wenig was mitbekommen haben was Mindestlohn, Rechte des Arbeitnehmers und dergleichen anlangt, aber scheinbar nicht, scheinbar ging alles an ihr geistig vorbei und die innere spießbürgerliche Mentalität hatte sich bloß zu DDR-Zeiten den damaligen geforderten Floskeln angepaßt, so wie das Opportunisten halt immer tun, da kann kommen was will, ob nun Kaiser, Hitler, Honecker oder die parlamentarische Demokratie, man paßt sich immer an und marschiert kräftig mit, am besten in der zweiten Reihe, damit man bei einem Systemwechsel sagen kann, man wäre nur ein Mitläufer gewesen und man empfehle sich für das neue System, denn man habe ja hauptsächlich nur fachliche Erfahrung gesammelt. Nun gut, sie arbeitet also 2 Tage in der Woche und bekommt den reichlichen Rest zum Lebensunterhalt vom Amt – Hartz IV. Was wäre daran nun so schlecht? Schlecht daran ist, daß sie für einen sittenwidrigen Lohn arbeitet (1,08 Euro die Stunde), damit zutiefst sich unsolidarisch allen anderen Arbeitnehmern verhält, weil durch derlei Dumpinglöhne das Lohnniveau im Handel sittenwidrigst gesenkt wird. Das makabre an der Sache ist, daß ihr im Winter, wenn sie nicht mit dem Rad fahren kann, sondern auf den Bus angewiesen ist, ihr nur noch knapp 30 Euro für diesen Halbtagsjob im Monat bleiben. Ja und noch makabrer ist, daß sie ein Angebot der Gewerkschaft ausschlug, die von diesem sittenwidrigen Lohn hörten, die sie unterstützen wollten bei einem Arbeitsgerichtsverfahren, daß der Arbeitgeber zu mindestens den Lohn rückwirkend zahlen müßte der nicht sittenwidrig sei. Es gibt zwar keinen gesetzlichen Mindestlohn, aber es gibt den Passus im Arbeitsgesetzbuch, daß es nicht gestattet ist sittenwidrige Löhne zu zahlen und ein Lohn von brutto 1,08 Euro die Stunde ist eindeutig sittenwidrig und die Schwester meiner Bekannten hätte eine 100%ige Chance diesen Prozess zu gewinnen. Dies lehnte sie aber ab in der unheilvollen Tradition der dummen Knechte und Mägde die die Gewerkschafter im Jahre 1910 mit Forken und Mistgabeln fortjagten.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich! Nur mit derlei verhuschten deutschen Typen, die sich hergeben für 1,08 Euro die Stunde regulär zu arbeiten und die nicht wollen, daß durch ein Arbeitsgerichtsverfahren derlei Ausbeutungslöhne gestoppt werden, die diese sittenwidrige Ausbeutung unterstützen obwohl sie selber dabei die Dummen sind, da ist wahrlich kein Staat zu machen und es braucht sich kein Bürger über den Abbau des Sozialstaates empören und die Regierung oder die Oberschichten dafür allein verantwortlich machen, wenn sogar die Ausgebeuteten es oft so wollen, daß sie so ausgebeutet werden!

PS.: Ein Rätsel ist es mir, daß das Hartz IV-Amt nichts gegen solcherart sittenwidrige Löhne selber unternimmt! Schließlich sind denen ja die Lohnsumme bekannt und sie müssen aus unser aller Steuergeldern diese Personen alimentieren, die sowenig an Lohn bekommen, daß sie davon nicht leben können. Je niedriger der Stundenlohn, desto höher ist quasi der Anteil den wir die Allgemeinheit aufbringen muß, eine ganz simple Rechnung!

Donnerstag, 4. Februar 2010

B.N. und "Человек-амфибия" (deutsch: "Der Amphibienmensch")




Tief beeindruckte mich als Junge der sowjetische Film „TSCHELOWEK-AMFIBIJA“ (dt. „Der Amphibienmensch) von 1962. Dieser Film spielt in einem fiktiven mittelamerikanischen Land wo der menschenscheue Doktor Salvator seinem Sohn Ichthyander im Alter von drei Jahren Kiemen einpflanzt um ihm so das Leben zu retten da dieser an einer seltenen Lungenkrankheit leidet. Ichthyander muß nun zeitlebens im Wasser leben, nur unterbrochen durch kurze Landaufenthalte. Von den Menschen abgeschirmt lebt Ichthyander ein einsames Leben. Ein hübsches Mädchen namens Guttiere begegnet ihm im Wasser. Sie wurde als Schwimmerin von einem Hai verfolgt und Ichthyander rettet ihr das Leben und fortan verliebt er sich nun in sie. Gefahr droht von Don Pedro, einem skrupellosen Geschäftsmann der Perlentaucher für sich arbeiten läßt und der Ichthyander in seine Gewalt bringen will damit der für ihn nach den schönsten Perlen des Meeres tauchen soll.

Dieser großartige Film ist eine Mischung zwischen einem Fantasy-Film und einem Liebesfilm. Wunderbar die herrlichen Unterwasseraufnahmen und die Filmmusik des Komponisten Andrej Petrow. Das Drehbuch entstand nach dem gleichnamigen Science-Fiction-Roman des sowjetischen Autoren Alexander Beljajew aus dem Jahre 1928. Ästhetisch schön auch das Liebespaar des Films, Schauspieler Wladimir Korenew (Ichthyander) und Schauspielerin Anastasia Wertinskaja (Guttierre).
Der Film ist heutzutage zum Glück auch auf DVD erhältlich (siehe erstes Foto). Ein Filmausschnitt bei youtube:
http://www.youtube.com/watch?v=BHxxC3-281g&NR=1