Sonntag, 19. Mai 2013

Pfingstgrüße 2013 mit alten Postkarten


Ein frohes Pfingstfest wünsche ich allen treuen und gelegentlichen Lesern meines Blogs!

Besonders für die Nostalgiefreunde unter Ihnen überbringe ich meine Pfingstgrüße durch alte Pfingstpostkarten, 3 Karten der Zeit um 1900 und die unterste aus der NS-Zeit (Poststempel von 1936).

Maiglöckchen und Maikäfer gehören einfach zum Mai und sie waren früher für die Postkartenhersteller beliebte Motive für Pfingstgrußkarten, siehe erste Karte. Daß auch die zweite Karte aus der Zeit um 1900 stammt, dies sieht ein jeder, denn auf der Karte sind neben den Maiglöckchen die typischen geschwungenen Linien des Jugendstils grafisch verarbeitet (Poststempel von 1902). Für den Empfänger der Karte ein lieber Gruß zwischen den Maiglöckchen:

Stets blühe Dir ein holder Mai,

der auch Dein Lebensfrühling sei!

Aus dem Jahre 1906 ist die dritte der Pfingstkarten, eine Künstlerkarte, signiert von Mailick, einem Künstler von dem um 1900 viele Motive stammen die auf Lithografie-Künstlerpostkarten auf den Markt kamen. Interessant das Motiv: Eine Bäuerin sitzt im Feiertagsgewand auf den Stufen zum Hauseingang und in einem Kübel steht eine kleine Birke im zarten Maiengrün. Eigentlich eine Unsitte, eine junge Birke nur für ein paar Tage des Schmuckes zu Festtagen zu schlagen, aber früher auf dem Lande durchaus weit verbreitet, dies sogar bis in unsere Zeit hinein. Zu Zeiten des SED-Sozialfaschismus in der DDR machte man das zum 1. Mai, schmückte mit jungen Birken die Eingänge zu Veranstaltungsgsälen für Maifeiern und man schmückte auch Wagen die bei den 1.Mai-Demonstrationen mitfuhren. Die heutige Jugend kann sich diese monströsen Maidemos zu DDR-Zeiten gar nicht mehr vorstellen. Nicht nur, daß die Menschen drangsaliert wurden, dort mit zu marschieren, Fahnen tragen müssend oder die Porträts von Ulbricht, Honecker und Co, sondern auch LKW´s wurden ähnlich den Rosenmontagsumzügen mit Losungen, roten Fahnen und dergleichen ausstaffiert und auch mit jungen Birken. Als Schüler und Lehrling mußte man mitmarschieren, da war es Pflicht, aber als normaler Arbeitnehmer konnte man nicht gezwungen werden. Natürlich gab es dann später Repressionen wenn man nicht mitmarschierte, wie keine Jahresendprämie und ausbleibende Beförderungen, aber wer zu DDR-Zeiten anständig blieb, sich nicht den SED-Faschisten andiente, der marschierte natürlich nicht mit. Das letzte mal als ich zum 1. Mai mitmarschierte, da war ich noch in der Ausbildung, als Berufstätiger ging ich da nie hin.
 
Die letzte Pfingstkarte stammt aus dem Jahre 1936. Mit so einem großen Automobil wären wohl damals viele Menschen zu einem Pfingstausflug gefahren, wie auf der Postkarte zu sehen ist. Die Masse der Bürger machte zu Pfingsten in den 30er Jahren das, was links zu sehen ist: einen Pfingstausflug in die Natur mit einer Rast unter einem blühenden Baum. Und man nahm tatsächlich die Mandoline mit und sang Volkslieder. Ja und nun werden sich die Blogleser wundern, daß ich diese Postkarte auch auf der Rückseite eingescannt habe. Als ich heute beim Raussuchen der Pfingstkarten auf diese Rückseite schaute – was man sonst selten macht, wenn man sehr viele alte Postkarten besitzt – da staunte ich nicht schlecht, daß diese Karte an Herrn Walter Schützendübel adressiert war, auch noch mit dem Hinweis „verzogen nach Dessau-Süd, Johannisthaler Weg“. Die alten Dessauer kennen ihn und die Dessauer Heimatfreunde und Sammler sowieso, den Walter Schützendübel, der zu DDR-Zeiten mit seiner Frau in der Karl-Straße wohnte, in der ganz eigenen Wohnung der Schützendübels, welches ein Reich des jahrzehntelangen Sammelns von Antiquitäten war, so daß in der Wohnung kaum noch Platz war zum alltäglichen Leben. Die Dessauer Sammler, die dort ein und aus gingen, fanden es dort interessant, waren doch die Schützendübels Originale, die aus einer anderen Zeit zu stammen schienen, so ganz und gar nicht in die damaligen „sozialistischen“ Normen paßend.

Weitere alte Pfingstkarten sind hier zu sehen:


 
 

Samstag, 18. Mai 2013

Ein altes Postkartenalbum von 1918


 

Vor ein paar Tagen schrieb ich einen Blogbeitrag über eine Künstlerpostkarte von Franz Stuck (Bismarck-Porträt), siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2013/05/franz-stucks-portrat-von-bismarck-auf.html, und ich schrieb u.a.: „Schon vor 1900 gab es Sammler von Kunstpostkarten oder auch nur von normalen Postkarten und es gab spezielle Alben zur Aufbewahrung der Karten, meistens Steckalben in Leder, die oft sehr aufwendig gestaltet waren.“ Ein solch aufwenig gestaltetes Album möchte ich heute vorstellen, da die meisten Leser, die sich nicht mit der Materie beschäftigen, keine Sammler von alten Postkarten sind, solche Alben nicht kennen.

Das von mir fotografierte Album aus meinem Besitz stammt aus dem Jahre 1918 und lag wahrscheinlich Weihnachten 1918 auf einem großbürgerlichen (die Masse des Volkes konnte sich so ein Album nicht leisten) Gabentisch, was man wegen der Gravur „Weihnachten 1918“ sehen kann, welche auf dem Messingschmuck ist. Dieser Messingschmuck ist in typischem Jugendstil gestaltet. Weihnachten 1918 war der I. Weltkrieg gerade zu Ende gegangen, den Kaiser hatte man zur Abdankung gezwungen und es waren revolutionäre Zeiten und eigentlich war es auch mit dem Jugendstil als Kunstrichtung vorbei. Vorbei war es mit der alten Zeit und auch dem Postkartensammeln, jedenfalls als Massenerscheinung. Die Menschen hatten andere Sorgen und die moderne Zeit ließ etwas später neue Sammelgebiete entstehen, jedenfalls war es erst einmal mit dem Sammeln von Postkarten im alten Stile vorbei.

Eine Renaissance erlebten die alten Alben mit ihren bunten Schätzen erst wieder seit Ende der 1970er Jahre als Sammler dieses Gebiet neu entdeckten. So wird bestimmt dieses Album, welches ich fotografierte, seinen Zweck damals nicht erfüllt haben und viele Seiten werden es nicht gewesen sein, die mit Postkarten bestückt waren, schon gar nicht in den 20er Jahren. Wenn heute viele alte Postkarten darin sind, hat das damit zutun, weil ich etliche meiner Postkarten dort einsortiert habe. Dies ist zwar nicht sammelgerecht, denn der heutige Postkartensammler achtet pinnibel darauf, daß die alten Karten in Klarsichtfolien kommen, damit sie nicht beschädigt werden und an Wert verlieren, aber derart moderne Mätzchen interessieren mich nicht: Alte Postkarten um 1900 gehören in ein Album aus dieser Zeit und nicht in modernen Kram! 

Freitag, 17. Mai 2013

Maiengrün und Maienblüte

Der Maiengarten ist immer auch eine Zeit der Rhododendronblüte, siehe die ersten 6 Fotos unten. Wie ich feststellte gefällt es besonders Hummeln die Rhododendronblüte aufzusuchen, siehe 4. Foto. Artverwandt mit Rhododendron sind Azaleen. Nach dem harten Winter zum Jahresanfang 2013 hat es sie ziemlich arg getroffen. Nur drei Azaleen haben überlebt, eine davon die rotblühende auf dem 1. Foto und die gelbweiß wie eine Orchidee blühende auf dem 7. Foto. Unverwüstlich dagegen meine lila blühenden Schwertlilien und eine gelbblühender Strauch, dessen Namen ich leider nicht weiß (8. und 9. Foto). Knallrot leuchten die Blüten der japanischen Quitte (10. und 11. Foto).

Ja und natürlich dürfen in einem anhaltischen Garten, wie dem meinigen, Maiglöckchen nicht fehlen. Zum Glück sind die Platten auf dem Hof nicht einbetoniert und in den Ritzen kann manch leider eingemauertes Maiglöckchen hervor lugen (12. Foto). Am Teich blüht nun auch ein vor ein paar Jahren von mir gepflanzter Aronia-Strauch recht hübsch (13. Foto). Den hatte ich wegen der Beeren angepflanzt, die, wenn man der Wissenschaft glauben kann, sehr gesund sein sollen. Besonders gut schmecken sie allerdings nicht. Allerdings, wenn man Kompott mit reichlich Zucker aus ihnen macht, schmecken sie leidlich. Na, mal sehen wie viele Beeren dieses Jahr dran sind! Im vorigen Jahr war die Ernte bescheiden, reichte aber für ein paar kleine Kompottschalen zum Naschen.

Die Blätter der Birke (14. Foto) sind im Mai wunderbar grün. Mit Recht spricht der Volksmund mit Begeisterung vom Maiengrün. Eigentlich zählt die Schlüsselblume (15. Foto) zu den Unkräutern. Ich mag sie trotzdem, zumal sie sich nicht so stark vermehrt wie andere Unkräuter. Die Blüten der Quitte sind recht groß. Auf dem 16. Foto hat sich ein kleiner Käfer auf einer solchen niedergelassen. Unser Teich hat seit kurzem einen kleinen Bruder bekommen (17. Foto). Dies war notwendig geworden, denn sowohl unsere Kröte und unser Frosch, die auch auf dem Grundstück wohnen (Wir Menschen müssen nicht denken, daß wir allein das Wohnrecht auf „unserem“ Grundstück haben.) brauchen ein kleines Gewässer, denn da im Teich unsere Fische zuhause sind, ist es mit dem Laichen und dort sich im Sommer mal abkühlen nicht gut bestellt für Kröte und Frosch.

Wer hätte das gedacht, daß die neu gepflanzte Clematis (18. und 19. Foto) an dem alten Wurzelstumpf schon blüht. Eigentlich soll man sie ja an ein Spalier pflanzen. Na, mal sehen, ob sie damit zufrieden ist sich nur um den Wurzelstumpf schlingen zu können. Absolut nichts spektakuläres ist die eine Petunie (20. Foto). Dieses Jahr habe ich nur diese eine Petunie im Garten, aber auch als Solitärpflanze finde ich sie hübsch. Hätte dies gar nicht gedacht, daß sie auch einzeln wirkt!

Lange Zeit habe ich im Garten einen weißen Flieder vermißt. Immer wieder verabsäumte ich es einen solchen zu pflanzen, obwohl ich doch eigentlich ein großer Freund des weißen Flieders bin und dieser meine gesamte Kindheit und Jugend in dem Garten meiner Eltern auf dem Knarrberg in Dessau-Ziebigk begleitete. Dort standen am Ende des Gartens zwei große Fliederbäume, ein lila gefüllter und ein weiß gefüllter. Voriges Jahr nun pflanzte ich endlich auf dem Sandberg einen weißen Flieder (letztes Foto). Der Strauch ist noch winzig klein, aber welche Freude: Er erfreut mich mit einer Blüte, zwar nur eine einzige, aber schon deren Duft ist wunderbar und unwillkürlich kommt einem der Evergreen „Wenn der weiße Blüter wieder blüht“ in den Sinn, siehe dazu auch meinen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2010/05/wenn-der-flieder-wieder-bluht.html.  





















 

Sonntag, 12. Mai 2013

Franz Stucks Porträt von Bismarck auf einer Künstlerpostkarte der "Jugend" von 1898


Am 30. Juli 1898 starb Bismarck (http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_von_Bismarck). Obwohl schon viele Jahre nicht mehr als Reichskanzler im Amt, war er immer noch eine Person höchsten Ansehens und viele Künstler verewigten ihn in Werken der bildenden Kunst, so auch Franz Stuck, damals noch ohne „von“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_von_Stuck) in einem Porträt, welches die noch junge Kunstzeitschrift „Jugend“, welche auch Kunstpostkarten und Kunstblätter herausgab (G. Hirth-Verlag, München), auch als Lithographie-Kunstpostkarte 1898 auf den Markt brachte, siehe obiger Scan.

Schon vor 1900 gab es Sammler von Kunstpostkarten oder auch nur von normalen Postkarten und es gab spezielle Alben zur Aufbewahrung der Karten, meistens Steckalben in Leder, die oft sehr aufwendig gestaltet waren. Interessant die obige Bismarck-Karte aus meiner Sammlung, da die Absenderin, eine Elisabeth Raske, diese Karte speziell an einen Sammler für sein Album geschickt hat, siehe ihren Text:

Jena, 10.11.98
Lieber Arthur! Zur Bereicherung Deines Albums sende Dir herzlichste Grüsse, D. (Deine) Elisabeth Raske.

Empfänger war ein Herr Arthur Stapff aus Weimar in der Kohlstraße 11. Ich forschte nun und stellte fest, daß es sich bei besagtem Empfänger der Bismarck-Karte und Sammler von Postkarten um den damaligen Syndikus Arthur Stapff handelte, dessen Buch Die wirtschaftliche Bedeutung des Arbeitstarifvertrags“, erschienen 1909 in Weimar im Verlag von R. Wagner Sohn noch heute in Antiquariaten angeboten wird. Arthur Stapff war der Vater der heute noch vielen Weimaranern bekannten Museologin und Autorin Ilse Sibylle Stapff (1911-2007), siehe dazu: http://weimar.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/kultur/detail/-/specific/Das-Gedaechtnis-der-Stadt-1472203827.  

Freitag, 10. Mai 2013

Vergißmeinnicht





„Vergißmeinnicht!
Du Blümelein der Treue,
Zieh hin, zieh hin auch in ein liebes Haus.
Und sage wieder dort auf’s Neue,
Wie´s sieht in meinem Herzen aus.“

Dieses Gedicht in welchem die Blume Vergißmeinnicht (http://de.wikipedia.org/wiki/Vergissmeinnicht) eine große Rolle spielt, steht auf einer der von mir eingescannten Postkarten meiner Sammlung aus der Zeit um 1900. Vergißmeinnicht, ja diese eigentlich unscheinbare Pflanze mit ihren kleinen Blüten, war um 1900 in Deutschland sehr beliebt und sie galt als Blume melancholischer Liebe, aber auch Treue. Noch bis in die 60er Jahre war das Vergißmeinnicht Synonym für Gedenken und Treue und in fast allen Poesiealben stand folgender Spruch:

Rosen, Tulpen, Nelken,
alle Blumen welken.
Nur die eine nicht
und die heißt:
Vergiß mein nicht!

Daß Poesiealben als Gedenkalben von so gut wie jedem Kind auch noch in den 60er Jahren angelegt wurden, siehe dazu meinen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2010/11/ostalgie-von-stammbuchbildchen.html.

Hier noch drei weitere anrührende Vergißmeinnicht-Gedichte von obigen Postkarten:

Zieht auch vom traulich stillen Haus
Ein Herz in ferne Welt hinaus.
Treu hält es, was hier verspricht.
Tust Du es auch? Vergißmeinnicht!

O könnt´ ich bei Dir weilen –
Doch ach! Du bist so fern von mir.
Drum lass ich sehnsuchtsvoll enteilen
Den Blumengruss zu Dir.

Gedenke mein!
O lass dies Blümlein für mich bitten,
Das still bescheiden zu Dir spricht:
Auch wenn ich in der Ferne weile –
Vergißmeinnicht.

Ja, das Vergißmeinnicht ist die Blume der Treue, des Gedenkens, aber auch der Bescheidenheit, dies wegen ihrer so ganz und gar nicht pompösen Blüten. Sind die Blüten auch klein, so wirken sie aber dennoch in der Masse im Garten ganz überwältigend. So habe ich selbstverständlich in meinem Garten jedes Jahr Vergißmeinnicht, dies gehört einfach zu einem anhaltischen Garten dazu, so wie es in meiner Familie seit über 100 Jahren Tradition ist. Derzeit blühen die Vergißmeinnicht in voller Pracht, bescheiden wirken sie jedenfalls nicht, siehe gestern gemachte Fotos unten.
 



 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Im schwarzen Rössl



Heute lief mal wieder der Film "Im schwarzen Rössl" (BRD 1961) im Fernsehen, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Im_schwarzen_R%C3%B6%C3%9Fl.

Interessant mehrere Musiknummern darin, so diese brasilianische Bühnenshow: http://www.youtube.com/watch?v=UCjDW1-mI0s. Wunderbar farbig das Ganze, leider kann man nirgendwo den Namen der Showtruppe und der Sängerin finden. Schade, denn die Show ist einfach nur großartig. Diese Tanzdarbietung läßt an Bilder des Dessauer Malers Carl Marx denken. Vielleicht hat „Carlchen“ diesen Film gesehen und wurde zu einigen seiner Bilder inspiriert?

Eine weitere wundervolle Musiknummer in diesem Film ist das Lied „Mama“, gesungen von Robertino Loreti (http://de.wikipedia.org/wiki/Robertino_Loreti) in italienisch. Es war schon merkwürdig, daß dieses Lied erst 1968 durch Heintje populär wurde, denn Robertino hatte keine schlechtere Stimme als Heintje, eher sang er gefühlvoller als Heintje, siehe: http://www.youtube.com/watch?v=tLuDJamSaqw .

Die Großen der Schlagerbranche der damaligen Zeit waren ebenfalls in diesem Film vertreten, so Lill Babs mit „Amore, amore“, wo sie mit Peter Kraus tanzt siehe: http://www.youtube.com/watch?v=ICHQQrgEQ00, außerdem Lolita mit den Evergreens "Die ganze Welt ist himmelblau" und „Ein Strauß Vergißmeinnicht“, siehe http://www.youtube.com/watch?v=-8plMGXNjV4.

Die Ulknudel wie immer, die unvergessene Trude Herr mit „Ich hab da was im Blick“: http://www.youtube.com/watch?v=MRT4mdSYqLU. Eine der Hauptrollen im Film spielte Peter Kraus, selbstverständlich sang er auch. Hier ein Medley bei youtube: http://www.youtube.com/watch?v=lbyrQ_6wa3g. Ein weiterer Gesangsstar des Filmes war Gus Backus und er sang selbstverständlich seinen Erfolgsschlager „Der Mann im Mond“. Leider konnte ich kein youtube-Video finden, nur einmal ist sein Lied kurz angeschnitten.

„Im schwarzen Rössl“ – ein typischer Film der Nierentischzeit, lustig und mit Schlagern die angenehme Erinnerungen an diese Zeit und die damalige Musik in mir weckten.   

Männertag - Tag gegen Männerdiskriminierung in Deutschland?

Frauenparkplätze ?

Da wird in Deutschland mal wieder ein Thema diskutiert, welches mit der Lebenswirklichkeit in unserem Land so gut wie nichts zu tun hat: die fehlende Gleichberechtigung von Männern und Frauen in den Vorstandsetagen der deutschen Dax-Unternehmen. Da dort Frauen unterrepräsentiert sind, entfachten Feministinnen und linke (natürlich pseudolinke!) Parteien und Personen eine Kampagne, daß mehr Frauen in diese Positionen kommen sollen, dies mit dem unlauteren und der Gleichberechtigung widersprechenden Mittel der Zwangsquote.

Wo bleibt aber nun die Quote 50:50 im lukrativen öffentlichen Dienst? Fehlanzeige! Schaut man sich mal an wie wenig Männer auf den Ämtern sitzen, im Rathaus, den Arbeitsämtern, den Schulen, den Kindergärten und  den Verwaltungs-Arbeitsplätzen, dann kommt man zu erschreckenden Zahlen zuungunsten der Männer. Überall dort sind die Frauen in der deutlichen Mehrheit und dies bei Arbeitsstellen die gut bezahlt werden, die größtenteils sicher sind und die keine schwere Arbeit sind.

Schwere Arbeit in der freien Wirtschaft dagegen, in Handwerk und Industrie, bleibt den Männern überlassen und die wird meistens schlecht bezahlt, ist unsicher und ist sehr oft im Leiharbeiterbereich angesiedelt, z.B. sieht es bei einem mir bekannten Ehepaar so aus, daß die Frau als Lehrerin zuhause sein kann, der Mann als ehemaliger Gießereifacharbeiter dagegen als Leiharbeiter seit vielen Jahren auf Montage in Hilfsarbeiterjobs im Westen arbeiten muß, da er zuhause keine Arbeit finden kann. Obwohl er sich unter unwürdigen Zuständen abschinden muß, er doppelt solange arbeitet wie seine Frau, verdient er nur halb soviel wie seine Frau.

Ein anderes Beispiel erschreckender Art:
Ein Bekannter von mir ist seit ca. 7 Jahren Betreuer einer asozialen Familie: Mann, Frau, 1 Kind. Beide Erwachsenen kommen im Alltag nicht klar. Vor der Betreuung häuften sie jede Menge Schulden auf, wo man sich nur an den Kopf fassen konnte: Ausleih von Videos und nicht zurückbringen, dadurch im Laufe der Jahre Kosten von über 1000 Euro, Handykosten von mehreren tausend Euro, Kaufen in Versandhäusern ohne jemals zu bezahlen und dergleichen mehr. Die mächtigen Summen entstanden durch Mahngebühren, Inkasso-Gebühren usw. Seitdem mein Bekannter die Betreuung übernahm werden die Schulden langsam abgebaut, aber immer wieder gibt es Rückschläge, denn trotzdem beide nicht auf ihr Konto zugreifen können, alles mein Bekannter regeln muß, sogar mit ihnen wöchentlich zusammen mit ihnen einkaufen gehen muß, weil sie allein ihr Geld nur für Plunder, wie DVD´s, Kosmetik, Zigaretten und Alkohol ausgeben würden und nicht mal Essen für das Kind im Hause wäre, so entstehen immer wieder doch Schulden, die sie hinter dem Rücken des Betreuers machen. Früher nur arbeitslos, verstand es der Betreuer, nach vielen Fehlschlägen die beiden in Ausbildung/Arbeit unterzubringen.

Ja und da beginnt der Unterschied, daß in der normalen Lebenswirklichkeit Männer eindeutig im Berufsleben schlechter gestellt werden als Frauen. Beide haben das gleiche Bildungsniveau, die Frau allerdings, nach meinem Eindruck, eine mehr als primitive Type. Dem Mann wurde nur eine Ausbildung als Landschaftsgärtner in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte angeboten, Dauer 3 Jahre, davor noch ein Jahr Betriebsvorbereitungsjahr. Die Lehre war eine einzige Knufterei, schwere Arbeit und die Theorie auch anspruchsvoll. Nun ist er mit der Ausbildung fertig – eine Arbeit: Fehlanzeige! Wenn überhaupt, dann nur Niedriglohnjobs unter 7 Euro die Stunde, dies bei schwerer Arbeit. In der Landschaftsgärtner-Klasse nicht eine einzige Frau!

Nicht ein einziger Mann dagegen in einem halbjährigen Kurs zur Demenzbetreuerin, den seine Frau besuchen durfte. Als ich und andere, welche die besagte Frau kennen, erfuhr, daß Frau S. über das Jobcenter zur Demenzbetreuerin ausgebildet werden soll, hielt ich das für einen Scherz, denn erstens hatte sie mehrfach privat geäußert, daß sie alte Leute nicht leiden kann und außerdem war sie, die vorher noch niemals gearbeitet hatte (dies als über 30jährige?) – von ihrem Intellekt und ihrer groben Art aus, denkbar ungeeignet auf kranke alte Menschen losgelassen zu werden. Also ich hörte auch von anderen nur: „Auweiha, die S. in einem Pflegeheim? Die armen Alten!“ Ja und tatsächlich, die Person, die selbst einen Betreuer im alltäglichen Leben braucht, weil sie sonst in der Asozialität versinken würde, ist tatsächlich als Altenbetreuerin in einem Pflegeheim angestellt, dies nach nur einem halbjährlichen Schleuderkurs. Wie mir der Betreuer erzählte, zu einem ansehnlichen Anfangsstundenlohn von 9,68 Euro, und obwohl sie gar nicht die Berechtigung dazu hat, wird sie auch in der Pflege eingesetzt, wenn Not am Mann ist.

Da frage ich mich, wieso diese Ausbildung zur Demenzbetreuerin nur Frauen bekamen? Der Mann von der S. hätte dies auch gern gemacht, wäre auch geeigneter gewesen als Pflegekraft zu arbeiten als seine grobschlächtige Frau, hätte dann nach nur ½ Jahr Lehrgang gutes Geld verdient, mußte sich stattdessen 4 Jahre bei seiner Ausbildung abmühen und steht nun mit leeren Händen da.

Der Männertag, der heute am Tage von Christi Himmelfahrt sinnentleerend begangen wird, wäre dazu angebracht als Tag gegen Männerdiskriminierung in Deutschland begangen zu werden, dies wäre nötiger als, daß in den Vorstandsetagen der großen Dax-Unternehmen 50 % Frauen per Zwangsquote durchgesetzt werden.