Sonntag, 29. Juli 2012

Geliebte Schwalben des Hauses Knarrberg 34


Schwalben


Hoch in die blauen Lüfte schwingt
die Schwalbe sich vom Dach.
Und eh ihr Zwitscherruf verklingt,
schwingt sich die zweite nach.

Die dritte folgt, die vierte auch
flitzt pfeilschnell hinterher.
Nun schwimmen über Dunst und Rauch
sie frei im Sonnenmeer.

Sie tummeln wie die Fischchen sich
im unbegrenzten Reich.
Ich freue ihres Treibens mich
und seh's doch täglich gleich.

Wie nisten sie so traut und treu
am heimischen Gebälk,
sie kehren alle Jahre neu,
ich werde alt und welk.

Eins aber, Schwalben, blieb mir doch
und bleibt wohl länger mir,
die Herzgedanken fliegen noch
und höher noch als ihr.

Bis in ein Licht so hell und klar,
wie ihr es nie erschaut,
und bau'n wohl noch ein Nestchen gar,
wo nie ein Vogel baut.

Gustav Falke



Meine Lieblingsvögel sind Schwalben! Dies kommt daher, weil ich mit Schwalben groß geworden bin. In dem Haus (Knarrberg 34 in Dessau-Ziebigk) wo ich meine Kindheit und Jugend und überhaupt die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe, da lebten Rauchschwalben mit meinen Eltern und mir unter einem Dach, sie hatten Ihr Nest in der Garage. 

Es war in der Knarrberg-Siedlung üblich, daß die Siedler Rauchschwalben eine Heimstatt gewährten. Als die Siedlung gebaut wurde, wurden extra für Schwalben an jedem Haus Einfluglöcher angebracht, eines an der Forderseite und eines an der Rückseite der Garage. Auf einem alten Foto Ende der 50er Jahre (rechts mein Vater, links ich) sieht man eines dieser Einfluglöcher, siehe Pfeil. Jedes Haus hatte hinten am Haus eine kleine Überdachung wo Wäsche aufgehängt werden konnte und auf den Wäscheleinen saßen dann oft die Schwalben und zwitscherten fröhlich, siehe 3. und 4. Foto. 

Man kann sagen, daß wir mit den Schwalben und ihrem Lebens-Zyklus mitlebten, jedenfalls gehörten Schwalben immer zur Familie Nowack dazu. Es war eine große Freude wenn die erste Schwalbe im Frühjahr nach ihrem langen Flug zu uns nach Hause kam, wir sie am Abend auf Nägeln an der Garagenwand sitzen sahen und wir sie aus der Nähe ansehen konnten und sie uns mit großen Augen ansah. Sie kannte uns ja schon vom Jahr vorher. Und wie froh waren wir, wenn auch der Partner heil ankam und beide nach einiger Zeit anfingen das alte Nest (letztes Foto) neu auszupolstern und  dann die Schwälbin Eier legte. Ja und dann erst die Wochen der Fütterung, da war in der Garage immer mächtiges Treiben. Wenn einmal sehr schlechtes Wetter war, wo die Schwalben kaum Futter fanden und eines der Jungen am Verhungern war, dann half alles nichts und dieses Junge bekam von uns mit der Pinzette Nahrung, dies natürlich nur wenn das die Schwalbeneltern nicht sahen. Dies ging sehr gut und ich kann mich nicht erinnern, daß in den vielen Jahrzehnten wo wir dort wohnten ein Junges nicht durchkam. Ja und dann der erste Ausflug der Jungen, dies war immer eine schwierige Sache, sowohl für die Schwalbeneltern wie auch für die Jungen. Schön, daß die Schwalben bis zu ihrem Abflug im Herbst in den Süden sich immer wieder in unserer Nähe blicken ließen und auch gern mal in der Garage übernachteten, dies besonders bei schlechtem Wetter. 

Im Laufe der Jahre wurden die Nistmöglichkeiten der Schwalben auf dem Knarrberg immer weniger, viele der alten Siedler verkauften ihr Haus, zogen weg und die neuen Besitzer waren meistens kleinbürgerliche Typen der neureichen Cliquen an der Macht der damaligen DDR und die hatten an Schwalben im Haus kaum Interesse, eher daran ihr Haus ähnlich westlicher Häuser „schön“ zu modernisieren. Ob heute überhaupt noch auf dem Knarrberg Schwalben mit ihren Bewohnern unter einem Dach wohnen, dies bezweifle ich. Es ist dies mehr als schade, aber in meiner Erinnerung werden die Schwalben des Knarrbergs immer einen besonderen Platz einnehmen, diese wunderbaren zarten Geschöpfe, siehe auch meine anderen Blogbeiträge zum Thema Schwalben:      





http://barrynoa.blogspot.de/2011/07/aus-alter-zeit-rose-und-glas-von-1885.html







Samstag, 28. Juli 2012

Plädoyer für die mexikanische Wunderblume





Sehr selten sieht man bei Pflanzenfreunden die mexikanische Wunderblume. Kaum jemand kennt sie und außerdem hat sie einen schlechten Ruf, weil angeblich ihre Blüten stinken würden. Unsinn, kann ich da nur sagen! Natürlich riechen die Blüten dieses Aronstabgewächses nicht sonderlich lieblich, aber stinken tun sie auf keinen Fall.

Ich finde die mexikanische Wunderblume faszinierend und zwar weil man zweimal etwas von ihr hat. Im Sommer kann man sich an der palmenartigen Wuchsform erfreuen, siehe Fotos, und im Winter an der Blüte. Im Herbst stirbt die Pflanze ab und man nimmt die Knolle in einen kühlen Raum, dann ca. Januar stellt man die Knolle auf einen Teller oder ein anderes Gefäß und sie treibt ohne jegliche Erde aus und es entwickelt sich eine Aronstabblüte. Leider blüht sie nur wenige Tage lang, bis sie zusammenfällt und nun nur noch die Knolle da ist und dann beginnt der Kreislauf von vorn. 

Wir haben die Knolle im Winter nicht auf einen Teller gestellt, sondern in ein Gefäß mit Granulat eingebuddelt. Da hat sie einen besseren Stand, denn auf einem Teller kippt sie schnell um und die Knolle freut sich über die Feuchtigkeit, da wir das Granulat ein wenig nass halten. Im Sommer bildet die Pflanze Tochterknollen, aus denen kleine hübsche mexikanische Wunderblumen sprießen.   

Freitag, 27. Juli 2012

Mops Hündgen


Es freut mich sehr, daß es unter den Bloglesern so viele Tierfreunde gibt die Anteil nehmen an unseren Ratten und die immer gern die Blogbeiträge über sie gelesen haben. Seht nett, die Email einer Blogleserin die eine Mopszüchterin ist, siehe ihre Email:

Lieber Herr Nowack (so ist doch Ihr Name?) die Fotos Ihrer Rattchen sind ja zu niedlich! Es tut mir aufrichtig leid um Jecki. Wir wissen ja, dass für viele Menschen eine Ratte kein Haustier ist, sondern ein Schädling. Ähnlich ergeht es dem Löwenzahn in der Pflanzenwelt. Ein Glück, hat sie es hinter sich. Aber jetzt geht es ihr gut und sie ist von allen Schmerzen befreit. Und eines schönen Tages sehen Sie sich wieder ...
Kennen Sie das Buch von Penelope Smith "Tiere erzählen vom Tod"? Es ist ausserordentlich lesenswert, finde ich und sehr tröstlich in diesen Momenten.

Eine gute Nacht trotz des schweren Herzens.
Dagmar W........

P.S.
Sie ist nun frei
und unsere Tränen
wünschen ihr Glück.
Joh. Wolfgang v. Goethe

P.S. Ich hänge Ihnen noch ein paar Fotos meiner Mopsbabies an, damit Sie eine kleine Freude haben in diesen schweren Tagen :-)


Vielen Dank, werte Dagmar W. für ihre Zeilen und die Fotos von Ihren kleinen Mopsbabys, wovon ich ein Foto hier den Lesern zeigen möchte, siehe unten. Der Mops ist ja wie die Ratte ein besonders sensibles und außerdem treues Tier. Wußten Sie, werte Frau W. und Sie, werte Leser, daß es einmal einen Mopsorden gab? Hier die Historie dazu:

Der "Freimaurer- und der Mopsorden": Am 24.6.1717 schlossen sich vier seit Jahren bestehende Logen zur Ersten Großloge von England zusammen, weitere folgten. 1738 wurde in Dresden durch Graf Rutowski, Sohn August des Starken und der Türkin Fatima, die Freimaurer-Loge "Aux trois aigles blancs" gegründet. 1738 erkannte der damalige Papst Clemens XII, dass die Vereinigungen der Freimaurer zu stark zu werden drohten und verbot sie. Er erließ am 28.4.1738 die päpstliche Bulle "In eminenti apostolatus specula" die besagte, daß jede freimaurerische Tätigkeit mit der Exkommunikation bestraft werden würde. Darauf reagierte August III. ebenfalls mit einem Verbot. Es gab jedoch Freigeister, die einen Ausweg ersannen. Einer davon war Clemens August, damals Kurfürst von Köln und Herzog von Bayern. Er soll 1740 einer der Gründer des Mopsorden gewesen sein. Der Mopsorden war eine Gesellschaft freimaurerischer Prägung, jedoch ließ das Reglement auch katholische Frauen zu, ein Verfahren, das bei den Freimaurern nicht üblich war. Den Mops als Symbolfigur für diese neue Vereinigung hatte man gewählt, da diese Hunderasse als Sinnbild für Zuverlässigkeit, Treue und Standfestigkeit galt. 1748 wurde der Orden jedoch aus rechtlichen Gründen verboten und erlosch. Die Mitglieder des Ordens trugen einen silbernen Mops als Medaillon. Die Zugehörigkeit der Möpse zum Mopsorden wurde durch ein hellblaues Halsband mit Schellen gekennzeichnet. Um 1737-1744 schuf der bedeutende Modelleur der Manufaktur Meißen Johann Joachim Kändler verschiedene Figuren mit Möpsen, so die Krinolinenfigur "Damen vom Mopsorden", "Dame auf dem Visitenstuhl mit Mops und Mohrendiener", "Das Hündlein der Königin, Rex Polonia Maria Josepha", "Freimaurer Meister“ und „Geselle mit Mops“.).

Berühmt wurden auch Kändlers Briefbeschwerer aus Meissener Porzellan mit einem Mops des Mopsordens darauf. Diese Briefbeschwerer gab es bei Meissen in verschiedenen Ausführungen. Zu Zeiten Kändlers hieß ein Mops nicht Mops Hund, sondern Mops Hündgen. Ein besonders schönes Mops Hündgen gibt es jetzt im Antikhandel Neumann zu kaufen, siehe http://antikhandelneumann.npage.de . Sehr hübsch die Vergissmeinnicht-Porzellanblüten auf der dort angebotenen Figur, steht doch das Vergissmeinnicht tatsächlich für das Nichtvergessen geliebter Menschen und Tiere.


Donnerstag, 26. Juli 2012

Leser-Emails zum Thema Beschneidung



Liebe Leser, besten Dank für die vielen Emails zum Thema Genitalverstümmelung. Ich möchte das nun nicht ins Uferlose führen und nun nur noch 2 Emails hier veröffentlichen. Auf keinen Fall will ich etwas abwürgen, schon gar nicht wenn es darum geht, da eine gewissenlose Mehrheit von Parteien im Bundestag (außer der Linken, wofür ihnen uneingeschränkt Lob gehört) so mir nichts dir nichts das Grundgesetz außer Kraft setzen will. Wir leben tatsächlich in einer Bananenrepublik. Eines ist klar, wer da meint aus religiöser Überzeugung sich beschneiden lassen zu müssen, der soll das tun, von mir aus kann er sich den ganzen Körper verstümmeln oder sich kastrieren lassen, so wie das die christliche Sekte der Skopzen im alten Rußland tat, aber dies bei kleinen Kindern, oder gar Babys, zu machen, dies halte ich für schwer kriminell, denn Kinder sind kein Besitz der Eltern, sondern sie stehen unter dem Schutz des Grundgesetzes, welches die körperliche und seelische Unversehrtheit schützen soll. Eine Legalisierung dieser Barbarei würde auch gegen die Gleichberechtigung verstoßen, denn nur kleine Jungen müssen diese Qualen erleiden und müssen Zeit ihres Lebens mit dieser Verstümmelung leben. Christen die eine Legalisierung fordern oder schweigen, machen sich schuldig und sie haben die Botschaft Jesu nicht verstanden, sondern sie handeln gegen christliche Ethik. Wer weiter seine Meinung kund tun möchte, den verweise ich auf eine Diskussion bei yahoo, siehe: http://de.nachrichten.yahoo.com/bundestag-fordert-regelung-f%C3%BCr-straffreie-beschneidung-164014622.html. Es ist erfreulich, daß die Mehrheit der dort schreibenden entsetzt ist über die Zustände in Deutschland -  bitte lesen!

Die Meinung von F. v. S:
.... Wenn der Herr Pfarrer (http://barrynoa.blogspot.de/2012/07/leser-emails-zur-debatte-um-die.html) mehr Toleranz gegenüber anderen Meinungen von Ihnen als Blogger, erwartet, dann finde ich das unverschämt, dann soll man wohl auch Toleranz gegenüber allen anderen Schandtaten üben die im Namen von Religionen stattfanden oder stattfinden, wie z.B. der Scharia, denn auch die ist alte Tradition?...

Meine Antwort: Toleranz gegenüber schwerer Körperverletzung ob nun im Namen der Religion oder einfach nur so, kann es ja wohl nicht geben. Interessant, daß bei von 8 von mir angeschriebenen Pfarrern verschiedenster Kirchen und Freikirchen nur der eine eine Stellungnahme gab. Das läßt tief blicken! Diesem einem Pfarrer billige ich zumindest Anstand zu, den anderen Herren Pastoren war anscheinend eine Stellungnahme zu heikel, wenn sie nach dem Anblick eines kleinen Babys, welches gerade diese religiöse Tortur erleiden muß (siehe Video) für die Beschneidung Stellung zu nehmen. Dann möchte ich noch zu dem Vorwurf des einen Pfarrers Stellung nehmen, ich würde auf eine Medienhype aufspringen. Sogar im Blog habe ich mich schon früher gegen religöse Genitalverstümmelung ausgesprochen, dies u.a. in einem Blogbeitrag aus dem Jahre 2010, also lange vor dem Kölner Urteil, einen Beitrag den laut Google-Zähler einige tausend Leser gelesen haben, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2010/09/deutsche-realitaten.html.

Zum Abschluß aus der Email von M.S.: Herr Nowak (Ich heiße Nowack, steht groß auf meinem Blog [B.N.]!), es ist nicht gut von etwas zu schreiben wovon man keine Ahnung hat. Lesen sie, dann werden sie mehr wissen und anders urteilen http://www.ahlu-sunnah.com/threads/27380-Ist-die-Beschneidung-im-Islam-Pflicht .

Dieses Forum, werter M.S, kann mich nicht umstimmen, aber wenn sogar Abraham sich erst im Alter von 80 Jahren hat beschneiden lassen, eigenhändig mit der Axt, und wie man in diesem Forum lesen kann, Beschneidung im Kindesalter im Islam gar nicht zwingend vorgeschrieben ist, warum dann nicht erst Beschneidung im Erwachsenenalter als Moslem, freiwillig und warum bei sich nicht wehrenden kleinen Kindern? Diese Forumsseiten bestärken mich eher in meinen Ansichten.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Geliebte kleine Rättin Jecki ( † 25.7.2012)








"Wenn es im Himmel keine Ratten gibt, dann möchte ich, wenn ich sterbe, dahin gehen, wo sie hingegangen sind."
frei nach Will Rogers (1897-1935 )


Eben kommen wir vom Tierarzt und haben unsere liebe Rättin Jecki einschläfern lassen müssen. 5 ½ Monate hatte sie einen Tumor, der immer größer wurde. Sie selbst war trotz der Krankheit und Behinderung immer noch lebenslustig und ausgesprochen lieb, siehe meine Blogbeiträge über unsere Ratten:


Noch gestern fraß sie mit Begeisterung ihre Lieblingsessen und sie schmuste wie selten und knusperte auch wie selten. Am Abend fiel sie ca. 50 cm tief, auf den Tumor, und da muß sie sich innerlich verletzt haben. Jedenfalls piepste sie (was sie sonst nie getan hatte) die ganze Nacht – sie hatte Schmerzen, der Tumor war innerlich verletzt. Es half alles nichts, sie mußte zum Tierarzt, der aber absolut nichts mehr machen konnte. Schade, schade um dieses wunderbare Tier, welches wir sehr vermissen werden. Nicht nur wir, sondern ihre Partnerin Mecki vermißt sie, dies besonders deshalb, weil sie von unseren 4 Ratten nun allein übrig geblieben ist. Letzte Fotos: Fotos 1 – 5 gestern aufgenommen, „Jecki beim Lecken meiner Finger“, „Jeckis feingliedrige Füßchen und Vorderpfoten“, „Jecki und Mecki beim Schlecken von Schlagsahne“ und 6. Foto „Jecki heute früh, kurz vor ihrem Tod auf ihrer geliebten Couch“.  

Dienstag, 24. Juli 2012

Bis 1989: "Bau auf, bau auf" - nach 1989: Reiß ab, reiß ab"







Keine Zeile wert ist in den systemischen Mainstreammedien der Abriß des ehemaligen Stahlbau-Kulturhauses. Bis 1989 hieß es in einem Lied „Bau auf, bau auf“, nach 1989 könnte es heißen „Reiß ab, reiß ab“, denn die letzten Reste die der Krieg von dem zu 85 % zerstörten Dessau übrig gelassen hat und vieles was in mühevoller und entbehrungsreicher Arbeit von den Bürgern Dessaus neu nach 1945 aufgebaut wurde, dies reißt man in vandalenhafter Bilderstürmermanier ab. Was in Berlin der Abriß des Palastes der Republik war, dies sind in Dessau die verschiedensten Bauten, wie z.B. die alten Gründerzeithäuser der Amalienstraße, die einem geschmacklosen Lidl-Markt Platz machen mußten, dies obwohl diese vier Häuser die einzig stehen gebliebenen Häuser der Amalienstraße aus alter Zeit waren die die Bombanangriffe übrig ließen. Oder das wunderbare Klubhaus der Werktätigen in Dessau-Süd aus den 50er Jahren. Es wurde größtenteils in freiwilligen NAW-Stunden (NAW = Nationales Aufbauwerk) von Bürgern in ihrer freien Zeit errichtet. Ich erinnere mich noch an die Bilder im Treppenhaus wo die Werktätigen abgebildet waren die teilweise 1000 Stunden in der Freizeit für den Bau dieses Klubhauses geschuftet haben. Nach 1989 Abriss! 

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß dies alles aus politischen, ideologischen Gründen geschieht, man restauriert die Kirchen und reißt Objekte des Kulturlebens der DDR ab, wo früher jeden Tag Veranstaltungen für die Jugend angeboten wurden. Soll die heutige Jugend nicht daran erinnert werden, daß ihre Eltern eine abwechslungsreichere Jugend verbringen durften (ohne Ganztagsschule), mit jeder Menge Jugendklubs und Veranstaltungen? 

Es kann einen dauern, wenn man das ehemalige wunderbare Stahlbau-Kulturhaus sieht wie es jetzt abgerissen wird, siehe Fotos. Bis vor ein paar Jahren wurde es noch von einem Großmarkt für Trödel und Antiquitäten genutzt und nun weg damit, als wenn es zu DDR-Zeiten keine Mühe gemacht hätte so einen schönen Bau zu errichten. Das Werk vergangener Zeiten wird mißachtet, dies oft von Typen an heutigen Schaltstellen, die zu DDR-Zeiten zu den Cliquen an der Macht gehörten und die sich nach 1989 zu 180 Grad gewendet haben.   

Montag, 23. Juli 2012

Der kleine Kühnauer Teich


















Endlich mal wieder sonniges, klares und nicht zu warmes Sommerwetter, eigentlich schon typisches Augustwetter! Zeit um Ausfahrten zu machen! Aus Dessau kommt man allerdings kaum heraus, denn will man nach Zerbst, dann kommt am Ende von Roßlau ein Schild: "frei nur bis Jütrichau"! Ja, dann eben nach Aken und eventuell sich auf die Terrassen vom Fährhaus gesetzt. Pustekuchen, auch da umsonst Benzin verfahren, der ist ja auch so billig (lol), denn hinter Kleinkühnau ein Schild: "Nach Aken gesperrt, Umleitung über Köthen und Calbe"! Na, danke auch, dann lieber in die Dessauer Natur, wie an den Kühnauer See. 

Über den Kühnauer See habe ich ja schon zur Genüge hier im Blog berichtet und Fotos reingesetzt, aber bisher noch nie den kleinen Teich neben dem Kühnauer See fotografiert, der früher ein Teil des Kühnauer Sees war. Schön diese Naturbelassenheit dort, das klare Wasser mit den vielen Wasserpflanzen, den Jungfischen und den knorrigen Weiden und Silberpappeln. Neben dem Teich ein privates Gelände, eine kleine Ranch, mit einem neugierigen Pferd. Ja und weshalb Pferde ihren Schweif unbedingt brauchen, dies zeigte das Pferd eindrucksvoll. Es vertrieb gekonnt die lästigen Fliegen mit gekonnten Schlägen des Schweifes, wie man auf dem letzten Foto sehen kann. 

Diese Begegnungen mit der Natur und mit Tieren sind Balsam für die Seele und da offenbart sich das Göttliche reiner als in jedem Menschenwerk, geschweige denn als in sogenannten heiligen Büchern, die oft nur menschlicher Phantasie entstammen, und dabei sogar Gottes Schöpfung mißachtend, indem irregeleitete Menschen einen brutalen rachsüchtigen Gott konstruiert haben, der natürlich mit dem Schöpfer aller Welten nicht das Geringste zu tun hat. 

„Ich stehe dem Mittelalterlichen der Kirche innerlich fremd und abwehrend gegenüber mit meinem schönheitsuchenden, alles Lebendige gleichwertenden Herzen und meinen naturhaften Sinnen. Mein Gefühl wehrt sich gegen den pflanzen-, gewässer- und getierfremden Glauben aus dem palästinischen Wüstenland, den man den Vorvätern nur zu oft mit dem Schwerte aufgezwungen hat. In meiner Liebesbereitschaft für den leidenden Bruder, sei es Tier oder Mensch, neige ich mich aber ehrlich hin zur Lehre dessen, der auch in der Ecke meiner Stube zermartert am Schandholz hängt.“ (Maria Grengg, aus "Die Flucht zum grünen Herrgott")

Sonntag, 22. Juli 2012

Leser-Emails zur Debatte um die Genitalverstümmelung (Beschneidung)


Es ist hochinteressant wie auf meine Blogbeiträge zur Beschneidung reagiert wird. Erschreckend wie Vertreter von Kirchen reagieren, so z.B. die eines nicht namentlich genannt werden wollenden Pfarrers (keine Angst, selbstverständlich nenne ich keine Namen!)

Pfarrer einer Freikirche: „.... Ich möchte Sie bitten, meine Zeilen nicht in Ihrem Blog zu veröffentlichen. Ihre Beiträge habe ich gelesen. Meine Freikirche hat zu den Vorkommnissen nicht Stellung genommen. Sie wird es vermutlich auch nicht tun, weil wir für die Freiheit der religiösen Überzeugungen eintreten.
Was Ihnen nicht so vertraut sein dürfte, und das betrifft die Juden: Wer nämlich davon ausgeht, dass die Bibel Gottes Wort ist, wer diesen Gott liebt und ihm dienen will, der wird ihm gehorsam sein. Und diese von Gott für sein Volk geforderte Praxis kann nie von einem Menschen rückgängig gemacht werden.
Darf ich noch ein persönliches Wort an Sie richten?
Ich bin etwas erstaunt oder erschrocken, über die harten Worte die Sie finden, um diese Praxis zu verurteilen. Dabei würde ich Sie aber fragen wollen: Diese Praxis gibt es seit Jahrtausenden. Warum haben Sie in der Zeit des Bestehens Ihres Blogs nie darauf hingewiesen? Sind auch Sie ein Opfer der Kampagne, die jetzt läuft? Wenn Ihnen das so ein Anliegen ist, dann wundert mich, dass Ihre Empörung plötzlich aufbricht wie eine neue Ölquelle.
Da Sie sehr für Meinungsfreiheit eintreten, bitte ich sie, auch die Meinung anderer mehr zu tolerieren“.

Mein Kommentar:

Nun werter Herr Pfarrer, selbstverständlich wahre ich Ihre Anonymität, aber warum diese Angst, die eigene Überzeugung auch öffentlich kund zu tun? Haben Sie ehrlich gesagt kein Mitleid mit dem Baby beim Anblick einer Beschneidung, siehe Video? Wenn also in der Bibel stehen würde, daß man Menschen foltern müsse, weil Gott dies fordert, dann würden sie auch das gutheißen? Heißen Sie etwa die Bibelsprüche gut, die fordern, daß man Knaben mit der Rute züchtigen soll, daß Frauen in der Gemeinde zu schweigen haben oder daß man einen ungehorsamen Sohn steinigen soll? All diese Sprüche sollen Gottes Wort sein? Diese Anschauung ist ja schlimmster Fundamentalismus, ähnlich dem Fundamentalismus der Islamisten. Ja warum ich jetzt im Blog darüber schreibe und nicht schon vorher? Erstens schreibe ich nicht nur im Blog, sondern auch in Foren und da habe ich schon vor vielen Jahren meine Empörung zum Ausdruck gebracht. Ja und was heißt hier Kampagne? Erstmalig haben mutige Richter ein richtiges Urteil gefällt und eine Kampagne wurde von reaktionären Kräften dagegen getreten, die religiöse altertümliche Riten über die körperliche und seelische Unversehrtheit von kleinen Kindern stellen. Werter Herr Pfarrer, ich bin froh nicht ihrer Freikirche anzugehören, denn ich halte Ihre Ansichten für zutiefst unchristlich und unhumanistisch. Warum wurde wohl die Prügelstafe an Kindern in Deutschland mit Recht verboten, obwohl in der Bibel folgendes steht?: „Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.“ Sprüche 23,13-14
Wie kann man denn in heutiger Zeit solche Bibelsprüche wortwörtlich nehmen, sie wortwörtlich gar als „Gottes Wort“ ausgeben? Dies ist doch das Gegenteil dessen was Jesus von uns möchte! Sprüche die den Tod von Homosexuellen fordern oder den Tod von sogenannten Zauberern oder den Tod  von Frauen die vergewaltigt worden? Mit Recht werden diese Bibelsprüche abgelehnt und die Rechtsprechung beachtet sie in Deutschland nicht (in den USA teilweise doch, denn dort haben reaktionäre fundamentalistische „Christen“ durchgesetzt, daß die Prügelstrafe erlaubt ist). Zum Glück leben wir nicht in von religiösen Fundamentalisten beherrschter Gesellschaft! Oder mittlerweile doch, wenn die Religion über die körperliche Unversehrtheit gestellt werden soll? Zurück ins geistige Mittelalter, am besten noch in archaische Zeiten?

K.-H. S. (Medizinstudent): „....Sie haben noch eines nicht erwähnt. Ein acht Tage altes Kind ist noch von der Geburt gezeichnet, denn die Geburt ist auch für das Kind eine grosse Anstrengung, nicht nur für die Mutter, das wird oft übersehen. Da einen solchen Eingriff zu machen, ist tatsächlich eine schwere Körperverletzung. Was auch nicht erwähnt wird, daß bei einem Baby die Vorhaut mit der Eichel noch fest verwachsen ist, so dass es bei der Lösung zu Verletzungen der feinen Eichelhaut kommen muss, die äußerst schmerzhaft für das Baby sind....

Mein Kommentar: Vielen Dank für diesen medizinischen Hinweis. Ein Grund mehr, religiöse Genitalverstümmelung als schwere Körperverletzung zu ahnden, so wie das in dem Urteil der drei Kölner Richter zum Ausdruck kommt.

W.Z. (keine Berufsangabe): „Sehr richtig, in ihren Block aufzuklären. Wo kommen wir denn dahin Körperverletzung zu dulden, nur weil es heisst das würde Gott verlangen. Ich bin Atheist, bedauere aber solche Gläubigen die an einen Gott glauben der so grausam ist, das von Menschen zu verlangen, was in der Bibel steht und in den Koran. Sie haben in ihren Block vergessen, was im Koran steht und was da alles Religion ist, soll das etwa auch in Deutschland straffrei sein, ist ja halt religiös, wie Frauen steinigen und Abhacken der Hand bei Diebstahl?...."

Mein Kommentar: Da haben Sie recht, wenn Beschneidung aus religiösen Gründen straffrei ist, dann kann jede noch so große andere Grausamkeit legitimiert werden. Gleiches Recht für alle, also dann auch wieder Prügeln der Kinder erlaubt, nur weil es die Bibel verlangt?

H.K. (ohne Berufsangabe): „Was du dich man so aufregst, dass die Kirchen solche Grausamkeiten dulden wollen, obwohl sie doch als Christen gar nicht betroffen sind und nur die Juden und der Islam! Hast du keine Geschichtskenntnis, dann müsstest du doch wissen, dass bis in die Neuzeit die Kirchen unhuman handelten und ihnen die Bergpredigt und so am Arsch vorbei ging. Die haben doch schon immer gegen die Humanität gehandelt. Wo war denn die Stimme der Kirchen als die Juden, Zeugen Jehovas, Kommunisten und so weiter von den Nazis verfolgt und ermordet wurden? Ganz wenige nur. Die meisten schwiegen oder begrüßten das NS-Regime, genau so wie sie jetzt wieder schweigen zur Körperverletzung an Kleinkindern oder dies sogar wollen, dass das erlaub wird. Du schreibst, da in einem Beitrag, der in der Bibel stehen soll und Gottes Wort sein soll? Todesstrafe für Homosexuelle!
"Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ..."
(3.Mose 20,13)  
Kannte ich vorher nicht, dachte dass ist nur bei den Islamisten so, wo in vielen Ländern die Todesstrafe auf Homos steht. Nun brauche in mich nicht zu wundern, dass die Christen es richtig fanden wenn Homos getötet wurden, früher und bei den Nazis.

Mein Kommentar: Lieber H.K.: Das ganze Übel ist, daß es sowohl bei den Juden, den Moslems, wie den Christen Fundamentalisten gibt, die meinen jedes Wort in ihren Schriften wäre Gottes Wort. Das ist natürlich Aberglauben, sondern die Schriften wurden von Menschen geschrieben und die übernahmen damalige archaische Sitten und Gebräuche und schrieben diese mit auf und gaben sie als Gottes Wort aus. Beispiel: In der Zeit von Paulus gab es natürlich noch keine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau und als Paulus seine Briefe schrieb, war es ihm eine Selbstverständlichkeit, daß die Frau dem Manne untertan sein sollte. Das war die Meinung von Paulus vor 2000 Jahren, aber doch niemals Gottes Wort. Liberale Christen haben dies natürlich längst erkannt und sie sind es die den Geist wirklich christlichen Glaubens erkennen. Derzeit allerdings sind die fanatischen Fundamentalisten auf dem Vormarsch und beherrschen mittlerweile viele Länder, von Saudi-Arabien (Islam) angefangen, bis hin zu den USA (Evangelikale). Aber es gibt Hoffnung, denn sogar bei den Juden regt sich Widerstand gegen archaische Riten wie die grauenvolle Beschneidung, wie man im Internet lesen kann, wo jüdische Bürger das Urteil von Köln zur Beschneidung begrüßten.  

Freitag, 20. Juli 2012

Deutscher Bundestag: Rückfall in die Barbarei (Beschneidung)




Denn Sie wissen was Sie tun (in Abwandlung!)! Was für ein mieses Pack, diese Bundestagabgeordneten von CDU/CSU, FDP und SPD, indem sie in einer Resolution (eiligst einberufen während der Sommerpause!) forderten die männliche Genitalverstümmelung an Babys und kleinen Kindern straffrei zu lassen. Kennen diese widerlichen Typen nicht die Videos bei Google oder youtube wo solche Barbarei gezeigt wird? Natürlich kennen sie die, aber das Leid der kleinen Kinder scheint sie nicht im mindesten zu rühren. Nicht besser die „christlichen“ Kirchen. 

München (www.kath.net/KNA): Der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx ist überzeugt, dass männliche Kleinkinder in Deutschland auch künftig aus religiösen Gründen straffrei beschnitten werden können. Das umstrittene Urteil des Kölner Landgerichts werde in der Angelegenheit «nicht das letzte Wort gewesen sein», sagte Marx am Donnerstagabend beim Jahresempfang seines Erzbistums in München.

Wien (www.kath.net/KAP): “Steht hinter dem Kölner Urteil vielleicht doch der Versuch, den Eltern überhaupt die religiöse Erziehung ihrer Kinder zu verbieten?”: Diese Frage stellt Christoph Kardinal Schönborn im Blick auf die gerichtliche Einstufung religiös motivierter Beschneidung an Buben als strafwürdige Körperverletzung. In seinem wöchentlichen Kommentar in der Gratiszeitung “Heute” (Freitag) schrieb der Wiener Erzbischof, er halte das Urteil des Landgerichtes Köln für ein “besorgniserregendes Signal”. Schönborn wendet sich gegen die “heute weit verbreitete Sicht”, wonach ein “Kind selber entscheiden soll, wenn es groß ist”. 

Pfui, Teufel kann man da nur sagen, aber was soll man von Kirchen auch erwarten die eine jahrtausende alte Tradition von Grausamkeiten vorweisen können (Folter, lebendig Verbrennen von Kirchenkritikern und angeblichen Hexen und Zauberern).

Hier ein Link zu einem solchem Video bei Google. Schalten Sie bitte den Ton nicht aus und überlegen Sie dann wem Sie bei der nächsten Bundestagswahl Ihre Stimme geben, etwa Parteien denen barbarische Religionsausübung wichtiger ist als das Grundgesetz?

http://video.google.com/videoplay?docid=8212662920114237112#  



           Die Grundrechte des Kindes auf Unantastbarkeit seiner Würde, gemäß Art.1 (1) GG, auf Selbstbestimmung, gemäß Art.2 (1) GG, auf körperliche Unversehrtheit, gemäß Art.2 (2) GG, auf Gleichberechtigung, gemäß Art 3 (2) GG, auf nicht benachteiligt bzw. diskriminiert zu werden, gemäß Art. 3 (3) GG, auf Freiheit seines Glaubens und seines religiösen Bekenntnisses, gemäß Art. 4 (1) GG, auf ungestörte Ausübung seiner Religion, gemäß Art. 4 (2) GG werden durch die Beschneidung verletzt. Nicht nur gemäß Grundgesetz, sondern auch UN-Menschenrechtscharta und UN-Kinderrechtskonvention.



Schaut man sich in Internetforen um, dann muß man zum Glück feststellen, daß die Mehrheit der Deutschen empört ist über die Politiker im Bundestag. Hier mal ein paar Beiträge von Bürgern:

- Skandalös, man stellt Rituale vor dem Wohl der Kinder und Säuglinge und verstößt gegen das Recht auf Versehrtheit im Grundgesetz, man könnte Wetten wären die Juden davon nicht betroffen gewesen man hätte anders gestimmt, man Katzbuckelt wieder einmal
- Es ist doch immer wieder verwunderlich wie schnell unsere ,,Regierung,, vor solchen Leuten kuscht und Speichel leckt !!! JUHU wir leben in einer BANANENREPUBLIK ! ! !
- Beschneidung ist Körperverletzung und verstößt gegen das Grundgesetz.
- In was für einem Land leben wir? Einen Hund darf man nicht beschneiden. Zu Recht nicht. Aber ein unmündiges Kind soll man beschneiden dürfen? Das versteht der weitaus überwigende Teil der deutschen Bevölkerung nicht. CDU, FDP und SPD brauchen sich nicht zu wundern, wenn ihnen die Wähler wegbleiben. Es geht um eine ethische Frage: Darf man ein Kind verstümmeln? Nein, man darf nie und nimmer ein Kind verstümmeln. Keine Partei, die der Verstümmelung von Kindern das Wort redet, ist wählbar. Ich warte auf den ersten Politiker oder die erst Politikerin aus CDU, FDP oder SPD, der sich auf die Seite der Kinder stellt.
- So, so, das sei also anderen Laendern in der Welt nicht zu vermitteln? Das haben wir an anderer Stelle aber auch schon ganz anders gehoert: Wenn es uns "in den Kram passt", ob es nun um einen homosexuellen Aussenminister (verletzt ja auch die religioesen Gefuehle mancher Laender) oder unseren deutschen Oeko-Wahn geht, dann heisst es einfach lapidar: "Da muessen sich die anderen Laender 'halt daran gewoehnen."
- Wer sich so als Politiker durch andere erpressen läßt ist nur noch eine Lachnummer. Bananen-Diktatur Deutschland, wenn das Gerichtsurteil nicht passt werden die Gesetze geändert. Ich lach mich kaputt wenn mir einer erzählt wir leben in einer Demokratie. Das Volk hat nur noch die Schnauze zu halten und wird unmündig gemacht.
- Es darf doch nicht wahr sein, daß die Abgeordneten des deutschen Bundestages die körperliche Unversehrtheit von Kindern & Jugendlichen religiösen Gründen unterordnen und diese Art von Körperverletzung zulassen!
Aber nichts anderes habe ich letztendlich und leider von den "Herren" und "Damen" dieses Hauses erwartet.
Ich kann nur noch sagen ARMES DEUTSCHLAND ...
- Meiner Meinung nach darf KEINEM Kind gegen seinen Willen Gewalt angetan werden. Das gilt für ALLE Kinder, egal welcher ethnischen, religiösen oder sonst welchen Anschauung! Die Religion, die die Unversehrtheit des Einzelnen mißachtet und über das Religionswohl stellt hat meines Erachtens die Würde verloren die Religion zu leben.
- Ein Stück aus dem Politischen Tollhaus. Ein Deutsches Gericht spricht Recht. Den Politikern passt das Urteil nicht in den Kram,also wird das Gesetzt geändert. Das ist nicht Demokratie, sondern nah an der Diktatur, wo das Recht so zurecht gebogen wird bis es passt.


Donnerstag, 19. Juli 2012

Schneidemühl: Kaufhaus Zeeck und der Reichstagsabgeordnete Romanus Berg


Schön, daß es das gibt – Heimatkreise von Vertriebenen und deren Angehörigen, wie z.B. den Heimatkreis Schneidemühl in Pommern, siehe deren Homepage: http://www.schneidemuehl.net/. Dort veröffentlichte ich im Forum eine Anfrage, aber da die direkten noch lebenden Vertriebenen mittlerweile sehr alt sind, werden sie mit dem Medium Internet nicht mehr vertraut sein und deshalb sind die Leserzahlen nicht hoch. Nun, ich versuche es hier im eigenen Blog trotzdem noch einmal, es kann ja sein, daß Kinder und Kindeskinder der aus Schneidemühl vertriebenen Menschen hier lesen.



Mein Vater stammt aus Schneidemühl, wurde dort am 28.12.21 geboren (Eltern Clemens und Martha Nowack). Gewohnt hatten sie am Hindenburgplatz. Vater hatte im Kaufhaus Zeeck eine Lehre als Textilkaufmann absolviert und wurde einige Zeit nach deren Abschluß jüngster Abteilungsleiter im Kaufhaus für Herrenbekleidung. Meine Großeltern waren mit dem Stadtverordneten Romanus Berg bekannt, der 1932 Reichstagsabgeordner (KPD) wurde. Eine Schreibtischlampe von ihm ist in meinem Besitz, siehe dazu Foto und Geschichte in meinem Blog unter http://barrynoa.blogspot.de/2010/05/erinnerungsstucke.html. Ich würde mich über Antworten freuen, die mehr über das damalige Kaufhaus Zeeck und Romanus Berg Auskunft geben könnten. Vater kam 1939 zur Wehrmacht und war 1945 in Roßlau bei Dessau stationiert. Dessau hatte auch ein Kaufhaus der Zeecks und in Dessau blieb er nach dem Krieg, heiratete meine in Dessau ansässige Mutter. Gern hätte ich auch mehr über das Dorf Schrotz, bei Schneidemühl gelegen, erfahren, wo meine Urgroßeltern (Eltern meines Großvaters Clemens) eine kleine Bauernwirtschaft hatten und wo sowohl meine Großeltern wie auch mein Vater immer gern zu Besuch weilten.

Anbei ein paar der wenigen Fotos meines Vaters aus seiner Jugendzeit in Schneidemühl, er (links oben im Porträt) ist auf den Fotos mit Kollegen aus dem Kaufhaus Zeeck in Schneidemühl zu sehen. Vielleicht erkennt sich jemand der anderen Anwesenden oder deren Angehörige. Eines der wenigen Andenken meines Vaters an Schneidemühl ist diese Schmuckschatulle (leer) des Schneidemühlers Juweliers Fröhlich. Vater war ja als die Vertreibung der Deutschen aus Pommern stattfand beim Militär und seine Eltern mußten Hals über Kopf Pommern verlassen und fast aller Hausrat blieb zurück oder wurde auf der Flucht verloren (Plünderungen und dergleichen), so daß so gut wie nichts erhalten blieb.    

Mittwoch, 18. Juli 2012

Bußgeld für nicht gemähten Rasen







Was meinen Sie, liebe Blogleser, in welchem Land passiert das, wo man, wenn man nicht den Rasen mäht, anfänglich Bußgeld bezahlt und im Wiederholungsfall Gefängnis bekommt und wo letztendlich einem das eigene Haus enteignet wird? Wie gesagt, nur weil man den Rasen nicht gemäht hat und die Ordnungshüter dieses „Verbrechen“ feststellen, wenn der Rasen das Maß von 20 cm übersteigt! Nordkorea, Syrien oder dergleichen? Natürlich nicht, letzteres schon gar nicht, denn unter dem Präsidenten Assad gab es dort mehr Freiheiten als in den wirklichen arabischen Schurkenstaaten wie Saudi-Arabien, wo das Mittelalter herrscht, mit Scharia, Frauendiskriminierung und dergleichen. Schon merkwürdig, daß Syrien als Schurkenstaat im christlichen Westen gilt, wo es das einzige arabische Land ist, wo Christen nicht diskriminiert werden und wo die syrisch-orthodoxe Kirche und andere viele Kirchen betreiben. In den „befreundeten“ Ländern des christlichen Westens dagegen, eingeschlossen die Türkei, werden Christen bekanntermaßen verfolgt oder es gibt sie schon gar nicht mehr – restlos ausgerottet! Aber was interessieren die westlichen Christen schon die Christen im Orient, die sind ja schließlich weder katholisch noch evangelisch, sondern selbständige altorientalische Christen und das ist schon mehr als suspekt!

Das Land dieser absoluten Unfreiheit, wo man wegen eines nicht gemähten Rasens sein Haus los werden kann, dies heißt USA, ganz konkret in der Stadt Jupiter im Bundesstaat Florida! Ja und da die Deutschen den USA seit 1945 in allem und jedem nachäffen, fangen auch hier schon etliche Städte an Bußgelder zu verhängen wegen nicht gemähtem Rasen, siehe z.B.: http://www.bz-berlin.de/archiv/rasen-nicht-gemaeht-236-mark-strafe-article98116.html. Fürwahr, sehr freiheitlich dieser Unsinn, der noch dazu vollkommen unökologisch ist, denn nur ein nicht jede Woche gemähter Rasen, bietet Insekten und Kleintieren Nahrung und, das weiß jedes Kind, Insekten brauchen wieder die Vögel als Nahrung um zu leben. 


Widerlich, dieser Ami-Rasen, der auch in Deutschland Hochkonjunktur hat. Da gibt es Leute, die stechen jedes, aber auch jedes kleinste Kleepflänzchen aus ihrem makellos reinen Rasen, der dann aussieht wie künstlicher Rasen. Der Garten ist für derartige Typen eben ein verlängertes Wohnzimmer, was peinlich sauber gehalten werden muß. Was interessiert da, ob keine Tiere mehr dort existieren können, es genügt doch wenn man die nichtgrünen Grünen wählt, oder? Noch kommen die Ordnungshüter in Dessau nicht in die Gärten und kontrollieren ob man den Rasen gemäht hat und solange mähe ich nur in längeren Abständen, damit Insekten gut in meinem Garten leben können, schließlich habe ich als Mensch nicht das alleinige Recht hier zu leben. 


Ja und Klee und Löwenzahn sind natürlich in reichem Maße in meinem Rasen vorhanden und dies freut Bienen, Hummeln und andere Insekten (siehe Fotos). Ja und die Kräuterecke mit dem Oregano (3. Foto)? Die Hälfte bleibt stehen und wird nicht geerntet, denn diese Blüten werden von Insekten besonders gern angeflogen. Ebenso scheinen meine zwei Disteln (4. Foto) ein wahres Füllhorn von Nektar zu sein. Besonders Hummeln und Schmetterlinge tummeln sich dort. Ja, und man hält es nicht für möglich, Insekten lieben Tabak, jedenfalls den Nektar aus den hübschen Blüten, siehe letztes Foto.

Montag, 16. Juli 2012

Leserpost zum aktuellen Thema Beschneidung


Zum aktuellen Thema Beschneidung, siehe http://barrynoa.blogspot.de/2012/07/genitalverstummelung-in-deutschland.html und http://barrynoa.blogspot.de/2012/06/kolner-landgericht-beschneidung-aus.html, gab es viele Emails. Wie immer kann ich natürlich nicht alle beantworten. Ich habe nur mal zwei Emails heraus gegriffen:

KS: „Hi, lese sonst deinen Blog nicht so oft, weil viele Themen mich nicht interessieren. Nur wegen Cartoons lese ich. Hast gut geschrieben und ich stimme dir zu. Bin jetzt 18 und habe vor ein paar Jahren in keinen Supermarkt Wein bekommen, wegen Jugendschutzgesetz und da sehe ich in den Video bei diesen Talkmaster Lanz, dass die Frau die da ihre Jungs zuhause beschnitten hat lassen, dass die da mit 120 Mann Zuschauer dem Baby, Wein eingeflösst haben. Was soll denn das, bei uns deutschen Jugendlichen machen die vom Staat so einen Spuk, dass wir keinen Wein trinken dürfen und die dürfen ein acht Tage altes Baby besoffen machen?“

Werter K.S.!
Ich gebe es zu, dies ist mir gar nicht aufgefallen, habe ich einfach übersehen. Aber das ist natürlich ein weiterer Skandal, daß nur weil etwas als religiös ausgegeben wird, alle Gesetze, auch die Jugendschutzgesetze (kein Alkohol für Kinder), mißachtet werden dürfen. Was in diesem Land Deutschland aufgrund der „Religionsfreiheit“ an Mißbrauch geschehen darf, das ist nicht zu tolerieren. 
B.N.

A.S.: „Werde Ihren Blog nicht mehr lesen. Beschneidung für Jungen und Kopftuch für Mädchen ist nicht unnormal, sondern Ihr westliches Denken ist unnormal. Beiträge über Albanien waren okay, aber Beiträge wo FKK als normal hingestellt werden, das ist Beleidigung von Gott...“

Werter A.S. „Wenn Sie meinen Blog nicht mehr lesen, dann finde ich das schade, aber ich finde eben Beschneidung bei Jungen barbarisch und Kopftuch für Mädchen mittelalterlich! FKK soll eine Beleidigung Gottes sein? Wieso denn das? Gott hat uns doch nackt geschaffen und wie können da FKKler Gott beleidigen wenn sie etwa so wie er sie schuf z.B. am Strand liegen? Tut mir leid wenn sie nicht freiheitlich und rational denken möchten! 
B.N.

Samstag, 14. Juli 2012

Genitalverstümmelung in Deutschland bald gesetzlich erlaubt?



Es ist erschütternd wie auf das Urteil, siehe auch: http://barrynoa.blogspot.de/2012/06/kolner-landgericht-beschneidung-aus.html, des Kölner Landgerichts zur Beschneidung in großen Teilen von Politik, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Kräften in Deutschland reagiert wird. Jüdische Rabbiner sprechen gar „vom größten Angriff seit dem Holocaust“, vergleichen das Urteil also mit dem Holocaust, ja und verlangen von der Politik neue Gesetze in Deutschland, die solche Barbarei wie Genitalverstümmelung an Babys (8 Tage alten!) und kleinen Kindern im Namen der Religion gestatten. Statt, daß die christlichen Kirchen sich auf die Seite der geschundenen Kinder stellt, schweigen sie entweder oder faseln von Religionsfreiheit. Religionsfreiheit? Schlimm genug, daß das deutsche Tierschutzgesetz schon bei Tötungen im Namen des Judentums und des Islams nicht gilt, die armen Tiere qualvoll ohne vorherige Betäubung getötet werden dürfen (langsames Ausbluten bei lebendigem Leibe – Schächten), nun auch gestattete Genitalverstümmelung? 

Wenn auch die Christen in Deutschland mehrheitlich die Beschneidung bei ihren Kindern nicht praktizieren, so aber in den USA. Dort sind es evangelikale Christen, die dies massenhaft praktizieren und da aus Hysterie gegenüber der Onanie, siehe Mr. Kellogs: „Ein Mittel gegen Masturbation, welches bei kleinen Jungen fast immer erfolgreich ist, ist die Beschneidung. Die Operation sollte von einem Arzt ohne Betäubung durchgeführt werden, weil der kurze Schmerz einen heilsamen Effekt hat, besonders, wenn er mit Gedanken an Strafe in Verbindung gebracht wird. (John Harvey Kellogg, M.D., Treatment for Self-Abuse and its Effects, Plain Facts for Old and Young, Iowa: F. Segner & Co., Seite 295.)  

Daß die Beschneidung tatsächlich Onanie im Kindes-und Jugendalter zur Qual macht, dies berichtet mir ein Bekannter, der heute 45 ist und der als Kleinkind  beschnitten wurde. Noch heute hat er größte Probleme beim Sex, da radikal beschnitten wurde. Veranlaßt hatten dies seine Eltern, „christliche“ Onaniegegner, die in der Onanie ein „Vergehen gegen Gott“ sahen, so wie das z.B. die katholische Kirche noch heute propagiert. Verstümmelung ja – Sexualität nein! 

Wenn Ausnahmen wegen der Religion in den deutschen Gesetzen gemacht werden, wie das schon einige Politiker angekündigt haben, na dann ist die Barbarei perfekt, dann dürfen Männer wohl auch im Namen des Propheten mehrere Frauen heiraten? Oder ältere Männer dürfen dann bald mit 9jährigen Mädchen Sex haben, nur weil Mohammed auch eine 9jährige heiratete? Oder Hindus berufen sich dann auf die Religion und wenn ein Mann stirbt, dann kommt die Ehefrau mit auf den Scheiterhaufen und wird zusammen mit der Leiche des Ehemannes verbrannt, bei lebendigem Leibe versteht sich! Es ist dies ja schließlich eine religiöse Sitte, die allerdings erst die englischen Kolonialherren verboten, gegen den massiven Widerstand von Hindu-Religionsführern. Und wie ist es mit nachfolgenden Bibelstellen, ist dies auch „hohes Gut“ und Religionsfreiheit die vom Staat zu schützen ist?

Todesstrafe für widerspenstige und ungehorsame Söhne!

"Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe, ..."
(5. Mose 21,18-21)

Todesstrafe für vergewaltigte Mädchen, wenn sie nicht oder nicht laut genug geschrien haben!

"Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei, so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausführen und sollt sie beide steinigen, dass sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines Nächsten Braut geschändet hat; ..."
(5. Mose 22,23-24)

Todesstrafe für Homosexuelle!

"Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; ..."
(3.Mose 20,13)

Zauberinnen sollen sterben!

"Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen."
(2. Mose 22,17)

Kinder sollen zerschmettert werden!

"Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!"
(Psalm 137,9)

Andersdenkende und Andersgläubige (sogenannte "Gottlose") sollen sterben!

"Ach Gott, wolltest du doch die Gottlosen töten! ..."
(Psalm 139,19)

Frauen sollen beim Beten Kopftuch tragen
5Eine Frau aber, die betet oder prophetisch redet mit unbedeckten Haupt, die schändet ihr Haupt; denn es ist gerade so, als wäre sie geschoren.
6 Will sie sich nicht bedecken, so soll sie sich doch das Haar abschneiden lassen! Weil es aber für die Frau eine Schande ist, daß sie das Haar abgeschnitten hat oder geschoren ist, soll sie das Haupt bedecken.

10Darum soll die Frau eine Macht (Schleier) auf dem Haupt haben um der Engel willen.

13Urteilt bei euch selbst, ob es sich ziemt, daß eine Frau unbedeckt vor Gott betet.
(Paulus: 1. Korinther 11)

Frauen sollen dem Mann untertan sein 
11Eine Frau lerne in der Stille mit aller Unterordnung. 12Einer Frau gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie über den Mann Herr sei, sie sei still.
13 Denn Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva. 14 Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber hat sich zur Übertretung verführen lassen. 15Sie wird aber selig erden dadurch, daß sie Kinder zur Welt bringt, wenn sie bleiben mit Besonnenheit im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung.
(Paulus: 1. TIMOTHEUS 2,11ff)
Kinder mit der Rute schlagen erlaubt
„Entziehe dem Knaben nicht die Züchtigung; wenn du ihn mit der Rute schlägst, wird er nicht sterben. Du schlägst ihn mit der Rute, und du errettest seine Seele von dem Scheol.“
(Sprüche 23,13-14)
Wie barbarisch so eine Genitalverstümmelung an einem Baby ist, dies schilderte ungeniert bei Markus Lanz vom 12. Juli .2012 die Schauspielerin Adriana Altaras, siehe: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1682422/Markus-Lanz-vom-12.-Juli-2012#/beitrag/video/1682422/Markus-Lanz-vom-12.-Juli-2012. Ihre eigenen Babys ließ sie zuhause beschneiden, von einem jüdischen Fleischer. Auf die Frage von Lanz, ob dies mit Betäubung geschah, antwortete sie: „Nein, ohne Betäubung“! Sie selbst mußte den Raum verlassen, weil ihr Kind so markerschütternd schrie. Was für eine Religion, die so etwas zuläßt und von den Gläubigen fordert! Alles im Namen Gottes! Nur, wieso Gott Jungen mit Vorhaut die Frauen gebären lässt, wenn die schon am 8. Tage nach der Geburt entfernt werden soll, dies müssen sich die Verfechter dieser Barbarei fragen lassen. Und warum Kindesbeschneidungen? Warum nicht erst dann, wenn der Betroffene selbst entscheiden kann? Religion die Zwang und Gewalt gegenüber Hilflosen ausübt, kann nicht Gott wohlgefällig sein, sondern sie entstammt rein menschlicher Ausgeburt. Und Religionsgemeinschaften und Kirchen, die z.B. Gewalt an hilflosen Menschen oder Tierquälerei (z.B. Genitalverstümmelung und Schlachten ohne Betäubung) tolerieren, die sind abzulehnen, denn man wird in ihnen Gottes Geist nicht finden, auch wenn sie noch so sehr fromm tun. Man kann nun die Spreu vom Weizen sehr gut trennen, wie in diesen Fragen sich verhalten wird.