Mittwoch, 21. Februar 2018

"Atze", Heft 4/1966: Widerliche Beweihräucherung "der Partei"

Die ersten 10 Jahre (von 1955 bis 1965) war die Kinderzeitschrift „Atze“ eine lesenswerte Zeitschrift, die zwar nicht ganz frei von politischer Propaganda war, die dies aber nicht penetrant machte. Ab ca. 1966 wurde sie aber unerträglich mit ihrer „sozialistischen“ Agitation. Dies war insofern unglaubwürdig, da die DDR sich spätestens seit Mitte der 1960er Jahre klar von den sozialistischen Idealen entfernt hatte und „Sozialismus“ nur zu einer plumpen Parole wurde. Je mehr aber kleinbürgerliche Revisionisten die Politik in der DDR bestimmten, desto intensiver wurde mit hohlen Parolen auf die Bevölkerung eingehämmert, und da besonders auf Kinder und Jugendliche, die aber bald erkannten, daß zwischen offizieller Propaganda und der DDR-Wirklichkeit ein großer Unterschied klaffte.

Wie schon Radio Tirana treffend analysierte, entartete, mit der Usurpierung der Macht in Partei und Staat durch den Chruschtschow-Revisionisten Ulbricht und Konsorten, die SED zu einer sozialfaschistischen bürgerlichen Partei: „Die Ideale, für die die Arbeiterklasse kämpfte, für ein antifaschistisch-demokratisches Deutschland, für die Diktatur des Proletariats und den Aufbau des Sozialismus im ersten Staat der Arbeiterklasse und der werktätigen Bauernschaft in der Geschichte Deutschlands wurden durch den revisionistischen Verrat zunichte. Ulbricht und nach ihm Honecker zerstörten die Diktatur des Proletariats und ersetzten sie durch die sozialfaschistische Diktatur der ostdeutschen Bourgeoisie, sie trugen den Sozialismus zu Grabe und brachten Ostdeutschland auf den kapitalistischen Weg, verwandelten es in eine Kolonie des sowjetischen Sozialimperialismus.“




Widerlich, deshalb die penetrante Beweihräucherung der SED, so z.B. im Heft 4 von 1966 der „Atze“, wo perfiderweise in einem Gedicht von Hans Krause „Der Gratulant“ und ein paar Seiten weiter auf einer Seite „Unser Geschenk zum 20. Jahrestag der Partei“, siehe Scans, nur von der „Partei“ geschrieben wurde, als wenn es in der DDR nur eine einzige Partei gegeben hätte.

Damit sollten Kinder darauf gedrillt werden, später in die SED einzutreten. Blockparteien, wie die LDPD, die CDU, die NDPD oder die BBD kamen in Publikationen für Kinder nicht vor, schon gar nicht wollte man, daß Kinder und Jugendliche später in eine dieser Blockparteien eintreten sollten. Man ging davon aus, daß diese Parteien keine Zukunft hätten und durch Überalterung sich in Zukunft selbst erübrigen würden, was ein Irrtum war.

Sonntag, 18. Februar 2018

Erinnerung an Franz Kerka

Siehe die vorherigen Blogbeiträge zu Franz Kerka:




Guido Weisshahn, der verdienstvolle DDR-Comics-Verleger vom Holzhof-Verlag schrieb zu der Herausgabe des Franz-Kerka-Comics „Käpt´n Bramsegels Abenteuer“: „Die Person Franz Kerka bleibt trotz intensiver Recherchen im Vorfeld dieser Ausgabe ein Mysterium!“
 
Dies ist auch deshalb verwunderlich, weil Kerka von 1946 bis in die 1970er Jahre ein vielbeschäftigter Zeichner war. Schon ab 1946 arbeitete Kerka für den Dietz-Verlag (Porträtzeichnung Kerkas von August Bebel als Deckel-Illustration des Buches „Aus meinem Leben“, die Illustrationen des Buches von Louis Fürnberg „Mozart-Novelle“ im Jahre 1947).
 
 
Dann in den 1950er Jahren machte er die Illustrationen für den Deutschen Bauernkalender (1951/ 1952/ 1953/1954) des Deutschen Bauernverlages,
 
 
sowie die Illustrationen für das im Deutschen Bauernverlag erschienene Buch „Zimmerblumen“ (1954).
 
Ab 1955 arbeitete er für den Kinderbuchverlag und da besonders für die Zeitschrift „Unser Robinson“, siehe Titelbild von Kerka und Comic-Serie von Käpt´n Bramsegel:
 
 
 
Etliche Bücher des Kinderbuchverlags wurden von ihm illustriert, so:

„1001 Nacht"

„Das Schwälbchen - ein koreanisches Märchen“
 
 

„Die unsichtbare Kraft"
 
 

„Der schwarze Schatz“
 
 

„Die unfreiwillige Weltreise“

„Was ihr mir erzählt“

„Lumberjack“ von Wolf Durian

„Pole Poppenspäler und andere Erzählungen“ von Theodor Storm

8 Bände der Reihe „Unser Karussell“ (ab zweitem Band „Dreh Dich, Karussell“)
 
 

und

„Alfons Zitterbacke“, von Gerhard Holtz-Baumert
 

Von „Alfons Zitterbacke“ erschien auch ein Quartett mit Alfons-Zeichnungen von Franz Kerka. In diesem Quartett wurden die bekanntesten Bücher des Kinderbuch-Verlages mit ihren Titelbildern vorgestellt. Hier mal die Quartett-Karten mit den Büchern, die ich als Kind besonders mochte:
 
 
 
 

 
 
 
 
 

Weitere Quartette mit Illustrationen von Franz Kerka:

 
 
 
Franz Kerka gehörte von Anfang bis Ende der Zeitschrift zum Kollektiv des "Unser Robinson", siehe Impressum und neben dem Robinson auf der Titelseite und im Mittelteil zeichnete er auch die Comic-Figur "Professor Petermann", siehe Scans:





Vielleicht meldet sich doch mal ein Leser der etwas zu den Lebensdaten von Franz Kerka weiß, vielleicht ein Foto von ihm hat und der etwas mehr von seinem Leben weiß. Über ein paar Infos würde ich mich freuen, denn es ist doch mehr als schade, daß über diesen großartigen Zeichner so wenig bekannt ist. Infos bitte an: anhaltantik@yahoo.de

Samstag, 17. Februar 2018

Wer ist Volksverhetzer? Yücel oder Poggenburg?

Verkehrte Welt in Deutschland! Da setzen sich ganze Heerscharen und vor allem die deutsche Regierung mit aller Kraft für die Freilassung des Türken Deniz Yüzel aus türkischer Haft ein, ja lassen diesen Yücel sogar mit einem vom deutschen Steuerzahler bezahlten gecharterten Flugzeug nach dessen Freilassung ausfliegen und zur gleichen Zeit ziehen die Systempolitiker und die Systemmedien über den sachsen-anhaltischen AfD-Politiker Poggenburg her, der wegen seiner Aschermittwochs-Rede sogar von den in Deutschland lebenden Türken wegen angeblicher Volksverhetzung angezeigt wurde.

Poggenburg sprach von "Kümmelhändlern" und "Kameltreibern", die "selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch" hätten und nun etwas "über Geschichte und Heimat erzählen" wollten. Er bezog sich dabei auf die Kritik der türkischen Gemeinde an dem geplanten Heimatministerium in einer möglichen großen Koalition. Wegen Deutschlands Vergangenheit hätte sich Deutschland des Begriffs Heimat zu enthalten, so die türkische Gemeinde und die Partei „Die Linke“.

Hier die Rede von Poggenburg:


Ja, was ist nun aber mit der Volksverhetzung eines Yücel? Statt ihn wegen seiner Äußerungen anzuklagen, ihn aus Deutschland auszuweisen, da bemüht man sich rührend um ihn? Total verkehrte Welt in dieser Bundesrepublik Deutschland.

Schon vergessen, was dieser Yücel über die Deutschen so von sich gab? Dagegen sind die Äußerungen Poggenburgs, mit „Kümmelhändlern“ und „Kameltreibern“, nur lustig, aber niemals volksverhetzend.

Haben die Deutschen vergessen, wie menschenverachtend ein Yücel schrieb???

So wünschte er dem Buchautor Thilo Sarrazin in dem Hetzblatt „taz“ einen zweiten Schlaganfall!!!

Yücel nannte Sarrazin in diesem Artikel „den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten.“
Widerlich, einem Menschen einen zweiten Schlaganfall zu wünschen!!!

Oder sein Artikel, ebenfalls in der „taz“ (http://m.taz.de/!5114887;m/), wo er u.a. solches schrieb:

Der baldige Abgang der Deutschen aber ist Völkersterben von seiner schönsten Seite...“

Endlich! Super! Wunderbar!“

Besonders erfreulich: Die Einwanderer, die jahrelang die Geburtenziffern künstlich hochgehalten haben, verweigern sich nicht länger der Integration und leisten ihren (freilich noch steigerungsfähigen) Beitrag zum Deutschensterben“.

In der Mitte Europas entsteht bald ein Raum ohne Volk. Schade ist das aber nicht. Denn mit den Deutschen gehen nur Dinge verloren, die keiner vermissen wird.“

Yücel:

Noch erfreulicher: Die Ossis schaffen sich als Erste ab. Während im Westen die Zahl der Minderjährigen in den vergangenen zehn Jahren um 10 Prozent gesunken ist, ging sie im Osten um 29 Prozent zurück.“

Einen schlimmeren Rassisten und Deutschenhasser, als Yücel, wird man auch unter den türkischstämmigen Bürgern die in Deutschland leben, kaum finden.

Yücel fand auch den Abschuss des russischen Kampfjets durch die Türken gerechtfertigt.


Solche Typen brauchen wir hier in Deutschland nicht – weder als Journalisten noch als Bürger!

Dienstag, 13. Februar 2018

Jürgen Kiesers "Mäusefips": Vorbild von Fix und Fax

Wikipedia:

„Fix und Fax“ ist ein Comic aus der DDR. 1958 erschienen die von Jürgen Kieser erschaffenen zwei Mäuse erstmals in dem monatlich erschienenen Comicmagazin Atze. Wahrscheinliches Vorbild ist eine in den 1930er Jahren von Fritz Koch-Gotha gezeichnete Bildgeschichte mit zwei Mäusen namens Fix und Fax als Haupthelden. Es ist aber kein Bekenntnis von Jürgen Kieser zu diesem Einfluss bekannt.“

Nun ja, das ist mal wieder das typische Halbwissen, welches bei Wikipedia vermittelt wird.
 
Das „Atze“ ein Comicmagazin war, das ist mehr als übertrieben, denn nur ein geringer Teil in den Heften waren Comics. Auch haben Fix und Fax von Fritz Koch-Gotha nur den Namen mit den beiden Kieser-Mäusen Fix und Fax gemeinsam.
 
Was bei Wikipedia nicht erwähnt wird, das ist die Comicfigur „Mäusefips“, die man getrost als Vorbild (Vorläufer) der beiden späteren Mäuse Fix und Fax bezeichnen kann.
 
„Mäusefips“ stammt ebenfalls aus der Feder von Jürgen Kieser, siehe die kleine Bildgeschichte aus dem Atze-Heft Nr. 13 aus dem Jahre 1955:
 
 
 
Die erste Bildgeschichte der beiden Mäuse Fix und Fax erschien im Heft 1/1958, wobei "Fax" schon auf dem Titel des Dezemberheftes von 1957 zu sehen war (ganz klein, links unten!):



 
 
 "Fix und Fax" als Sammelband in den 60er Jahren:

 



Montag, 12. Februar 2018

Augustus Edwin Mulready (1844 - 1904): Triumph des Christentums???


Das obige Werk des Londoner Genre-Malers Augustus Edwin Mulready (1844 - 1904) aus dem Jahre 1871 bringt die ganze Verlogenheit des Christentums zum Ausdruck. Vor einer Wand mit den Lettern „Der Triumph des Christentums“ stehen zwei arme verzweifelte Kinder, die Veilchen feil bieten, die anscheinend keiner kaufen will und sie deshalb hungern werden. Im Hintergrund sieht man das satte wohlhabende Bürgertum flanieren.

Das Christentum hat völlig versagt, wenn es in nun schon rund 2000 Jahren es nicht mal geschafft hat, all das Elend, all die Armut und Ungerechtigkeit zu überwinden. Ja, es hat in nicht geringem Maße dazu beigetragen, daß die Ungerechtigkeit auf der Welt weiterhin Bestand hatte.

Dr. Gunther Bleibohm:

„Kleine Versäumnisse, große Wirkung. Hätten die Truppen von Tiberius, spätestens jedoch Caligulas Legionäre den griechisch gebildeten Juden Paulus alias Saulus kurz nach dem Wanderprediger Jesus gleichfalls gekreuzigt, wäre der Menschheit das Christentum wohl erspart geblieben.
Diese Nachlässigkeit kostete und kostet weiterhin Millionen von Menschen und Milliarden von Tieren das Leben, warf römisch-griechische Kultur in mythisch-mystische Sphären zurück und bescherte der Menschheit eine unvorstellbare geistige Sklaverei. O Tiberius und Caligula, warum seid ihr nicht wachsamer gewesen?“

„Am Abend jedes Ostersamstags werden die Pfaffen ganz unruhig, kämpfen innerlich mit den größten Befürchtungen. Denn würde – wogegen jedoch die Vernunft und jede Wahrscheinlichkeit steht – am Ostersonntag tatsächlich ihr Herr wieder auferstehen, wären sie die ersten, die er zum Tempel hinausjagte, diese Berufsverdreher seiner Lehre.“

„Die Tageszeitung berichtet, daß alle 5 Sekunden ein Kind stirbt. Bleibt anzumerken, daß jede Sekunde 1000 Tiere für die Menschen gemordet werden.“

„Nur weil ihr zufällig von der Natur so geboren wurdet, daß ihr auf zwei Beinen lauft, habt ihr mehr Würde, mehr Rechte, mehr Daseinsberechtigung als die restliche lebende Natur? Wer das glaubt, ist krank im Geist!“

Sonntag, 11. Februar 2018

Harry Rountree (1878 - 1950): Stieglitze auf winterlicher Distel


Entzückend finde ich obiges Aquarell des britischen Malers Harry Rountree (1878 - 1950). Eine Schar Stieglitze versuchen auf einer verschneiten Distel an den Samen heran zu kommen. Nicht umsonst heißen die Stieglitze auch Distelfinken. Auch meine Disteln im Garten sind derzeit mit einem Schneehäubchen versehen, denn der Februar ist nach dem milden Januar noch einmal recht kalt und winterlich geworden, was auch meinen Hühnern gar nicht gefällt.

Mehr zu den von mir geliebten Stieglitzen und Disteln, siehe hier:






Donnerstag, 8. Februar 2018

Schildbürgerstaat BRD: Mohren-Apotheken sollen Namen ändern!


 
Solche Postings empören die Volksfeinde der Grünen Partei und der Partei „Die Linke“ natürlich nicht, schließlich findet facebook auch nichts dabei, wenn man zum AfDlern-Totschlagen auffordert.

Stattdessen unterstützen sowohl die Grünen, wie auch die Linken eine Forderung des Ausländerbeirats der Stadt Frankfurt am Main, die Mohren-Apotheken in Frankfurt umzubenennen, weil das Wort Mohren rassistisch sei. Daß das Wort „Mohren“ abgeleitet wird von dem Wort „Mauren“ und keinesfalls beleidigend ist, sondern im Gegenteil ein Wort der Wertschätzung ist, das interessiert die übergeschnappten Bilderstürmer nicht. Bekanntlich waren die Mauren im Mittelalter viel weiter in der Medizin als die christlichen Europäer und Apotheker benannten deshalb ihre Apotheken in Mohren-Apotheke.

Stein des Anstoßes, das Wort "Mohr"


Nachdem die Schokoladenhersteller-Firma „Sarotti“ schon ihren Sarotti-Mohren nicht mehr schwarz aussehen läßt und ihn umbenannt hat, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2011/03/der-sarotti-mohr-und-die-typisch.html (Er heißt nun "Sarotti-Magier der Sinne". Seitdem boykottiere ich diese Schokolade!), auch sämtliche Mohrenkopfhersteller ihre Backwerke in Schokoküsse umbenannt haben, soll es nun auch den Mohren-Apotheken an den Kragen gehen, die oft diesen Namen schon Jahrhunderte tragen.

Was für ein Schildbürgerstaat, diese BRD und was für volksfeindliche Parteien, wie die Grünen und die Linken, tummeln sich hier. Daß es noch immer Bürger gibt, die solche Parteien wählen, dies ist der eigentliche Skandal.

In der Begrüdung für den Antrag heißt es, Frankfurt müsse "Flagge gegen die Verwendung rassistischer Bilder und Bezeichnungen zeigen". KAV-Geschäftsführer Thomas Usleber sagte hessenschau.de am Mittwoch, Worte wie "Neger" oder "Mohr" seien zurecht als rassistisch anerkannt. Entsprechend werde auch die Bezeichnung "Mohrenkopf" nicht mehr verwendet. Auch die Schokoladen-Firma Sarotti werbe nicht mehr mit dem Mohren!

Mittwoch, 7. Februar 2018

Herzlichen Glückwunsch zum 97. Geburtstag, Nexhmije Hoxha!

Nexhmije Hoxha als junge Frau
 
Nexhmije Hoxha wurde am 7. Februar 1921 geboren. Sie war nicht nur die treue Ehefrau des 5. Klassikers des Marxismus-Leninismus und albanischen Staatsmanns Enver Hoxha (1908-1985), sondern sie war auch an der Seite ihres Mannes eine bewundernswerte Kämpferin für den antirevisionistischen Sozialismus.

Besonders hervor zu heben ist ihre langjährige Funktion als Leiterin des Instituts für marxistisch-leninistische Studien, Tirana, welches Broschüren und anderes Material in vielen Sprachen herausgab, alle mit klarer marxistisch-leninistischer Ausrichtung, Paroli bietend den vielen Spielarten des entarteten revisionistischen Marxismus. Dieses Institut beeinflußte auch die Sendungen des Senders Radio Tirana, welches auch in deutscher Sprache den unverfälschten Marxismus-Leninismus in die deutschen Wohnzimmer trug.

Wer noch in den 1970er Jahren in die sozialfaschistische bürgerliche SED eintrat, der tat diese nur aus Karrieregeilheit, denn er wurde über den schäbigen Charakter der SED durch Radio Tirana aufgeklärt. Großartig zutreffend die Analyse des Charakters der SED, die Radio Tirana am 27.5.1976 über den Äther verbreitete, an welcher Nexhmije Hoxha, als Leiterin der Denkfabrik des Instituts für marxistisch-leninistische Studien einen großen Anteil hatte, siehe Text unter den Fotos.

Herzlichen Glückwunsch zum 97. Geburtstag, Nexhmije Hoxha!
 
 
Nexhmije Hoxha im hohen Alter:
 


 


Die SED – eine sozialfaschistische bürgerliche Partei

(Radio Tirana, Sendemitschnitt vom 27.5.1976)

Auf der schwarzen Liste der Parteien, die den Marxismus-Leninismus, die Revolution und den Sozialismus verraten haben, steht auch die SED. Mit der Usurpierung der Macht in Partei und Staat durch den Chruschtschow-Revisionisten Ulbricht und Konsorten entartete die SED zu einer sozialfaschistischen bürgerlichen Partei. Die Ideale, für die die Arbeiterklasse kämpfte, für ein antifaschistisch-demokratisches Deutschland, für die Diktatur des Proletariats und den Aufbau des Sozialismus im ersten Staat der Arbeiterklasse und der werktätigen Bauernschaft in der Geschichte Deutschlands wurden durch den revisionistischen Verrat zunichte. Ulbricht und nach ihm Honecker zerstörten die Diktatur des Proletariats und ersetzten sie durch die sozialfaschistische Diktatur der ostdeutschen Bourgeoisie, sie trugen den Sozialismus zu Grabe und brachten Ostdeutschland auf den kapitalistischen Weg, verwandelten es in eine Kolonie des sowjetischen Sozialimperialismus.

Nach dem 20. Parteitag der sowjetrevisionistischen Partei und des konterrevolutionären
Putsches von Nikita Chruschtschow gingen die Ostberliner Putschisten mit Ulbricht an der Spitze unter der Maske des Kampfes gegen den Personenkult, den Dogmatismus, das Sektierertum, die Verletzung der leninistischen Normen usw., usf. zu einem Frontalangriff auf den Marxismus-Leninismus über. Ebenso wie Chruschtschow die Periode des sozialistischen Aufbaus in der Sowjetunion und die Gestalt Stalins in den Schmutz zerrte, taten es auch diese Renegaten mit der ruhmreichsten Periode der Geschichte Deutschlands. Die Konterrevolution der ostdeutschen Revisionisten, die mit friedlichen Mitteln erfolgte und mit einer raffinierten Demagogie getarnt war, fand die ostdeutsche Arbeiterklasse und die Partei unvorbereitet, und diese ließen die Partei und die Macht der Diktatur des Proletariats in den Händen der Revisionisten und Sozialdemokraten Grotewohls. Die Ulbricht-Gruppe begann allmählich die SED zu zersetzen und sie in eine Partei von Verrätern im Dienst der Kreml-Führung zu verwandeln. Ulbricht und Konsorten schlossen Tausende von Kommunisten, die mit ihrer Linie nicht einverstanden waren, aus der Partei aus und steckten sie auch in die Gefängnisse. Außerdem wurde allen Renegaten und „Links“ - und Rechtsopportunisten, allen kleinbürgerlichen, karrieristischen und sozialdemokratischen Elementen Tür und Tor geöffnet, um einen Stoßtrupp zu bilden, der sich in den Dienst der chruschtschowschen Konterrevolution stellte, um den Kapitalismus und die sozialfaschistische Diktatur zu errichten.

Jetzt, mehr als zwei Jahrzehnte nach jenen Ereignissen, kann man es klar sehen, wohin die Chruschtschow-Revisionisten die DDR geführt haben. Der sogenannten „SED“ haftet nichts Kommunistisches mehr an. Sie ist zu einer bürgerlichen Partei, zu einer Partei der hohen bürokratischen Schicht und der Arbeiteraristokratie geworden, die die Interessen der ostdeutschen und der sowjetischen neuen Bourgeoisie vertritt und verteidigt. Diese Bürokratenkaste herrscht heute mit allen Mitteln und Methoden über die Arbeiterklasse und übt über sie die faschistische Diktatur aus. Vor allem verkaufte die faschistische Honecker-Clique die nationalen Interessen, die Souveränität und die Unabhängigkeit des deutschen Staates voll und ganz an den sowjetischen Sozialimperialismus. Die Revisionisten in Ostberlin spekulieren mit der einstigen, im Feuer des Kampfes für die Ideale des Kommunismus in der Zeit Lenins und Stalins geschmiedeten Freundschaft der deutschen Arbeiterklasse zur Sowjetunion, und sie wollen ihr eine bedingungslose Unterwerfung unter die Innen- und Außenpolitik der neuen Zaren im Kreml aufzwingen. Diese Politik bemüht sich Honecker, als einen Ausdruck des proletarischen Internationalismus hinzustellen.
Aber von welchem „proletarischen Internationalismus“ können schon diese Renegaten des Marxismus-Leninismus sprechen, wenn die DDR heute von den sowjetischen Sozialimperialisten besetzt ist und deren vorgeschobensten Posten im Westen darstellt, wenn Honecker und Konsorten die eifrigsten Anwender der Expansions- und Hegemoniepolitik Moskaus waren und sind? Bekanntlich waren sie die fanatischsten Befürworter und Unterstützer der sowjetischen Marschälle und Generäle bei der Besetzung der Tschechoslowakei. Auch in der deutschen Frage verrät diese Clique nach wie vor nicht nur die Interessen der deutschen Arbeiterklasse, sondern auch aller Völker Europas, indem sie auf die Unterzeichnung des Friedensvertrages verzichtet hat und das Schicksal der deutschen Nation dem US-Imperialismus, dem sowjetischen Sozialimperialismus und dem westdeutschen Imperialismus überlässt. Nach innen verfolgt die Honecker-Clique eine Politik der Entwicklung des Kapitalismus, der Klassendifferenzierung, der Heranbildung einer bürokratischen Kaste, die durch ihren Gewaltapparat die Arbeiterklasse und die breiten werktätigen Massen ausbeutet und unterdrückt. Sie hat den Sowjetrevisionisten gestattet, die Wirtschaft Ostdeutschlands an sich zu reißen. Die DDR ist zu einer wirklichen Industriekolonie für die sowjetische Metropole geworden.

Die deutsche Arbeiterklasse, alle revolutionären Kräfte, halten die Augen offen und durchschauen immer besser den revisionistischen Verrat an den hohen Idealen des
Marxismus-Leninismus. Die Gründung der Sektion DDR der KPD/ML ist ein glänzender Sieg für die deutsche Arbeiterklasse in ihrem Kampf für die Errichtung der Diktatur des Proletariats und für den Aufbau eines vereinten, unabhängigen, sozialistischen Deutschlands. Die Zeit arbeitet für die proletarische Revolution, und wenn nicht heute, so wird morgen die deutsche Arbeiterklasse bestimmt auf den Plan treten und, wie es in der Gründungserklärung der Sektion DDR der KPD/ML heißt, kann dies nur unter der Führung einer revolutionären Partei erreicht werden, die gemäß der revolutionären Theorie des Marxismus-Leninismus aufgebaut ist. In den Reihen dieser Partei ist heute der Platz der wahrhaften Marxisten-Leninisten.


Siehe auch:


Dienstag, 6. Februar 2018

Adolf Gebhard (1887-1974): Kranker Junge (1928)


Adolf Gebhard (1887-1974) war ein deutscher Maler, der heute weitgehend unbekannt ist. Sein Oeuvre umfaßte hauptsächlich Landschaftsbilder von Rhein und Eifel, Architektur, Tierbilder und Figuren.

Besonders gefällt mir sein Bild „Kranker Junge“ aus dem Jahre 1928. Auch ich war als Kind oft krank und auch ich hatte meinen geliebten Teddy neben mir im Bett liegen. Deshalb ist mir dieses Bild von Gebhard besonders sympathisch.

Montag, 5. Februar 2018

Prof. Dr. Ernest Borneman sah 1990 die heutige Prüderie-Welle voraus: Metoo-Bewegung, Bilderstürmerei (Abhängung des Bildes „Hylas und die Nymphen“ aus dem Museum)

Einfach nur widerlich, diese Metoo-Bewegung, ausgelöst von dekadenten Hollywood-Weibern, die nach 40 Jahren jetzt auf einmal feststellen, daß sie damals sexuell belästigt wurden. Eine weitere Welle der Mißbrauchs-Hysterie wurde nun losgetreten, dies allerdings nur im dekadenten Westen, in der Dritten Welt würde man von derlei „Problemen“ nur träumen, dort geht es ums nackte Überleben, um wirklichen Mißbrauch, sowohl sexueller Art, wie auch Mißbrauch durch die ungerechte kapitalistische Ausbeutergesellschaft. Während man im Westen den Islam hofiert, gar Vielweiberei und Verschleierung der Frauen begrüßt und fördert, da zicken überspannte Feministinnen der Bourgeoisie herum und machen einen Aufschrei, wegen angeblicher sexueller Belästigung, die auch schon jahrzehntelang zurück liegen. Unter Stalin wären diese Dämchen ins Arbeitslager gekommen, wegen ihrer dekadenten bürgerlichen Allüren.


Es geht nun nicht nur alten Männern wegen angeblichen sexuellen Übergriffen vor Jahrzehnten an den Kragen, sondern die neue absurde Mißbrauchs-Hysterie-Welle geht nun auch der alten Kunst an den Kragen. Angeblich sexistische Bilder werden aus den Museen abgehängt, Bilder von Meistern die ihre großartigen Bilder vor weit über 100 Jahren malten, in einer Zeit, die zwar auch prüde war, aber die nicht so absolut unnatürlich reagierte wie die heutige perverse Gesellschaft, denn pervers ist es schon und der Gipfel der Prüderie, wenn in Manchester das Bild "Hylas und die Nymphen" von John William Waterhouse (1896 gemalt) aus dem Museum wegen angeblichem Sexismus abgehängt wurde, siehe das Bild hier:
 
 

Stern: Sexismus oder Kunst? Museum hängt Gemälde mit nackten Frauen ab

"Hylas und die Nymphen" heißt das Meisterwerk, das für hitzige Diskussionen sorgt: Ein Museum in Manchester hat ein Gemälde mit der Darstellung von nackten Frauen entfernt.

Wegen der Darstellung der Frauen darin hat die Manchester Art Gallery das Gemälde temporär aus seiner Ausstellung entfernt. Damit will das Museum eine Debatte über Sexismus in der Kunst auslösen. Wie soll mit Bildern umgegangen werden, in denen Frauen womöglich als verfügbares Sexobjekt von Männern dargestellt werden?

 
Daß die westliche, ehemals libertäre Gesellschaft, sich zu einer reaktionären extrem prüden Gesellschaft entwickeln würde, dies sah der große Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Ernest Borneman schon1990 in einem Interview mit dem Zukunftsforscher Robert Jungk, wo er Fragen zur Sexualpolitik in der Zukunft beantwortete, voraus, siehe Teile des Interviews:   
 








 

Sonntag, 4. Februar 2018

Atzes Abenteuer in der Südsee

Die DDR-Kinderzeitschrift „Atze“ wurde vor allem wegen der Bildgeschichten der beiden Mäuse Fix und Fax, gezeichnet und gedichtet von Jürgen Kieser, von uns Kindern gelesen. Heute kaum bekannt ist, daß in den Anfangsjahren von „Atze“ Jürgen Kieser auch Bildgeschichten mit dem Jungen Atze, dem Namensgeber von „Atze“, zeichnete. Leider verschwand Atze und seine Freundin Atzeline in späteren Jahren ganz aus den Heften.

Für alle diejenigen, die Bildgeschichten mit Atze nicht kennen, hier eine Bildgeschichte aus dem 2. Jahrgang, Heft 16 von 1956, dem Jahr als in Melbourne (Australien) die Olympischen Sommerspiele stattfanden, ein Ereignis, welches in den DDR-Medien einen großen Raum einnahm, damals selbstverständlich noch mit einer gesamtdeutschen Mannschaft. Interessant auch das Thema Südsee, welches 1956 auch im "Mosaik" von Hannes Hegen einen breiten Raum einnahm, siehe:
http://barrynoa.blogspot.de/2017/03/piraten-comics-in-atze-und-mosaik-im.html, mit späteren Abenteuern der Digedags, die alle in der Südsee angesiedelt waren. 







Weitere Blogbeiträge zu Atze: