Mittwoch, 12. Dezember 2018

Cicely Mary Barker (1895 - 1973): Elfe und Frau Maus



Auch wenn mir die Bilder von Cicely Mary Barker (1895 - 1973) sehr gut gefallen, wenn Elfen mit Pflanzen, Bäumen oder Früchten abgebildet sind, so sind mir ihre Bilder noch lieber, wo Elfen mit Tieren zu sehen sind. Ein ganz besonders entzückendes Bild ist oben abgebildetes.


Siehe vorheriger Blogbeitrag:
http://barrynoa.blogspot.com/2018/12/zsauberhafte-elfen-von-cicely-mary.html

Dienstag, 11. Dezember 2018

Zauberhafte Elfen von Cicely Mary Barker (1895 - 1973)

Die Elfen, die um 1900 Einzug in die Kinderbücher dieser Zeit zogen, die mag ich noch heute. Ausgelöst wurde dies durch ein entzückendes Kinderbuch, welches schon meine Mutter als Kind besaß und welches ich mir gern anschaute. Meine Mutter bekam "Das Blumenelflein" als Kind von ihrer Tante Martha aus München geschenkt, einer wirklich lieben und großzügigen Tante, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2015/06/von-elfen-und-blumen.html  


Cicely Mary Barker (28. Juni 1895 - 16. Februar 1973) ist die wohl bekannteste Elfenmalerin. Zauberhaft ihre Darstellungen von Elfen mit Pflanzen. Nicht nur Kinder lernten durch ihre Elfen/Pflanzenbilder eine große Zahl von Pflanzen, Bäumen, Früchten kennen, die sie vielleicht ohne diese Elfenbilder nie kennen würden, siehe dazu:

http://barrynoa.blogspot.com/2017/07/cicely-mary-barkers-1895-1973.html 
 




Heute für die Leser meines Blogs noch ein paar zusätzliche Elfenbilder von Cicely Mary Barker:

























Sonntag, 9. Dezember 2018

„Roter Morgen“, Zentralorgan der KPD/ML: Die Novemberrevolution 1918 und die Schande der SPD:

aus „Roter Morgen“, Zentralorgan der KPD/ML: http://rotermorgen.info/




Die Novemberrevolution 1918 und die Schande der SPD


Die Novemberrevolution 1918 hat weder zu einer proletarischen Räterepublik noch zu einer rein bürgerlichen Republik wie etwa in Frankreich geführt. Daran trägt die Politik der SPD einen großen Anteil. Nach dem Tode Bismarcks hat die von ihm eingeführte Sozialversicherung einen ganz entscheidenden Anteil gehabt, die systemkritische Distanz der organisierten Arbeiterschaft aufzuweichen und ihre Staatsloyalität zu gewinnen.


Im Jahr 1910 waren von ca. 720 000 Parteimitgliedern fast 100 000 in Verwaltungs- und Vertretungskörperschaften der Arbeiterversicherung, der kommunalen Arbeitsnachweise und der Gewerbe- und Kaufmannsgerichte vertreten, hinzu kamen 11 000 Gemeindevertreter. Diese Sozialdemokraten waren die Hauptträger der fortschreitenden „Verpreußung“ der SPD, des Hineinwachsens in den Obrigkeitsstaat. Sie bildeten zusammen mit der Gewerkschaftsbürokratie die soziale Kernbasis für die allmähliche Umformung der Sozialdemokratie zu einer preußischen Arbeiterpartei.

Das Erfurter Programm von 1891 traf weder eine Aussage zur Reichsgründung noch zur historischen Entwicklung der bürgerlichen Revolution in Deutschland, enthielt keine Analyse der Klassen und Herrschaftsverhältnisse im Kaiserreich und schwieg sich über die Machtverteilung zwischen Junkertum und Bourgeoisie aus. Am Schluß gab es eine Ansammlung einzelner politischer und Arbeitsschutzforderungen, aber die Forderung nach Durchsetzung der Parlamentsherrschaft in Deutschland suchte man vergebens. 

Diese nichtssagende Programm bestand im Warten auf den politökonomisch vorhergesagten Zusammenbruch der bürgerlichen Gesellschaft, in dessen Gefolge irgendwie der Sozialismus siegen würde. Insbesondere der Parteivorsitzende Bebel verkündigte regelmäßig den bevorstehenden „Kladderadatsch“ der bürgerlichen Gesellschaft und pries den daraus hervorgehenden Zukunftsstaat. Hinter derlei substanzlosen Prophezeiungen vollzog sich umso geräuschloser die allmähliche Anpassung der Arbeiterbewegung an den realexistierenden Staat.

Nach dem Tode Engel war es Bernstein, der die schleichende Verpreußung der SPD angriff. Die SPD müsse „sich rückhaltlos, auch in der Doktrin, auf den Boden des allgemeinen Wahlrechts, der Demokratie“ stellen, „mit allen sich daraus für ihre Taktik ergebenden Konsequenzen“. Im Zentrum der von ihm propagierten Aufgabenstellung sah er die Durchsetzung der parlamentarischen Herrschaft durch den Reichstag sowie die Abschaffung des preußischen Dreiklassenwahlrechts. Wegen dessen Bedeutung für die fortdauernde Vorherrschaft des Junkertums gehörte er mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu den entschiedensten Befürwortern des politischen Massenstreiks, um eine Wahlrechtsreform in Preußen zu erzwingen.

Karl Marx hatte Ende 1846 in einem Brief an Pawel W. Annenkow darauf hingewiesen, daß „das Kleinbürgertum ein integrierender Bestandteil aller sich vorbereitenden sozialen Revolutionen sein wird“ (MEW 4:557;vgl. MEW 18:633). Wenn man diese Feststellung ernst nahm – was folgte daraus für das Revolutionskonzept?
Die Antworten, die Bernstein selber gab, waren für eine revolutionäre Arbeiterpartei untauglich. In seinen Überlegungen wurde die Demokratie zum Selbstzweck statt zu einer Etappe auf dem Weg zum Sozialismus, und es ging unter, daß die Vollendung der bürgerlichen Revolution nur möglich war, wenn das Proletariat im Bündnis mit dem Kleinbürgertum die Führung übernahm. Außerdem propagierte er die demokratische Umgestaltung der Gesellschaft durch friedliche Reformen und negierte, daß das junkerlich-schwerindustrielle Herrschaftskartell sich mit allen Mitteln gegen seine Entmachtung zur Wehr setzen würde.


Bebel für die Übernahme des „Junkerstaats“

Die zunehmende Integration der Arbeiterpartei in die Militärmonarchie wurde insbesondere durch den Parteivorsitzenden Bebel verkörpert. Er formulierte auch die Schlußfolgerungen, die sich daraus für die Staatsfrage ergaben. Gegen die süddeutschen Reformisten gerichtet, führte er auf dem Magdeburger Parteitag der SPD 1910 aus:“Es gibt keinen zweiten, dem preußischen ähnlichen Staat, aber wenn wir einmal diesen Staat in der Gewalt haben, haben wir alles.(...) im Süden versteht man nicht diesen Junkerstaat in seiner ganzen Schönheit.“ (Parteitagsprotokoll 1910:250). Im gleichen Atemzug wies er darauf hin, daß er ähnliche Aussagen schon mehrfach getätigt habe.

Die Betonung der Einzigartigkeit des preußischen Junkerstaats verweist darauf, daß dieser Staat, anders als der bürgerliche Staat in Frankreich oder Großbritannien, nicht von der Bourgeoisie beherrscht war und der industriellen Arbeiterschaft deshalb in höherem Maße entgegenkommen konnte, wie das die Sozialversicherungen unter Beweis stellten. Davon abgesehen verfocht Bebel mit diesen Worten eine Position zur Staatsfrage, die im Gegensatz zum revolutionären Sozialismus stand.
Marx hatte aus den Erfahrungen der Pariser Kommune von 1870/71 die Schlußfolgerung gezogen, daß die Arbeiterklasse die vorhandene Staatsmaschinerie nach einem Sieg nicht einfach übernehmen könne, sondern sie zerschlagen und eine neue aufbauen müsse.
Engels hatte diese Position in seiner Kritik des Erfurter Programms bekräftigt, indem er die sich ausbreitende Vorstellung vom friedlichen Hineinwachsen der Gesellschaft mit der Frage konterte, ob diese damit nicht „ebenso notwendig aus ihrer alten Gesellschaftsverfassung hinauswachse und diese alte Hülle ebenso gewaltsam sprengen müsse wie der Krebs die seine“ (MEW 22:234).

Bebel vertrat einen anderen Standpunkt. Ihm ging es nicht um die Ersetzung des obrigkeitlichen Junkerstaats durch einen neuen, demokratischen Staat, sondern darum, ihn als scheinbar neutrale Instanz unter sozialdemokratischer Regierung fortzuführen, denn dann „haben wir alles“, wie er diese Position auf den Punkt brachte.


Bebel und das Militär

Auf der einen Seite kritisierte Bebel den Militarismus, wandte sich gegen sinnlosen Drill und Rekrutenschinderei, Übergriffe und Mißhandlungen in den Kasernen und forderte die Verkürzung der dreijährigen Militärzeit. Auf der anderen Seite richtete sich seine Kritik nicht gegen das preußisch-deutsche Militär als solches, sondern zielte darauf, das Heerwesen durch konstruktive Reformvorschläge zweckmäßiger zu gestalten. Bei den Beratungen des Militäretats im Reichstag übte er regelmäßig zunächst eine Generalkritik, um dann praktische Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten.

Diese Haltung hatte einen konkreten politischen Hintergrund. Bebel hielt zeit seines Lebens daran fest, daß Deutschland mit einem russischen Angriff rechnen und sich deshalb auf einen Verteidigungskrieg vorbereiten müsse. Deshalb trat er für den Ausbau eines zeitgemäßen, modernen und kriegstauglichen Militärwesens ein.
Diese Haltung hatte seine Berechtigung in der nachnapoleonischen Ära, nach dem Wiener Kongreß als Rußland der Hort der Reaktion gegen jegliche demokratische Entwicklung in Europa war. Jedoch beim Krimkrieg 1853 – 1856 zeigte sich die Schwäche Rußlands und die Stärke des britischen und französischen Imperialismus.
Spätestens nach der russischen Revolution 1905 hätte Bebel und die SPD die alte Position revidieren müssen, da Rußland jetzt als potentiell zur Revolution bereites Land in Erscheinung getreten war. So war das bewußte Hineintreten der SPD in den Weltkrieg 1914 eben kein „Verrat“ oder „Umfallen“ ,sondern die logische Konsequenz am starren Festklammern an eine überholte Position.

Der gern zitierte Satz des alten Wilhelm Liebknecht „Diesem System keinen Mann und keinen Groschen“ schien eine grundsätzliche Gegnerschaft gegen den Militärstaat zu dokumentieren. In Teilen der Arbeiterbewegung war diese Gegnerschaft auch vorhanden, doch insgesamt verdeckten die wohlklingenden Worte die Tatsache, daß die SPD in der parlamentarischen Praxis ganz andere Wege ging und sich immer mehr an den bestehenden Staat annäherte.



1907: Bebel verteidigt Noske gegen Liebknecht

Als die SPD bei der Reichstagswahl 1907 eine Niederlage erlitt, rückte sie noch mehr nach rechts.
Bei den Beratungen des neuen Reichstags über den Rüstungsetat wies Bebel den im Wahlkampf erhobenen Vorwurf der „vaterlandslosen Gesellen“ scharf zurück und versicherte zum wiederholten Male, daß die Sozialdemokraten in einem Krieg mit Rußland „selbstverständlich die Flinte auf den Buckel nehmen“ würden.
Anschließend vertiefte Gustav Noske als rüstungspolitischer Sprecher der Fraktion Bebels Ausführungen. Er identifizierte sich mit den vorher gemachten Aussagen des preußischen Kriegsministers über Angriffskriege auf Deutschland, betonte, daß die Sozialdemokraten in einem solchen Fall „begeistert ihr Vaterland verteidigen“ würden, und erklärte es zu einer Selbstverständlichkeit, dafür zu sorgen,“daß das deutsche Volk nicht etwa von irgend einem anderen Volk an die Wand gedrückt wird“. Als er wegen seiner Aussagen auf dem anschließenden Essener Parteitag kritisiert wurde, stellte sich Bebel vor ihn und pries seine Reichstagsrede als „gute Rede“, die seine „Zustimmung und Anerkennung“ gefunden habe (Parteitagsprotokoll 1907:254).

Im selben Jahr legte Liebknecht eine Schrift über „Militarismus und Antimilitarismus unter besonderer Berücksichtigung der internationalen Jugendbewegung“ vor, worin er den Militarismus mit scharfen Worten geißelte und zu einer Verstärkung der antimilitaristischen Propaganda aufrief. Bebel distanzierte sich öffentlich von Liebknechts Schrift und verhinderte, daß sie im Parteiverlag der SPD erscheinen konnte.

Als die preußische Militärführung im April 1913 auf einer nichtöffentlichen Sitzung des Haushaltsausschusses die Notwendigkeit der Nachrüstung mit Kriegsvorbereitungen durch Rußland und Frankreich begründete und zugleich darlegte, daß Deutschland im Kriegsfall zuerst Frankreich angreifen müsse (inklusive Durchmarsch durch Belgien), um sich anschließend dem Gegner im Osten zuzuwenden, nahmen die anwesenden SPD-Vertreter mit Bebel an der Spitze die vorgestellte Kriegsplanung einschließlich des angekündigten Einmarsch in das neutrale Belgien ohne Protest zur Kenntnis (Sitzungsbericht in Bley 2014:258ff.).
Nach der Sitzung verfasste Bebel eine Stellungnahme zur Aufrüstung, die der Parteivorstand im Mai 1913 als Flugschrift in ganz Deutschland verbreiten ließ. Unter dem Titel „Ein ernstes Wort in ernster Zeit. Militärvorlage und internationale Rüstungsindustrie“ hieß es darin, daß „wir in Deutschland mit der Möglichkeit eines Angriffskrieges von außen einstweilen noch rechnen (müssen), namentlich von Osten her.“ Weil dann aber „unser Vaterland vielleicht vor die Frage von Sein oder Nichtsein“ gestellt würde, wäre „die Vorbereitung einer starken Schutzwehr notwendig“. Damit wiederholte die Flugschrift die Vorgaben der Militärs als Position der Parteiführung, befürwortete die deutsche Aufrüstung und stellte die Kriegsunterstützung durch die Arbeiterbewegung in Aussicht.



1914: Die SPD verschmilzt mit dem Militäradel

Mitte 1914 war es soweit. Die SPD setzte ihre Versprechungen in die Tat um und stimmte den Kriegskrediten zu. Zwar traten keine Sozialdemokraten als Minister in die Regierung ein, aber maßgebliche Parteimitglieder nahmen intensive Kontakte zur Obersten Heeresleitung (OHL) auf, an der Spitze Eduard David, der mit Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann seit April 1917 dem engsten Führungszirkel der Partei angehörte.

Ende 1916 wurde in Kooperation mit Gewerkschaften und Sozialdemokraten das Vaterländische Hilfsdienstgesetz erarbeitet, das alle Männer zwischen siebzehn und sechzig der Arbeitspflicht unterwarf und die freie Wahl des Arbeitsplatzes aufhob, um kriegswichtigen Betrieben die notwendigen Arbeitskräfte zu verschaffen. Zur Umsetzung dieses Gesetzes mußten in allen Betrieben ab fünfzig Beschäftigten Arbeiter- und Angestelltenausschüsse gebildet werden, die bei Arbeitskonflikten zusammen mit Vertretern der Betriebsleitung für die Schlichtung zu sorgen hatten. Außerdem wurde zur Koordinierung der Rüstungsanstrengungen ein Oberstes Kriegsamt eingerichtet, als dessen Leiter General Wilhelm Groener fungierte, der sein Amt in enger Absprache mit den Gewerkschaften führte und im November 1918 als Co-Chef der Obersten Heeresleitung mit Ebert das Vorgehen gegen die Novemberrevolution abstimmte.


1917: Die SPD für die Verlängerung des Weltkrieges

Der deutsche Reichskanzler Bethmann Hollweg, der seit dem Fehlschlag der Verdun-Offensive 1916 an den Siegesaussichten der Mittelmächte zweifelte, unternahm in dieser Situation einen Versuch, um unter Vermittlung des Vatikans mit den Gegnern einen „Remisfrieden“ unter gegenseitigen Verzicht auf Eroberungen und Entschädigungen zu schließen. Er sagte in den geheimen Vorgesprächen u.a. die vollständige Wiederherstellung der Unabhängigkeit Belgiens zu (für London der Hauptkriegsgrund) und erklärte sich zu Grenzkorrekturen in Elsaß-Lothringen bereit.
Doch die Führungen von Zentrum und SPD setzten ebenso wie die OHL auf einen deutschen Sieg, denn sie erwarteten ein baldiges Ausscheiden des revolutionsgeschüttelten Rußlands aus dem Krieg und danach den Endsieg im Westen. Hinter den Kulissen organisierten sie daher im geheimen Zusammenwirken mit der OHL den Sturz des friedensbereiten Kanzlers, um den Krieg mit einem neuen Kanzler bis zum Sieg fortzusetzen. Als sichergestellt war, daß Bethmann Hollweg vom Reichstag keine Unterstützung erhalten würde, verlangte die OHL vom Kaiser seine Entlassung, und da bis auf die politisch einflußlosen Linksliberalen sämtliche Reichstagsparteien sich gegen ihn aussprachen, mußte er zurücktreten. Anschließend konnte der Krieg mit Georg Michaelis als neuem Kriegskanzler, auch dank der SPD, wie geplant weitergeführt werden; die Friedensgespräche mit dem Vatikan ließ der neue Regierungschef im Sande verlaufen.



1918 Der Kampf der SPD gegen die Novemberrevolution

Als 1918 die militärische Niederlage Deutschlands trotz des Ausscheidens Rußlands aus dem Krieg unausweichlich wurde, leitete die OHL die Parlamentarisierung des Reichs ein, um den US-Präsidenten Wilson als Friedensvermittler zu gewinnen. Der unvorbelastete Max von Baden wurde zum Kanzler gemacht, und im Oktober 1918 verabschiedete der Reichstag die Verfassungsänderungen,die dem Reichstag die zuvor verwehrten Parlamentsrechte gewährten; ebenso fiel nun das preußische Dreiklassenwahlrecht. Jetzt traten auch zwei Sozialdemokraten in die Regierung ein, was die SPD bis dahin abgelehnt hatte, um nicht mit einer Kriegsregierung identifiziert zu werden.

Die seit langem brodelnde revolutionäre Flut ließ sich jedoch nicht aufhalten. Als sie Anfang November losbrach, wurde das Heer binnen weniger Tage von Soldatenräten beherrscht, stürzten die Fürstenthrone einer nach dem anderen und übernahmen in allen größeren Städten Arbeiter- und Soldatenräte die Macht. In einem letzten Versuch, die Monarchie zu retten, trat der sozialdemokratische Parteivorsitzende Ebert am Mittag, des 9. November 1918 als Reichskanzler an die Stelle Max von Badens, in der Hoffnung, die revolutionären Massen dadurch zu beruhigen. Seine erste Aktion war ein Aufruf an alle Behörden und Beamten, auf ihren Posten zu bleiben, desgleichen ließ er die bisherigen Staatssekretäre (Minister) sowie die Militärführung im Amt.

Die Führer der Mehrheitssozialdemokraten hatten sich mit der Oktoberreform des Kanzler Max von Baden am Ziel ihrer Wünsche gesehen. In ihren Augen war der Novemberumsturz ebenso überflüssig wie schädlich. Die Parlamentarisierung der Monarchie ermöglichte es ihnen, als stärkste Reichstagspartei die Regierung zu übernehmen und den „Junkerstaat“, wie von Bebel erhofft, in die Hand zu bekommen; die Kanzlerschaft Eberts realisierte diese Zielsetzung. Die Parteiführung hatte also jeden Grund, die Revolution zu bekämpfen – in den bekannten Worten Eberts: „ich hasse sie wie die Sünde“, komprimierte sich die Position der SPD-Spitze, deren jahrelang verfolgtes Machtkonzept mit einem Mal durch die Revolution bedroht wurde.


Die SPD sabotiert die Rätebewegung

Die sozialdemokratische Regierungsübernahme hatte nicht die erhoffte beruhigende Wirkung, außerdem rief Scheidemann am Nachmittag des 9. November gegen den Willen der Parteiführung die Republik aus, um der Ausrufung einer sozialistischen Republik durch Liebknecht zuvor zu kommen. Eberts Kanzlerschaft endete also nach wenigen Stunden und die Parteiführung mußte sich auf eine neue Lage einstellen. Als erstes mußte sie akzeptieren, daß die USPD inzwischen fast gleichstark war wie sie selber und insbesondere die aktivsten Teile der Rätebewegung darin ihre Vertretung sahen. Auf Vorschlag der SPD wurde deshalb eine gemeinsame Revolutionsregierung aus je drei Vertretern von SPD und USPD gebildet, der „Rat der Volksbeauftragten“. Da die USPDler in sich zerstritten und ohne politische Konzeption waren, fiel es nicht schwer, sie an die Wand zu spielen; Ende 1918 verließen sie den Rat, der von da an nur noch aus SPD-Mitgliedern bestand.

Die zweite, entscheidende Herausforderung war die Rätebewegung. Sie verfügte über die reale Macht im Staat und der Rat der Volksbeauftragten konnte nur in dem von ihr gesteckten Rahmen agieren. Vom 16. bis 20. Dezember 1918 tagte in Berlin der Zentrale Kongreß der Arbeiter- und Soldatenräte Deutschlands, um die künftige Gestaltung Deutschlands festzulegen. Weniger als ein Viertel der Delegierten sprach sich für ein Rätesystem als Grundlage der Verfassung aus, die große Mehrheit entschied sich für ein parlamentarisches Regierungssystem und für den 19. Januar 1919 als Termin für die Wahl zur Nationalversammlung.
Gleichzeitig beschloß der Kongreß eine Reihe von Maßnahmen, die die Umwälzung des preußisch-deutschen Obrigkeitsstaats zum Gegenstand hatten – sofern sie umgesetzt wurden. Dazu gehörte die „Zertrümmerung des Militarismus“, die Schaffung einer Volkswehr anstelle eines stehenden Heeres sowie die Sozialisierung „aller hierfür reifen Industrien“. In diesen Forderungen wurde umrißhaft ein 'Programm' sichtbar, für das es in der breiten Massenbewegung dieser Wochen einen breiten Konsens gab: 'Demokratisierung' vor allem des Heeres, der Verwaltung und der Wirtschaft. Dazu kam noch die Forderung nach einer Landreform, sprich nach Zerschlagung des junkerlichen Grundbesitzes, die zwar vom Rätekongreß nicht explizit beschlossen wurde, aber einem breiten Konsens entsprach.
Bis auf die Sozialisierung der Schwerindustrie gehörten diese Forderungen bereits zum Programm der Revolution von 1848/49. Wäre die SPD in der Vorkriegszeit wenigstens eine bürgerlich-reformistische Arbeiterpartei geworden, hätte sie zumindest einen maßgeblichen Teil davon umgesetzt und so der bürgerlichen Revolution zum Durchbruch verholfen. Jedoch standen die Beschlüsse des Rätekongreßes zum Konzept der SPD-Führung in eindeutigem Widerspruch, und diese setzte alles daran, sie zu unterlaufen. Das fiel ihr umso leichter, weil keine revolutionäre Organisation existierte, um das vom Rätekongreß formulierte 
Programm aufzugreifen.


Das unzureichende Programm von Spartakus/KPD

Während die USPD, zwischen gegensätzlichen Richtungen zerrissen, unfähig zu einer stringenten Politik überhaupt war, verfügte Spartakus/KPD über ein eigenes Revolutionskonzept, das sogenannte „Oktoberprogramm“. Dieses Programm sah jedoch eine proletarische Alleinrevolution zur Errichtung einer Diktatur des Proletariats vor und war angesichts der sozialen und politischen Verhältnisse in Deutschland zum Scheitern verurteilt. In Rußland hatte Lenin, um den Sieg der Oktoberrevolution zu sichern, das jahrelang verfochtene Agrarprogramm der SDAPR über Bord geworfen, das Programm der Sozialrevolutionäre übernommen und so die Unterstützung der Bauern für die Regierungsübernahme durch die Bolschewiki erhalten. Luxemburg hielt diese Wende Lenins für falsch, sie dachte nicht daran, ihre Sozialismusstrategie für Deutschland umzustoßen.

Unter diesen Umständen hatte die SPD leichtes Spiel, im Unterschied zu den anderen Kräften besaß sie mit der Wiederherstellung des preußische-deutschen Beamtenstaats ein realistisches politisches Konzept. Zwar hatte es einen formalen Staatswechsel gegeben, aber die gesellschaftlichen Strukturen der bisherigen Ordnung waren unangetastet geblieben, so daß es nur darauf ankam, den alten Staatsapparat wieder in seine Rechte einzusetzen. Diesem Ziel gemäß agierte sie in den kommenden Wochen und Monaten.


Die Konterrevolution unter Führung der SPD

Statt den Militarismus zu zertrümmern, wie vom Rätekongreß gefordert, setzte sie das im Krieg zustande gekommen Bündnis mit dem Militäradel fort (Ebert-Groener-Pakt), garantierte die Fortexistenz des preußisch-deutschen Offizierskorps und setzte die vorhandene bewaffnete Macht aus konterrevolutionären Heereseinheiten und neu gebildeten Freikorps ein, um die revolutionär-demokratische Bewegung zu zerschlagen und die eigene Regierungsmacht zu sichern.
Mit dem Stinnes-Legien-Abkommen zwischen Schwerindustrie und Gewerkschaftsführung wendete sie die Sozialisierung der Zechen und Stahlwerke gegen eine Reihe sozialpolitischer Zugeständnisse ab. Statt eine Landreform durchzuführen, setzte sie bewaffnete Kräfte ein, um die ostelbischen Gutsbesitzer gegen aufbegehrende Landarbeiter zu schützen.

Die Räte, die allerorten die Demokratisierung von Verwaltung und Polizei eingeleitet hatten, wurden von ihr entmachtet, das alte Justizwesen wieder in Gang gebracht, Staat und Kirche nicht voneinander getrennt. Als die Weimarer Verfassung Mitte 1919 die „wohlerworbenen Rechte“ des Berufsbeamtentums in Verfassungsrang erhob, war die Restauration des obrigkeitlichen Staatsapparats abgeschlossen. Damit korrespondierte der Aufbau der Reichswehr als Staat im Staat in den 1920er Jahren.
Bei ihrer Zusammenarbeit mit den Vertretern der alten Ordnung handelten die Sozialdemokraten in der Überzeugung, daß sie diese dauerhaft mit Hilfe des Parlamentarismus beherrschen könnten. Deshalb wandten sie sich auch gegen die überfällige Zerschlagung des Landes Preußen, da sie hier bei Landtagswahlen mit stabilen Mehrheiten rechnen konnten, während im Süden das Zentrum stark war. Sollten sie daher auf Reichsebene die Regierungsgewalt verlieren, würde Preußen ihnen weiterhin als Machtbastion dienen. Der von Paul von Hindenburg befohlene und von der Reichswehr exekutierte „Preußenschlag“ vom 20. Juli 1932 zerstörte diese Illusion gründlich.



Wie die Revolution von 1848/49 blieb auch der Novemberumsturz von 1918 auf diese Weise eine unvollendete bürgerliche Revolution. Im ersten Anlauf scheinbar siegreich, vermochte er es nicht, seinen Sieg zu festigen, so daß den von der Sozialdemokratie angeführten reaktionären Kräften ein roll back gelingen konnte.
Der daraus hervorgehende Staat von Weimar war seinem Wesen nach kein neuer Staat, sondern die Fortsetzung der alten Ordnung vor 1918 im Gewand der Republik – das Produkt nicht einer siegreichen Revolution, sondern einer von der SPD organisierten Konterrevolution. Entsprechend kurzlebig war er und endete 1933 mit der Machtergreifung Hitlers.

Samstag, 8. Dezember 2018

Ernst Aust´s Rede zum Pressefest des "Roten Morgen" 1979

Ernst Aust zu Besuch bei Enver Hoxha in Tirana


Vorausschauend, die Rede des Vorsitzenden der KPD/ML, Ernst Aust (1923-1985), im Jahre 1979 beim Pressefest des „Roten Morgen“ in Kiel. Ernst Aust, der große deutsche Kommunist, der große Kämpfer gegen den Revisionismus und gegen die Sozialfaschisten à la sowjetische Sozialimperialisten, chinesische Revisionisten und SED-Sozialfaschisten:



Freitag, 7. Dezember 2018

Das Hallenser Bad Wittekind auf einem alten Glas




Das Solbad Wittekind wurde 1846 im Norden des Stadtzentrums von Halle (Saale) errichtet.

Seine Blütezeit erlebte das Bad 1850 bis 1880. Zu den Gästen gehörte 1868 auch Friedrich Nietzsche. 1977 wurde das Bad geschlossen, wobei Teile noch bis 1992 genutzt wurden.

Mein Bäderglas, welches ich mit Oberlicht fotografierte, siehe obige Fotos, so daß das Glas durchscheinend wirkt, stammt aus der Zeit von 1850 bis 1870 und zeigt auf der Schauseite ein handgemaltes Panorama des alten Bades. Diese alten Bauten aus den Jahren 1845/1846 wurden 1923 abgerissen und durch neue nach Entwürfen von Stadtbaurat Wilhelm Jost ersetzt.



Mehr über die Geschichte des Bades Wittekind, siehe hier:


Donnerstag, 6. Dezember 2018

Typisch BRD: Staatliche Hilfe für deutsche Brandopfer?




Was meinen Sie wohl, liebe Blogleser, was passiert, wenn Sie ihr Haus oder Ihre Wohnung durch einen Brand verlieren, ob dann der bundesrepublikanische Staat Ihnen in der ersten Not hilft? Was passiert, bzw. was nicht passiert, das zeigte gestern das MDR-Fernsehen in der Sendung „Exakt“, siehe obiges Video.

Eine Familie verlor durch Brandstiftung alles, hatte nur noch die Kleider auf dem Leib, die sie zum Zeitpunkt des Unglücks trug. Hilfe vom Staat? Die sah so aus, daß man der Familie ein Zimmer in einem Asylbewerberheim gab. Spartanisch eingerichtet, 2 Betten, kein Radio, kein Fernseher, nichts weiter - dies für eine 2-köpfige Familie mit Hund. Wer da als blauäugiger Deutscher nun meint, daß diese Unterkunft kostenlos Brandopfern zur Verfügung gestellt wird, der hat sich getäuscht. 900,- Euro kostet so ein schäbiges Zimmer im Monat, so daß das eine Gehalt der beiden Brandopfer allein für die Miete draufgeht.

Ja, diese Brandopfer sind eben halt keine Ausländer! Wären Sie Asylbewerber, dann müßten sie natürlich nichts bezahlen. Dann würden sie auch von deutschen Gutmenschen unterstützt werden, solchen Typen die an Bahnhöfen stehen und Asylanten Teddybären zuwerfen und dabei dümmlich klatschen, ob der Freude, daß Fremde ins Land kommen.

Ja, gab es denn wenigsten etwas zu essen für die deutschen Brandopfer, denn sie hatten ja kein Geld, da alles verbrannt ist? Von deutschen staatlichen Stellen gibt es nichts, so daß den Opfern nichts weiter übrig blieb, als die vielen Kilometer zur Tafel zu laufen (Geld um Fahrscheine zu kaufen hatten sie ja auch nicht und Schwarzfahren kann in dem Unrechtsstaat BRD ins Gefängnis führen!) Dort bettelten sie um Lebensmittel, die sie dankenswerter Weise auch bekamen.

Es bleibt nur zu hoffen, daß es diesen Brandopfern eine Lehre ist, sie sich bei der nächsten Wahl gründlich überlegen, ob sie eine der volksfeindlichen Parteien wählen, welche für die gesellschaftlichen Zustände verantwortlich sind, oder ob sie, wenn mal wieder Fußball-Weltmeisterschaft ist, die bundesdeutsche Fahne an ihrem Balkon aufhängen oder diese Fahne doch lieber in den Müll schmeißen. Für so ein Deutschland muß man nicht noch sein, aber die dümmsten Kälber wählen bekanntlich ihre Schlächter selber.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Der Möbel-"Experte" Wolfgang Herrmann aus Jöhstadt

Zitat:

«Mit dummen Menschen zu streiten, ist wie mit einer Taube Schach zu spielen.

Egal, wie gut du Schach spielst, die Taube wird alle Figuren umwerfen, auf das Brett kacken und herumstolzieren, als hätte sie gewonnen.»


Da stritt ich mich mit so einem nicht besonders hellen Kopf, der noch dazu auch im Leben ein notorischer Faulpelz war (fast 3 Jahrzehnte sich in der sozialen Hängematte der BRD ausgeruht, trotz gesundheitlich guter Verfassung), über die Würdigkeit einer Tierschutzorganisation für sie zu spenden oder gar ihr testamentarisch etwas zu vermachen. Da mußte in der langen Reihe von dummen Bemerkungen der Jöhstädter Blogger Wolfgang Herrmann, eine weitere dumme Bemerkung machen:


„Trotz Deiner Bescheidenheit solltest Du aber keineswegs vergessen, auch diese alten Möbel und Betten Deiner Eltern in Deinem neuen Testament der Tierschutzorga Deines Vertrauens zu übereignen, denn Dein altes Inventar wird ganz sicherlich die von Dir testamentarisch bedachte Tierschutzorga gut gebrauchen und für eine ganze Menge Zaster gut verkaufen können!“


Was für ein Depp! Da wollte er nun meine Schlafzimmermöbel in den Dreck ziehen, weil sie aus dem Jahre 1936 stammten und seine Bemerkung, daß die, an eine Tierschutzorganisation vererbt eine ganze Menge Zaster einbringen würden, war natürlich ironisch gemeint, unter dem Motto, der Erbe hätte nur die Kosten der Entsorgung zu tragen, also hätte einen Schaden. Das ist typisch für einen 8-Klassenschüler, der im Leben sich von Bildung fern hielt, daß alte Möbel Plunder seien. Daß das Gegenteil der Fall ist, das ist so einem Menschen noch nicht zu Ohren gekommen. Derartig dumme Menschen haben schon oft alte Barockmöbel zu Feuerholz gemacht und sich etwas neues „wertvolles“ gekauft!


Daß das Schlafzimmer meiner Eltern aus dem Jahre 1936, welches ich immer noch benutze, kein moderner Ramsch ist, dies sieht ein jeder nur halbwegs gebildete Mensch, der das Foto auf meinem Blog sah. Ein Wolfgang Herrmann sah wahrscheinlich das Foto auf meinem Blog und meinte in seiner Unbildung, daß dieses Schlafzimmer ein ähnlich proletenhaftes Möbel sei, wie seine eigenen Möbel. Weit gefehlt! Dieses Schlafzimmer ist eine Einzelanfertigung eines damals bekannten Designers mit kostbarem Holz und bester Verarbeitung, wie man schon an dem Wurzelfurnier sehen kann, dazu die Knöpfe der Nachttische mit Bernstein, also ein Schlafzimmer, was auch heute noch einen guten Preis auf dem Kunstmarkt erzielen würde.
 

Zu dem Blogger Wolfgang Herrmann kann ich nur sagen: „Schuster bleib bei Deinem Leisten!“

Schlafzimmer

Detail des Kleiderschrankes

Bernsteinknauf am Nachtschränkchen
 

Dienstag, 4. Dezember 2018

Nostalgie: Jürgen Kiesers Cartoons



Jürgen Kieser (geb. 1921), der Schöpfer der Mäuse Fix und Fax, ist noch heute bekannt und beliebt, besonders wegen dieser Mäuse, welche die DDR-Kinderzeitschrift „Atze“, siehe obiges Titelbild der „Atze“ aus dem Jahre 1959, so beliebt machte.
 

Weniger bekannt ist heute noch, daß Jürgen Kieser auch viele Titelbilder der „Frösi“ gestaltete, die nicht weniger gut waren. Ein besonders schönes Titelbild der „Frösi“ ist das der Dezemberausgabe aus dem Jahre 1956, wo Kieser in einem Reigen seiner Cartoonfiguren die vergangenen Monate des Jahres Revue passieren läßt, siehe hier:



Wunderbar auch seine Grafik zu „Frösis tönender Sonderausgabe zum 50. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“, siehe unteres Bild. Auf einem Grammophon-Trichter sitzt der Rabe Droll, und dirigiert die Cartoonfiguren Karrandasch, Mäxchen Pfiffig, Atomino und Korbine Früchtchen, alles beliebte Cartoonfiguren in meiner Kindheit in der DDR.


  

Montag, 3. Dezember 2018

Irreführung der Leser in Wolfgang Herrmanns Tierschutz-Blog

Unter selbsternannten „Tierschützern“ befinden sich leider viele Scharlatane, die Tierschutz hauptsächlich aus Eigennutz und für ihr gesteigertes Ego betreiben. Einer davon ist der Jöhstädter Wolfgang Herrmann, der einen Blog betreibt, in welchem er es sich einfach macht und schon im Netz kursierende Tierschutzberichte einfach kopiert und noch einmal veröffentlicht, eine Arbeit von einer Viertelstunde am Tag. 

Mit dieser „Arbeit“ meint er nun eine große Nummer im Tierschutz zu sein. Da ein Mäzen von ihm ein Mann ist, der mehr auf der Seite der Kritiker des Systems steht, bringt er auch öfter Artikel in dieser Richtung, hat aber in Wirklichkeit eine ganz andere Einstellung. Als nach der Wende eingetretenes CDU-Mitglied (was er seinen Lesern verschweigt!) ist ihm diese Meinung unbenommen, aber da er die Zuwendungen aus dem eher rechten Bereich nicht verlieren will, so laviert er hin und her. 

Ab und zu kann er seine eigentlichen Ansichten denn doch nicht verheimlichen, so meinte er vor ein paar Tagen in seinem Blog, daß es sich bei den minderjährigen unbegleiteten Asylanten doch um arme Waisenkinder handeln würde, die der Unterstützung bedürfen. Daß arme Waisenkinder niemals das Geld hätten bis nach Deutschland zu kommen, das ignoriert er. Nun hatte ich versucht, einen offenen Brief seines Unterstützers bei ihm in einem Kommentar unterzubringen, was Herrmann natürlich ablehnte, da dieser offene Brief genau entgegen gesetzt ist, wie die einfältigen Ansichten eines Herrmann.

Herrmann schreibt an mich:

Deinen übrigen Text in Deinem Kommentar habe ich mir zu löschen erlaubt, da ich weder Zeit noch Lust habe, weiterhin mit Dir über meine Eltern sowie auch über minderjährige Flüchtlinge eine sinnlose und zeitverschwendende Diskussion zu führen.

Wohlweislich führt er seine Leser in die Irre, die annehmen müssen, ich selbst hätte einen längeren Text geschrieben, stattdessen hatte ich nur den offenen Brief von Ulrich Dittmann gebracht. Da eventuell Leser der Herrmann-Blogs auch bei mir lesen, möchte ich diesen Text, den Herrmann unter den Tisch fallen läßt, hier bringen: 

Offener Brief von Herrn Ulrich Dittmann an Bundespräsidenten Gauck
zu dessen Rede anlässlich des Flüchtlingstages am 20.06.2015:


Dem oben stehenden Schreiben von Prof. Dr. Karl-Heinz Kuhlmann, Pastor i.R. ist absolut beizupflichten. Ergänzend hierzu eine weitere offene Meinungsäußerung :

Als “Flüchtlinge” getarnt, Nike-Turnschuhe an den Füßen, Smartphone am Ohr, fluten illegale Asylanten hierher, um sich in der sozialen Hängematte bequem einzurichten. Und prompt verklärt sich glücklich, ob dieser Geschehnisse, das gram-zerfurchte Antlitz unseres Bundespräsidenten und er blökt mit geübter, pastoraler Wichtigkeit seine Willkommens-Weisheiten über die gleichgeschalteten Staats-Fernsehkanäle von ARD und ZDF - die vom Michl-Bürger zwangsfinanziert werden.

Schämen Sie sich, schämen Sie sich ganz gewaltig. All das Verhalten ist nur noch ekelerregend, Herr Gauck. Versuchen Sie endlich in Ihren Gehirnwindungen zu speichern, dass Deutsch-Michl es leid ist, überall als dummer Zahlochse angesehen zu werden.

Es ist eine Frechheit des Bundespräsidenten diese Einwanderer aus aller Welt gar mit deutschen Flüchtlingen, die nach dem Krieg mit Nichts in den Westen geflohen sind, zu vergleichen. Dagegen verwehre ich mich entschieden, auch im Namen meiner Eltern und allen Flüchtlingen, die Deutschland nach dem Krieg wieder aus Trümmern aufgebaut haben.

Und dieser von unseren Eltern schwer erarbeitete Wohlstand wird von der heutigen Politikergeneration nun mit vollen Händen verschleudert. Siehe auch endlose, gigantische Zahlungen, resultierend aus einer gescheiterten Europa- und Euro-Politik, die von uns Steuerzahlern zu schleppen ist. So verzockt man Deutschlands Zukunft.
Und dieser von unseren Eltern schwer erarbeitete Wohlstand wird von der heutigen Politikergeneration nun mit vollen Händen verschleudert. Siehe auch endlose, gigantische Zahlungen, resultierend aus einer gescheiterten Europa- und Euro-Politik, die von uns Steuerzahlern zu schleppen ist. So verzockt man Deutschlands Zukunft.

Zu Ihrer Wissenserweiterung sollten Sie sich in diesem Zusammenhang auch den aktuellen Welt-Artikel von Henryk Broder zu Gemüte führen: "Warum wir den Griechen unseren Dank schulden"
(Siehe Blogbeiträge vom 27.und 28.Juni 2015)
Ulrich Dittmann



Sonntag, 2. Dezember 2018

Libertäre Kunst von Max Colombo (1877-1970)



Die Nachwelt meint oft, daß in der NS-Zeit die Kunst eine prüde Kunst gewesen sei, was aber nicht der Fall war. Daß Freikörperkultur in der Fotografie eine Selbstverständlichkeit in der NS-Zeit war, das ist bekannt, aber auch die bildende Kunst hatte nichts gegen Nacktheit, ganz im Gegenteil zu heute. Oder würde wohl heute noch ein Maler sich trauen eine angezogene Dame mit einem nackten Jungen zu malen, siehe obiges Bild, welches auf einer Postkarte 10.000 mal reproduziert wurde und versendet wurde? Kaum, denn die Mißbrauchskreischer wären sofort auf den Plan gekommen.
 

Obiges Bild wurde von Max Colombo, einem Ammerländer Maler gemalt (1877-1970). Ausgedehnte Reisen führten ihn nach Belgien, Schweden, Spanien, Kroatien und immer wieder nach Italien.


Die Dekorationsmalerei des Max Colombo ist eingebettet in die neoklassizistischen Tendenzen des Münchner Jugendstils, wobei er in Franz von Stuck sein Vorbild sah. Mit seiner Kunst machte sich Max Colombo einen Namen, zumal seine Malweise dem Geschmack der Zeit entsprach. Seine Motive fanden als Druckvorlagen, besonders von Postkarten, weite Verbreitung.


Hier ein paar weitere Bilder von ihm, teilweise auf Postkarten reproduziert:









Samstag, 1. Dezember 2018

Michael Schanze: "Hier kommt das Glück" (1971)

Dieser Tage sah ich eine Doku über Michael Schanze, und ich war erschrocken wie er jetzt aussieht, kaum zum Wiedererkennen! Andere sehen das auch so, siehe:

https://www.prosieben.de/stars/video/michael-schanze-heute-so-sehr-hat-sich-der-moderator-veraendert-clip 

Wie springlebendig und jugendlich war er noch 1983 in der Sendung 1,2 oder 3, siehe:


Diese Sendung gibt es immer noch, statt Schanze mit dem Moderator Elton. Grauenvoll, dieser dröge, dicke Moderator, der so gar nicht für eine Kindersendung paßt!

Michael Schanzes Lied „Hier kommt das Glück“ mochte ich in den 70er Jahren sehr. Es ist so aufmunternd und erfrischend und eigentlich nur von ihm gesungen spricht es mich an.
Hier die Kurzfassung aus dem Spielfilm „Außer Rand und Band am Wolfgangsee" (1971):


Freitag, 30. November 2018

Karel Meissner (Compact): "Wagenknecht: Wir brauchen französische Protestkultur!"

Karel Meissner gehört zu meinen Lieblingsautoren bei „Compact“!
Sehr treffend mal wieder sein neuester Artikel, siehe:
https://www.compact-online.de/wagenknecht-wir-brauchen-franzoesische-protestkultur


Karel Meissner:



Frankreich kann neidisch machen: Während ein Großteil deutscher Bürger soziale Ungerechtigkeiten still erduldet und die Mainstream-Medien dem Establishment applaudieren, gehen die Franzosen auf die Straße – und haben das Gros der Medien auf ihrer Seite. Dabei drehen sich die aktuellen Proteste nicht nur um Benzinpreise. Die waren bloß Auslöser. Es geht um die Korrektur eines Irrtums: die Wahl von Macron zum Präsidenten. Und der zeigt zunehmend seine Verachtung für die Bürger, verbal und durch brutale Einsätze der Polizei.Es gibt aber auch Oppositionelle, die sich mit dem hiesigen Untertanentum nicht abfinden möchten. Unter ihnen: Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag. Wie der Name ihrer Bewegung „aufstehen“ schon andeutet, wünscht sie auch in Deutschland mehr „Aufstand„. In den französischen Gelbwesten sieht sie ein Vorbild.


Zwar bedauere sie die Gewalteskalationen bei den Demonstrationen, aber: „Ich würde mir natürlich wünschen, dass wir auch in Deutschland stärkere Proteste hätten gegen eine Regierung, der die Interessen der Wirtschaftslobbyisten wichtiger sind als die Interessen normaler Leute„ – sagte sie gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Gleichzeitig weiß sie jedoch: „Frankreich ist anders. Frankreich ist immer viel spontaner.„


Die Protest-Motivation der Franzosen ist für Wagenknecht völlig nachvollziehbar: „Ich finde es richtig, wenn Menschen sich wehren und protestieren, wenn die Politik ihr Leben verschlechtert.“ Man dürfe diese Bewegung weder von links noch von rechts vereinnahmen. Sie sei vielmehr „ein Aufbegehren gegen eine Regierung der Reichen“, das Anliegen der Gelbwesten sei „absolut gerechtfertigt„. Auch Deutsche müssten lernen, gegen die Regierung zu protestieren: „Wir lassen uns viel zu viel von schlechten Regierungen gefallen.“

Mittwoch, 28. November 2018

Advent in den "Frösis" der 1950er und 1960er Jahre

Wenn ich die Kinderzeitschrift „Frösi“ der 1950er und 1960er Jahre mit den „Frösis“ der 1970er und 1980er Jahre vergleiche, dann fällt mir auf, daß die ersten beiden Jahrzehnte viel besser waren als die letzen beiden Jahrzehnte. Oder kommt mir das deshalb nur so vor, weil ich damals Kind war und die "Frösi" sehr liebte, also aus Nostalgiegründen dies mir so vorkommt?


Schaut man sich allein die Adventsausgaben der beiden ersten Jahrzehnte an, welche die „Frösi“ heraus gab, dann wird man merken, mit wieviel Liebe diese gestaltet wurden. Lag es an dem Wechsel zwischen dem warmherzigen Ulbricht und dem kalten Honecker in der Führung des Landes? Oder war die etwas kalte spätere Gestaltung der Frösi dem modernen Zeitgeist geschuldet? Ich weiß es nicht!


Hier mal ein paar Beispiele aus den 1950er und 1960er Jahren, damit man weiß, was ich meine:






 

Montag, 26. November 2018

Geliebte kleine Jugendstil-Statuette

Ich liebe den Jugendstil!!!
Eine kleine Jugendstilfigur eines jungen Mädchens ist mir besonders ans Herz gewachsen, siehe Fotos, einmal von vorn und einmal von hinten. Der Künstler ist mir leider nicht bekannt, da die Statuette unsigniert ist.
Sieht sie nicht traumhaft aus, so vor dem Landschaftsbild, welches ich auch sehr mag?

Samstag, 24. November 2018

Vegan: "Zuegg"-Maronenkrem


Es ist erfreulich, daß immer mehr Supermärkte auch vegane Lebensmittel im Angebot haben.

Dieser Tage kaufte ich im "Penny-Markt" zwei Gläser mit Maronenkrem von "Zuegg". Ein Glas kostet 1,99 Euro und der Inhalt ist rein vegan. Veganer stehen ja oft vor der Frage, wie sie ihre Brote oder Brötchen belegen sollen, da ist die Auswahl gering, wenn Wurst, Käse oder Quark nicht infrage kommen. Da ist dieser Maronenkrem eine gute Sache, zumal der Geschmack dieses Produktes sehr gut ist. Dazu kommt noch, daß Maronen gesunde Inhaltsstoffe haben.
 
Ich habe mal ein Foto eines solchen Glases gemacht und ich empfehle meinen Lesern auch einmal dieses vegane Produkt zu probieren.



Donnerstag, 22. November 2018

Petition: Gebt ihm endlich seinen Hund Rex zurück!



Mein name ist Sandra Löchle-Suljic und ich habe diese Petition gestartet um dem Hamburger Rheuma-Patienten, Gordan Zrilic, zu helfen seinen geliebten Hund Rex zurück zu bekommen.

Denn Rex wurde Gordan nach einem Krankenhausaufenthalt weggenommen!


Aufgrund seiner Erkrankung muss er ab und an für ein paar Tage ins Krankenhaus. Während dieser Aufenthalte konnte bisher zumeist eine bekannte Familie auf Rex aufpassen. Doch dies ging leider nicht immer, weshalb Gordan dann auf den Hamburger Tierschutzverein zurückgreifen musste, um die Betreuung seines Lieblings sicher zu stellen. Als er vom letzten Aufenthalt in der Klinik zurückkam dann der Schock: Sein Baby sei ohne sein Wissen vermittelt worden, da er sich nicht mehr um seinen Hund kümmern könne. Seither versucht er verzweifelt sein Familienmitglied zurück zu bekommen!


Selbst ein vom Arzt vorgelegtes Attest wird sowohl vom Amt wie auch vom Tierheim ignoriert.

Diese Vorgehensweise sowohl vom Veterinäramt Hamburg Wandsbek wie auch vom Tierheim ist eine Unverschämtheit - Rex ging es wunderbar, er wurde und wird geliebt.

Bitte unterstützen Sie meine Petition und vor allem Gordan, seinen Liebling bald wieder bei sich haben.


Vielen Dank,
Sandra Löchle-Suljic & Gordan Zrilic


Zur Petition:











B.N.:

Einmal mehr zeigt sich, was für gemeine Schurken Tierheime und die sie tragenden Tierschutzvereine meistens sind (Habe üble Erfahrungen mit dem Tierheim in meiner Heimatstadt Dessau gemacht, siehe diverse Beiträge in meinem Blog).

Habe den 2. Bericht vorgestern bei Sat1-Frühstücksfernsehen gesehen. Der Hund wurde einfach vom Tierheim Hamburg ohne Anhörung seines Herrchens an ein Tierheim in Schleswig-Holstein gegeben, die diesen Hund an eine Familie gegeben haben. Diese Schurken melden sich einfach nicht bei dem Herrchen, obwohl sie ja den 1. Beitrag im Fernsehen gesehen haben. Was für ein gemeines Pack, dieses Tierheim, kann man da nur sagen, wenn man den 2. Bericht im Fernsehen gesehen hat. Eine Journalistin, die über diese Schändlichkeit berichtet hatte, der wurde die Mitgliedschaft im Hamburger Tierschutz-Verein sofort gekündigt!!!

Noch immer aber gibt es genügend Einfältige die an deutsche Tierheime spenden, oft ihr ganzes Vermögen vermachen. Meistens sind es alte debile Weiber, die sich ausnutzen lassen. Z.B. für die Soko Tierschutz geben diese Typen nichts, stattdessen für diese Gefängnisse für Hunde und Katzen, denn als Gefängnisse muß man diese Anstalten bezeichnen. Widerlich!

Widerlich auch, daß der schändliche Deutsche Tierschutzbund ausgerechnet die Landwirtschaftsministerin Klöckner eine Festrede halten ließ, dieselbe Klöckner die zu verantworten hat, daß vor ein paar Tagen im Bundestag der Antrag auf Verbot der Lebendtiertransporte nach der Türkei und in den Libanon abgelehnt wurde. Die Volks-und-Tierfeinde-Parteien CDU/CSU und SPD stimmten gegen ein Verbot. Dieses Lumpenpack bekam vom deutschen Dumm-Michl die Mehrheit der Stimmen im Deutschen Bundestag.

Das sagt doch alles über die moralische Verkommenheit der Mehrheitsdeutschen.

Dienstag, 20. November 2018

Der sadistische Maler Edmund Guido Hammer (1821 -1898)

Bei dem Wort „Maler“ denkt man zuerst an einen guten Menschen und nicht an einen Sadisten. Allerdings sind unter den Malern auch üble Zeitgenossen, die zwar ihr Handwerk verstehen, aber die einen üblen Charakter haben und diesen sogar in ihren Bildern zeigen, so der deutsche Maler Edmund Guido Hammer (* 1821 in Dresden; † 1898 ebenda).

Hammer war leidenschaftlicher Jäger und empfand große Lust am Töten. Brutal zeigte er in seinen Bildern das Leid der von ihm gejagten Tiere. Wikipedia schreibt in völliger Verkenntnis: „Seine frischen, naturnahen Tier- und Jagdbilder erfreuen sich großen Beifalls....Er zeichnete auch zahlreiche Illustrationen für die Zeitschriften „Die Gartenlaube“ und die Leipziger „Illustrirte Zeitung“. Zu diesen wie zu seinen „Hubertusbildern“, Album für Jäger und Jagdfreunde (2. Aufl., Glog. 1877), schrieb er anziehende Schilderungen.“



Einfach nur widerlich, diese Wikipedia-Wertung dieses Künstlers.


Grauenvoll seine Grafiken, mit Titeln, wie „Mein erster Hase“ oder „Mein erster Hirsch“, die zwar handwerklich gut sind, die aber wehrlose Tiere zeigen, die er heimtückisch mordet, irreführend und beschönigend „Jagd“ genannt.

Grauenvoll, die Grafik der fliehenden Hirsche, die von Jägern in einem Gatter gehetzt, in größter Panik versuchen über das Gatter zu springen, was ihnen nicht gelingt. Das Morden von Tieren in Wildgattern, was dann noch „Weidwerk“ genannt wird, wird in seiner Perversität nur noch durch die auch heutzutage stattfindenden Gottesdienste der Kirchen zu Ehren des Jägerpacks, den sogenannten Hubertusmessen, gesteigert.