Donnerstag, 9. Juli 2020

Schandland BRD: Deutschland setzt sich für Hilfe für syrische Islamisten ein, beteiligt sich aber an der Aushungerung der Bevölkerung Syriens

Was für ein schändliches Land ist doch diese BRD. Da unterstützt seit Jahren Deutschland an der Seite der USA und vieler Schurkenstaaten die islamistischen syrischen Terroristen, die mittlerweile nur noch ein kleines Gebiet im Norden Syriens beherrschen (Idlib). Deutschland hatte nun zusammen mit Belgien und Kuweit eine Verlängerung der Hilfen für das Terroristen-Gebiet beantragt. Doch das wurde zum Glück per Veto von Rußland und China abgelehnt. 

Es sei ein trauriger Tag für Syrien und für den Sicherheitsrat, sagte dazu der bundesdeutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen.

Während die Mehrheitsbevölkerung Syriens ausgehungert werden soll, wollte Deutschland also wieder Millionen von Euro in die Terroristengebiete stecken? Seit vielen Jahren boykottiert Deutschland Syrien, ist mitverantwortlich, daß dorthin keine Lebensmittel und Medikamente geliefert werden, ist willfähriger Erfüllungsgehilfe der USA, welche ab 17. Juni eine erneute Verschärfung der Sanktionen praktizieren. USA und Deutschland wollen damit offensichtlich eine Elendsrevolte gegen Syriens Präsidenten Assad lostreten und spielen damit faktisch einmal mehr den radikalen Islamisten in die Arme.

Schon seit fast zehn Jahren hat die EU, allen voran die BRD, harte Embargomaßnahmen gegen Syrien erhoben. Sie umfassen Visasperren und Vermögensstrafen, aber auch das Verbot, Ausrüstungen für die syrische Ölindustrie zu liefern. Vor allem aber leistet die EU, die ansonsten auch in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten das Geld an islamistische Diktaturen mit vollen Händen ausgibt, keine Wiederaufbauhilfen für Syrien. Selbst das prowestliche European Council on Foreign Relations stellte im vergangenen Jahr einmal fest, daß die transatlantischen Embargomaßnahmen gegen Syrien nichts weiter als eine „Politik der verbrannten Erde“ darstellen.

Gemeinsam mit den US-Sanktionen haben die Brüsseler Maßnahmen dazu geführt, daß sich Grundnahrungsmittel, Medikamente und Heizöl in dem Land enorm verteuert haben und die Armen hungern und sterben ohne Medikamente an einfachen Krankheiten. Das UN-Nothilfebüro Ocha meldet, daß es landesweit zunehmend Hunger und Armut gebe. Rund 9,3 Millionen Menschen in Syrien hätten nicht genug zu Essen - eine Rekordzahl und 1,4 Millionen mehr als vor einem halben Jahr, sagte Ocha-Sprecherin Danielle Moylan.

Es ist eine zutiefst menschenfeindliche Politik, welche Deutschland im Nahen Osten betreibt, wenn man die dortige Bevölkerung aushungern will und ihnen Medikamente verweigert. Wer so etwas macht, ist moralisch verkommen bis ins Mark. Viele Syrer wünschen den Deutschen dasselbe was man mit ihnen macht, verdient hätten die Deutschen es. 

Deutschland will, daß der säkulare fortschrittliche Präsident Assad stürzt. Dann werden radikale Islamisten an seine Stelle treten, die ideologisch kaum etwas von den Schlächtern der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) trennt. Gegen diese menschenfeindliche Politik hat sich im deutschen Bundestag bisher nur die AfD ausgesprochen. 

Mittwoch, 8. Juli 2020

Schandland BRD: Millionen von lebenden Tieren werden zum brutalen Schlachten von Deutschland bis in den Iran gekarrt



Was für ein schändliches Land, diese BRD, die jährlich Millionen von lebenden Schlachttieren aus Deutschland tausende Kilometer transportiert, obwohl bekannt ist, das unterwegs keine Möglichkeit für Füttern und Tränken besteht, eine einzige Tortur für die armen Tiere. 

Die Zielorte liegen im Libanon, in Usbekistan, in Kasachstan, im Iran, in Libyen, alles islamische Länder, wo die Tortur der Tiere, hauptsächlich Rinder und Schafe, noch kein Ende hat, denn das Islamistenpack kennt keine Gnade mit Tieren, neben dem üblichen islamischen Schlachten ohne vorherige Betäubung geschieht folgendes. Dazu Ina Müller-Arnke, Expertin für Nutztiere bei der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN, erklärte gegenüber dem rbb: "Seit Jahren weisen wir daraufhin, daß es auf den Routen keine ausreichenden Versorgungsstationen gibt und die Tiere vor Ort immer wieder sehr brutal geschlachtet werden, indem ihnen etwa vorher die Sehnen durchtrennt und die Augen ausgestochen werden."

Jetzt hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Strafanzeige gegen die Verantwortlichen von drei Brandenburger Veterinärämtern wegen des Verdachts der Beihilfe zur Tierquälerei gestellt. Die Veterinäre hatten Transporte von lebenden Rindern nach Usbekistan, Kasachstan, den Iran sowie nach Libyen und in den Libanon genehmigt, ohne daß sichergestellt war, daß die EU-Tierschutzstandards eingehalten werden. Für Transporte nach und durch Russland teilte das zuständige russische Veterinäramt dem Bundeslandwirtschaftsministerium mit, daß in Russland derzeit keine Versorgungsstellen für lebende Tiere auf langen Transporten in Betrieb sind. Bei Transporten nach Usbekistan und Kasachstan führt der Transportweg regelmäßig durch Russland. Die angezeigten Transporte fanden zwischen Dezember 2019 und April 2020 statt. 

Eine Strafe werden die Veterinärbeamten nicht zu befürchten haben, denn der Unrechtsstaat BRD sperrt lieber Bürger wegen Vergehen ein, die früher Kavaliersdelikte waren. Das Leid der Tiere zählt nicht. Der deutsche Dumm-Michel macht dabei mit, wie schon zu NS-Zeiten. 

Auch die linksgrün versifften Multikultideutschen (bis in die CDU/CSU und die Kirchen hinein) interessiert das Leid der Tiere nicht, stattdessen hetzen sie jetzt gegen deutsche Patrioten des Kaiserreichs, wie Hermann von Wissmann, der in der Zeit des deutschen Schutzgebietes in Tansania (damals: Deutsch-Ostafrika) die bis dahin herrschende Sklaverei abschaffte. Straßen, die seinen Namen tragen, sollen jetzt umbenannt werden. 

Auch am Berliner U-Bahnhof „Mohrenstraße“ gibt es bald schon keinen Halt mehr. Weil der Straßenname dem bundesdeutschen Multikultimob nicht paßt, benennen die Berliner Verkehrsbetriebe den Bahnhof um. Er soll jetzt wie der russische antisemitische Komponist Glinka heißen, dessen Oper „Fürst Cholmskij“ von einer jüdischen Verschwörung handelt. 



Statt gegen das unermeßliche Leid von Millionen von Tieren, die in islamische Länder gekarrt werden, um dort einen grausamen Tod zu sterben, ihre Stimme zu erheben, da will das linksgrüne Gesindel diese islamischen Barbaren nach Deutschland holen. Schlimm genug, daß diese Typen in islamischen Ländern die Tiere quälen, nun dürfen sie es auch in Deutschland, wo sie zur Einwanderung eingeladen werden. Das Resultat: Die Schlachtungen ohne vorherige Betäubung der Tiere werden immer mehr, verständlich, da immer mehr Moslems ins Land geholt werden, die hier ihre barbarischen tierquälerischen Schlachtmethoden mit Billigung der Deutschen ausüben dürfen. 

Widerlich, wenn ich mir Seiten von angeblichen Kommunisten anschaue, welche den Titel der Seite des Roten Morgen gekapert haben (http://barrynoa.blogspot.com/2020/06/der-schlimmste-feind-roter-morgen.htmlund dieses volksfeindliche Pack will noch mehr Moslems in unserem Land, indem es "Refugees welcome" plärrt und gleichzeitig gegen die AfD hetzt, die Partei, die als einzigste die Einwanderung stoppen will.

Da lobe ich mir die AfD, die mit solchen Flyern, siehe unten, auf das Leid der Tiere durch islamische Einwanderung in unser Land aufmerksam macht. Findet man von all den links/grünen Gutmenschen, Parteien und Organisationen derartige Flyer? Nein, denn nicht ein Herr Höcke ist ein Faschist, sondern all diese links/grünen Typen sind die wahren Faschisten, welche die Augen vor dem Leid der Tiere verschließen.

Dienstag, 7. Juli 2020

Dr. Gunter Bleibohm: Zitate aus seinen Büchern (32)



Die Welt braucht eigentlich nur diese obigen 3 Bücher von Dr. Gunter Bleibohm, dem so einzigartigen genialen Philosophen, der ganze Heerscharen von einfältigen „Denkern“ in den Schatten stellt, denn diese sind so gut wie alle anthropozentrisch ausgerichtet, können nicht über diesen Tellerrand hinaus denken.
 

In loser Reihe möchte ich Zitate aus seinen Büchern bringen, die nicht leicht verdaulich sind, die aber im Gegensatz zu dem üblichen sonstigen Mummenschanz was an Philosophie den Menschen vorgesetzt wird, ungeschminkte und ungeschönte Realität sind.

Bedeutungslos

Zweihundert Schweine ersticken in einem Stall, in der Regionalzeitung eine kleine Notiz dazu, nachmittags ist bei den Lesern alles vergessen.

Zweihundert Bootsflüchtlinge ertrinken im Meer, Fernsehen und alle Zeitungen berichten ausführlicher, geheuchelte Betroffenheit und standardisierte Empörung, Normalität nach drei Tagen, der Vorfall ist bei allen vergessen.


Fazit: Todesangst und Kampf ums Leben war bei allen vierhundert Lebewesen gleich, die Menschheit merkte pflichtgemäß kurz auf, die Natur nahm hingegen keinerlei Notiz davon, kein barmherziger Gott griff ein. Beide Ereignisse waren dem Weltgeschehen gleichgültig. Nur der gleichmachende Zerfall allen Lebens im Strom der Zeit, der Sieg der Vergeblichkeit, der Triumph der Sinnlosigkeit jeglicher Existenz hatte sich kurz als das absolute Naturgesetz in Erinnerung gebracht.

Montag, 6. Juli 2020

Fakten zur Volksrepublik Albanien 1944-1991, Teil 1


Der junge Enver Hoxha, Oberbefehlshaber der Volksbefreiungsarmee in den 1940er Jahren

Heutzutage wird von den Propagandisten des Kapitalismus und den links/grünen Volksfeinden die Zeit des Sozialismus in der Volksrepublik Albanien permanent schlecht geredet. Albanien hatte »viel vorzuzeigen bei seinen Bemühungen um die Modernisierung der Ökonomie«, urteilte allerdings Peter Prifti (»Remote Albania. The Politics of Isolation«), Mitarbeiter des Massachusetts Institute of Technology und keineswegs ein Lobredner Hoxhas. 

So produzierte die albanische Industrie 1984 in zwei Tagen so viel wie im gesamten Jahr 1938. Alphabetisierung, Elektrifizierung, die Gleichberechtigung der Frauen in Erwerbsleben und Staatsdienst sowie eine Zerstörung der Clanbeziehungen und der Blutrache und traditionellen Machtstrukturen ebneten den Weg vom Mittelalter in die Moderne.



Enver Hoxha bei Soldaten und bei albanischen Kindern

1967 wurde die Volksrepublik Albanien, übrigens des einzigste Land der Welt ohne Steuern, der erste atheistische Staat der Welt, indem alle Kirchen und Moscheen geschlossen wurden.



Enver Hoxha in seinem Arbeitszimmer und mit seiner Frau Nexhmije
  
Hoxha wird von den Feinden des Sozialismus noch heute paranoides Verhalten angedichtet. Aber nach dem Bruch mit Tito (Jugoslawien), der sich Albanien einverleiben wollte und dem Bruch mit der Sowjetunion, die Albanien zu einem Agrarland mit Monokulturen machen wollte und als Militärbasis nutzen wollte, mußte Albanien tatsächlich mit Invasionen dieser Mächte rechnen. Daß die Angst berechtigt war, zeigte der Einmarsch der Russen in die ČSSR im Jahr 1968. 

Sorgen mußte sich Hoxha auch machen, daß das faschistische griechische Militärregime seinen Gebietsanspruch auf Südalbanien ernst meinen könnte. Rund 150 000 Bunker für isolierte Einzelkämpfer sicherten Albaniens Grenzen militärisch deshalb gut ab, was von Gegnern noch heute als übertriebene Reaktion Hoxhas gewertet wird. 

Sonntag, 5. Juli 2020

Typischer Westdreck: FKK wird jetzt in Lychen mit Bußgeld geahndet

Im Kaiserreich propagiert und millionenfach praktiziert: FKK


Und wieder geht ein Stück unserer freiheitlichen fortschrittlichen deutschen Kultur seit 1900 verloren! Drecksstaat BRD!

Im uckermärkischen Lychen gibt es seit neuestem für alle sieben Badestellen ein FKK-Verbot. 

Bei der Lychener Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos) ist neben wütenden Protesten der Bevölkerung sogar ein Schreiben eingegangen, worin gedroht wird "20 Liter Dieselkraftstoff oder Schlimmeres" in jeden Badesee des Urlaubsortes zu kippen, sollte das FKK-Verbot in Kraft treten. Das FKK-Verbot ist in Kraft getreten, ohne daß derartiges geschah. 

Das FKK-Verbot gilt nun seit vergangenem Wochenende für alle Badestellen des Urlaubsortes. Alle Stellen sind nun ausgewiesene Textilstrände. Und wieder geht ein Stück unserer freiheitlichen fortschrittlichen deutschen Kultur seit 1900 verloren. Drecksstaat BRD!  

Wer beim verbotenen Nacktbaden erwischt wird, muß mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. Wir sind im eigenen Land nun zurück geworfen in die Zeit vor 1900, denn sowohl ab 1900 in der Kaiserzeit, in der Weimarer Republik, der Hitlerzeit, wie der DDR-Zeit, gab es kein FKK-Verbot, sondern besonders zu DDR-Zeiten war FKK das natürlichste von der Welt.  

Die Lychener Bürgermeisterin sagte im staatlichen Hetzfernsehen, daß die Forderung nach einem FKK-Verbot angeblich laut geworden sei, weil es einige Nacktbader nicht beim Baden belassen hätten. Sie hätten nackt Volleyball gespielt! Oh, wie schlimm, nackt Volleyball gespielt! Das natürlichste von der Welt und zu DDR-Zeiten am Dessau-Sollnitzer See eine Selbstverständlichkeit, wozu die Gemeinde extra Masten für ein Volleyballnetz gesetzt hatte. Groß und klein spielte da nackt Volleyball und an einem sonnigen Wochenende waren tausende Dessauer am Sollnitzer See nackt, sonnten sich, badeten und trieben Sport. 

Vorbei, zurück ins finstere Mittelalter, der Westen mit seiner amoralischen Kultur walzt alles bei uns platt und findet im Osten willfährige Paladine. Erinnert alles sehr an die Kolonialzeit in Afrika, wo auch die Eroberer den Eingeborenen Nacktheit verboten hatten und moralinsaure Pfaffen auf diese Verbote achteten, bei strengen Strafen. Auch da gab es Eingeborene die sich den Eroberern andienten und eilfertig deren perverse Moralvorstellungen unter der einheimischen Bevölkerung durchsetzten.

aus dem "Anti-Struwwelpeter" von 1970, Zeichnung für FKK, gegen Prüderie

Die Open Memory Box ist eine digitalisierte Sammlung von über 400 Stunden private Schmalfilme („home movies“), die zwischen 1947 und 1990 von DDR-Bürgern gedreht wurden. Bisher vom kanadischen Social Sciences and Humanities Research Council (SSHRC), von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, vom Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) und von Privatmitteln finanziert, besteht die OMB einerseits aus einer bereits erarbeiteten Webseite, die im Laufe des Jahres 2019 für das weltweite wissenschaftliche und breite Publikum feierlich eröffnet wurde. 

Hier der Link zu den DDR-FKK-Filmen auf obiger Box (Wer weiß wie lange noch! Es kann sein, daß auch da es Typen gibt, die Anstoß daran nehmen und die Seiten müssen vom Netz genommen werden!):

https://open-memory-box.de/archive/all/fkk


Samstag, 4. Juli 2020

Diskussion mit einer "Tierfreundin"

Wer ist minderwertiger? Ein Schlachter in einem Schlachtbetrieb oder eine speziesistische „Tierfreundin“? Diese Frage stellte ich mir nach einer längeren Diskussion dieser Tage mit der Tierfreundin Helga Hoffmann, die nach eigener Aussage besser mit Tieren zurecht kommt als mit Menschen. Wobei ich diese ihre Selbsteinschätzung absolut nicht teile. 

Es ging anfänglich um ihre Fische, die ihr so zugetan sind, da sie immer zu ihr kämen, wenn sie Futter in die Badewanne in ihrem Garten rein wirft. Ja, was bleibt einem Gefangenen in einer Zelle auch anders übrig als zu dem Wärter freundlich zu sein, denn anderes Essen als dieses gibt es in einem Gefängnis nicht. Ein überhaupt nicht artgerechtes Gefängnis ist es für Goldfische in einer Badewanne dahin vegetieren zu müssen. Goldfische brauchen mindestens einen Teich mit Pflanzen, die sie essen können und kein enges kahles Behältnis, wo sie auf die Gnade einer „Tierfreundin“ angewiesen sind, die etwas Futter in das Gefängnis wirft. Und ob in diesem Gefängnis genügend Sauerstoff vorhanden ist, das bezweifle ich, denn von einer Pumpe war nicht die Rede. Was wird überhaupt mit den so „geliebten“ Goldfischen im Winter, wenn eine kleine Badewanne bis zum Grund zufriert? Ob sie in einem Keller überwintern, davon war nicht die Rede. Oder krepieren die Fische elendiglich und jedes Frühjahr werden neue Fische in die Badewanne gesetzt?

Das Gespräch ging weiter, es ging um Schweine, die millionenfach so in Deutschland gehalten werden, daß sie sich nicht mal umdrehen können, millionenfache Tier-KZ-Folter, welche die Menschen-KZ´s der Nazis in punkto Grausamkeit weit in den Schatten stellen. Die Antwort der „Tierfreundin“: „Was man nicht sieht, das ignoriert man eben!“ Meine Antwort darauf: „Während das wirkliche Ausmaß der Menschen-KZ´s in der NS-Zeit nur wenigen Deutschen bekannt war, wissen alle Deutschen um die Schrecken der heutigen Tier-KZ´s, dazu sind schon zu viele Dokus im Fernsehen gelaufen. Das Wegschauen und Ignorieren jetzt ist demnach viel schlimmer als das Wegschauen früher in einer Diktatur, wo Aufmucken den Kopf kosten konnte, währenddessen es heute ungefährlich ist"

Helga Hoffmann: „Naja. mein verstorbener Lebensgefährte und ich, haben sowieso kein Schweinefleisch gegessen, sondern nur Rind und Huhn!“ Sollte mich das etwa versöhnlich stimmen? Wie pervers ist das denn, als wenn es bei der Haltung von Rindern und Hühnern weniger grausam zugeht. Dann setzte sie zum großen Schlag aus, dem Hauptargument der Speziesisten: „Leider können wir Menschen nicht auf tierische Kost verzichten ohne schwere gesundheitliche Schäden davon zu tragen, siehe Aminosäuren.“ Daß diese Argumentation alter kalter Kaffee ist und wissenschaftlich genau das Gegenteil richtig ist, da tierische Kost schädigt, soll dies etwa auch noch die grausame Haltung von Tieren rechtfertigen? Wenn verrückte Wissenschaftler heraus finden würden, daß Menschenkinderblut jung hält, dann würde auch nicht die Menschheit auf die Idee kommen, Kinder zu schlachten, sondern aus moralischen Gründen, würde man auf Jungbleiben verzichten und in Ehren altern. Speziesten aber denken immer: „Es sind doch nur Tiere1“.

Das Gespräch wurde immer primitiver. Die „Tierfreundin“ Helga Hoffmann meinte, daß wenn keine Schweine mehr gegessen werden würden, dann würden diese aussterben. Das könne doch ich als Tierfreund nicht verantworten, oder? Wie bitte? Damit eine vom Menschen allein zum Fleischverzehr gezüchtete Schweineart nicht aussterben soll, sollen weiterhin Schweine ein elendes Leben und einen elenden Tod sterben? Wildschweine aus denen die Nutztierschweine vor wenigen hundert Jahren gezüchtet wurden, die waren schon länger auf der Erde als Menschen, und die würden auch weiterhin leben bleiben. Aber wozu eine vom Menschen allein zum Fressen des Fleisches heraus gezüchtete Schweinerasse weiterhin auf der Erde leben soll, das konnte ich nicht nach vollziehen. Außerdem stellten Wissenschaftler fest, daß frei gelassene Nutztierschweine schon nach wenigen Generationen wieder ihre alte Form annehmen, z.B. wachsen wieder Haare, die in der freien Natur dringend nötig sind. 

Es ist sagenhaft, wer sich so alles als Tierfreund(in) bezeichnet und noch darauf stolz ist. 

Freitag, 3. Juli 2020

Typischer Westdreck, die bundesdeutschen Systempolitiker

Hat die Qualen hinter sich: Kopf eines Bullen in einem deutschen Schlachthof. 
                                                            Foto: Reuters


einfach nur ekelhaft

Sigmar Gabriel (langjähriger Bundeswirtschaftsminister und Bundesaußenminister, sowie langjähriger SPD-Bundesvorsitzender). „arbeitete“ in den vergangenen Monaten ausgerechnet für den größten Schlächter Deutschlands, für Tönnies. 

Monatlich bekam er pauschal 10.000 Euro, sowie ein zusätzliches vierstelliges Honorar für jeden Reisetag. Die Tätigkeit sollte auf zwei Jahre angelegt sein. Aufgrund einer Operation von Gabriel wurde die Tätigkeit von Gabriel bei Tönnies vorzeitig beendet. Gabriel verteidigte gegenüber dem "Spiegel" sein Gehalt in Höhe von 10.000 Euro pro Monat: „Für normale Menschen sind 10.000 Euro viel Geld. Aber in der Branche ist das kein besonders hoher Betrag!

In der Branche ist das kein besonders hoher Betrag??? Wie paßt das mit den Hungerlöhnen für rumänische und bulgarische Arbeiter bei Tönnies zusammen, die von Tönnies ausgequetscht werden wie Zitronen und Akkordarbeit leisten müssen, wie einstmals die Sklaven im alten Rom? Wie paßt das mit dem täglichen zehntausendfachen Mord an Tieren zusammen, die erst in Tier-KZ´s ein grauenvolles Leben führen mußten um dann bei Tönnies elendiglich geschlachtet zu werden, damit dieses verkommene Subjekt Millionen scheffeln konnte? 

Typisch für einen moralisch zutiefst verkommenen SPD-Politiker sich ausgerechnet bei so einem Schlächter zu verdingen. Für 10.000 Euro im Monat machen verkommene Subjekt eben alles. Solange allerdings der strohdumme bundesdeutsche Michel weiterhin den Systempolitikern seine Stimme und  seine Unterstützung gibt, da ist Hopfen und Malz verloren.



Oft müssen Rinder in Schlachthöfen aus der Betäubungsbox heraus die Schlachtung ihrer Artgenossen mit ansehen. Foto: M. Karremann

Auf allen deutschen Schlachthöfen kommt es immer wieder zu Fehlbetäubungen, das heißt, daß die Tiere durch die Wiederkehr ihrer Empfindungs-, und Wahrnehmungsfähigkeit den weiteren Schlachtprozess teilweise bewußt miterleben. Sie werden somit unerträglichen Schmerzen und Leiden ausgesetzt. Mangelhaft gewartete oder falsch platzierte Elektrozangen, Bolzenschussapparate oder der Zeitdruck der Mitarbeiter am Schlachtband können dazu führen, dass die Betäubungseffektivität ausbleibt. 

Auch die Kohlendioxidbetäubung ist mit systemimmanenten und tierschutzrelevanten Problemen behaftet: diese Betäubungsmethode löst bei den Tieren in der Einleitungsphase schwere Atemnot und Panik aus, bis die Betäubungswirkung schließlich einsetzt. Bei der elektrischen Wasserbadbetäubung für Geflügel, werden die Tiere kopfüber an ihren Ständern oft sehr schmerzhaft in Haltebügel gehängt. Es kommt häufig vor, dass die Tiere vor der Betäubung schmerzhafte Stromschläge erhalten oder unvollständig oder gar nicht in das Wasserbad eintauchen. Sie erleben somit die Schlachtung teilweise bewusst mit. 

In Deutschland werden jährlich über eine Million Milchkühe geschlachtet. Nach Schätzungen ist davon auszugehen, daß zehn Prozent der Tiere trächtig sind. Die Ursachen sind vielfältig: zum einen werden Trächtigkeiten übersehen oder aber die Schlachtung des Tieres erfolgt aus rein wirtschaftlichen Beweggründen. 

Drecksland BRD!

Donnerstag, 2. Juli 2020

Typischer Westdreck, die Streichhölzer heutzutage

Funktionierten einwandfrei, die guten DDR-Streichhölzer aus Riesa

Es ist die Summe von unzähligen Dingen, die einen die Zeit nach der Übernahme der DDR von der BRD verleidet. Jedes dieser Dinge ist für sich vielleicht nicht ganz so wichtig, aber die enorme Summe macht es, daß einem der geballte Westdreck seit 30 Jahren nun schon das Leben verleidet. 

Eigentlich nur eine Kleinigkeit, aber typisch für die Dinge die uns jetzt angedreht werden, die zu DDR-Zeiten unmöglich gewesen wären. Aber die ehemaligen DDR-Bürger mucken natürlich nicht auf, da sie viel schlimmeres am laufenden Band gewohnt sind. Auf jeden Fall hätte sich die DDR nicht getraut Streichhölzer der Bevölkerung von so mieser Qualität anzubieten, wie sie jetzt in Supermärkten zu kaufen sind. Woher diese Dreck kommt, steht noch nicht einmal auf den Schachteln, sondern nur: „hergestellt in der EU“! Von 4 Streichhölzern funktioniert mit viel Glück nur eines, die anderen entzünden sich gar nicht an der Reibefläche oder bleiben an der Reibefläche hängen, so daß es gefährliche Funken gibt. Typisch Westdreck! 

Zu schade, daß ich mich nicht zu DDR-Zeiten mit den wunderbaren Streichhölzern aus Riesa oder aus Coswig eingedeckt habe, die funktionierten einwandfrei, waren gute Ware, wie fast alles in der DDR, im Gegensatz zu dem Schund allenthalben, den wir jetzt vorgesetzt bekommen. 

1990, vom Regen in die Traufe gekommen! 

Mittwoch, 1. Juli 2020

Elsbeth Forck: Elfe schenkt einem Bären eine Rose

Elsbeth Forck, "Elfe schenkt einem Bären eine Rose", 1925

Es sind arkadische Landschaften worin sich Elsbeth Forcks Tiere und Elfen tummeln, wie auf obigem Schattenrißbild. Statt Menschenkindern malt Forck lieber Elfen. Das hat seinen Grund, denn würden z.B. Bären und Menschen so harmonisch miteinander klarkommen wie auf diesem Bild? Kaum, denn die Bestie Mensch hat alle Tiere zum Feind gemacht, entweder frißt er sie oder versklavt sie. Sogar sich Tierfreunde nennende Menschen unterwerfen ihre Haustiere, wie Hunde. Gleichberechtigung akzeptiert der speziesistische Mensch nicht, sondern er will herrschen, weil er meint, daß er die Krone der Schöpfung sei. Das Gegenteil ist der Fall, die Spezies Mensch ist die Dornenkrone der Schöpfung, unnütz und schädlich für alle anderen Lebewesen und sogar schädlich für den Planeten Erde. Elsbeth Forck malte statt Menschen lieber Elfen, die keine Schädlinge sind. Leider gibt es aber keine Elfen in der Realität, man kann sie nur erträumen.

Ein weiterer Blogbeitrag über Elsbeth Forck:

http://barrynoa.blogspot.com/2020/05/elsbeth-forck-zur-fruhlingszeit-wenns.html

Dienstag, 30. Juni 2020

Wundervolle "Epeda"-Matratzen-Werbung in den 1930er Jahren

Früher gab man sich in allen Dingen viel mehr Mühe, denn der Kunde war damals wirklich König. Schauen Sie sich mal diese interessant gemachte Karte an, die Kunden bekamen, welche eine "Epeda"-Matratze gekauft haben: auf der Vorderseite eine nette Grafik mit "Viel-Glück"-Wünschen und klappte man die Karte auf, dann kam aus Papier geformt plastisch ein Schlafzimmer zum Vorschein, rückseitig dann umfassende Werbung für "Epeda"-Matratzen, das Ganze in den späten 1930er Jahren.

Übrigens, "Epeda"-Matratzen gibt es immer noch!





Montag, 29. Juni 2020

Dr. Gunter Bleibohm: Zitate aus seinen Büchern (31)



Die Welt braucht eigentlich nur diese obigen 3 Bücher von Dr. Gunter Bleibohm, dem so einzigartigen genialen Philosophen, der ganze Heerscharen von einfältigen „Denkern“ in den Schatten stellt. In loser Reihe möchte ich Zitate aus seinen Büchern bringen, die nicht leicht verdaulich sind, die aber im Gegensatz zu dem üblichen sonstigen Mummenschanz was an Philosophie den Menschen vorgesetzt wird, ungeschminkte und ungeschönte Realität sind.



Stufen der Freiheit
      

Worin die Freiheit besteht, fragst du? Nichts Macht über sich gewähren, keinem Zwang, keinem Zufall, und das Schicksal mit Gleichmut ertragen.

Seneca, Epistulae morales 51,9


Freiheit, Freiheit, immer wieder der Ruf nach Freiheit. Forderungen nach Freiheit für diesen und jenes. Endlose Wiederholungen, immerwährend, überall. Aber wisst ihr, was ihr fordert? Was für eine Freiheit wollt ihr? Welche Freiheit für wen, für was, warum, wozu? Seid ihr fähig, seid ihr stark genug, Freiheit zu ertragen? Wisst ihr, dass Freiheit auch eine fürchterliche Glut sein kann, die euch verzehrt, auffrisst, zur Verzweiflung treibt? Man muss der Freiheit gewachsen sein, man muss ihre zerstörende Wirkung aushalten, man muss in der Lage sein, Freiheit zu leben. 

Wenn ihr meint, ihr seid frei, wenn ihr im eigenen Land ungehindert leben könnt, wenn ihr alle paar Jahre eure Meinung durch das Kreuz auf einem Wahlzettel kundtun dürft, wenn ihr euer Land verlassen dürft, wenn ihr nicht eingekerkert seid, wenn das euer Begriff von Freiheit ist, dann seid ihr wahrhaftig frei, aber auf der niedersten aller denkbaren Stufen. Es mag euch genügen, es soll euch auch genügen, ihr bescheidenen Seelen, ihr anspruchslosen Menschvarianten. Eure innere Leere und Langeweile vertreibt ihr mit euren medialen Spielchen, mit Smartphone und viel Spaß, ihr Unfreien, ihr Abhängigen. Aber eure Genügsamkeit ist der Boden, auf dem euer Staat, eure Religion Herrschaft und Unterdrückung sät. Und eure Bescheidenheit ist auch eure signifikante Bescheidenheit im Handeln. Ihr freut euch über eure kleine Freiheit, seid zufrieden aber merkt nicht einmal, wie pervers ihr diese kleine Freiheit handhabt. Ist es euch schon einmal in den Kopf gekommen, die körperliche Freiheit, die euch so existentiell wichtig ist, auch euren Mitlebewesen zu gewähren? Könnt ihr euch vorstellen, dass die körperliche Freiheit auch dem Verlangen von Tieren entspricht, Tiere, die ihr Freiheitsfanatiker gnadenlos einsperrt. Eure Freiheit ist ohne Moral, es ist die Freiheit von bewusstseinsgespaltenen Menschwesen!

Ihr lechzt nach Freiheit und merkt dabei nicht, wie ein Großteil von euch sich durch religiöse Phantasien wieder in Ketten legen lässt. Die zuvor beschriebene Freiheit ist die Freiheit eines Staates – primär eines westlichen Staates – die ihr selbst konterkariert, indem ihr euch durch Religionen knechten lasst. Oder ist es Freiheit, wenn der Moslem fünfmal am Tag den Kopf auf den Gebetsteppich drückt, oder ist es Freiheit, wenn der Christ den Rosenkranz bis zur Besinnungslosigkeit betet, oder ist es Freiheit, wenn der Jude mit seiner Kippa auf dem Kopf darauf achtet, dass er das richtige Geschirr verwendet? Meint ihr wirklich, ihr habt Freiheit verdient, wenn ihr sie leichtfertig auf anderen Gebieten für Glaubenshalluzinationen opfert? Ihr redet von Freiheit und liebt heimlich die Unterdrückung, die Unterwerfung, die Autorität, die euch mit absurden Regeln  Unfreiheit diktiert.

Manche von euch erweitern dann diese kleine Freiheit, indem sie finanzielle Freiheit dazurechnen, sie fühlen Freiheit, wenn sie ökonomisch unabhängig sind, wenn das Leben frei von materiellen Sorgen ist. Selbst diese kleine Erweiterung der Freiheit aber überfordert schon einen Großteil von euch, denn sie wird dazu missbraucht, um alle Errungenschaften und Segnungen eines unbeschränkt vorhandenen Warenangebots zu nutzen, um sich gegen die Masse der Habenichtse abzugrenzen, um das eigene Selbstbewusstsein zu stabilisieren. Selbstbewusstsein und Konsum sind bei euch Synonyme. Welch kleiner Geist tritt dadurch zutage, aber ihr merkt es nicht, ihr fühlt es nicht, denn euer Empfinden ist stumpf, wohlstandsverstopft und ökonomieverdummt.

Die nächste Stufe auf der Leiter der Freiheit erklimmen nur noch wenige von euch, sie gelten schon als Ausnahme, teils als Sonderlinge, teils als Wesen, die es zu meiden gilt, teils als Exzentriker oder wohlwollend – was selten ist  - als Intellektuelle. Es ist die verschwindende Minderheit von Menschen, die abseits des üblichen Meinungsstroms existieren, die ihr Leben, ihr Denken selbst gestalten, gestalten wollen, die Skeptiker des Zeitgeistes. Es sind die Menschen, die von der Demokratie gerne aussortiert werden, sollten sie sich einmal dazu hergeben, Standpunkte gegen die Staatsdoktrin oder gegen die geistbeherrschende Pflichtmetaphysik zu vertreten.

Das Kennzeichen eurer Demokratie ist Quantität und weniger Qualität. Ihr seid stolz darauf, gewohnt zu zählen und entwöhnt zu gewichten. Merkt ihr eigentlich, dass ihr den Bazillus der Niedrigkeit, der Mittelmäßigkeit damit züchtet. Nein, ihr merkt es nicht, ihr wollt es nicht merken, aber was das Schlimmste ist, ihr könnt es nicht merken, euer Denken ist kastriert.

Die geschilderten drei Stufen der Freiheit sind das Fundament der Freiheitspyramide, sie sind die Basis, die den körperlichen, den äußeren Teil des Freiheitsbegriffs abdeckt. Es ist schön und angenehm, wenn man zumindest die erste Stufe hat, es erleichtert das Leben, aber die Freiheit eines Individuums, die wahre Freiheit, die das Wesen immer begleitet, stützt und kaum wegnehmbar ist, findet sich nur im Bewusstsein.  Die innere Komponente der Freiheit ist nicht durch Forderungen realisierbar, sie ist nicht einklagbar, sie kann nicht vorgegeben werden, sie muss gewollt sein, mühsam erlernt und erarbeitet werden. Es ist ein selbstgewähltes Gesetz des Wollens, ein Streben nach Erkenntnis, das man über seinen Lebenslauf hängen muss, das man befolgt, freiwillig, ungezwungen.

Auf den ersten Stufen sind es die stoischen Prinzipien der Selbstbeherrschung, der Selbstentwicklung, das mühsame Klettern auf der Leiter der praktischen Philosophie. Wer die Stufen dieser Treppe betritt, hat einen schweißtreibenden, ernüchternden und anstrengen Weg vor sich, einen Weg voller Rückschläge und Enttäuschungen. Wer die ersten Stufen gegangen ist, wer die Leidenschaften und Begierden seines Willen und Wollens kanalisiert und beherrscht, wer Macht, Reichtum, Armut aber auch Zorn kontrolliert oder gar zu verachten gelernt hat, der ist der Freiheit ein wesentliches Stück näher gekommen. Freiheit ist auf dieser Stufe abgekoppelt von Außendingen. Das Freiheitsstreben richtet sich auf die innere Zufriedenheit, auf die Seelenruhe, wie es die Stoiker nannten, auf den Gleichklang zwischen Denken und Sein, auf die Akzeptanz der täglichen kleinen und großen Schicksalszufälligkeiten, auf die Erkenntnis, welchen realen Stellenwert die eigene Existenz in der Welt, in der Natur, im Universum, im gesamten Sein hat. Die demütige und klaglose Einordnung in Schicksal und Geschehen. 

Merkt ihr, fühlt ihr, könnt ihr überhaupt noch spüren, wie weit die beobachtbare Tierwelt euch allein in diesem Punkt überlegen ist, wie weit ihr mit eurer pervertierten Hybris und eurem vernichtenden Anthropozentrismus euch von der Freiheit entfernt habt?
Erst wer seine Position in diesem Umfeld gefunden und verinnerlicht hat, kann die nächsten Stufen auf der Freiheitsleiter in Angriff nehmen. Es geht um nichts weniger auf dieser Stufe, als von der Angst vor Krankheit, Tod und Leiden frei zu werden. Ein nahezu unmögliches Unterfangen, aber ein Ziel, das anzustreben bleibt, ist doch die Stimme des Körpers oftmals lauter als die Stimme des Wollens und Sollens.

Die höchste Stufe menschlicher Freiheit besteht jedoch in der Fähigkeit, den Willen zum Leben, den stärksten aller Triebe - jedes Lebewesens und insbesondere des Menschen - gegebenenfalls negieren zu können, nicht aber negieren zu müssen! Es ist die Möglichkeit – und nur der Mensch hat diese Alternative - das Diktat der Geburt, die Zwangseinweisung in die Existenz zu widerrufen und den Lebens- und Leidensbefehl zu revidieren. Erst wer gezielt und ungezwungen, mental und real über seine eigene Existenz von Sein und Nichtsein die volle Entscheidungsgewalt hat und jederzeit bereit ist, diese Möglichkeit zu nutzen, hat die höchste Stufe der Freiheit erklommen. Wer den Willen zum Leben negieren kann, der schaut aus sicherer Warte auf die Fährnisse des Seins und alle Unwägbarkeiten des Lebens zerschellen an dem Felsen der höchsten Freiheit, an der Möglichkeit, jederzeit das Sein gegen das Nichts zu tauschen.

Versteht man mich? Verseht ihr die unterschiedlichsten Facetten und Abstufungen der Freiheit? Politische, soziale und kulturelle Freiheiten sind immer und in jedem Fall nur eine Teilerscheinung der großen Freiheitsidee, diese Idee die eine sengende, aber wärmende Glut in Herz und Verstand ihrer einsamen und seltenen Kinder werfen kann.



Sonntag, 28. Juni 2020

Wer waren die "Robinsons"?

http://barrynoa.blogspot.de/2016/05/nostalgie-unser-robinson.html
http://barrynoa.blogspot.com/2017/12/erinnerung-die-wunderbare-ddr-kinder.html 
http://barrynoa.blogspot.de/2014/11/kaptn-bramsegel-und-wer-wei-mehr-uber.html 
http://barrynoa.blogspot.de/2018/02/erinnerung-franz-kerka.html 
http://barrynoa.blogspot.com/2018/04/vor-60-jahren-aprilheft-von-unser.html 
http://barrynoa.blogspot.com/2019/01/unser-robonson-januar-heft-1958-die.html
http://barrynoa.blogspot.com/2019/03/unser-robinson-das-marzheft-von-1957.html
http://barrynoa.blogspot.com/2019/05/betrifft-himmelfahrt-und-karlspreis.html
http://barrynoa.blogspot.com/2019/11/das-novemberheft-1956-von-unser.html

Bekanntlich habe ich schon etliche Blogbeiträge über „Unser Robinson“ geschrieben, siehe die obigen Links. Aus gegebenem Anlaß möchte ich aber heute darüber schreiben, wie ich Mitglied der „Robinsons“ wurde. Es war ein wenig anders als auf diesem Hinweis:



Als Kind las ich was das Zeug hielt und der Gang zu der Buchhandlung „An den Sieben Säulen“ in meiner Heimatstadt Dessau, obwohl ziemlich weit, gehörte ein bis zweimal die Woche zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Oft ging ich, mangels Geld, gar nicht rein in die Buchhandlung, die neben der Buchhandlung auch eine Handlung für Papier und Bürokram war, sondern sah mich am Schaufenster satt. 


Die im April 1941 gegründete Buchhandlung „An den 7 Säulen“ (linkes Schaufenster) bestand noch bis 2009, dann wurde sie geschlossen, ein typisches Beispiel des Kahlschlags seit dem Anschluß der DDR an die BRD. 

Die Buchhandlung war eine private, später eine private mit staatlicher Beteiligung. Vorn bediente Frau Neubert zusammen mit einer Verkäuferin die Papierkunden und hinten saß der Inhaber Herr Neubert an seinem Schreibtisch, zwischen all den Bücherschätzen. Frau Neubert kannte mich schon gut als Käufer guter Bücher, Herr Neubert weniger. Als ich mir eines Tages mal wieder mein „Unser Robinson“ abholte, für 10 Pfennige das Heft, da kam Herr Neubert auf mich zu und bat mich an seinen Schreibtisch. Dort eröffnete er mir, daß ihm seine Frau berichtet hätte, daß ich ein fleißiger Leser sei und dies obwohl noch so jung (damals 8 bis 9 Jahre alt) und ich auch Leser von „Unser Robinson“ sei, es nun Zeit sei mich bei den Robinsons aufzunehmen.

Die Monats-Zeitschrift "Unser Robinson", Augustheft von 1957:




Ich fühlte mich sehr geschmeichelt, als er mir das Abzeichen der Robinsons ansteckte und salbungsvoll eine kleine Rede hielt, die sinngemäß so lautete, daß die Robinsons einzelne junge Menschen seien, die wie einst Robinson für sich allein Abenteuer erleben und da dies in der heutigen Zeit kaum noch möglich ist, diese Abenteuer in Büchern erleben. Diese Vorstellung gefiel mir, da ich Kollektivismus schon damals haßte. Und im Gegensatz zu den Jungen Pionieren waren die Robinsons ein zwangloser Klub, der zu nichts verpflichtete. 

Herr Neubert war mal NSDAP-Mitglied gewesen, wie so viele Deutsche (ein NSDAP-Mitglied konnte in Westdeutschland sogar Bundeskanzler werden), der aber durch sein Engagement in der NDPD vom Staat hofiert wurde. Als Kind kannte man ja in den 50er und 60er Jahren noch viele alte Nazis, da sie damals noch unter den Lebenden weilten. Aber ich muß sagen, sie waren nicht so unsympathisch, wie die meisten SED-Genossen, die uns Schüler und die Bürger schikanierten. 

Viele alte Nazis kannte ich ja nicht, aber die ich kannte, waren sehr sympathisch, so die in unserer Straße wohnende Frau Wieners. in der NS-Zeit höhere Angestellte beim Reichsnährstand, und die zu DDR-Zeiten dann SED-Genossin war, und den netten bescheidenen Herrn Roevenstrunck, ein früherer SA-Mann, der hochgebildet einen niederen Posten im VEB Waggonbau bekleiden mußte, während ein ungebildeter primitiver SED-Genosse sein Chef war. Ganze 4 Wochen arbeitete ich als frischgebackener Industriekaufmann unter diesem Krawallkommunisten und kündigte sofort und ging dann zur Liberal-Demokratischen Zeitung. Ein ekelhafter Kerl, dieser Abteilungsleiter, der mich anranzte, weil ich mir am Kiosk die Tageszeitung einer Blockpartei gekauft hatte und diese in der Pause las. Wie bedauerte ich es, daß nicht Herr Roevenstrunck Abteilungsleiter war, sondern dieser primitive Krawallkommunist. 

Aber vielleicht war es gut so, daß mich fast alle SED-Genossen anwiderten, sonst wäre ich nie bei der Liberal-Demokratischen-Zeitung gelandet. Aber auch dort mußte ich ab und zu Fotos von Aufnahmen junger Genossen in die SED machen, so wie hier, siehe Foto, wo der vom Staat hofierte Genosse Pippig junge Genossenr in die SED aufnahm. Was waren da doch die Mitglieder der LDPD aus anderem Holz geschnitzt als diese SED-Dumpfbacken, die ich interviewen sollte und die vor lauter Primitivität keinen vernünftigen Satz rausbekamen. stattdessen: "Wir haben jetzt den ganzen Tag frei und feiern in die Kneipe bei Schnaps und Bier. Jawoll!" Ein Interview war wegen Dummheit der Interviewpartner nicht möglich.


   
Es war schnell vorbei mit dem Klub „Die Robinsons“, 1961 gab es auch "Unser Robinson" nicht mehr, wahrscheinlich wollte die SED neben den Jungen Pionieren keine weiteren Klubs für Kinder haben, obwohl der Kinderbuchverlag, welcher der Träger der Robinsons war, ein SED-Verlag war. Aber noch nicht einmal die einfachen Mitarbeiter des Verlages wußten davon, wie die Eigentumsverhältnisse lagen. Wahrscheinlich wollte die SED nach Außen hin nicht als Eigentümerin auftreten, damit man denken sollte, daß der Kinderbuchverlag ein überparteilicher Verlag sei. Ein weiterer Grund war auch die gesamtdeutsche Ausrichtung von "Unser Robinson" und den Robinsons. wo auch westdeutsche Kinder mitmachten, wie man an der Leserpost sehen konnte, siehe:



Bekanntlich schottete die DDR sich ab 1961 ab und damit war das gesamtdeutsche Engagement passé. 

Ein paar Jahre, Anfang der 60er Jahre, sah man noch Kinder mit dem Abzeichen der Robinsons herum laufen, das wurde dann immer weniger. Wer allerdings dieses Abzeichen trug, hob sich wohltuend von dem dumpfen dummen Pöbel ab, der nur Fußballspielen und Schlagerhören im Kopf hatte, wie ich immer wieder feststellte.




Aus Nostalgiegründen hefte ich mir das alte Abzeichen ab und an mal ans Revers, sehr zum Erstaunen von Mitbürgern. Ich finde noch heute das Abzeichen genial gemacht mit dem rot/blauen Emaille, dem einsamen Robinson mit seinem Papagei und dem lesenden individualistischen Schüler. Ich jedenfalls fühlte mich mit diesem freiheitlichen nichtkollektivistischen Schüler-Klub sehr verbunden.

Mich sprach auch besonders die Ausrichtung der Robinsons in punkto Tierschutz an, denn Robinsons setzten sich gegen Tierquälerei ein, angeregt durch viele Beiträge in "Unser Robinson", siehe u.a. Beitrag unten auf dieser Seite:



Völkerfreundschaft und Kennenlernen fremder Völker war auch ein Anliegen der Robinsons, dies aber nicht im perversen Sinne der heutigen links/grünen Multikultigesellschaft in der BRD und der heutigen Überfremdung Deutschlands. Deutschland war in der DDR für die Deutschen da und zu den Ausländern hielt man Freundschaft, aber in ihren Ländern und nicht etwa wurden diese eingeladen sich in Deutschland anzusiedeln. 

Hier ein Beitrag in "Unser Robinson" über den brasilianischen Bundesstaat Parana, der von Einwanderern überfremdet wurde, so daß die indianischen Ureinwohner verdrängt wurden, siehe:



Außer den Monatsheften "Unser Robinson" hielt natürlich auch die Buchreihe "Robinsons billige Bücher" die Robinsons zusammen. Diese Bücher kosteten nur 2 Mark und waren mit dem Robinson-im Ballon-Signet versehen. Eines meiner Lieblingsbücher war "Tamar", welches ich immer noch in meinem Bücherschrank stehen habe. 




Die Geschichte des Mädchens Tamar in der Zeit der Sklavenaufstände des Spartakus im Römischen Reich berührte mich. Leo Katz vermittelte Kindern, daß man sich gegen ungerechte gesellschaftliche Zustände wehren muß, auch wenn es fast aussichtslos ist, wie damals im alten Rom: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“ 

Samstag, 27. Juni 2020

Ende Juni im Garten: der Lavendel blüht

Sie verstehen sich gut, mein kleines Feigenbäumchen (im Hintergrund), der Agapanthus (im Vordergrund) und der Lavendel. Gerade jetzt, Ende Juni, ist der Lavendel voll aufgeblüht, sehr zu meiner Freude.


Köstliche "Büttners Knorpelkirsche"

Am Dienstag schrieb ich über meine Kirschbäume von der Sorte "Büttners Knorpelkirsche", siehe:
http://barrynoa.blogspot.com/2020/06/die-kirschen-sind-bald-reif.html
und daß die Kirschen in ein paar Tagen reif sein werden. 

Und wirklich, das warme sonnige Sommerwetter ließ meine Kirschen reifen und nun sind sie süß und saftig, aber nicht zu saftig, sondern eben eine typische Knorpelkirsche mit festem Fruchtfleisch und nicht so matschig wie andere Kirschsorten. 

Hier ein Foto von ein paar der gepflückten Kirschen. Wie köstlich sie schmecken, das kann man leider auf den Fotos nicht sehen. Aber ich empfehle jedem Gourmet, der einen Garten hat, die Sorte "Büttners Knorpelkirsche" anzupflanzen. Man braucht diese Sorte auch nicht zu spritzen, da sie kaum mal mit Maden befallen wird.




Freitag, 26. Juni 2020

Dr. Gunter Bleibohm: Zitate aus seinen Büchern (30)



Die Welt braucht eigentlich nur diese obigen 3 Bücher von Dr. Gunter Bleibohm, dem so einzigartigen genialen Philosophen, der ganze Heerscharen von einfältigen „Denkern“ in den Schatten stellt. In loser Reihe möchte ich Zitate aus seinen Büchern bringen, die nicht leicht verdaulich sind, die aber im Gegensatz zu dem üblichen sonstigen Mummenschanz was an Philosophie den Menschen vorgesetzt wird, ungeschminkte und ungeschönte Realität sind.

Heute mal kein Zitat aus den Büchern von Dr. Gunter Bleibohm, sondern ein aktueller Text von ihm, der nicht nur die derzeitige Situation treffend beschreibt, aber besonders diese: 


Grundstruktur einer Meinungsdiktatur

Die Masse ist kaum interessiert an Fakten. Wissen sowie Bildung ist im Großen und Ganzen nur unterdurchschnittlich vorhanden. Die Aufnahme und Verarbeitung von Fakten ist mit Anstrengung verbunden und wird deshalb weitgehend gemieden. Einfachste Schlagworte ersetzen eigenes Denken, denn es „nimmt nicht den Geist, sondern die Mittelmäßigkeit in sich auf“ (Gustave Le Bon, Psychologie der Massen). Deshalb ist die Masse  primär und am leichtesten über Emotionen und eine Kollektivhalluzination erreichbar und steuerbar.

Um sie zu emotionalisieren muss ihr ein Feindbild durch die subtilen Methoden der Propaganda suggeriert werden mit dem Ziel, eine Aufteilung in gutes, d.h. zielkonformes und verwerfliches, d.h. hinterfragendes Denken zu bewirken.

Neben der Erzeugung des Feindbildes wird die Emotionalisierung mittels Hysteriebotschaften geschürt und existenzielle Angstgefühle erzeugt wie beispielsweise die Behauptung einer Kriegsgefahr, das Drohen schwerer Krankheit mit möglichem Tod, ökonomische und ökologische Katastrophen etc. Die Behauptungen münden regelmäßig  in Forderungen der Art: „wenn du das und das nicht tust, passiert das und das Schlimmes, was du in der Zukunft entsetzlich bereuen bzw. büßen musst.“

Zielkonformes Denken wird erreicht, indem die zu platzierende Botschaft des Weiteren mit einem vordergründig moralischen Postulat verknüpft wird, das dem Empfänger vermittelt, er stehe auf Seiten der guten, der wahren Sache. Das moralisch maskierte Postulat verschleiert immer den eigentlichen Zweck. Man vergesse deshalb nicht das ciceronische Wort „cui bono – wem nützt es?“!

Da der kritiklose Geist bei den „Guten“ sein will, werden ihm Schlagworte durch permanente Wiederholung auf allen Regierungs- und Medienkanälen mit dem Tenor suggeriert, dass man nur gut ist, wenn man überall und bei jeder Gelegenheit beispielsweise mantrahaft nachbetet „wir wollen schützen, bewahren, retten etc.“ .
Die Gegenargumentation wird automatisch erschwert, denn nur ein Unmensch, ein Feind des Guten und der Guten, will nicht „schützen, retten, bewahren etc.“. Die moralisch verbrämten Schlagworte sind situativ austauschbar und temporär abhängig von der verfolgten Zielvorstellung.

Wird die moralisch verklammerte Sache hinterfragt, analysiert und die vorgebliche Moralität ad absurdum geführt bzw. ihr wahrer Zweck, die eigentliche Zielrichtung entlarvt, würde die Sache der Guten in Gefahr geraten. Um eine Abweichung von der Zielvorstellung zu blockieren, wird die Minderheit der kritischen, der tiefer analysierenden Denker – und sie sind naturgemäß immer in der Minderheit - im Gegenzug mit Schlagworten belegt, die sowohl der Ausgrenzung dienen, aber auch den kleinen Geist des Gutmenschen von der speziellen Argumentation entlastet bzw. ganz befreit. Bewährte Worte sind in unserer Zeit Verschwörungstheoretiker, rechtsradikal, Nazi, menschenverachtend, fremdenfeindlich etc.

Bei dieser synchron abgestimmten Vorgehensweise, die vielfältig und permanent eingesetzt wird wie z.B. bei den Themen Klimawandel, Erderwärmung, Migration, Corona etc. geht es der Masse mangels eigener Urteilskraft in erster Linie nicht um das spezielle Thema, sondern um den Wunsch, auf der richtigen Seite, d.h. auf der Seite der Mehrheit, zu stehen.
Presse, Rundfunk und Fernsehen begleiten den Sterbegesang des freien Denkens zudem primär aus ökonomischen Gründen, denn sie sind in ihrer wirtschaftlichen Orientierung und Marktexistenz vom Mainstream, d.h.  vom Kaufverhalten und der Zustimmung der Masse tagtäglich abhängig.

Hat die gesteuerte Hysterie ihren Kulminationspunkt im Massenbewusstsein erreicht, tritt die Regierung, eine Organisation oder eine Führungsfigur als Erlöser auf den Plan und verkündet Maßnahmen, die man „leider“ gezwungen ist zu ergreifen, die aber der einzig gangbare Weg sind, das Problem abzuwenden. Die Massen danken dem Erlöser mit größter Zustimmung für die Rettung und akzeptieren bereitwillig, dass ihre Freiheitsrechte temporär ausgesetzt bzw. dauerhaft eingeschränkt werden. Der innere Wunsch nach klarer, straffer, konsequenter Führung, die einen Weg eindeutig vorschreibt, überwiegt das Freiheitsverlangen. Es sei daran erinnert, dass dies der Weg ist, den auch die monotheistischen Religionen viele Jahrhunderte erfolgreich bis heute beschreiten.

Und die Menschen freuen sich, dass sie wieder geführt wurden wie eine Herde und dass ihnen die furchtbare Gabe, die ihnen so viel Qual gebracht hatte, endlich vom Herzen genommen war“ schreibt Dostojewski in „Die Brüder Karamasow“ und meinte mit furchtbarer Gabe die Freiheit, die Freiheit des Geistes und des Denkens.

Die neue Führung hat sich durch den Erlösereffekt an die Spitze der Massen gestellt und hat bewirkt, dass die Einzelindividuen das Ziel freiwillig wollen, denken und anstreben, was sie im Sinne des Systems tun sollen. Sie beugen sich knechtisch vor dem neuen, starken Herrscher.

Nehmt uns die Freiheit aber führt uns und bewahrt uns vor der Gefahr“ lautet das Unterwerfungsbekenntnis des modernen Massenmenschen und er legt seine Freiheitsrechte sklavenhaft kriechend der neuen Herrschaftsclique zu Füßen, die hinter dem Illusionsvorhang der  Demokratie derweil ihre Machtbefugnisse zum Totalitären hin entwickelt.

21.6.2020       Dr. Gunter Bleibohm