Samstag, 9. Februar 2013

Ein alter Libby´s-Milch-Dosenöffner aus Holland



Im August vorigen Jahren schrieb ich einen Blogbeitrag über Libby´s Milch, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2012/08/altes-libbys-milch-die-sahnige.html . Blogleser Ed Sijmons aus den Niederlanden schickte mir gestern eine Email und ein Foto eines in seinem Besitz befindlichen Dosenöffners von Libby´s Milch. Ein interessantes Stück, vielen Dank, lieber Ed Sijmons! Die Leser die sich für derartige nostalgische Alltagsdinge interessieren, werden sich freuen so einen Öffner zu sehen.
Die Email:
hallo bernd,
beigeschlossen habe ich ein Bild van unser Milch-dose öffner van Libby's Milch.
mit freundlichen Grüssen,
ed sijmons, holland

Freitag, 8. Februar 2013

Müller-Werlau´s Traum von Sommer


Der Winter in Deutschland ist doch eine gar widerliche Zeit. Man wünscht sich sehnlichst den Sommer herbei, oder zu mindestens den Frühling, wenn er einigermaßen warm ist. Trösten kann da die Kunst, wie obiges Bild von Peter Paul Müller-Werlau (1866 - 1949) mit dem wunderbar leuchtenden Mohnfeld (es ist nicht Müller-Werlau´s einzigstes Mohnblumenbild) und den Blumen pflückenden jungen Mädchen mit ihren gelben Hüten, die kleinen Sonnen gleich das Bild erhellen - ein Traum von Sommer! Das Oelbild entstand um 1900, einer Zeit wo roter Klatschmohn eine beliebte Blume war und diese flachen Strohhüte waren damals sehr modern, sowohl für Damen wie auch für Herren.    

Mittwoch, 6. Februar 2013

Christa Borchert †






Christa Borchert ist tot - sie starb 77jährig vor ein paar Tagen! 

Christa Borchert war nicht nur eine Dessauer Schriftstellerin, sondern eine Institution in Dessau, besonders während der DDR-Zeit. Ihr Buchladen war nicht nur eine Buchhandlung für Kunstbücher und Kunstdrucke, sondern Treffpunkt der damaligen Kulturszene. Als Jugendlicher zog es mich mindestens einmal die Woche dort hin, selten um etwas zu kaufen, sondern um mit ihr zu fachsimpeln und mit den dort anwesenden Kunstfreunden interessante Gespräche zu führen. Damals machte ich meine ersten Schreib-und Malversuche und Christa Borchert half mir sehr meine Texte zu verbessern, nahm kein Blatt vor den Mund wenn ihr etwas gar nicht gefiel. 

Kein Wunder, daß ich den Kontakt zu ihr hielt als ich selbst in der Kultur beruflich Fuß gefaßt hatte. Als ich bei der LDZ war, schrieb ich mal einen kleinen Artikel über sie (1. Scan) und als ich dann Klubhausleiter wurde, lud ich sie zu Lesungen ein, so in das Klubhaus Törten, wo sie sich im Gästebuch verewigte (2. Scan). 

Von ihren Büchern gefiel mir „Ein Schiff mit Namen Esmeralda“ am besten, setzte sie doch darin ihrer Großmutter, zu der sie ein inniges Verhältnis hatte, ein literarisches Denkmal (Buchcover und Widmung, siehe 3. und 4. Scan). 

Leider sterben die gebildeten menschlichen Kulturinstitutionen Dessaus langsam weg. Es wäre auch die jetzige Zeit nicht mehr die Christa Borcherts gewesen, in der Kitsch und Einfältigkeit Triumphe feiern, die Masse sich allzu sehr von den Volksverblödungsmedien lenken läßt und Volk und Kultur nicht unis sind. 

Happy Birthday, Patrick Macnee !


                                              Happy Birthday, Patrick Macnee! 

Natürlich habe ich diese Geburtstagsgrüße heute auch in das Gästebuch von Patrick Macnee geschrieben (http://www.patrickmacnee.com/guestbook/index.php), wie ich auch schon mal vor einiger Zeit in sein Gästebuch schrieb und er freundlicherweise meinen Blog verlinkte, was mir neue Leser aus den USA und England einbrachte. 

Jeder kennt ihn in seiner Rolle als John Steed in der Kultserie „Mit Schirm, Charme und Melone“ als den typischsten Gentleman, so wie man sich einen solchen vorstellt, aber auch in späteren Charakterrollen war er als Schauspieler einmalig. Ich habe seine Filme immer gern gesehen, erst vor kurzem lief ja im Fernsehen „Die Seewölfe kommen“, wo Macnee mit anderen Größen des Filmgeschäfts, z.B. Roger Moore, brillierte. 

Am 6. Februar 1922 wurde er in London geboren, kann also heute seinen 91. Geburtstag feiern. Ich wünsche ihm noch viele gute Jahre. So wie ich werden viele seiner Fans an ihn denken.

Übrigens, für alle „Schirm, Charme und Melone“- Freunde: es gibt seit einiger Zeit eine Box mit 37 DVD´s (Gesamtedition), ebenso die 50th Anniversary Editions-Box mit 53 DVD´s, ein Muß für alle Fans.

Dienstag, 5. Februar 2013

Mein Urgroßvater Max Dennhardt und die Dessauer Central-Werkstatt




Es fielen mir heute weitere Fotos aus dem Nachlaß meines Urgroßvaters Max Dennhardt in die Hände, Grund die Fragmente von dem was mir über ihn überliefert wurde aufzuschreiben. 

Das obige Porträt des bekannten Dessauer Fotografenmeisters Theis zeigt meinen Urgroßvater als Pensionär im Jahre 1930. Eigentlich hatte er ein tragisches Leben gehabt, denn aus wohlhabender Familie stammend, wurde er im Alter von 3 Jahren zusammen mit seinem 10 Jahre älteren Bruder Vollwaise. Daß dieser Verlust ein ganzes Leben prägt, ist einleuchtend. Hinzu kam, daß sein 10 Jahre älterer Bruder von den Verwandten, welche die Vormundschaft hatten, immer vorgezogen wurde. Diese Verwandten hatten die beiden Jungs aufgenommen und verwalteten das nicht unbeträchtliche Vermögen welches die Eltern hinterlassen hatten. Man kann aber eher sagen, sie veruntreuten dieses Vermögen. Den Bruder von Max ließen die Vormünder noch studieren, bei Max war angeblich das Geld aufgebraucht und er wurde in eine Werkzeugmacherlehre geschickt, was Max nie verwinden konnte, zumal sein Bruder ein fideles Leben als Student geführt hatte und später eine Buchhandlung und einen Verlag aufmachte und ein paar weitere Unternehmen gründete, er relativ reich war, aber nie sich mehr um seinen kleinen Bruder kümmerte, auch später nicht. 

Unter großen Mühen mußte sich Max hocharbeiten, in einem Arbeits-Milieu was ihm als literarisch und musisch gebildeter Mensch eigentlich überhaupt nicht lag. Damals kostete eine Meisterausbildung viel Geld, und Facharbeiter konnten diese Ausbildung sich kaum leisten. Unter größten finanziellen Opfern absolvierte er dennoch eine Meisterausbildung und war jahrzehntelang in der Dessauer Central-Werkstatt Meister. Diese Central-Werkstatt (später Gasgerätewerk Dessau) war um 1900 ein Hort großer technischer Innovationen (siehe die obigen Reklamemarken mit den verschiedenen Produkten welche die Central-Werkstatt herstellte), an denen mein Urgroßvater seinen Anteil hatte, da er sehr oft bei den Tüfteleien der Ingenieure mit einbezogen war. 

Um 1900 waren die Löhne niedrig, durch das Können von Max aber, hatte er ein für damalige Verhältnisse sehr gutes Einkommen, so daß er ein schönes Haus in der Dessau-Ziebigker Schulstraße kaufen konnte und seine 8 Kinder die ihm seine Frau Anna, eine geborene Dolge, schenkte, mußten nicht hungern und sie konnten höhere Schulen besuchen, was damals ein finanzieller Kraftakt war, zumal an den höheren Schulen viel Wert auf gute Kleidung gelegt wurde. Alle Kleider für die Mädchen und sogar die Anzüge für die Jungen schneiderte meine Urgroßmuttter Anna selbst und dies so, daß sie von Schneidermeistern gefertigte Sachen nicht zu unterscheiden waren. Sie war überhaupt eine mehr als tüchtige Frau, die allein den Haushalt machte, ohne Personal, wie es damals eigentlich üblich war, d.h. die aufwändige Wäsche, den Garten, die Hühner und wie gesagt 8 Kinder am Halse hatte, mit Kochen, Putzen und allem was damit zusammenhing. Relativ jung starb sie an einem Schlaganfall, wahrscheinlich wegen dieser Überlastung. Ein Schicksalsschlag nach dem andern traf die Familie. Ein kleiner Albert starb mit 3 Jahren, und der zweite ebenfalls Albert genannte Junge wurde im Alter von 15 Jahren erschossen. Über diesen Fall, der damals in Dessau Stadtgespräch war, hatte ich ja schon einen Beitrag hier im Blog geschrieben, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2010/02/der-mord-meinem-onkel-albert-vor-90.html .

All dies verbitterte meinen Urgroßvater, zumal er auch noch 6.000 Goldmark, die er mühsam gespart hatte, nach 1918 durch die Geldentwertung vollkommen verloren hatte. Meine Mutter war in den Ferien oder zu Weihnachten viel bei meinem Urgroßvater und es gefiel ihr sehr gut bei ihm, obwohl er ein ganz schweigsamer Mensch war, der kaum mal ein Wort mit meiner Mutter oder seinen Töchtern sprach (eine seiner Töchter, die Schwester meiner Oma, meine Tante Therese, Rese genannt, führte ihm den Haushalt), Dies war allerdings schon Ende der 20er Jahre und Max ein Rentner mit guter Pension. In diesem Haushalt, wo kaum gesprochen werden durfte, wurde aber viel Radio gehört, so Sonntag früh immer das Hafenkonzert aus Hamburg, und es wurde viel gelesen, neben Büchern der Klassik, auch Illustrierte und besonders die Hefte der Reformbewegung, deren Anhänger Max war. 

Es wurde selbstverständlich auch von ihm im Reformhaus eingekauft. Dies geschah am Samstag Vormittag, wo er das Haus verließ, mit Hut, Stock und natürlich im Anzug mit Krawatte – mein Urgroßvater verließ privat nie das Haus leger angezogen, sondern immer nur mit Mantel, Hut, Anzug, Krawatte, Stock, Taschenuhr an der Goldkette, da war er sehr eigen – und es ging zu Fuß in die Stadt auf den Markt zu den dortigen Markthändlern, dann in das Reformhaus und anschließend in ein Lokal, wo er sich immer einen halben Liter Bier gönnte. Flaschenbier oder Lokalgänge sonst, lehnte er ab, so wie er es auch ablehnte Weihnachten und Ostern zu feiern, jedenfalls in der Zeit nach dem Tode seiner Frau. 

Und wie auch schon sein 15jähriger Sohn Albert leiden mußte, als er mit dem Tode rang und man dem armen Jungen in dem Krankenhaus der Anhaltischen Diakonissen-Anstalt kein Morphium gab (das einzigste wirksame Mittel damals gegen große Schmerzen), dieser schwer leiden mußte, währenddessen morphiumsüchtige Ärzte dort das Morphium für sich verbrauchten oder an „Kameraden“ verscherbelten, so erging es auch meinem Urgroßvater. Der ehemals massige Mann hatte Magenkrebs und war bis zum Skelett abgemagert. Wieder bekam auch er in dem Krankenhaus der Anhaltischen Diakonissen-Anstalt kein Morphium, obwohl er vor Schmerzen schrie, wie mir überliefert wurde. Man schickte ihn nach nur wenigen Tagen Klinikaufenthalt nach Hause, wo die vollkommen überforderten Töchter ihn pflegten bis er elendiglich starb, ohne eine wirksame Schmerztherapie. 

Die Anhaltische Diakonissen-Anstalt war berüchtigt für ihre Hartherzigkeit, angefangen von der Unmenschlichkeit in ihrem Kindergarten, siehe dazu auch meinen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2008/07/die-trostlose-kindheit-meiner-mutter.html, bis hin zu ihrem Klassendenken, wo nur sehr reiche Bürger oder eifrige Kirchgänger gut behandelt wurden, aber andere Bürger nicht. Obwohl mein Urgroßvater Kirchensteuerzahler war, ging er nie in die Kirche, da er als Reformanhänger auch Freidenker war, und solche Leute ließ die damalige Kirche das spüren, so durch Verweigerung notwendiger Medikamentengabe in ihrem Krankenhaus. Die Weimarer Zeit war also durchaus keine humane Zeit, ganz im Gegenteil. Was man der Ehrlichkeit halber erwähnen muß, das ist, daß erst die Nazis der Korruption, der Klassenmedizin und der Bevorzugung von Kirchgängern in dem Krankenhaus der Anhaltischen Diakonissen-Anstalt ein Ende setzten. Wie mir früher meine Tante Therese erzählte, war es ab Mitte der 30er Jahre dort anders, es bekam nun jeder die notwendige Behandlung, nachdem damalige NS-Stellen dem Morphiummißbrauch für Nichtkranke ein Ende gesetzt hatten und den kirchlichen Einfluß eingeschränkt hatten. 

So ewig lange ist mein Urgroßvater nun tot, sein Grab und das seiner Frau aufgrund der pietätlosen deutschen Friedhofsordnungen längst eingeebnet, aber eine seiner Rosen, die er 1885 (!) pflanzte, die lebt immer noch, sie erfreut mich in meinem Garten, d.h. ein damals abgetrennter Ableger, siehe:
http://barrynoa.blogspot.de/2008/06/es-ist-rosenzeit.html
http://barrynoa.blogspot.de/2011/07/aus-alter-zeit-rose-und-glas-von-1885.html   
http://barrynoa.blogspot.de/2012/06/meine-127jahrige-alte-englische-rose.html  

Sonntag, 3. Februar 2013

Erinnerungsstücke an meinen Urgroßvater Max





Ich mußte schmunzeln, wie doch Leute über Ratten denken, insbesondere meine lieben als Haustiere gehaltenen Ratten, siehe hier im Blog die verschiedensten Beiträge. Wie bekannt, betreibe ich seit vielen Jahren das Deutsche-Witu-Archiv (viele Beiträge hier im Blog oder bei deutsche-schutzgebiete.de zu finden). Zwei Kolonialforscher besuchten mich heute, d.h. sie waren zum Mittagessen (natürlich vegetarisch) eingeladen. Durch meine Beiträge im Blog waren sie der Meinung sie kämen in ein proletenhaftes Haus und sie müßten mit den Ratten an einem Tisch speisen und wie mir Herr von Z. vorhin lachend sagte, waren sie sehr skeptisch bei mir zu Mittag zu essen, da sie Ratten eigentlich gar nicht mochten. 

Nun, dies sei auch anderen abgeschreckten Besuchern gesagt, die Ratten kommen nur in zwei bestimmte Zimmer und eines davon ist mein Büro/Computer/Rattenzimmer, alle anderen Zimmer sind rattenfrei! Und wer meine Ratten nicht zu sehen wünscht, dem dränge ich sie keinesfalls auf. Außerdem schlafen diese am Tage, sind nachtaktiv. 

Die beiden Herren hatten eine ganz andere Vorstellung von mir, als ich sie in mein altes Arbeitszimmer führte, welches gleichzeitig auch Speisezimmer ist, und waren mehr als beruhigt. Das Erstaunen war aus anderem Grunde groß, da sie meinten, daß ich dort wie ein Herr vor 100 Jahren lebe. Das könnte teilweise hinkommen, denn dort steht neben anderen alten Möbeln auch mein alter Schreibsekretär, an dem ich allerdings kaum noch arbeite, da ja nun fast alles am Computer gemacht wird und ich so gut wie keine Briefe mehr schreibe oder Manuskripte handschriftlich verfasse, aber von den alten Sachen kann ich mich trotzdem nicht trennen, sind sie doch teilweise mit meinen Vorfahren verbunden und der Lebensstil den man in so einem alten Zimmer pflegen kann ist ein ganz anderer als in einem der Moderne. 

Wie bekannt, war mein Urgroßvater Max, der Cousin der Gebrüder Denhardt, der Kolonialherren von Deutsch-Wituland, und schon deshalb, aber nicht nur deshalb, hänge ich an den wenigen Erinnerungsstücken meines Urgroßvaters, den ich verständlicherweise nie kennen gelernt habe. Was nun die beiden Herren sehr erstaunte, das war, daß ich Sachen meines Urgroßvaters immer noch im praktischen Leben nutze, so seinen Stock (mit einem wunderbaren Silberknauf im Jugendstil), wenn ich, wie  ab und an geschehen, mit der Bandscheibe habe, oder natürlich Urgroßvaters Jugendstilleuchter mit den Libellen als Griff, den ich seit Jahrzehnten nutze, oder das Lorgnon, welches sehr praktisch ist, da man es aufklappen kann und man damit in großer Vergrößerung lesen kann, oder wie bei den beiden Fotos oben, Einzelheiten auf einem Foto erkennen will. Ich finde es großartig, daß diese Dinge immer noch nutzbar sind, so eine Qualität haben, die moderne Dinge niemals mehr haben werden, in über 100 Jahren immer noch nutzbar zu sein. 

Herr von Z. war so begeistert von dieser praktischen Nostalgie, daß er ein paar Schnappschüsse von mir und diesen alten Dingen an meinem Sekretär machte, siehe oben. Als Erinnerung an meinen Urgroßvater und für die Leser des Blogs, zusätzlich ein Foto meines Urgroßvaters mit seinem Sohn Albert, meinen Uronkel (der später von einem Nazi ermordet wurde, hier im Blog ebenfalls zu lesen), meiner Großmutter Gertrud (stehend) und meiner Urgroßmutter Anna (rechts sitzend).  

Stand der Diskussion um die Mißstände bei der Dessauer Tafel



2,50 Euro - Tafelfreuden

Gestern hatte ich einen Link zu einem beachtenswerten Beitrag in einem bekannten Dessauer Tierschutz-Forum gesetzt, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2013/02/ein-interessanter-forenbeitrag-bei.html . Diesem Beitrag von Ralf Herholz stimme ich zu, außer in einem! Herholz schreibt über die Stadt Dessau-Roßlau: ... aber mit ein paar Euro die Tafel zu subventionieren, - NEIN, das ist nicht drin....Nun, Herholz, wird die Mißstände bei der Dessauer Tafel nicht kennen, auch nicht, daß die gar kein Geld zusätzlich brauchen, denn kaum jemand der Normalbürger kann sich vorstellen wie dort gewirtschaftet wird und wie dort die Tafelkunden finanziell abgezockt werden, dazu noch einem in Gutsherrenmanier agierenden cholerischen Tafelchef ausgesetzt sind. Hier im Blog habe ich ja schon mal ein paar Beiträge aus gegebenem Anlaß geschrieben, siehe:


Kaum ein Normalbürger kann sich auch vorstellen, daß die Dessauer Tafel soviel Geld hat, daß sie selbst auch an andere reichlich spenden kann, so z.B. 1000,- Euro für eine Schulbücherei etc. Kein Wunder wenn man bedenkt, daß die Kunden 2,50 Euro für eine kleine Kiste Obst-und-Gemüse-Abfälle der Supermärkte zahlen müssen und z.B. für eine Pizza 50 Cent, für eine Konservenbüchse 50 Cent, und, und, und.... (bei den meisten Tafeln in Deutschland gibt es diese Abzocke nicht, in Saarbrücken z.B. nur 1,- Euro und kein Extrabezahlen von weiteren Sachen). Da kommt schön was bei der Dessauer Tafel an Einnahmen im Monat zusammen, 24.000,- Euro sind da nicht unrealistisch. Personal braucht man auch nicht bezahlen, da sind über den Verein „Wir mit Euch“ (eine mehr als zwielichtige Konstellation, Anstellungen in einem sozialen Verein über einen anderen sozialen Verein vornehmen zu lassen) 10 Arbeitskräfte angestellt und jede Menge Hilfsarbeiter hat die Tafel auch durch von der Justiz zugewiesene Strafstundenableister. 

Zusätzliches Geld braucht die reiche Dessauer Tafel von der Stadt Dessau gewiß nicht, aber dringend notwendig wäre seitens der Stadt den Tafeloberen mal tüchtig auf die Finger zu klopfen, denn meine bescheidenen Blogbeiträge zeigten nur die Spitze des Eisberges oder besser gesagt nur die Oberfläche des tiefen Sumpfes. Dies zeigte die Diskussion bei der MZ bei Facebook, da kamen Dinge zutage, daß es einen nur grauste über die dortigen Mißstände. Damit  meine ich nicht die alten Kamellen vor ein paar Jahren wo Tafelverantwortliche sich tüchtig unrechtmäßig bereicherten, wo es dann dieses bekannte Gerichtsverfahren gab, nein es ging um Zustände der jüngeren Zeit. 

Dem Lügenblatt MZ wurde die Sache zu heiß, da sie parteiisch vorher für die Tafel Partei ergriffen hatte und auf einmal war die gesamte Diskussion bei MZ-Facebook weg. Was für ein Schmierenblatt diese MZ, dagegen ist die Bild-Zeitung ein sehr seriöses Blatt. Zum Glück gab es dann noch die Diskussion bei dem bekannten Hartz-IV-Forum, siehe: http://hartz.info/index.php?topic=56549.0 , wo Dinge zutage kamen, das einem die Haare zu Berge stehen müssen, siehe die Berichte von einem HaltMal, der früher bei der Tafel gearbeitet hatte (ab der Diskussionsseite 16 bei http://hartz.info/index.php?topic=56549.0 ). 

Ja und der Stand bis heute? Man vertuscht weiter, dies in trauter Dreisamkeit: Tafel, MZ, Stadtverwaltung in der Person des sich ahnungslos gebenden Sozialdezernenten. In Köln nennt man so ein Verhalten Klüngelei, bei alten DDR-Funktionären angekommen in der Bundesrepublik, Seilschaften, na und wie man in Süditalien die Bezeichnung lautet, wenn von einem gewissen Milieu bis in die Politik und Stadtverwaltungen hinein alles gut „funktioniert“, dies weiß ein jeder. 

Daß die Diskussion vom Admin des Hartz-IV-Forums abgebrochen werden mußte, ist schade, war aber dringend notwendig. So kamen Typen in das Forum die mit eindeutigen Falschmeldungen Stimmung für die Tafel machen wollten, so z.B. ein gewisser Ornis (Nickname). Das geht natürlich nicht, daß sich hinter Pseudonymen versteckt wird und dann Personen wissentlich mit Falschinformationen unglaubwürdig gemacht werden. Da das der Fall war, mußte die Diskussion geschlossen werden. Die Diskussion in der Bevölkerung allerdings hält an, denn verdummen kann die Bevölkerung nicht mal das Lügenblatt MZ, dazu gibt es noch zu viele Bürger die aus DDR-Zeiten wissen was sie von der Meinungsmache der Presse zu halten haben.