Sonntag, 17. November 2019

Bundesdeutsches Regierungs-Panoptikum, jede Woche neu!

Sagenhaft, was so aus Berlin von Seiten unserer Obrigkeit kommt. Man kann nur mit dem Kopf schütteln!

Mal nur drei Beispiele der letzten Woche:

7 Millionen Euro für Moscheen in Deutschland aus dem Bundeshaushalt!

Mit einem Pilotprojekt soll drei Jahre lang die Arbeit von Moscheen in Deutschland gefördert werden. Dafür stehen 7 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, daß sich die Moscheen stärker in die Gesellschaft vor Ort einbringen. "Wir wollen helfen, daß sich die muslimischen Gemeinden stärker öffnen für die Aktivitäten und Angebote in ihrem jeweiligen kommunalen Umfeld", sagte Seehofer in Berlin.

Fotografieren unter Röcke oder ins Dekolleté jetzt Straftat!

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der heimliches Fotografieren unter den Rock hart bestraft. Bisher war das keine Straftat. Das änderte die Bundesregierung jetzt per Gesetz. Das Bundeskabinett hat an diesem Mittwoch einen Gesetzentwurf gegen sogenanntes Upskirting beschlossen. Gleiches gilt für unerwünschtes Fotografieren ins Dekolleté. Vorbild ist Großbritannien, das Land wo einst der Minirock entstand und in den 60er Jahren Millionen von Frauen im Minirock herum liefen und wo bei bestimmten Posen ihre Unterwäsche zu sehen war. Kein Mensch nahm daran Anstoß, ganz im Gegenteil.
Wer in Großbritannien Frauen jetzt unter den Rock fotografiert, muß künftig mit bis zu zwei Jahren Haft rechnen. Wieviel freiheitlicher ging es doch da noch in der DDR zu!

Vizekanzler Scholz (SPD) will reine Männervereine bestrafen!  

Vizekanzler und Finanzminister Scholz (SPD) will reinen Männer-Vereinen Gemeinnützigkeit entziehen.

Scholz (zukünftiger SPD-Vorsitzender?) will, daß reine Männer-Vereine nicht den Status einer gemeinnützigen Organisation erhalten. "Vereine, die grundsätzlich keine Frauen aufnehmen, sind aus meiner Sicht nicht gemeinnützig“, so Scholz!

Seit vielen hunderten Jahren gibt es z.B. reine Männergesangsvereine. Wenn die nun in Zukunft keine Frauen aufnehmen, dann ist es vorbei mit deren Gemeinnützigkeit und der finanzielle Ruin steht ihnen bevor. Ebenso ist es mit Knabenchören, vorbei dieses alte Kulturgut, wenn aus ihnen nun ein gemischter Chor werden muß. Dieser Genderwahnsinn wird der SPD schaden, noch weniger Menschen werden so eine Partei wählen. 

Wie ist es aber mit dem Katholischen Frauenbund oder den Frauenselbsthilfegruppen, Herr Scholz? Müssen die nun auch Männer aufnehmen? Oder halten Sie es da nicht mit der Gleichberechtigung? Was ist aber mit dem 3. Geschlecht, wo für diese Gruppe schon in Grundschulen extra Toiletten gebaut werden müssen?

Samstag, 16. November 2019

BRD-Regierung macht 2 Milliarden Euro locker zur weiteren Unterdrückung von Schülern


Die Große Koalition will einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule einführen. Erste Maßnahmen dafür sind dieser Tage auf den Weg gebracht.

Sinn und Zweck dieser Ganztagsbeeinflussung schon von Grundschülern ist, sie zu untertänigen Staatsbürgern zu erziehen. Schon im Kaiserreich erkannte man den Wert der Schule für die Herausbildung von unmündigen gehorsamen Bürgern: „Wer eine Schule besucht, der macht später keine Revolution!

Die Regierung hofft, durch Ganztags-Indoktrination in Schulen eine Jugend heran zu ziehen, die im Sinne der kapitalistischen Klassengesellschaft funktioniert. Jugendliche Aufmüpfigkeit wird jetzt schon geschickt systemkonform kanalisiert, siehe die "Fridays-for-future"-Bewegung, so daß echte revolutionäre Jugendbewegungen, wie die der "Gelbwesten" gar nicht erst entstehen, ein Ergebnis der Indoktrination in den Schulen. 

Allerdings erzeugt Druck auch Gegendruck, der sich derzeit allerdings nur in Ausbrüchen von Gewalt von Schülern gegen Mitschüler und Lehrer artikuliert, alles eine Folge der permanenten Unterdrückung in einem System wo immer weniger individuelle Freiheitsräume für Kinder und Jugendliche bestehen. Wer Wind sät, wird eventuell Sturm ernten und die Büttel dieses Systems, die Lehrer, sollten sich vorsehen, den Bogen nicht zu überspannen, um später nicht mal unkontrolliertem Aufstand der Schüler zum Opfer zu fallen.

Ab 2025 soll jedes Grundschulkind einen Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung haben. Das Bundeskabinett hat dafür in einem ersten Schritt die Einrichtung eines Sondervermögens in Höhe von zwei Milliarden Euro beschlossen.

Ein Beitrag im Fernsehen über französische Kinder die niemals je im Leben eine Schule besucht haben und gerade deshalb heute intelligenter sind als andere und es im Leben es zu etwas gebracht haben, der hat mir einen völlig neuen Horizont eröffnet. Bisher war ich der Meinung, daß natürlich die bourgeoise Schule größten Schaden anrichtet und nur selbstbestimmtes Lernen in alternativen Schulformen, wie der Freien Schule Hamburg oder ähnlicher Projekte, wo die Schüler selbst bestimmen können was, wie und wann sie lernen, das einzig Richtige sei, siehe dazu meine Blogbeiträge: 

http://barrynoa.blogspot.de/2011/04/freiheitliche-schule-kontra.html und 

http://barrynoa.blogspot.de/2014/01/die-antiautoritare-neue-schule-hamburg_12.html

aber daß es das allerbeste für ein Kind ist, überhaupt keine Schule zu besuchen, das wurde mir erst durch diesen Fernsehbeitrag bei dem österreichischen Sender „Servus TV“ klar.

Es leuchtet ein, denn wenn die Wissenschaft feststellte, daß 98 % der Kinder vor der Beschulung als hochintelligent einzustufen sind und nach dem Ende der Schulzeit es nur noch 2 % sind, dann muß das zu denken geben. 

In Frankreich gibt es ja diese preußische Schulpflicht wie in Deutschland nicht, dort ist es möglich, daß sich Kinder frei entwickeln können, wenn es denn die Eltern wollen und sie nicht zu einem Schulbesuch zwingen. Das seit Kaisers Zeiten, und schon davor, schon immer unfreiheitliche Deutschland will von einem natürlichen freiheitlichen Aufwachsen von Kindern nichts wissen, sondern ganz im Gegenteil, es wird gerade jetzt ganz massiv von allen möglichen reaktionären Seiten sogar die kasernierte Erziehung in Kinderkrippen, in Kindergärten und Ganztagsschulen vorangetrieben. Gut, daß es noch ein paar Länder gibt, wo dieser deutsche Ungeist nicht vorherrscht.

Dazu passend, dieser Video-Beitrag "Leben ohne Schulbildung- Der Mann der nie zur Schule ging und nur spielte":

http://www.focus.de/panorama/videos/leben-ohne-schulbildung-der-mann-der-nie-zur-schule-ging-und-nur-spielte_id_3550997.html





Was libertäre Kräfte verstärkt auf der Agenda haben sollten, das ist, gegen den deutschen gesetzlichen Schulzwang, die sogenannte Schulpflicht zu kämpfen. Hätte ich Kinder, würde ich auf keinen Fall in Deutschland bleiben und meine Kinder der deutschen Schule, oder gar den Kinderkrippen und Kindergärten ausliefern, da hielte mich nichts in dem Land, welches an der von Adolf Hitler 1938 eingeführten Schulpflicht festhält, ja diese auf Ganztagsschule ausweitet. Jetzt schon sind Pläne vorhanden, sogar eine Kindergartenpflicht einzuführen. An solche unfreiheitlichen Zwangsmaßnahmen hatten sich noch nicht einmal die NSDAP und die SED heran getraut.  

200 Gründe gegen die Schulpflicht:


https://freiebildung.wordpress.com/die-alte-1000sunny/200-grunde-gegen-die-schulpflicht

Freitag, 15. November 2019

Schönheit des Novembergartens

Man sollte mit dem zufrieden sein, was man hat. So ist es auch mit den Jahreszeiten - Jammern über den grauen November, das ist Unsinn, denn dieser Monat ist weder zu heiß, daß man es vor Hitze nicht aushalten kann, noch zu kalt, daß man es vor klirrender Kälte nicht aushält. 

Natürlich wird man ein wenig wehmütig, wenn man in den Garten schaut, aber desto mehr freut man sich über kleine Farbtupfer, so ein Zweig mit Rosenknospen, wo ich hoffe, daß die Knospen noch erblühen. 

Und dann das weiße Meer der Knallerbsensträucher. Sind die weißen Knallerbsen nicht eine Augenweide? 

Ja, und dann die einsame Ringelblume, die da golden wie die Sonne strahlt, die erfreut mich jetzt mehr als ein großer Strauß an Sommerblumen, ist sie doch von selber aufgegangen. so wie sich das in einem naturbelassenen Garten gehört, wo ein menschlicher Gärtner nur ein Störfaktor ist.






Lumpenproleten ohne Klassenbewußtsein

Gestern telefonierte ich lange mit einem Mitglied der Tierbefreiungsszene, der sich für ein großes Paket mit veganen Waren sehr herzlich bedankte, Waren die ein Supermarkt mangels Nachfrage nicht verkaufen konnte und die sonst vernichtet worden wären. Eigentlich war das Paket für jemanden anderen bestimmt gewesen, aber in letzter Minute zeigte dieser Typ sein wahres Gesicht, das Gesicht eines Charakterlumpen und wüsten Pöblers.

In diesem Gespräch ging es auch, aber nicht nur, um diesen Typen, den der Tierbefreier treffend charakterisierte: Lumpenprolet ohne Klassenbewußtsein. Er führte auch ein Beispiel seines Wohnungsnachbarn an, der auch zu dieser Kategorie gehört. Dieser Mann ist kurz über 60, Hartz-IV-Empfänger und AfD-Fan, spendet auch für diese Partei. Diesen Lumpenproleten (nicht damit gemeint, daß dieser Typ Lumpen anhätte, sondern ein Lump ist)  interessiert absolut nicht, daß die AfD gegen das Konzept der eingeschränkten Soliabschaffung im Bundestag gestimmt hat, da die AfD nicht will, daß sehr Reiche weiterhin den Soli bezahlen müssen. Diese unsoziale Partei setzt sich also für diese geschätzten 6,5 % der Bevölkerung ein, die wegen ihres Reichtums weiterhin den Soli bezahlen müssen und fordert die Abschaffung des Soli auch für diese Reichen.

Mein Bekannter kann auch nur über diesen Lumpenproleten den Kopf schütteln, der im Haus mächtig über die Partei „Die Linke“ hetzt, die Partei, die für die Grundrente, die jetzt beschlossen worden ist, nicht 35 Beitragsjahre fordert, sondern nur 25 Jahre und die für alle anderen Grundsicherungsempfänger einen Monatsbetrag von 1000 Euro fordert. Mein Bekannter fragte den Lumpenproleten, wieviel Beitragsjahre er denn hätte und die Antwort waren: 27 Jahre. Daß „seine“ AfD für solche Typen, Langzeitarbeitslose, Hilfsarbeiter etc. nichts über hat, scheint diesen Mann nicht zu kümmern, auch nicht, daß die nicht mal eine Grundrente mit 35 Jahren befürworten, geschweige denn, daß von denen zu erwarten ist, daß sie Verbesserungen für Hartz-IV-Empfänger und Sozialhilfeempfänger wollen, ganz im Gegenteil. 

Da spendet dieser Typ von seinem Hartz-IV-Geld nun noch für die AfD, wie verkommen kann man denn nur sein, einer Partei, die gegen die Interessen seiner eigenen Klasse handelt und das ziemlich extrem, noch extremer als es die bürgerlichen Parteien eh schon tun, sogar noch die FDP darin übertreffend.

Bei all dem mußte ich an den dummen Obdachlosen in den 1990er Jahren denken, der FDP wählte, weil er Genscher so gut fand, obwohl diese Partei gerade für Obdachlose am wenigsten über hatte. Aber ich mußte auch an einen erzgebirgischen Pseudo-Tierschützer denken, der als Arbeitsloser Mitglied der CDU wurde und der heute als Sozialempfänger in seinem Blog Propaganda von rechten Seiten veröffentlicht, die sehr AfD-lastig sind, einer AfD, die gerade nicht die Interessen der unteren Klasse vertritt und die der Tierrechte schon gar nicht. Einen klassenbewußten Proletarier würde solches nicht passieren, aber natürlich entwurzelten Lumpenproleten. Darin war ich mir mit meinem Telefongegenüber einig. 

Lumpenproletariat, Definition, Auszug aus Wikipedia:

„Der Begriff Lumpenproletariat wurde von Karl Marx geprägt und bezeichnet jene Vielfalt an Menschen mit unterschiedlicher Klassenherkunft, insbesondere jedoch Proletarier die auf das unterste Ende der Gesellschaft herabgestiegen sind oder aus ihm stammen und keiner typischen Lohnarbeit nachgehen. Politisch sind sie für Marx aufgrund ihrer Lebenslage oftmals unzuverlässig, passiv und reaktionär.

Im Kommunistischen Manifest beschrieben Marx/Engels die subproletarischen Gruppen als „passive Verfaulung der untersten Schichten der alten Gesellschaft“. Wenn sie auch in der von den Autoren erwarteten proletarischen Revolution „stellenweise in die Bewegung hineingeschleudert“ werden würden, so würden sie doch ihrer ganzen Lebenslage nach „bereitwilliger sein, sich zu reaktionären Umtrieben erkaufen zu lassen“. Als „Mobilgarde“ der Reaktion sah Marx im Lumpenproletariat eine Gefahr. Dass sich das in seiner Zusammensetzung sehr heterogene „Lumpenproletariat“ nicht wie die Industriearbeiterschaft organisieren lasse, ein geringes Bewusstsein seiner Interessenlage habe und offen für Bestechung durch den Klassengegner sei, sah man in der Arbeiterbewegung als Problem.“

Donnerstag, 14. November 2019

Eine "Freundin der Natur" stellt eine Frage

Da ich nicht mehr auf Wolfgang Herrmanns Blog kommentiere, aber von einer dortigen Kommentatorin direkt angesprochen wurde, werde ich ihr hier antworten. 

Eigentlich brauchte man dieser Kommentatorin nicht antworten, da sie auf dem Blog des Wolfgang Herrmann nur unter Nicknamen schreibt, die auch noch dauernd wechseln: Freundin der Natur, Naturfreundin, Tierfreundin

Nun es sei ihr nachgesehen, da sie wahrscheinlich nicht möchte, daß das ihre Nachbarschaft etc. mitbekommt, daß sie im rechten Herrmann-Blog schreibt. Eventuell hat es ihr auch Angst gemacht, daß Tierbefreier, den im Blog des Herrmann sehr präsenten Ulrich Dittmann als rechts einstuften, auf der Seite „Nazis und Tierrechte“: 
https://www.tierbefreiungsoffensive-saar.de/literatur/colin-goldner/nazis-und-tierrechte/

Daraus:
Seit geraumer Zeit versuchen Neonazis, in der Tierrechts- und Veganszene Fuß zu fassen. Sie tauchen auf Aktionstagen und Demos auf, verteilen Flugblätter, lassen sich in ihren Publikationsorganen zu entsprechenden Themen aus. Die Zielrichtung ist klar: mit Tierschutzrhetorik konnte schon einmal Sympathie quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten gewonnen und insofern verdeckte Propagandaarbeit geleistet werden. In der Tat basiert das Interesse, das Neonazis, vor allem die Jungen Nationaldemokraten (Jugendorganisation der NPD), seit einiger Zeit an Tierrechten und an Veganismus zeigen, auf durchaus historischem Vorbild: Denn in der Tat präsentierte sich eine ganze Reihe an Nazi-Größen, Hitler vorneweg, ausdrücklich als Tierschützer.

2014 wurde Ulrich Dittmann erwähnt! Ganz weit unten das Foto mit Harald von Fehr und der Unabhängigen Tierschutz-Union, dann diese Zeilen:

Mitgezeichnet wurde der Artikel von Ulrich Dittmann, seinerzeit Vorsitzender des „Arbeitskreises für humanen Tierschutz”, der, wie auch von Fehrs „Tierschutz-Union“ der UL-apologetischen „Allianz für Tierrechte“ zugehörte (ob er heute noch dazugehört, ist nicht bekannt). Über meine vor Jahren schon vorgetragene Kritik am braunen Rand der Tierrechtsbewegung schrieb Dittmann (neben Ausfällen gegen mich persönlich): 

Keinesfalls dürfen wir uns durch wichtigtuerische selbsternannte „Tierrechtler“, die außer geistiger Umweltverschmutzung und Profilierungsneurosen nichts aufzuweisen haben, kostbare Zeit stehlen lassen die wir für ernsthafte Tierschutzarbeit so dringend benötigen.“ 

Keineswegs, so Dittmann in grotesker Umkehrung der tatsächlichen Verhältnisse, sei die Szene von rechts unterwandert, vielmehr werde sie von linken Ideologen für die eigenen politischen Interessen missbraucht. Der „Rennsteigbote“, in dem von Fehr und Dittmann publizierten, wird, für jedermann erkennbar, von der Thüringer NPD bzw. dem NPD-Kreisverband Gotha herausgegeben.

Mich allerdings hat die Einschätzung der Tierbefreier des Dittmann nicht daran gehindert auf dem Blog des Wolfgang Herrmann unter meinem richtigen Namen zu kommentieren. Warum sollte ich nicht auf einem Blog kommentieren, wo Leute präsent sind, die in NPD-Blättern schrieben? Man kann doch Kontra geben, allerdings nur solange man dort kommentieren darf.

Das muß man aushalten, wie Kanzler Schröder meinte: „Wer sich vor Hitze scheut, der darf nicht in einer Küche arbeiten“.

Am 11.11.2019 schrieb also die "Freundin der Natur" im Herrmann-Blog: 

Bernd Nowack sprach vom „Klassenfeind“ und meinte Niki? Das verstehe ich nicht.
Von welchen Klassen spricht Bernd Nowack? Glaubt er wirklich, dass Die Linke seine Interessen vertritt?...


Mit Niki meint sie den rechten Propagandisten Neverforgetniki, der von Wolfgang Herrmann in seinen Blogbeiträgen über den grünen Klee gelobt wird, dies obwohl er selbst auf seine Frage an diesen „Niki“, wie er denn zum Tierschutz stehen würde, nie eine Antwort bekam und er darüber sehr empört war. Hermann: „Da ist er bei mir unten durch!“. 

Warum sollte auch dieser „Niki“ zum Tierschutz Stellung nehmen, ein Typ, der sich darüber aufregte, daß es Stimmen gibt, die Fleisch teurer machen wollen und der alles das nachpapelt, was die AfD vorgibt und bekanntlich ist die AfD die tierfeindlichste Partei im Bundestag, was allerdings Typen die vorgeben Tierschützer zu sein, nicht davon abhält Propaganda für diese Partei zu machen?

Ich empfehle der Fragestellerin diesen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.com/2019/10/kritisches-zu-dem-propagandisten_28.html, dort kann man sich ein Interview der rechtsradikalen Seite epoch-times ansehen, wo dieser Neverforgetniki sich selbst politisch einordnet: Strauß-Verehrer, Bosbach-Verehrer, konservativ, bürgerlich, also eindeutig auf der Seite des Klassenfeindes stehend. 

Wieso jemand überhaupt erstaunt ist, daß ein „Niki“ ein Klassenfeind sein soll, ist wahrscheinlich nur der Unkenntnis in Gesellschaftswissenschaften zuzuschreiben. Es soll ja immer noch Menschen geben, die noch nie etwas von Klassen in der kapitalistischen Gesellschaft gehört haben, was der kapitalistischen Klasse sehr in den Kram paßt.

Daß dieser „Niki“ auf der Seite der kapitalistischen Klasse steht, und da noch auf der äußersten Rechten, zieht sich wie ein roter Faden durch alle seine Videos, zuletzt mal wieder zur Rentenfrage. Er stellt überhaupt nicht das kapitalistische Rentensystem infrage, sieht alle Schuld an der Altersarmut bei den Ausgaben für Flüchtlinge. Weder greift er die Pensionen an, wo jemand der nur 5 Jahre gearbeitet hat, eine Mindestpension von 1.800 Euro bekommt, noch, daß es bei den Renten allein um ein Umlagesystem handelt, welches vor allem von den Arbeitnehmern finanziert wird. 

Er ist schon deshalb ein Klassenfeind, weil er eine sozialistische Einheitsrente ablehnt, so wie sie in der kommunistischen Volksrepublik Albanien bestand. Auch eine Enteignung der privaten Betriebe, Voraussetzung für eine gerechte Gesellschaft, dies wird man bei ihm vergeblich finden, da er voll das kapitalistische System propagiert. 

Daß die Partei „Die Linke“ nur halbherzig die Klasseninteressen der ausgebeuteten Menschen vertritt, das ist klar, dazu ist diese Partei viel zu sehr bourgeois eingestellt. Wer allerdings bei Linkssein an die Partei „Die Linke“ denkt, dem ist nicht zu helfen, der hat nicht erkannt, was es mit dem Klassensystem im Kapitalismus auf sich hat, derjenige kann mit solchen Begrifflichkeiten nichts anfangen, derjenige steht da, wie die Kuh vorm neuen Tor. Was hilft dagegen? Erst mal den Klassiker Marx studieren und wenn dann im Oberstübchen Klarheit herrscht, auch mal weiterführende gesellschaftswissenschaftliche Literatur.




Mittwoch, 13. November 2019

Der "Tierschützer" Wolfgang Herrmann: Erst kommt das Fressen, dann die Moral (Brecht)

Wenn es Herbst wird, dann versuchen natürlich Mäuse ins Haus zu kommen um den Winter im Warmen zu verbringen. Das geht natürlich nicht, denn Mäuse sind Nager und würden alles zernagen. Wogegen ich nichts habe, daß sie im vom Haus ca. 25 Meter entfernten Hühnerstall Unterschlupf finden. Dort finden sie Wasser und Futter und die Hühner haben nichts gegen Mäuse, wenn sie denn nicht übermäßig sind.



Gestern war mal wieder eine kleine Maus in der Falle gelandet. Niedlich schaute sie mich an, siehe Fotos. Wenn ich daran denke, daß dieses kleine Wesen in einer Schnappfalle gelandet wäre, die in vielen Fällen nur die Beinchen einklemmt und sie sich stundenlang, ja tagelang, quälen muß oder daß sie einen sinnlosen Tod sterben mußte, nur weil ich statt einer Lebendfalle ein solches Folterinstrument hingestellt hätte, wird mir schlecht. Nein, in einer Lebendfalle wird eine Maus genau so sicher gefangen, wie in einer Schnappfalle und sie kann dann weiter leben, ausgesetzt in die Freiheit im Garten. 



All das interessiert Tierfeinde nicht, sie kaufen weiterhin Schnappfallen und stellen sie auf und kontrollieren sie nicht mal täglich, so daß ein verletztes eingeklemmtes Tier sich tagelang quälen muß.

Das alles weiß der Tierschutz-Blogbetreiber Wolfgang Herrmann aus Jöhstadt und trotzdem fuhr er den Typen, bei dem er Fahrdienste und Hilfsarbeiten verrichtet, zu einem Händler, wo dieser Schnappfallen kaufte. Anstatt diesen Typen aus dem Auto zu komplettieren und zu Fuß nach Hause laufen zu lassen, fuhr er ihn nach Hause. Ob Mäuse in den Folterinstrumenten sich tagelang quälten, das fragte Herrmann nicht nach, auch nicht als dieser Typ tagelang im Krankenhaus lag. Soweit geht die Tierliebe des Herrmann eben doch nicht, sich für Mäuse einzusetzen.

Auf sein Fahrgeschäft und die sonstigen Dienstleistungen, wie Friedhofsarbeit und Brennholz hoch tragen, will ein Herrmann zugunsten von Tieren nicht verzichten!

Wenn es ums eigene Geld geht, da hört bei Wolfgang Herrmann die in seinem Blog zur Schau gestellte Tierliebe leider auf.

Wolfgang Herrmann! Ich fordere Dich auf, verlange von diesem Herrn, daß er die Schnappfallen wegschmeißt und Lebendfallen aufstellt! Sei endlich mal ein Tierschützer auch im wirklichen Leben und nicht nur im virtuellen und kündige ihm die Arbeit, wenn er das nicht macht. 

Kannst Du das mit Deinem Gewissen vereinbaren für so einen Typen zu arbeiten, wo in dessen Haus solche Folterinstrumente aufgestellt sind, wo Du andauernd in diesem Haus tätig bist, allein schon beim Heizmaterial die Treppen herauf tragend? Schon sehr bezeichnend, sich nicht mal zu trauen, den Typen anzusprechen, ob er noch lebende, sich quälende Tiere in den Fallen hat und ob er nicht doch auf Lebendfallen umsteigen möchte. 

Wirkliche Tierschützer als "Abschaum" zu bezeichnen und wirkliche Tierquäler bei ihrer Tierquälerei indirekt durch Unterlassung zu unterstützen, zeugt von einem miesen Charakter, besonders von jemandem der nach Außen hin den Tierschützer mimt. 



Ein Künstler, den ich mag, ist Richard Müller. Auch den kleinsten Lebewesen zollte er Achtung und eine kleine Maus war es ihm Wert in einer zauberhaften Radierung verewigt zu werden. Dieses Blatt erwarb ich zu DDR-Zeiten. Mehr zu Richard Müller, siehe hier:

http://barrynoa.blogspot.com/2011/06/altes-richard-muller-1874-1954.html


Ein liebes anhängliches Tier, meine liebe Ratte Jecki, damals befreit aus Qualhaltung. Schreibtisch-Tierschützer machen das nicht, Tiere aus Qualhaltung, Tierlaboren etc. aufzunehmen. Sie heulen lieber in Internetblogs über das Leid der Tiere. Wenn es aber darum geht, solche armen Tiere aufzunehmen, dann lehnen sie ab. 



Dienstag, 12. November 2019

Der Jöhstädter Wolfgang Herrmann ein vorbildlicher Natur-und Tierschützer?

Zu diesem Blogbeitrag: 

http://barrynoa.blogspot.com/2019/11/zum-heutigen-urteil-des.html 

bekam ich drei Meinungsäußerungen von Stammlesern meines Blogs, die einen falschen Eindruck vermittelt bekamen, den ich heute korrigieren möchte. 

Also, lieber Herr Wahl, lieber Boris und werte Frau Bringezu, Ihre Vermutung war falsch!

Es ging um folgende Zeilen in meinem Blogbeitrag:

Ein Natur-und Tierfreund wurde von einem Jobcenter verdonnert an einer 1-Euro-Job-Maßnahme teilzunehmen. Ein halbes Jahr sollte er in einer Grünanlagen-Brigade Hecken raus reißen. Als Natur-und Tierfreund wußte er, daß er mit so einer Arbeit wichtige Heimstätten von Kleintieren und Nestgelegenheiten von Vögeln vernichten würde. Er lehnte diese Natur-und Tierfrevel-Arbeit ab und prompt bekam er vom Jobcenter eine Sanktion mit einer Geldkürzung.

Alle drei Stammleser waren der Meinung, mit dem „Natur-und-Tierfreund“ wäre doch wohl Herr Wolfgang Herrmann aus Jöhstadt gemeint, da ich kurz vorher mit ihm eine Diskussion hatte und er auf seinem Blog berichtet hatte, daß er viele Jahre (Jahrzehnte!) arbeitslos gewesen sei. 

Das ist leider nicht der Fall, daß Herr Herrmann eine Maßnahme wegen Natur-und Tierschutzbedenken ausgeschlagen hätte! Bis auf die letzten Jahre, seitdem er einen Blog betreibt, hatte sich Hermann bekanntermaßen und zugegeben nie für Natur-und-Tierschutz interessiert und hätte damals wohl nie eine solche Maßnahme abgelehnt. Fakt ist, daß er sehr gut mit dem damaligen Bürgermeister von Jöhstadt konnte, wahrscheinlich wegen Herrmanns Systemtreue als CDU-Mitglied, und deshalb immer mal wieder eine gut bezahlte ABM bei der Stadt Jöhstadt bekam und da waren es immer Stellen im grünen Arbeitsbereich, also auch Hecken roden und beschneiden etc. 

Wenn es um den eigenen Vorteil ging, hätte Herrmann wohl so eine Tätigkeit nicht abgelehnt, hätte er doch dann eventuell eine finanzielle Kürzung vom Amt hinnehmen müssen und weitere einträgliche ABM wären in weite Ferne gerückt.
Wieso allerdings gleich drei Leser meines Blogs zu der irrigen Annahme kommen konnten, mit dem Herrn wäre Wolfgang Herrmann gemeint, ist mir ein Rätsel. 

Wahrscheinlich erweckt Herrmann auf seinem Blog den Eindruck eines konsequenten Natur-und-Tierschützers. Aber dem ist nicht so, weil Theorie und Praxis weit auseinander klaffen, wie bei vielen Internet-Tierschützern, die Krokodilstränen über die Tierqualen weinen, aber die noch nie ein einziges Tier aus einem Tier-KZ oder Tier-Labor bei sich aufgenommen haben. Wie oft hatte ich Herrmann ob seines Gartens angezählt, doch dort mal ein paar Sträucher anzupflanzen, die Nahrung und Unterschlupf für Wildtiere und Vögel bieten, ohne Erfolg. Bis zuletzt blieb sein Garten ein natur-und tierfeindlicher Rasen. Ich redete mir am Telefon den Mund fusselig, ohne Erfolg. Herrmann blieb stur, nicht mal eine Vogeltränke richtete er ein. Warum auch? Mit einem Tierschutzblog im Internet konnte man doch viel mehr Anerkennung bei den Menschen erzielen als mit der tatsächlichen praktischen Hilfe für Tiere. 

Der Begriff „Schreibtisch-Tierschützer“ trifft auf derartige Menschen gut zu und von denen gibt es eine ganze Menge, also nicht nur Wolfgang Herrmann ist einer davon.

Montag, 11. November 2019

Ulrich Dittmann, ein Tierschützer oder doch nur ein rechter Hetzer?

Auf dem „Tierschutzblog“ des Wolfgang Herrmann aus Jöhstadt kommentierte Ulrich Dittmann zu dem Blogbeitrag:
https://wolodja51.wordpress.com/2019/11/08/merkel-verballert-1-000-000-000-euro-steuergelder-in-indien/comment-page-1/#comment-12216

Dittmann hetzte mal wieder gegen Merkel und die Altparteien („die das Land ausmergelnde Merkel und ihre willigen Polit-Lakaien der CDU/CSU/SPD/FDP/LINKE/GRÜNE-Fraktion“)
und all seine Worte blieben stehen (lol), auch wenn er die „Meinungszensur“ beschwor: „Als Zuchtrute dienen Denkverbot, Gesinnungdiktatur und Meinungszensur.

Was sich Dittmann wünscht, das wird bei diesen Sätzen klar: 

Zwar haben bei der letzten Bundestagswahl über 6 Millionen die „Deutschlandschutzpartei“ AFD gewählt. Aber solange die MASSE(!) der Deutsch-Michl nicht aufwacht, wird sich an diesen traurigen Fakten nichts ändern.

Eindeutiger kann man nicht für die AfD werben! Nun steht es jedem Bürger zu Sympathie für die AfD zu haben, aber wer sich selbst als Tierschützer darstellt und auf einer "Tierschutzseite" schreibt, der muß wissen, daß er damit die Tiere verrät. Denn eines ist klar, unter den derzeitigen Bundestagsparteien ist die AfD diejenige Partei die am tierfeindlichsten ist. 

Wenn also Dittmann von einer „Deutschlandschutzpartei“ schwärmt, so ist das seine Sache, Tierschützer hingegen wollen eine „Tierschutzpartei“. Spätestens seit der Ablehnung der AfD der geringen Verbesserungen für Nutztiere um deren schlimmes Los zu erleichtern, da ist jedem Tierschützer klar geworden, daß die AfD die Partei ist, die für Tierschutz am wenigsten über hat. Als einzigste Bundestagspartei stellte sie sich auf die Seite der Tierausbeuter und unterstützte deren Ablehnung der Tierwohlverbesserungen. Ganz hysterisch reagierte die AfD auf den Plan der Regierung die Nutztierbestände in Norddeutschland in den nächsten Jahrzehnten zu halbieren. Damit wäre Millionen von armen Nutztieren ein elendes Leben erspart. Wer sich als Tierschützer ausgibt und weiter für die AfD wirbt, macht sich mitschuldig an der Tierqual.

Das Agrarpaket der Bundesregierung, das den Landwirten einen geringeren Verbrauch von Düngemitteln und Insektiziden auferlegt und durch Reduzierung der Bewirtschaftung zum Naturschutz, etwa dem Schutz der Bienenbestände, verpflichtet, auch dieses Paket wird von der AfD abgelehnt, dies obwohl ein Umkehren dringend nötig ist, denn sonst werden auch die letzten Insektenbestände bald verschwunden sein. Unverhohlen bekennen sich die Abgeordneten der AfD zu Glyphosat, wohl wissend, daß damit die gesamte Insektenwelt auf den Feldern vernichtet wird. 

Eine Partei, die mit Flyern für den Abschuß von Wölfen wirbt, kann doch nicht ernsthaft von einem „Tierschützer“ als Alternative zu den Altparteien beworben werden.

Nein, ein Tierschützer ist dieser Ulrich Dittmann nicht, auch wenn er sich hunderte Male gegen das Schächten aussprach. Daß ein Blogbetreiber Wolfgang Herrmann unwidersprochen diesen Kommentar stehen läßt, wo er sonst so gern Kontra-Kommentare abgibt, läßt die Abhängigkeit von der „grauen Eminenz“ Dittmann erkennen. Herrmann wird Dittmann nicht widersprechen, denn sonst könnte es vorbei sein mit diversen Zuwendungen und eine neuerliche Einladung zu einem kostenlosen schönen Urlaub in den alten Bundesländern würde dann wohl auch wegfallen. Wie heißt es doch so schön: „Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

Leidtragende sind die Tiere, die von solchen „Tierschützern“ verraten werden!     

Sonntag, 10. November 2019

Edler weißer Rohrzucker


Zucker ist nicht gleich Zucker, finde ich! Also mir schmeckt weißer Rohrzucker besser als Zuckerrüben-Zucker. Ob dies bloß Einbildung ist? Ich glaube nicht! 

Derzeit werden bei Edeka immer noch deutsche Erdbeeren angeboten und dies Anfang November. Die sind sehr klein, aber bekanntlich schmecken kleine Erdbeeren besser als große und mit weißem Rohrzucker schmecken mir diese Erdbeeren einfach köstlich, 

Nun gibt es ja noch den braunen Rohrzucker, der ist mir allerdings nicht so lieblich wie der weiße. Weißen Rohrzucker gibt es auch in hübschen kleinen Blechbüchsen von "Havana Club", eine edle Sache, siehe oberstes Foto. Allerdings ist der preisliche Unterschied zum normalen Haushaltszucker nicht unerheblich. Aber man gönnt sich ja sonst nichts und essen sollte man was einem schmeckt und nicht mit dem Geld geizen. 


   

Samstag, 9. November 2019

Libellen: beliebtes Insekt des Jugendstils


Daß im Jugendstil (um 1900) die Seerose die beliebteste Blume war, ist bekannt. Weniger bekannt ist, daß auch ein Insekt sehr beliebt war: die Libelle! Auf Postkarten, auf Kleinkunstwerken, überall wurde sie abgebildet. In meinem Besitz sind nur ein paar Postkarten (siehe eine davon in obigem Scan) und zwei Objekte mit Abbildungen von Libellen: eine Schale mit einer Mohnblüte und einer Libelle (siehe diverse Fotos)



und ein Kerzenleuchter mit zwei Libellen. Letzterer ist noch von meinem Urgroßvater Max, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2013/02/erinnerungsstucke-meinen-urgrovater-max.html





Auch im wirklichen Leben mag ich Libellen und ich tue mein möglichstes um Libellen in meinem Garten eine Heimstatt zu bieten. Darum ist auch die seltene Libellenart „Grüne Keiljungfer“ bei mir, bzw. an meinem Teich, zuhause, siehe nachfolgende Fotos.







Freitag, 8. November 2019

Edles Jugendstilglas, 3. Teil


Aller guten Dinge sind drei! Mein drittes Jugendstilglas ist eine Vase mit dem Dekor von zwei Vögeln. Die Vase stammt von der französischen Manufaktur "Daum Fréres", Nancy. Auch diese Vase nutze ich als Blumenvase, wie man auf den Fotos sehen kann.



Donnerstag, 7. November 2019

Edles Jugendstilglas, 2. Teil


Auf einem meiner Bücherschränke, siehe oberstes Foto, steht, neben anderen Dingen, auch eine Jugendstilschale, ein Jugendstilglas von dreien.



Die Glasschale stammt aus den Vereinigten Lausitzer Glaswerken Weißwasser (Arsall) um 1900. Sie ist zwar nur einfarbig, aber je nach Licht leuchtet sie entweder golden oder ist beigefarbig. Hält man sie etwas schräg, bemerkt man die feine Lüstrierung, die mit der besonderen Herstellung des Glases zu tun hat. 



Wenn auch Arsall-Glas nicht an Gallé heran kommt, so war dieses deutsche Jugendstilglas dennoch stilbildend in der Zeit um 1900.    

Mittwoch, 6. November 2019

Edles Jugendstilglas, 1. Teil

Ich begeisterte mich erst spät, ab Ende der 1970er Jahre, für Jugendstilglas. Angeregt wurde ich durch die Sammlerin Hilde Rakebrand, siehe Foto, die damals eine große Sammlung an Jugendstilgläsern vorweisen konnte. 



Frau Rakebrand, damals schon hoch betagt, war nicht nur Sammlerin, sondern auch eine profunde Kennerin von Jugendstilglas und ihr ist es mit zu verdanken, daß das Jugendstilglas aus der Ecke des Kunsthandwerks geholt wurde und zur Kunst erhoben wurde, nicht zuletzt durch die Publikation „Jugendstilglas“, wo große Teile der Sammlung Rakebrand gezeigt und kunstwissenschaftlich erläutert wurden, siehe Scan. 



Dementsprechend waren ab Ende der 1970er Jahre die Preise für derartiges Glas sehr hoch. Also ich konnte mir damals kein Gallé-Glas für etliche tausend Mark leisten und außerdem kam man in der DDR auch kaum an hochwertige Jugendstilgläser heran. Trotzdem ich mich bemühte, gelang es mir nur an 3 Jugendstilgläser heran zu kommen und auch da war kein einziges Gallé-Glas darunter. Aber auch die 3 Jugendstilgläser nicht ganz so berühmter Hersteller machten mir immer viel Freude.

So gefällt mir bis heute die in nachfolgenden Fotos zu sehende kleine Vase der nicht unbedeutenden Manufaktur von „Johann Loetz, Witwe“ aus Klostermühle, die auch bei mir in Nutzung ist, siehe derzeit mit herbstlichen Astern. Ich finde, die Vase macht sich ganz gut auf meinem Barockschrank unter einem Pietro Barucci-Bild, neben einer Gründerzeit-Kaminuhr und einem Biedermeierglas. So einen Stilmix liebe ich, auch wenn das nicht jedermanns Sache ist. 




Dienstag, 5. November 2019

Zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den faschistoiden HartzIV-Sanktionen

Cartoon: Barry Noa (Bernd Nowack)


Endlich einmal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts welches himmelschreiendes faschistoides Unrecht im Schandland Bundesrepublik Deutschland mit sofortiger Wirkung aufhebt. 

Es ist sehr selten, daß das Bundesverfassungsgericht ein Urteil mit sofortiger Wirkung spricht, denn ansonsten wird der Regierung Zeit für Gesetzesänderungen gegeben. 

Das BVG stellte eindeutig fest, daß Sanktionen für Hartz-IV-Empfänger, die eine Kürzung der Grundsicherung um 60 % oder gar 100 % nebst Streichung der Zahlungen für Miete und Heizung aussprechen, gegen den Artikel 1 des Grundgesetzes verstoßen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Es ist eine Schande, daß erst das BVG kommen mußte um eine verfassungswidrige faschistoide Gesetzgebung zu Fall zu bringen. Die Regierung selbst und die sie tragenden volksfeindlichen Parteien beharrten auf der menschenfeindlichen Praxis und dies schon viele Jahre lang, seit der rot/grünen Regierung unter Schröder mit der Verabschiedung der menschenfeindlichen Hartz-Gesetzgebung, die auch später von CDU/CSU und FDP verteidigt wurde. Von den im Bundestag vertretenden Parteien setzte sich allein die Partei „Die Linke“ für Sanktionsfreiheit ein. Auch die AfD war in dieser Beziehung faschistoid und menschenfeindlich, was den jetzigen Wählern zu denken geben sollte.

Jetzt werden die Büttel des verfassungsfeindlichen und die Würde des Menschen schwer verletzenden bisherigen Systems in den Jobcentern „abkotzen“, da es ihnen schwerer gemacht wird, das Volk mit selbstherrlichen und willkürlichen Kürzungen der Grundsicherung zu schikanieren, welche betroffene Menschen in die Obdachlosigkeit und in den Hunger getrieben haben, denn wer um 100 % gekürzt wurde, der war Hunger und Wohnungslosigkeit ausgeliefert. Aber diese Büttel im öffentlichen Dienst und die Systempolitiker werden sich bestimmt wieder etwas neues ausdenken um ihr schändliches Tun weiter fortführen zu können, darum ist Wachsamkeit geboten.

Was leider nicht berührt wurde bei dem Gerichtsurteil, da es nicht Gegenstand der Klage war, waren die Sanktionen für unter 25jährige, die weiter bestehen bleiben, also Sanktionen bis hin zu 100%iger Kürzung und dies schon bei geringsten Anlässen, die von den Bütteln in den Jobcentern selbstherrlich und willkürlich verhängt werden können.

Also noch ist Schlandland ein Schandland, trotzdem Dank dem Bundesverfassungsgericht!

PS zu der Partei „Die Linke“:

Wenn sich diese Partei auch für Sanktionsfreiheit im Hartz-System ausspricht, so ist ihr Verhalten zu den Bütteln des Systems im öffentlichen Dienst volksfeindlich. So hält diese Partei enge Kontakte zur Gewerkschaft „Verdi“, der Interessenvertreterin der Angestellten im öffentlichen Dienst, die als hochbezahlte Büttel des Staates die Menschen knechten. Widerlich, die Grußworte des Linken-Vorsitzenden Riexinger an den neuen Vorsitzenden dieser schändlichen Gewerkschaft.

PS zu Sanktionen:

Nur zwei Bespiele, wie jemand zu Sanktionen kommt:
Ein Natur-und Tierfreund wurde von einem Jobcenter verdonnert an einer 1-Euro-Job-Maßnahme teilzunehmen. Ein halbes Jahr sollte er in einer Grünanlagen-Brigade Hecken raus reißen. Als Natur-und Tierfreund wußte er, daß er mit so einer Arbeit wichtige Heimstätten von Kleintieren und Nestgelegenheiten von Vögeln vernichten würde. Er lehnte diese Natur-und Tierfrevel-Arbeit ab und prompt bekam er vom Jobcenter eine Sanktion mit einer Geldkürzung.

2. Beispiel: 
Ähnlich erging es eine Hartz-IV-Bezieherin, die in einer 1-Euro-Werkstatt Vogelkästen zimmern sollte. Die Leitung dieser Werkstatt ordnete an, daß die Nistkästen mit schädlichen Holzschutzmitteln gestrichen werden sollten. Wie so oft, werden solche Maßnahmen von mehr als dummen Menschen geleitet, die auch noch horrende Summen vom Amt für ihr Tun bekommen. Während alle anderen (auch viele Dumme) in der Brigade dies brav machten, weigerte sich die Tierfreundin dies zu tun und sie wies auf die Gefährlichkeit dieses Holzschutzmittels hin, welches Vögel krank macht - ohne Erfolg! Sie verlies diese schändliche Maßnahme und bekam prompt eine Sanktion mit Geldkürzung vom Jobcenter.

Darum! Alle Sanktionen und sinnlosen und schädlichen Maßnahmen abschaffen, dies wäre dringend geboten. Es fehlt eine alternative Partei in Deutschland, die „Alternative für Deutschland“ ist diese Partei allerdings nicht, ganz im Gegenteil: tierfeindlich und unsozial!

Antiquitäten aus dem Besitz von Antoinette von Anhalt (1885-1963), 4. Teil


Antoinette von Anhalt als Kind, Tochter des anhaltischen Erbprinzen Leopold (1855-1886) und seiner Gattin Elisabeth von Hessen (1861-1955) ,geboren im Dessauer Schloß Georgium am 3.3.1885, gestorben in Dessau am 3.4.1963, verheiratet in Dessau am 26.5.1909 mit Prinz Friedrich zu Schaumburg-Lippe (30.1.1868 - 12.12.1945), 2 Kinder (Leopold, 1910-2006 und Wilhelm, 1911-1938)



Ein weiteres Stück aus dem ehemaligen Besitz der Prinzessin Antoinette von Anhalt ist eine Porzellandose mit Messingmontur. Auf den ersten Blick meint man ein Stück um 1750 vor sich zu haben, was aber nicht stimmt. Diese Dose stammt aus der französischen  Porzellanmanufaktur Edmé Samson und wurde um 1850 hergestellt. 

Samson ahmte berühmte Manufakturen, wie Meissen, nach und da kann man sich oft täuschen, zumal die Stücke exzellent hergestellt wurden und Meissen kaum nachstanden. Auch die Miniaturmalerei ist sehr präzise und aufwendig, wie man bei dieser Dose sehen kann. Nicht nur die Deckelseite ist sehr fein gemalt, sondern auch die Seite mit der kleinen Landschaft mit dem Baum. 

Sehr viele Arbeitsstunden stecken in so einer Dose, heute wäre das unbezahlbar. Schaut man sich an, was so eine alte Dose heute auf dem Kunstmarkt kostet, ist man erschrocken, wie unterbezahlt solche Arbeiten werden. Vor 20-40 Jahren war das noch ganz anders. Da wurden für solche Stücke ein mehrfaches von heute bezahlt. 


Montag, 4. November 2019

Antiquitäten aus dem Besitz von Antoinette von Anhalt (1885-1963), 3. Teil


Antoinette von Anhalt als Kind, Tochter des anhaltischen Erbprinzen Leopold (1855-1886) und seiner Gattin Elisabeth von Hessen (1861-1955) ,geboren im Dessauer Schloß Georgium am 3.3.1885, gestorben in Dessau am 3.4.1963, verheiratet in Dessau am 26.5.1909 mit Prinz Friedrich zu Schaumburg-Lippe (30.1.1868 - 12.12.1945), 2 Kinder (Leopold, 1910-2006 und Wilhelm, 1911-1938)


Bei mir zuhause beim Besuch des französischen Filmemachers Guillaume Podrovnik  (http://www.podrovnik.com), siehe: http://barrynoa.blogspot.com/2014/06/heute-bei-mir-im-haus-ein-fernsehteam.html, über dem Kopf von Podrovnik an der Wand das besagte Bild



Das einzigste Landschaftsbild welches die Prinzessin Antoinette retten konnte, war obiges. Die Prinzessin liebte den Kühnauer Landschaftspark sehr, war er doch fußläufig vom Georgium zu erreichen und ein Idyll, dem Wörlitzer Park ebenbürtig, aber weit weniger bekannt. Das lag auch daran, daß das Kühnauer Schloß von dem Bruder des Fürsten Franz, Albert, bewohnt war und das Wörlitzer Schloß vom Fürsten selbst. Außerdem war Albert ein Außenseiter, der nicht so recht sich dem anhaltischen Hof angepaßt hatte, aber dies ist ein anderes Kapitel. 

Das Landschaftsbild um 1750 gemalt, zeigt den Kühnauer See mit Blick auf die Fischerinsel mit der Fischerhütte wie sie um 1750 bestand, ein wundervolles Bild, welches die Prinzessin sehr schätzte. Es ist dem russischen Stadtkommandanten zu danken, daß sie es behalten durfte, da ansonsten alle anderen Bilder, und das waren viele, rigoros ihr weggenommen wurden. 

Der russische Stadtkommandant Romanjuk war ein sehr kulturvoller Mensch und menschlich, ganz im Gegensatz zu den deutschen Kommunisten, die mit entscheiden konnten, was die Prinzessin bei ihrem Auszug (Rauswurf) aus dem Schloß mitnehmen durfte. Wie mir Frau Timmling berichtete, waren diese Typen gar nicht begeistert, daß der Stadtkommandant ihr einige Sachen ließ, aber sie mußten sich dem beugen. Wer diese Typen waren, war der Prinzessin nicht bekannt, denn sie hatten sich nicht vorgestellt, typisch für Menschen ohne gute Umgangsformen. Die beiden Russen sollen ihre Namen genannt haben und waren höflich zu ihr, während die Dessauer Kommunisten laufend gepöbelt haben sollen. Kein Wunder, wie "der Herre so sein Gescherre", waren doch die deutschen Kommunistenführer nach 1945 -Pieck, Ulbricht, Honecker - auch Menschen primitiver Art und überhaupt nicht mit dem durch und durch gebildeten und kulturvollen albanischen Kommunistenführer Enver Hoxha zu vergleichen.  

Sonntag, 3. November 2019

Antiquitäten aus dem Besitz von Antoinette von Anhalt (1885-1963), 2. Teil



Antoinette von Anhalt als Kind, Tochter des anhaltischen Erbprinzen Leopold (1855-1886) und seiner Gattin Elisabeth von Hessen (1861-1955) ,geboren im Dessauer Schloß Georgium am 3.3.1885, gestorben in Dessau am 3.4.1963, verheiratet in Dessau am 26.5.1909 mit Prinz Friedrich zu Schaumburg-Lippe (30.1.1868 - 12.12.1945), 2 Kinder (Leopold, 1910-2006 und Wilhelm, 1911-1938)


Eduard Prinz von Anhalt (links), das Oberhaupt der Askanier im angeregten Gespräch mit mir (rechts) vor dem Tabaks-Collegium des Schlosses Oranienbaum. Es ging um Geschichten um seine Tante, die Prinzessin Antoinette von Anhalt. Wenngleich mich gesellschaftspolitisch vom Prinzen Welten trennen, so schätze ich an ihm doch seine große Allgemeinbildung und sein gutes Benehmen. Ehemalige SED-Genossen oder jetzige „Linke“ sind dagegen meistens primitiv, haben keine Kultur und sind sehr oft Charakterlumpen. Wahrscheinlich ist ihre familiäre Herkunft (Proleten-oder Bauern-Milieu) Schuld daran, frei nach dem alten Spruch: „Der Bauer bleibt ein Bauer, wird ihm auch Purpur angetan“.



Ein weiteres Stück aus dem ehemaligen Besitz der Prinzessin Antoinette von Anhalt (1885-1963) ist eine massiv silberne Schnupftabakdose um 1750 (Rokokozeit), passend zu obigem Foto des Prinzen Eduard und mir vor dem Oranienbaumer Tabaks-Collegium: Schnupftabaksdose! Außer Pflanzengerank ziert ein kleiner knieender Engel (Putto) die Dose, eine typische Szene in dieser Zeit auf Bildern, Porzellan, oder wie hier: Silber. 



Samstag, 2. November 2019

Antiquitäten aus dem Besitz von Antoinette von Anhalt (1885-1963), 1. Teil

Antoinette von Anhalt als Kind, Tochter des anhaltischen Erbprinzen Leopold (1855-1886) und seiner Gattin Elisabeth von Hessen (1861-1955) ,geboren im Dessauer Schloß Georgium am 3.3.1885, gestorben in Dessau am 3.4.1963, verheiratet in Dessau am 26.5.1909 mit Prinz Friedrich zu Schaumburg-Lippe (30.1.1868 - 12.12.1945), 2 Kinder (Leopold, 1910-2006 und Wilhelm, 1911-1938)

Die Kunsthistorikerin Charlotte Timmling und meine Wenigkeit, damals Privatsekretär von ihr

Wie ich schon in einem früheren Posting schrieb, war ich einige Zeit Privatsekretär der Kunstwissenschaftlerin Charlotte Timmling, der Gattin des Malers, Kunsthistorikers und Lyrikers Walter Timmling. Ich lernte Charlotte Timmling erst nach dem Tod der Prinzessin Antoinette von Anhalt kennen, bin daher der Prinzessin nie persönlich begegnet, auch als Kind nicht, obwohl dies gut möglich gewesen wäre, denn die Prinzessin wohnte in Dessau in Nachbarschaft von Frau Timmling in der Mainstraße in Dessau-Ziebigk und ich nur ein paar Straßen entfernt. 

Frau Timmling war eine enge Freundin der Prinzessin, die im Nebenhaus in äußerst ärmlichen Verhältnissen lebte. 1945 wurde sie regelrecht aus dem Schloß Georgium geschmissen und nur wenige Sachen durfte sie damals mitnehmen, alles andere wurde enteignet. Mit einem Handwagen zog sie in eine kleine Wohnung nur wenige Meter vom Schloß Georgium entfernt, in die Mainstraße in Dessau-Ziebigk. 

Sie hatte noch Glück, daß der russische Kommandant ein feiner Mensch war, der ihr gestattete Bücher, einige Möbel und einige wenige Antiquitäten mitzunehmen. Er stellte zwei Soldaten zum Schutz der Prinzessin. Hätten die Russen sie nicht geschützt, wäre der Mob über ihre Habseligkeiten hergefallen, denn anfänglich drangen Deutsche in das Schloß ein und zerschlugen etliches an historischem Porzellan. Diesen Pöbel führten Dessauer Kommunisten an, Typen, die kaum Repressalien in der NS-Zeit zu erleiden hatten, da sie sich den NS-Herrschern angepaßt hatten, die aber bei den Russen vorstellig wurden und sich als Opfer ausgaben und darauf hinwiesen, daß sie vor 1933 Mitglied der KPD gewesen waren. 

Nun war es in Dessau leider so, daß die kommunistische Szene von primitiven grobschlächtigen Proleten bestimmt war, die keinen Sinn für Kunst und Kulturerbe besaßen. Doch dieser „rote“ Mob hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht, sinnlose Zerstörungen ließen die Russen unter Oberst Romanjuk nicht zu. Mit Pöbel wollte er kein neues Dessau aufbauen. Trotzdem hatten diese Typen Einfluß darauf was die Prinzessin im Handwagen mitnehmen durfte. So berichtete sie, daß zwei deutsche Kommunisten und zwei russische Soldaten (Offiziere?) die Sachen kontrollierten und die zwei Dessauer Kommunisten amüsierten sich über den „Plunder“, den die Prinzessin mitnehmen wollte und gaben ihr okay. Diese ungebildeten kulturlosen Typen sahen z.B. antikes Porzellan als wertlos an und amüsierten sich über die „olle Prinzessin“ und ihren „Plunder“. Einer dieser Typen soll geäußert haben, daß er solch Zeug nur für den Polterabend benutzen würde, zum zerschlagen. 

Diese Kulturlosigkeit konnte man noch einige Jahre nach Kriegsende bemerken, so hängten die Dessau-Mosigkauer Bauern wertvolle alte Meister aus dem Schloß Mosigkau mal an die Bäume des Schloßparks, rein aus Gaudi. Dies war zu der Zeit als im Schloß Mosigkau eine „Schule für Erziehungshelferinnen“ dort ihr Unwesen trieb. Erst 1951 wurde der Kulturlosigkeit Einhalt geboten und Schloß Mosigkau zum Museum ernannt und die Schule mußte aus den Räumen weichen.

Eine Rente wurde der Prinzessin nicht gezahlt, auch Sozialhilfe oder etwas ähnliches bekam sie nicht vom Staat. Wäre sie nicht von Freunden wie Dr. Popp oder Frau Timmling und der Kirche unterstützt worden, wäre sie verhungert. Die Prinzessin Antoinette war eine tüchtige Frau, sie war sehr gebildet, aber hatte keinen Standesdünkel. Um zu existieren tapezierte und malerte sie sogar in der Nachbarschaft die Wohnungen gegen ein kleines Salär, wie mir Frau Timmling glaubhaft berichtete. Diese inhumane Behandlung einer Frau die sich nichts hatte zuschulden kommen lassen, war kein Ruhmesblatt der neuen Machthaber nach 1945. Deren Enteignung der großen Güter und Besitzungen des Adels war zwar prinzipiell richtig im Sinne des Aufbaus einer sozialistischen Gesellschaft, aber diese persönliche Schikane, mit der Absicht die physische Existenz eines Menschen zu vernichten, war verachtenswert und inhuman.

Frau Timmling kaufte ihr im Laufe der Zeit die meisten der Antiquitäten ab, damit die Prinzessin überleben konnte. Ich wiederum kaufte Charlotte Timmling einige der Dinge ab, da sie im hohen Alter sich von diesen trennen wollte.

In einer kleinen Reihe möchte ich diese kleinen Antiquitäten vorstellen, die ihren besonderen Reiz darin haben, aus dem Besitz der Prinzessin zu stammen.


   
Mein Lieblingsstück aus dem früheren Besitz der Prinzessin Antoinette ist eine kleine Porzellanschale von 1780 aus der französischen Porzellanmanufaktur Sèvres, der besten Porzellanmanufaktur Frankreichs in dieser Zeit. Der Sockel besteht aus drei Delphinen. Man muß dazu wissen, daß der französische Thronfolger als Dauphin (Delphin) bezeichnet wurde. Die Schale selbst ziert ein wundervoller Vogel, natürlich handgemalt, wie alles Porzellan in dieser Zeit. Auch wenn ich die Provenienz nicht kennen würde, würde ich dieses Stück trotzdem ehren, ist es doch ein kleines ausgewogenes Kunstwerk, schlicht im Stile Louis-Seize (vorrevolutionärer Klassizismus), ohne pompösen Schnickschnack und darum edel.