Donnerstag, 4. Dezember 2014

1990: Interview des Zukunftsforschers Robert Jungk mit dem Sexualwissenschaftler Prof. Dr. Ernest Borneman zur Sexualpolitik in der Zukunft

Leider existert seit einiger Zeit die Seite der Weltloge Tanatra nicht mehr, auf der nachfolgender Beitrag mit Scans von Armin von Bodenhausen stand. Ich hatte mir Kopien gemacht und da ich denke, da dieser Beitrag gerade jetzt wieder aktuell ist, veröffentliche ich ihn hier noch einmal. Erstaunt bin ich, daß Professor Ernest Borneman 1990 die nachfolgende Entwicklung so klar vorher gesehen hat.


Folgendes Interview Robert Jungks mit unserem hochverehrten Freund Prof. Dr. Ernest Borneman (1915-1995), dem wohl wissenschaftlichsten Sexualwissenschaftler unserer Zeit und Kämpfer gegen Reaktion und Irrationalität, dem mit Recht das Prädikat eines Universalgenies zuerkannt wurde, entnehmen wir in der ungekürzten Fassung aus der Biografie Sigrid Standows über Ernest Borneman, Verlag Der Grüne Zweig, 1991, ISBN 3-925817-79-4. Das Buch ist hiermit wärmstens empfohlen. Gekürzte Fassungen des Interviews hatten wir schon früher einmal veröffentlicht, ebenso erschien in der Zeitschrift" Campo de criptana" und linken Studentenzeitungen dieses Interview. Gerade in der heutigen Zeit der Hysterie um den angeblichen sexuellen Mißbrauch von Jugendlichen, wo Gesetzentwürfe auf der Tagesordnung stehen die Fotoaufnahmen und Zeichnungen von Teenagern im Bikini verbieten werden und diese unter den Kinderporno-Paragrafen fallen sollen, ist dieses Interview von 1990 sehr aufschlußreich, weil es die gesellschaftlichen Hintergründe dieser reaktionären Entwicklung aufzeigt, durch sexuelle Repression ungeahnten Ausmaßes die unterdrückte Jugend fügsam zu machen für mittelalterliches Gedankengut, mit dem eine spätkapitalistische Gesellschaft besser ihre Ziele durchsetzen kann. Nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Lagers braucht man die freiheitliche Maske nicht mehr zu Propagandazwecken und will nun ungehindert das Zeitalter des Rollback einläuten: Einschränkung bürgerlicher Rechte durch einen Überwachungsstaat, Abbau der sozialen Errungenschaften, Verschärfung des liberalen Strafrechts nach us-amerikanischem Vorbild, wo schon für geringste Vergehen wie einer Schwarzfahrt mit der Straßenbahn Gefängnis verhängt wird (wird jetzt schon praktiziert) und der Kriminalisierung der Jugendsexualität durch Gesetze, die es nicht mal in dieser Sexualfeindlichkeit im Kaiserreich gab.

Armin von Bodenhausen
 








 


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Schlewitt und kein Ende?

Es ist sehr löblich, daß auf einem „Tierschutz"-Blog der bekannte Comiczeichner Rainer Schlewitt mal wieder unter seinem richtigen Namen schrieb, denn erst vor ein paar Tagen schrieb er unter dem Namen „Martina Richter“, einer angeblichen Freundin, die sich sehr für Schlewitt einsetzte. Da das nun zu lächerlich war, nahm der dortige Admin diesen Beitrag wieder raus, sich wahrscheinlich auch daran erinnernd, daß Schlewitt vor ein paar Wochen auch schon mal unter diesem Namen Kommentare und Emails schrieb (Der dortige Admin schrieb dazu: „Geschrieben wurde dieser Kommentar von einem sogenannten Jan Roman, unterzeichnet hingegen unsinnigerweise mit "Martina und Michael" und eine Frau Siraganda schrieb am 17.10. nach dem Lesen dieser merkwürdigen Ergüsse: „Sehr geehrter Herr Baron von Bodenhausen, lieber Wolodja, soeben habe ich die mir zugestellte email gelesen und kann dazu nur sagen, dass falls dieser Herr Schlewitt und dieser Jan Roman identisch sind, der arme Mann total verwirrt ist und ich volles Verstaendnis dafuer habe, dass seine Texte hier nicht aufgesetzt werden. Goennen wir ihm seine Ruhe, die er dringend braucht, um sich selbst zu sammeln und zu finden und vergessen den ganzen Spuk, trotz der Halloween-Zeit!“). Schlewitt sah ein, daß er einen Fehler gemacht hatte und gab damals kleinlaut zu, daß er unter diesen Pseudonymen geschrieben hatte.

Daß der dortige Admin den nun neuerlichen Pseudonym-Beitrag zurück zog, war nur natürlich, denn jeder Leser sah, daß Schlewitt mal wieder unter anderem Namen schrieb und das war ja nun mehr als lächerlich.

Anzuerkennen ist allerdings, daß Schlewitt seine seit langem bekannten tierfeindlichen Meinungen in seinem letzten Kommentar nicht mehr propagierte. Daß er mal wieder einen Kommentar schrieb, obwohl das Thema schon ad acta gelegt war, liegt daran, daß er immer das letzte Wort haben muß und daß er in seine Kommentare wieder Zündstoff legt, das heißt Unwahrheiten schreibt, die zu einer Richtigstellung zwingen, damit will er Zerwürfnisse am Kochen halten, denn wenn Ruhe in einem Forum eingekehrt ist, dann gefällt das einem Schlewitt nicht, er braucht von seinem Naturell her Action.
 
Bekanntermaßen hält Schlewitt Tierbefreiungen für einen „terroristischen Akt“ so wörtlich von ihm.
Unter dem Pseudonym Martina Richter schrieb er noch vor wenigen Tagen: „Was den Punkt vermuteter Terroraktionen von Seiten der gewaltsamen Tierbefreier angeht, so ist ja nicht gesagt, dass es bei der Freilassung von Tieren aus Massentierhaltung bleiben muss! Das nächste Mal brechen sie vielleicht bei einem Kleinunternehmer ein, weil der ihrer Meinung nach seinen Schweinestall nicht normgerecht ausgemistet hat oder so etwas ähnliches, oder sie befreien unkontrolliert mutmaßlich geschundenene Zirkustiere. Wohin so was führen kann, ist gar nicht absehbar, die Anarchie wäre doch vorprogrammiert! Wehret den Anfängen, heißt es so schön!“
 
Jetzt ließ er das weg! Die Frage ist nur, hat er sich geläutert oder ist er jetzt bloß diplomatischer? Denn eines sollte wohl jedem Tierfreund klar sein, daß Tierbefreiungen kein „terroristischer Akt“ sind, sondern ein Akt der Barmherzigkeit! Ja, Herr Schlewitt, da hatten Sie also Angst, daß Tierbefreier, statt aus einem Tier-KZ (Schlewitt schreibt ja immer nur von „Massentieranlagen“!) aus einem Stall eines „Kleinunternehmers“ Tiere befreien könnten, weil der seinen Schweinestall nicht normgerecht ausgemistet hat?
 
Was für ein Tierfreund, dieser Schlewitt, der große Angst vor der Anarchie zu haben scheint, dem Tierretter ein Graus sind, da sie ja in das bürgerliche Recht am Eigentum an Sachen eingreifen könnten und Tiere sind halt nur Sachen, was ihm wichtiger ist als Tierleid. Er schreibt in einem "Tierschutz"-Blog und hat noch nicht mitbekommen, daß es oft bei kleinen Bauern noch schlimmer mit dem Tierschutz aussieht, wo die Schweine bis zum Bauch im eigenen Kot liegen, weil ein verantwortungsloser Bauer eben nicht normgerecht ausgemistet hat. Da die Veterinäramter diese Bauern kaum mal kontrollieren, da spielt sich dort oft unendliches Tierleid ab. Und da sollen Tierbefreier nicht einschreiten dürfen, weil diese Tiere einem „Kleinunternehmer“ gehören? Herr Schlewitt, was sind Sie doch bloß für ein angeblicher Tierfreund? Ja und noch schlimmer, Sie werden als „Tierfreund“ in diesem Blog des W.H. hofiert, dürfen schreiben und Tierretter sind unerwünscht?
 
Schlewitt zu Tierrettern: „oder sie befreien unkontrolliert mutmaßlich geschundenene Zirkustiere“! Oh, wie wäre das schlimm, wenn Tierretter "unkontrolliert" kommen. Mann! Kontrollierte Tierrettungen, nur mit Einverständnis der Tierschinder? So was spielt sich nun in einem Tierschutz-Blog auf und bekommt dort Narrenfreiheit und keine Gegenstimme? Wie ein Karli schon sagte: Spießbürger-"Tierfreunde“!
 
Exkurs:
Es gab in der Nazizeit übrigens auch legale Befreiungen von KZ-Häftlingen, da verkaufte die SS gegen dringend benötigte Devisen Häftlinge. Ja, ja, auch da waren die deutschen "rechtschaffenen" Spießbürger einverstanden, denn es war ja rechtens und "kontrolliert". Aber der deutschen Spießer und Volksgenosse empörte sich, wenn Anarchisten am Werke waren und Häftlinge befreiten (was leider viel zu wenig vorkam, aber es kam vor) und gegen derartige Befreier wurde eine Hetzjagd eröffnet, bis hin zur Todesstrafe.

Der eigentliche Grund, weshalb ich nun denn doch noch einmal eine Richtigstellung schreiben mußte, obwohl das Thema mit diesem anderen Blog für mich schon abgehakt war, ich auch weitere eingegange Leser-Emails nicht mehr veröffentlicht habe, dies ist dieser letzte Satz in dem Kommentar von Schlewitt: „Aber damit ist wohl leider kaum zu rechnen, weil es bisher noch nie geschah, dass dort auch nur ein einziger Blogeintrag (B.N.: Mein Blog ist damit gemeint) wieder entfernt wurde.“
 
Warum immer diese Lügen, Herr Schlewitt? Wie Sie wissen, hatten Sie mal vor längerer Zeit über Ihre Arbeit im Hans-Werner-Richter-Haus in Bansin geschrieben, dabei sich etwas zu weit hinaus gelehnt, u.a. Ihre Chefin als weniger begabt als Sie selbst dargestellt, dann Bansiner Hoteliers scharf kritisiert, was zu Ihrer Kündigung führte, da in Ihrem Arbeitsvertrag stand, daß betriebliche Dinge nicht an die Öffentlichleit dürfen. Sie baten mich händeringend doch sofort diesen Ihren Blogbeitrag heraus zu nehmen, was ich kulanter Weise und aus Mitleid auch tat, und Ihre Kündigung wurde zurück genommen. Schon vergessen das Ganze (Ich speichere alles, aber auch alles, immer ab!)? Wieso dann Ihr Satz: „Aber damit ist wohl leider kaum zu rechnen, weil es bisher noch nie geschah, dass dort auch nur ein einziger Blogeintrag wieder entfernt wurde.“?
 
Lügen haben oft kurze Beine!   

Dienstag, 2. Dezember 2014

Staatlich angeordnete Stallpflicht = staatlich angeordnete Tierquälerei


Collage: Barry Noa
 
Was für ein Drecksstaat, diese derzeitige Bundesrepublik Deutschland! Da dürfen Millionen von Tieren in Tier-KZ´s gehalten werden, die größte Gesundheitsrisiken für die Tiere und für diejenigen bergen, die Fleisch und andere Produkte von diesen Tieren später essen, aber ausgerechnet dieser Tier-KZ-Lobby tut jetzt die Politik und deren Büttel den Gefallen und man erläßt in weiten Teilen Deutschlands eine Stallpflicht für bisher frei lebende Hühner, Gänse, Enten und Puten.

Von einer Stallpflicht für Hunde und Katzen, bei ähnlich auftretenden Krankheiten, wie jetzt bei Geflügel, da hat man noch nie was gehört, das hätte sich die Politik nicht gewagt, denn an des Deutschen liebsten Hätscheltieren, da würde man sich nicht ran trauen, aber Hühner z.B. sind ja keine Haustiere, mit denen kann man es ja machen. Es ist der pure Speziesismus, der leider von den meisten Tierschutzverbänden und diversen privaten Tierschützern unterstützt wird.

Daß es pure Tierquälerei ist, wenn Geflügel, was bisher nur im Freien lebte, auf einmal auf engstem Raum eingesperrt wird, dies interessiert die Typen nicht, die bei uns das Sagen haben. Was diese amtlich angeordnete Stallpflicht in der Praxis bedeutet, das wird in den deutschen Volksverblödungsmedien unterschlagen. Bei dem Großteil der Bio-Tierhalter bedeutet dies den Tod der Tiere, denn z.B. bisherige Freilandgänse können nicht auf engstem Raum längere Zeit gehalten werden, sie gehen schon durch den Stress ein, ebenso Hühner, wo es mehrere Hähne gibt, bei Züchtern seltener Rassen oft der Fall. Daß damit seltene Rassen vor dem Aus stehen, das interessiert die Lobby der Tier-KZ´s nicht, denn die sind die Gewinner der Zwangsaktion, denn sie haben ihre Tiere schon inmer eingestallt, kein Tier hat da je mal das Tageslicht gesehen. Eine schon lange lästige Konkurrenz wird damit abgeschüttelt.

Diese Aktion ist mal wieder typisch für das deutsche Wesen (Unwesen). Im Ausland schüttelt man nur den Kopf über diesen preußischen Ungeist. Zwei Bekannte, mit denen ich übers Internet darüber kommunizierte, meinten, der eine in Paraguay lebend: „Wäre hier vollkommen unmöglich, die Paraguayer sind ein Volk der Freien, auch wenn die Behörden das anordnen würden, es würde sich keiner danach richten, aber die Behörden hier würden auch nicht auf derartige Ideen kommen, das ist mal wieder typisch deutsch. Widerlich!“ Der andere, derzeit in Thailand: „Vogelgrippe gibt es auch in Asien! Stallpflicht? Aber doch nicht mit den Thailändern!“

Wer nun von der deutschen Volksverblödungspropaganda eingelullt wurde und meint, daß es aber doch leider nötig wäre, diese Stallpflicht, dem werden wichtige Hintergründe vorenthalten. Ganz versteckt, im Internet, da findet man sie, die alternativen vernünftigen Stimmen, die das Ganze entlarven, so (alles auszugsweise):

Heins:

Das FLI (Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems), das die Empfehlung zur Aufstallung gegeben hat, bestreitet seinen Etat zu etwa 2/3 aus Drittmitteln. Diese werden von den Forschern durch Anträge eingeworben. Ein Antrag auf neues Geld hat nur Erfolg, wenn das zu bearbeitende Thema aktuell , interessant oder noch besser brisant ist. 8 Jahre nach der letzten Influenza-Welle kommt daher dieser neue Influenza-Stamm doch sehr gelegen, um frisches Geld, auch aus der Industrie und der EU einzuwerfen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.

Georg:
 
Die Bande unterschlägt, daß andere Wissenschaftler ganz anderer Ansicht sind als das FLI, die eine Stallpflicht für großen Unsinn halten. Das renommierte „Wissenschaftsforum Aviäre Influenza“ widersprach der Einschätzung der Forscher aus Riems. Man gehe vielmehr von Indizien für eine Ausbreitung durch den Handel mit Geflügel oder Geflügelprodukten aus, hieß es und nicht durch Wildvögel.

 
Franz-Joachim Bienstein (betreibt ein Hühnermobil):
 
Das nützt doch nur der industriellen Tierhaltung.

 
Iris Tapphorn (Öko-Tierhalterin):
 
Die Stallflächen sind nicht ausgelegt für eine 24-Stunden-Bestallung. Es kann Probleme mit dem Mist oder mit der Fütterung geben. Ein sozial schwaches Tier kommt dann zum Beispiel nicht ans Wasser, es wird abgedrängt. Es kann auch sein, dass sich die Tiere gegenseitig beißen. Gänse- und Entenhalter haben in vielen Fällen keinen ausreichenden Stallplatz. Denn normalerweise leben Gänse ab einem Alter von fünf Wochen ununterbrochen im Freien. Die sehr kleine Gruppe der Freilandhalter sei ohnehin am stärksten betroffen. Dagegen trifft die Vogelgrippe die großen konventionellen Hähnchen- oder Putenmäster kaum.

 
Rosenberg (Halter der vom Aussterben bedrohten Leinegänse):
 
Die Leinegänse stehen auf der roten Liste. Ich kann die nicht dauerhaft einsperren. Die sind das Auslaufen so gewohnt, die gehen mir im Stall ein. (Mit zehn Quadratmetern für sieben Gänse ist der Platz für konventionelle Verhältnisse immer noch reichlich. Aber die Welt ihrer Artgenossen haben Rosenbergs Gänse nie kennengelernt.) So eine Enge bedeutet Stress für die Tiere, die fressen dann nicht mehr vernünftig. Sie bekommen ja auch kein Kraftfutter. Die Gänse sind Leinegänse. Von der Rasse gibt es überhaupt nur noch rund 300 Stück. Die Gänse gelten als extrem gefährdet und stehen auf der roten Liste der bedrohten Haustierrassen. Bis vor einige Jahre galt der Bestand als so gut wie ausgestorben. Die Aufzucht bedeutete viel Geduld und Hingabe, aber es ist auch ein Stück Kultur, das wir versuchten zu erhalten.


Bernd Felgenträger:

Ich halte diese Maßnahme für puren Aktionismus, Vogelgrippe gibt es, ähnlich wie beim Menschen, nicht erst seit ein paar Tagen. Eine Ansteckung wird man mit diesen Methoden nicht verhindern können. Erreger könnten über viele Wege zum Geflügel gelangen, z.B. über das Futter. Zum zweiten muss man nur mal den Blick zum Himmel richten, die Zeit der Vogelzüge ist vorüber. Die Zugvögel sind in ihren Winterquartieren....


Gertrud Agga:

Wenn Einstallen gegen die Verbreitung der Vogelgrippe helfen würde, hätten sich die Puten in Mecklenburg-Vorpommern nicht anstecken können! Diese Puten waren eingestallt! Einstallen ist Aktionismus auf Kosten der Tiere!


Thomas:

Wir leben in einer Diktatur. Mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun. Wie wäre es denn wenn man zu den 30000 Euro Bußgeld auch noch Gefängnis androht. Eigentlich wird Tierquälerei bestraft. Jetzt kommt man Straffrei davon wenn man seine Tiere quält. Wo ist da die Logik? Stallpflicht, Essenszwang in den Kitas, was kommt als nächstes.


Matthias:
 
Da ich Geflügelzüchter bin beschäftige ich mich auch mit Mastbetrieben. Meiner Meinung nach ist die Industrie schuld. Die Haltung auf engsten Raum und die unmöglichen Haltungsbedingungen provozieren doch den Ausbruch einer Seuche. Und wir Geflügelzüchter sind dann am meisten betroffen. Wir ziehen mit Mühe und Konzentration unser geliebtes Federvieh groß. Voller Erwartungen sehnen wir uns der Austellungssaison entgegen. Dann wird durch die Dummheit der Menschheit unsere Freude kaputt gemacht. Und dann sollen noch wir die Schuld dafür tragen. Ich bin dafür, dass nur dann wenn in geringen Umkreis in einer normalen Haltung dieser Virus in Erscheinung tritt eine Stallpflicht verhängt wird.


Norbert Kühnel:
 
Wenn ich mir die weltweiten Todesfälle durch Vogelgrippe ansehe und die Maßnahmen, wäre es wesentlich efektiver Menschen vor einer Gefahr zu schützen, wenn man AUTOS nur noch in der Garage halten dürfte.
Unsere 5 Hühnchen, die Freiheit im Garten gewöhnt sind haben jetzt echt schlechte Laune und wir auch. Politiker, Veterinärämter und sonstiges Beamtentum zeigen Aktionismus wo sonst im Namen des Volkes weggeschaut wird.
Ich glaube ein Pharmajäger hat das Seuchentierchen hervorgezaubert, hier oder dort, zum Wohl von Tamiflu. Erst den Virus aussetzen, dann das das große Geschäft - Marketing wie aus dem Lehrbuch - Nachfrage schaffen.

Gundel Krüger:

Ich frage mich als Kleintierhalter, wie die Vogelgrippe in einem Stall in einer Mastanlage überhaupt gelangen kann, denn Wildvögel fliegen in keinem Stall. Jetzt will man uns als Kleintierhalter auf dem Land weis machen, dass Wildvögel die Vogelgrippe übertragen. Das würde also bedeuten, dass durch den getroffenen Kot der Wildvögel auf ein Huhn, einer Gans oder einer Ente die Vogelgrippe ausbricht. Das ist wie ein sechser im Lotto. Oder wird das ganze vielleicht auch aus wirtschaftlichen Gründen so hochgespielt? Leute es kann nicht war sein, dass wir unser Geflügel wegsperren sollen, es der unbestraften Tierquälerei ausgesetzt ist, obwohl keine Gefahr von dieser Art Haltung ausgeht. Denn wir verkaufen es nicht und eine Übertragung auf andere Bestände ist ausgeschlossen, weil wir es eben privat halten. Leute wehrt euch und lasst euch nicht alles gefallen!


Korea:

Dieses Virus ist bisher nur in Korea aufgetreten.
Und dazu denkt sich das FLI einen hochgradig konstruierten Übertragungsweg über Vogelzüge, die sich in China und Russland kreuzen herbei.
Alldieweil werden europa- und weltweit weiterhin massenweise Geflügel, Geflügelprodukte, Eier, Exkremente (wird als Fischfutter auf Farmen eingesetzt), Gülle (auch auf unsere Äcker) und Schlachtabfälle (ebenfalls Futter) transportiert.
Die Massentierhaltung ist längst außer Kontrolle geraten und die Politik ist inzwischen nicht mehr imstande dieses Treiben zu unterbinden. Das Fleischproduktions-, Veredelungs- und Vermarktungssystem durchschaut kaum noch jemand.
Das Aufstallungsgebot ist nichts als der Ausdruck von Hilflosigkeit gegenüber Lobby der Hühner- und Lebensmittelbarone.
Aber die Leute lassen sich nicht mehr für dumm verkaufen von den gekauften Experten der Hühnerbarone, dem FLI.


F. Sieweke:

Mit dem Vorwand des Verbraucherschutzes werden wieder einmal private Kleinhaltungen drangsaliert. Wie schon erwähnt, ist es wahrscheinlicher, dass das Virus per Schiff mit der Futtermittelmafia eingeschleppt wurde. Warum sonst gab es zuerst Ausbrüche in geschlossenen Stallanlagen und erst dann wurde auch bei einer einzigen Wild-Ente das Virus gefunden. Und jetzt heisst es: Diese Ente war's! Hä????
Meiner Meinung nach dient die ganze Hysterie nur dem einen Zweck, der Mast-Industrie unliebsame Konkurrenz (weil einfach besser) vom Halse zu schaffen.
Dann soll man auch noch den Tierarzt holen wenn die Anzahl der gelegten Eier zurückgeht... dass ich nicht lache! Wenn Freiland-gewohnte Hühner plötzlich auf engem Raum eingesperrt werden (müssen), dann kneifen sie auch den Hintern einmal öfter zu und aus ist's mit der üblichen Legeleistung: Und wieder dürfen wir dann Eier aus der Legebatterie kaufen...
Schönen Dank auch ihr "Politiker"...


MGr:

Es tut mir in der Seele weh, unsere Hühner einsperren zu müssen. Sie konnten sonst den ganzen Tag draußen herumkratzen, im Sand baden, windgeschützt in der Sonne liegen.
Nun sollen sie im Stall fressen, wo sie natürlich auch ständig "was fallen lassen".
Gibt es keine Möglichkeit, Land bzw. Landkreis zu verklagen wegen dieser unsinnigen Verordnung?


Adres:

Hühner und Puten aus Tier-KZ´s werden natürlich weiterhin durch's Land gekarrt, wenn auch manchmal erst nach Einbruch der Dunkelheit. Wer schützt die Umwelt und uns vor der Verbreitung von Krankheitskeimen auf diesen Wegen? Die LKW sind nicht luftdicht abgeschlossen. Wer in der Nähe von Schlachtbetrieben wohnt, sollte mal darauf achten.
 

Montag, 1. Dezember 2014

60er Jahre in der DDR: Krimis aus dem Westen

 



Neben Comics las ich als Kind auch gern Krimis und da hatte ich das Glück die ausgelesenen Taschenbücher meiner Bekannten, Lore und Dieter Harbrucker, zu bekommen (zu den Harbruckers, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2010/03/bn-und-lore-und-dieter-harbrucker.html).

Diese Krimis waren aus dem Westen, und das war doch damals in den 60er Jahren nach dem Mauerbau etwas besonderes für DDR-Jungs. Von Außen sahen diese Taschenbücher wie triviale Schmöker aus, was sie aber nicht waren, denn etliche der Autoren waren schon damals Klassiker der Kriminalliteratur, wie Agatha Christie oder Georges Simenon. Aber schon Edgar Wallace, Victor Gunn und Bernhard Borge waren in der DDR nicht gern gesehen.

Lores Mutter und Dieters Großmutter, die alte Frau Heinzelmann, Frau des Dessauer Hofjuweliers Heinzelmann, die auch bei den Harbruckers, ihrer Tochter und ihrem Enkel, wohnte, die war auch eine begeisterte Krimileserin englischer Autoren, allerdings las sie die in englischer Sprache, weil sie meinte, nur so den vollen Lesegenuß zu haben. Die Harbruckers hatten das Glück, Verwandte im Westen zu haben, die ihnen immer tüchtig Pakete schickten und darin waren auch immer diese Krimis.

Daß z.B. bei den Goldmann-Taschenbüchern es sich um gute Literatur handelte und nicht um triviale Schmöker, dies kann man auch an den Ankündigungen auf den Taschenbuchrückseiten sehen, wo ich auch mal zwei davon eingescannt habe. Für mich waren diese Krimis immer eine gute Entspannung zwischen Büchern die etwas anspruchsvoller waren. Schon als Kind „quälte“ ich mich mit dem Lesen von Dante oder Tasso ab, nicht weil mir das auferlegt wurde, sondern weil mich diese alte Weltliteratur reizte. Durch die Kenntnisse dieser Literatur lernte mich auch meine sehr viel spätere Arbeitgeberin, die Kunstwissenschaftlerin Charlotte Timmling, schätzen. Meine Mutter lag mit ihr längere Zeit in einem Zimmer im Krankenhaus, wo ich Mutti immer zu den Besuchszeiten besuchte, damals, Anfang der 60er Jahre, nur an einem Mittwoch-und einem Sonntag-Nachmittag in allen Krankenhäusern möglich. Zwangsläufig kam es da auch zu Gesprächen mit der Bettnachbarin Frau Timmling und die war begeistert sich mal mit jemanden über Weltliteratur unterhalten zu können. Ich weiß noch, daß sie sehr erstaunt war aus dem Munde eines 13jährigen Zitate und Zusammenhänge aus Tassos „Befreitem Jerusalem“ zu hören, einem Werk, was kaum noch gelesen wurde.

Was ich damit sagen will:
Das Lesen von Comics, Krimis und anspruchsvoller Weltliteratur schließen sich nicht gegenseitig aus! In Einzelfällen wurden ja auch Krimis zu Weltliteratur, so Arthur Conan Doyles „Sherlock Holms“-Detektivgeschichten, die ich natürlich auch alle schon als Kind gelesen hatte. Die gab es aber damals schon in der DDR zu kaufen oder in der Bücherei auszuleihen.


Zwei sehr populäre Schlager, die Anfang der 60er Jahre, aus der Zeit, woher die von mir eingescannten Krimis stammen, mit Krimis und Kriminalem zu tun hatten:

Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett:


Kriminal-Tango:

 

 

Sonntag, 30. November 2014

1. Advent in den 50er Jahren: Das erste Lichtlein brennt



1. Advent, das erste Lichtlein brennt! Nun, wer es mag! Ich mag die Weihnachtszeit nicht, aber Kerzenschein den mag ich!

Das obige Foto ist nicht mysteriös, sondern einfach nur mehrfach belichtet worden. Das passierte schon mal bei den Fotoapparaten in den 50er Jahren. So wie oben abgebildet, zeigt es mich in den 50er Jahren, wie ich in die erste brennende Kerze zu einem 1. Advent anschaue. Dreht man das Bild um, dann sieht man das Nachbarsmädchen Beate Altmann, die auch schon auf dem alten Schmalfilm aus meiner Kindheit zu sehen war, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/meine-kindeheit-in-dessau-ziebigk-alte.html. Aber auch noch eine große Hand ist zu sehen, das heißt, der Film ist dreifach belichtet worden.


Ob ich es als Kind die Advents-und Weihnachtszeit mochte? Was ich weiß, das ist, daß ich den Weihnachtsmann als Kind überhaupt nicht mochte, unsere Weihnachtsampel immer so drehte, daß das Bild des Weihnachtsmannes nach hinten kam und die Bilder wo der Schneemann mit dem Raben drauf war, vorn zu sehen waren, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2011/12/eine-alte-weihnachtsampel-mit-dem.html, sowie untere Fotos.




Samstag, 29. November 2014

Kindheit in der DDR-Zeit: Jungs bauten Buden

Was machten Jungs zu DDR-Zeiten in ihrer Freizeit?

Also, wer nicht gerade das Pech hatte einen Schulhort besuchen zu müssen, der hatte zu DDR-Zeiten als Schüler viel mehr Freizeit als die Kinder heutzutage, denn Ganztagsschulen gab es nicht und die Schulstunden pro Tag, die waren auch entschieden weniger als sie es heute sind.

Also, um 12.00 Uhr und spätestens um 13.00 Uhr war man zuhause und wer nach dem Mittagessen ein Streber war, der setzte sich hin, machte Hausaufgaben und übte womöglich noch, doch die Mehrheit machte das nicht, sondern es ging raus auf die Straße zum Spielen. In der Stadt luden dazu Ruinengrundstücke ein und in den Vororten die freie Natur wo man herrliche Buden bauen konnte, was eine beliebte Freizeitbeschäftigung bei Jungs war.

Wie stattlich so eine Bude sein konnte, diese möchte ich mal mit Fotos aus meiner Fotokiste alter DDR-Fotos zeigen. Wie die beiden Jungs hießen, das weiß ich nicht mehr, aber ihre selbst gebaute Bude, die fand ich fotografierenswert. So und ähnlich sahen sie aus, diese Buden, die damals jede Jungsclique irgendwann sich zusammen zimmerte, um darin Karten zu spielen, verbotene Westcomics und "Das Magazin" (wegen des Aktfotos) anzuschauen, zu rauchen oder nur zu klönen. Lange überlebten diese Buden nicht, denn mitunter wurden sie von konkurrierenden Jungscliquen zerstört oder sie fielen von selbst zusammen.


Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich es in so einer Bude wunderbar fand dort mich zu verdrücken und dort Mark Twains Buch „Huckleberry Finns Abenteuer“ zu lesen und wie Huck Finn dabei eine Pfeife zu rauchen, was als Kind in normaler Umgebung schlecht möglich war. Rückblickend gesehen, war damals das heimliche Rauchen bei Jungs sehr verbreitet und dies nicht erst im jugendlichen Alter, sondern man probierte Tabak so ab dem Alter von 11 Jahren an.





 

Nachträgliche Leserpost zur Seite "Tierschutz geht uns alle an"




Herr von Bodenhausen bat mich noch einen weiteren Kommentar von ihm in meinem Blog zu veröffentlichen. Das geht leider nur nachträglich.


Hochverehrter, lieber Nowack, erst jetzt durch Ihre letzte Leserbriefecke (B.N.: http://barrynoa.blogspot.de/2014/11/leser-briefkasten-zu-wolfgang-herrmanns.html) bekam ich mit, daß nicht nur ich, sondern auch die christliche Dame, die so großartig sich um die Aufnahme von geretteten KZ-Hühnern sich mit viel Erfolg bemühte, auch persönlich selber Hühner aufnimmt, das gleiche erleben mußte, nämlich bei diesem Herrn Ulrich Dittmann mit Emails gesperrt zu sein. Das scheint bei diesem Herrn Masche zu sein, einem Herrn der im Hintergrund als finanzieller Förderer des Admins Herrmann, der Seite „Tierschutz geht uns alle“ dort großen Einfluß mit seinem Verein „Arbeitskreis Tierschutz“ zu haben scheint. 

Dieser Ulrich Dittmann schreibt am 20.11.2014 auf der Seite „Tierschutz geht uns alle an“ zu den Löschungen eines Großteils der bisherigen User (B.N.: http://wolodja.blog.de/2014/11/20/loeschung-spaltpilz-kommentar-tiraden-19732623/#c20375681):

„... das ist eine weise Entscheidung von Wolodja: "Shit-storm"-Kommentare, die nichts mit ernsthaftem, realistischem Tierschutzengagement zu tun haben und selbstbezogen nur die eigene, fanatisch-ideologische Sichtweise "mit Gewalt" innerhalb der TS-Szene durchsetzen wollen, zu eliminieren.
Solche Auslassungen sollten keinesfalls einer Veröffentlichung zugeführt werden.
Diese haben nichts in einem seriösen Tierrechtler-Blog zu suchen.
Klartext: Leider, leider existierende Animositäten innerhalb der TS-Bewegung sind zwingend in persönlichem "Schlagaustausch", per persönlichem Kontakt, telefonisch, oder E-Mail-Korrenspondenz zu bereinigen.“

Aha, man soll zwingend alle Unstimmigkeiten persönlich, telefonisch oder per E-Mail regeln? Letzteres geht mit diesem Herrn schon mal gar nicht, wie auch die christliche Dame berichtete, deren Emails von Dittmann gesperrt wurden. Mir passierte das gleiche mit diesem Herrn, er schrieb mir per Email:

„Ich möchte nicht weiter belästigt werden. Weil ich - im Gegensatz zu Ihnen und Ihren lieben Mitkollegen keine Lust habe meine Zeit zu verplempern. "Verstehst du"? Da die Verständnis-Fähigkeit bei bestimmten selbsternannten Tierrechtlern mit selbstaufgesetzem Heiligenschein aber nicht all zu sehr ausgeprägt ist, werde ich meinen Spam-Filter einschalten, in den sich dann alles eventuelle Gegeifer nach Belieben ergießen kann.“

Von einen vornehmen Ton dieses Herrn kann keine Rede sein, aber egal, wichtig ist, darauf hin zu weisen, daß sein Getue, daß man doch alle Unstimmigkeiten persönlich per Email klären könne und nicht öffentlich, nur dazu da ist die Leser einzulullen.

Infam auch, dieser Text auf der Seite des Herrn Herrmann:
 
„Auch die selbst ernannten Antispezies müssen Spezisisten sein! Denn wären sie es nicht, müssten sie aufgrund ihrer Weltsicht nicht nur fleischfressende Haustiere wie Hund und Katzen massenhaft töten lassen, sondern auch Menschen, wegen der Überbevölkerung und aus Gründen von Gerechtigkeit, der Gleichbehandlung von Mensch und dem Mitgeschöpf Tier?! Werden sie aber nicht, noch nicht, ansonsten wären vielleicht die schächtenden „Untermenschen“ oder gar alle Fleisch(fr)esser zuerst dran?“

Ich bin der Meinung, daß, wenn ein R.Sch., der auf der Seite „Tierschutz geht uns alle an" so ein Pamphlet schreiben darf, wo er gegen Tierretter sein Gift versprüht, denen er infamer Weise unterstellt, sie hätten vor Tiere zu töten, und im Gegenzug User, die sich wirklich um aktive Tierrettungen verdient machen, gesperrt werden, ihre gesamten Beiträge gelöscht wurden, daß diese Seite gegen den Tierschutz arbeitet.

Ausgerechnet ein R.Sch., der selbst zugibt, daß er kleine Katzenbabys ersäuft hat, der beschmeißt Tierretter mit Dreck, gedeckt von einem Wolfgang Herrmann, der solche Beiträge freischaltet, aber die von Tierrettern in den Papierkorb schmeißt? Es ist unglaublich!

Wenn Reaktionären, wie diesem R.Sch., der keine Skrupel hat, nach Polen zu fahren, um dort Brathähnchen zu essen, wohl wissend, daß dort die Tierschutzbestimmungen in den Tier-KZ´s noch schlimmer sind als in Deutschland, der Kätzchenbabys ersäufte, der die These vertritt, daß man bei Onanie Haarausfall bekommt, der schlicht gesagt nur reaktionär auftritt, Schreibrechte auf der Seite „Tierschutz geht uns alle an“ hat und aktive Tierretter nicht, dann sagt das doch alles über diese Seite aus.


Bodenhausen