Dienstag, 12. Mai 2015

Wie geht es dem Huhn Grüni?

Die Vorgeschichte, siehe:




Wie geht es dem Huhn Grüni? Ja, das fragten einige Tierfreunde unter meinen Lesern, per Email und auch telefonisch.
 
Ich denke, Grüni ist über den Berg!
 
Die erste Zeit fraß und trank sie ja nicht, mußte von mir gefüttert und getränkt werden und es war eine strapaziöse Zeit, immer das Hinaustragen in die Sonne, das Aufpassen, daß ihr draußen nichts passiert. Langsam aber lernte sie mit einem Bein zu hüpfen, aber hing mir als Vertrauensperson immer am Rockzipfel, wich nicht von meiner Seite. Ging ich ins Haus, dann stand sie vor der Haustür, wollte rein und hatte ich vergessen, die Haustür zuzumachen, dann kam sie angehupft, immer auf einem Bein, von Stufe zu Stufe (Fotos 1 und 2) und legte ich mich auf das alte Sofa auf der Terrasse, dann legte Sie sich wie ein Hund zu mir und wich nicht von der Seite, auch nicht, als ich die Rättin Frieda (auch die letzte ihrer Gruppe) bei mir hatte. Mit Frieda kam sie gut klar (Fotos 3 bis 7).
 
Seit gestern kann Grüni das im Oberschenkelhals gebrochene Bein schon wieder auf die Erde stellen, jedenfalls ab und an. Auch wenn die Hauptlast auf dem anderen Bein ist, so ist das doch ein Fortschritt und sie konnte schon wieder ihr geliebtes Sandbad machen (Fotos 8 bis 10). Seit heute hat sie 3 Gefährtinnen, und zwar 3 ganz junge Zwerghühner (Fotos 11 bis 14), die wir extra für Grüni heute anschafften, denn auf die Dauer kann man als Mensch sich nicht rund um die Uhr um ein einzelnes Huhn kümmern, und man mußte es bei Grüni rund um die Uhr, denn wie ich beobachtete, da fraß und trank Grüni nicht wenn sie allein war, nur wenn man bei ihr war, tat sie das.
 
Zwerghühner deshalb, weil normal große Hühner mit Grüni schlecht umgegangen wären als Behinderte, sie wäre die letzte in der Hackordnung geworden und das hat sie nicht verdient. Jetzt bleibt nur zu hoffen, daß es nicht einen dritten Fuchsangriff gibt!
 



 









 
 
 

Sonntag, 10. Mai 2015

Reformhäuser - ideale Einkaufsquelle für Vegetarier/Veganer

Wer meinen gestrigen Blogbeitrag über die Lebensreformbewegung um 1900 gelesen hat (http://barrynoa.blogspot.de/2015/05/die-vegetarische-bewegung-vor-100.html), der wird den Eindruck gewonnen haben, das jetzt alles restlos danieder liegt. Dies trifft für viele Bereiche zu, allerdings haben sich zum Glück wenigstens die Reformhäuser erhalten, die es in jeder größeren Stadt gibt und die wie früher ein reichhaltiges Angebot an vegetarischen, veganen und gesunden Lebensmitteln anbieten. Deshalb kann ich das Gejammere von manch einem Tierfreund nicht verstehen, der gern aus ethischen Gründen die Ausbeutung der Tiere ablehnt, aber meint, er könne sich nicht vegetarisch oder vegan ernähren, weil es kaum Alternativen für Fleisch und Wurst gäbe, an die man sich gewöhnt habe.

Wenn man dann nachfragt, wo derjenige einkauft, dann kommt zur Antwort: „In Supermärkten!“ Das ist klar, daß ein Vegetarier/Veganer dort nur wenig findet, dazu meistens noch Dinge, die nicht schmecken. Das vermiest einem die fleischlose Ernährung. Warum man hauptsächlich in Supermärkten kauft? Wahrscheinlich will man die eh schon superreichen Besitzer dieser Ketten, die alle Multimilliardäre sind, noch reicher machen. Reformhäuser werden von kleinen Geschäftsleuten betrieben, die kaum über die Runden kommen, denen gönnt man scheinbar ihr Einkommen nicht!

In ein Reformhaus gehen die wenigsten, was mir ein Rätsel ist, denn dort bekommt man nicht nur die leckersten Sachen, sondern man erhält auch noch kostenlos den monatlich erscheinenden „Reformhaus-Kurier“ und die Zeitschrift „natürlich", online: http://www.reformhauskurier.de und http://www.natuerlich-magazin.de, wo neue Produkte vorgestellt werden und neben jeder Menge an Rezeptvorschlägen auch viele andere Themen zum Lesen einladen. Ich habe mal ein paar Seiten zum Reinschnuppern in diese Zeitschriften eingescannt, allerdings noch die April-Hefte, da ich die Mai-Hefte noch nicht habe.




 



 

 

Samstag, 9. Mai 2015

Die vegetarische Bewegung vor 100 Jahren war eine Massenbewegung

Fleischesser-Vegetarier, Vignette von Fidus in der "Jugend" Nr. 28 von 1897

Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich mit Vegetariern und Veganern heutzutage spreche oder in deren Foren schaue, wie ungebildet sie doch sind, nichts davon wissen, daß die Vegetarier/Veganer-Bewegung weit über 100 Jahre alt ist und zumindestens in der Zeit zwischen 1900 und 1930 viel mehr in der Bevölkerung verankert war als heutzutage. Sie war damals eine Massenbewegung, was sie heute nicht mehr ist. Wer also meint, es ginge vorwärts mit dieser Bewegung, der ist auf dem Holzweg. Erstaunlich auch, daß fast alle Vegetarier/Veganer die ich kenne, aus Familien stammen, wo es früher keine vegetarische Küche gab oder deren Vorfahren, Großeltern, Urgroßeltern nicht in den verschiedensten Vereinen und Logen organisiert waren, die der damaligen Reformbewegung zugehörten und die es in der jeder kleinen Stadt gab. 

Reformbewegung hieß es damals und es drehte sich nicht nur um die Nahrung, sondern um die Propagierung einer neuen Lebensweise, welche die antiautoritäre Erziehung genau so umfaßte, wie eine neue Sexualmoral und natürlich die Nacktbewegung. Meine Familie war eng der Reformbewegung verbunden, dazu diese Blogbeiträge: 

http://barrynoa.blogspot.de/2009/02/das-reformhaus-und-bn.html
http://barrynoa.blogspot.de/2011/02/reformhaus-nostalgie.html
http://barrynoa.blogspot.de/2013/10/schon-vor-100-jahren-vegetarisch-und.html

Diverse vegetarische Kochbücher aus dieser Zeit befinden sich noch in meinem Besitz, wie eben das im letzten Link eingescannte und dieses hier:



Natürlich fehlt auch nicht Richard Ungewitters Anleitungsbuch zur Nacktkultur aus dem Jahre 1908, siehe Scan: 



Ungewitter war der eigentliche Begründer der Nacktkultur innerhalb der Lebensreformbewegung. Zusammen mit Heinrich Pudor gründete er 1910 die „Loge für aufsteigendes Leben“ und die FKK-Anhänger waren damals selbstverständlich Vegetarier. Nacktkultur und Vegetarismus gehörten in der Reformbewegung um 1900 untrennbar zusammen und sowohl Nacktheit wie auch vegetarische Lebensweise wurden in der von Karl Vanselow gegründeten populären Zeitschrift „Die Schönheit“ propagiert, die in breiten Schichten des deutschen Volkes gelesen wurde. Damals an jedem Kiosk erhältlich, gilt etliches davon heute als strafbare Pornografie. 

1893 wurde in Berlin das erste vegetarische Restaurant eröffnet. „Ceres“ hieß dieses Restaurant, nach der römischen Göttin des Ackerbaus. Initiator war die vegetarische Obstbau-Kolonie Eden bei Oranienburg.

Die damalige Vegetarier-und Nacktbewegung wurde besonders durch den Künstler Fidus (http://de.wikipedia.org/wiki/Fidus) propagiert, so stammte z.B. die Werbung für das Ceres-Restaurant von ihm, siehe:



Ein weiteres vegetarisches Restaurant folgte nach dem in Berlin, es war das Restaurant „Ethos“ in München, siehe diese alte Werbemarke:



Fidus war der künstlerische Guru der Vegetarier, Nudisten und Lebensreformer damals und auch verschiedene Weltanschauungsvereine und Logen, wie z.B. der Gottesbund Loge Tanatra, bedienten sich seiner Kunstwerke, wie „Lichtgebet“ und „Empor zum Licht“, siehe: 




Die meisten heutigen Vegetarier/Veganer und Tierrechtler, die zum Teil die anderen Teile der Lebensreformbewegung ablehnen, wie die antiautoritäre Erziehung, die Freikörperkultur, die revolutionären sozialen und gesellschaftlichen Bewegungen, sind einspurig und auf einem Irrweg, der immer mehr weg zu den einstigen Idealen der Zeit von vor 100 Jahren führt.

Freitag, 8. Mai 2015

"Maiblumen"


In der Zeitschrift „Jugend“, die dem Jugendstil um 1900 den Namen gab, findet man in der Nummer 24 von 1896 eine typische Jugendstilzeichnung von H. R. Kaeser mit dem Titel „Maiblumen“, die ich heute den werten Bloglesern vorstellen möchte, da sie gut zum „Wonnemonat“ Mai paßt, wo nicht nur die Bäume ausschlagen, sondern auch die Erotik aus dem Winterschlaf erwacht und Nacktheit in freier Natur wieder möglich ist.

Blickt man auf die Zeit um 1900 zurück, so war diese, was Nacktheit und Nacktkultur anlangte, auf vielen Gebieten freier als heute. Nacktheit, die aber eher sittsamer daher kam als heute, wo sie meistens mit dem Fluidum des Ordinären und Unsittlichen behaftet ist, vor dem die Jugend „geschützt“ werden soll, deshalb auch das Aussperren von Kindern und Jugendlichen aus der FKK-Bewegung und das Verbot von bildlichen Darstellungen aus der Jugend-Nudismusbewegung und dem Verbot von Jugend-FKK-Zeitschriften vor einigen Jahren, Zeitschriften, die ab ca. 1900 rund 100 Jahre gestattet wurden, auch in der NS-Zeit, wo die FKK-Bewegung besonders gefördert wurde.

Auf der Zeichnung von Kaeser treten die echten Maiblumen fast völlig in den Hintergrund, sind nur noch jugendstiliges Ornament. Die „Maiblumen“, die Kaeser meint, sind die beiden nackten jungen Damen, welche Hippies der 60er Jahre ähneln, mit langem wallenden Haaren und Blumenkränzen im Haar.

Samstag, 2. Mai 2015

"Es ist ein Mädchen", tönen die Volksverdummungsmedien


„Es ist ein Mädchen!“, tönen heute die Volksverdummungsmedien in Deutschland!

Gemeint ist die Geburt des 2. Kindes von Prinz Halbglatze und dieser Spindel Kate, den englischen zukünftig Bekrönten, worüber sich ausgerechnet hauptsächlich der Pöbel freut, der diesen Schmarotzern ihren unverdienten Prunk und Reichtum auf Kosten des Volkes von Herzen gönnt.

Ach, da brachte der Klapperstorch heute auch noch dieses Kälbchen, siehe Foto oben, ebenfalls weiblich, aber im Gegensatz zu dem Aristokratenbalg, da bekommt es nicht den Segen einer christlichen Kirche und luxuriöse Fürsorge, sondern es landet noch am Geburtstag in eine enge Box, wird getrennt von seiner Mutter, die das Kalb noch tagelang verzweifelt ruft. Auch dieses Kalb sucht wehklagend seine Mutter, bekommt statt ihrer Milch Ersatz zu saufen und nicht mal Auslauf, wird eingekerkert und wird entweder noch ein wenig leben dürfen, als Ausbeutungsobjekt für Milch oder landet noch als Kalb beim Schlachter, denn Kalbfleisch ist beliebt, man sieht es sogar in den ekelhaften Kochshows des deutschen Fernsehens sehr oft in den Pfannen.

Wer einmal ein junges Kalb auf einer Wiese gesehen hat, wie es den natürlichen Drang hat, zu rennen und zu springen, wie es eben Kälbchenart ist, der kann diese Einkerkerung nur als Folter bezeichnen. Normalität in der „modernen“ Landwirtschaft! Und die, die so mit Kälbchen umgehen, die gehen dann am Sonntag in die Kirche, beten, denn sie sind Christen. Verachtenswerte sind sie und ihnen gehörte die gleiche Behandlung, die sie den Nutztieren antun. Aber der Pfarrer wird sie segnen und nach dem Gottesdienst zu sich ins Pfarrhaus gehen und vor dem Essen ein Tischgebet sprechen: "Herr segne was Du mir bescheret hast!" Und er wird dann mit Wonne den Kalbsbraten, der auf seinem Teller liegt, verzehren!




 

Das kranke Huhn Grüni

Was macht Grüni? Das werden sich die Tierfreunde unter meinen Lesern fragen! Grüni war die einzigste Überlebende des Fuchsangriffs auf unsere Hühner, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2015/04/huhnerschicksal-der-fuchs-schlug-wieder.html.

Nicht genug, daß die Arme etliche Bisswunden und viele ausgerissene Federn davon getragen hat, so kann sie seitdem auch nicht mehr laufen, denn ein Bein hat einen Oberschenkelhalsbruch, wie der Tierarzt feststellen mußte. Die Frage stand nun, Einschläfern oder sich intensiv um sie kümmern, sie solange pflegen bis der Bruch von allein wieder zusammen wächst, was klappen kann oder aber eben auch nicht. Wir entschieden uns für das letztere, da Grüni auf dem Arzttisch so guckte, als wenn sie sagen wollte, daß sie nicht getötet werden wollte.

Es bedeutet allerdings, sie andauernd zu versorgen und ihr Gesellschaft zu leisten, denn wenn sie allein ist, dann frißt und trinkt sie nicht, was wir leider feststellen mußten. Sie rührt dann überhaupt nichts an. Ist man bei ihr, dann hat sie guten Appetit und schaut auch interessiert den Vögeln draußen zu. Sie liegt auf der Terrasse auf einem alten Sessel (1. Foto), denn stehen kann sie nur auf einem Bein. Stellt man sie hin, dann bleibt sie regungslos stehen (2. Foto) und wenn sie versucht ein wenig die Position zu verändern, dann sackt sie zusammen. Am Tage ist sie an der frischen Luft draußen, auch stelle ich sie in einem Körbchen eine zeitlang in die Sonne, was sie sichtlich genießt, was auch wichtig für die Knochen ist, wegen des Vitamin-D-Aufbaus (3. und 4. Foto).


Das arme Hühnchen, so schlimm dran, aber durch die nicht zu beeinflussende Bildung von Eiern in ihrem Körper, mußte sie sich sogar heute mit dem Legen eines Eies abquälen (5. Foto), was so schon bei gesunden Hühnern eine mächtige Anstrengung bedeutet, was die Menschen kaum wissen und interessiert, die in der Kaufhalle Eier kaufen und nicht einen einzigen Gedanken an die Hühner verschwenden, Hühner die meistens sogar in einem Tier-KZ leben müssen. Aber was soll man auch anderes von einem Wegschau-Volk erwarten, welches eine unrühmliche Geschichte hatte und früher sich auch nicht für die KZ´s der Nazis interessierte und wegschaute.








Hier noch eine Email des Dessauer Tierfreundes Michael Dittmann:

Hallo Bernd,

eine richtige Entscheidung das arme Huhn nicht einschläfern zu lassen.
Ich hätte es auch nicht gemacht.
Es ist zwar Mehrarbeit für Dich, die aber jeden Tag belohnt wird.

 


Freitag, 1. Mai 2015

Der 1. Mai in der Volksrepublik Albanien

Der 1. Mai in der Volksrepublik Albanien, dem einzigsten Land der Welt wo der Sozialismus verwirklicht wurde: