Mittwoch, 17. Dezember 2014

Hetze und Dreck von Franz Josef Wagner in der "Bild"-Zeitung


Wer „Bild“ liest, der ist selber schuld, daß er mit der Zeit immer mehr verblödet, zum Idioten wird, wenn er es denn nicht schon ist. Da schreibt doch "Bild"-Chefkommentator Franz Josef Wagner von den Pegida-Demonstranten in typischer bundesdeutscher Hetzpresse-Manier von den Demonstranten als „Idioten“, siehe: http://www.bild.de/news/standards/franz-josef-wagner/liebe-pegida-idioten-38992180.bild.html.

Die Pegida-Demonstranten tun sehr gut daran, wie sie es ja machen, mit den Vertretern der bundesdeutschen Volksverblödungsmedien kein Wort zu wechseln, machtvoll tönt es: Lügenpresse!

Was für ein widerlicher Lump dieser Wagner ist, dies zeigte er auch in diesem Kommentar:



„Das Paradies, sagt Papst Franziskus, stehe allen Kreaturen Gottes offen. Mit diesen Worten hat der Papst einen kleinen Jungen getröstet, dessen Hund gestorben war.

An diesem Wochenende gab es das unsägliche „Wetten, dass ..?“ und den weiteren Absturz von Borussia Dortmund. Aber nichts hat mich mehr beschäftigt als die Aussage des Papstes, Menschen und Tiere sind vor Gott gleich. Lieber Papst, kein Tier hat je eine Oper geschrieben, kein Tier hat die Mona Lisa gemalt, kein Tier hat das Penicillin erfunden, das Röntgen, kein Tier hat ein Gedicht geschrieben. Kein Tier war Goethe, Heine, Kafka, Hemingway.

Ich glaube, dass wir Menschen ins Paradies gehören und nicht die Tiere.

Bellen im Himmel, schmusende Kätzchen auf Wolken.

Das ist das Letzte, was ich wollte, wenn ich tot bin.

Herzlichst, Ihr

FRANZ JOSEF WAGNER“


Das letzte wenn ich tot bin, wäre so einen widerlichen Lumpen, wie diesem Wagner, im Jenseits zu begegnen!

Bild Dir eine Meinung und boykottiere das üble Hetzblatt „Bild" und meide den Konsum der anderen bundesdeutschen Mainstreammedien, kann man da in Abwandlung zweier Sprüche nur sagen, nämlich einem Werbespruch von "Bild" und einer Parole der Anti-Springer-Demonstranten der 68er Bewegung.

Was die Pegida-Bewegung und die Hetze der etablierten Parteien Politiker und Medien betrifft, da kann man nur sagen, daß es auch noch vernünftige Politiker gibt, neben der AfD und der Tierschutzpartei in Deutschland, in Rußland Vladimir Putin:

Erinnerung an den Cartoonisten Will Halle (1905-1969)

Von den Cartoonisten die in den 30er und 40er Jahren in Deutschland schon sehr beliebt waren, da gefällt mir persönlich Will Halle (1905-1969) am besten, siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Will_Halle.

Über seine fast schon ein Jahrhundert alten humoristischen Zeichnungen kann ich heute noch schmunzeln, denn zeichnerisch sind sie sehr gut und Witz haben sie sowieso. Leider hat man Will Halle in der Versenkung verschwinden lassen, zu Unrecht, denn nur weil er in der Zeit des 3. Reiches so popuär war, da muß man ja nicht jeden Künstler unter Generalverdacht stellen der NS-Ideologie gedient zu haben. Will Halle ließ sich da nichts zu Schulden kommen lassen, im Gegensatz zu manch anderen Karikaturisten der damaligen Zeit.

Seine Zeichnungen blieben fast immer unpolitisch und wenn sie denn doch mal politischen Charakter trugen, wie das Titelblatt für „Lustige Blätter“ (letzte Abbildung) während des Krieges, dann hetzt er nicht ideologisch, sondern nimmt die Amerikaner insofern auf´s Korn, daß sie es mit der Wahrheit auch nicht so genau nehmen, denn der Kriegseintritt der USA war kaum aus menschenrechtlichen Gründen erfolgt, sondern aus Machtinteressen. Wie bekannt gab es auch in den USA Rassismus, neben den Indianern waren die Schwarzen da am meisten betroffen, und ein Henry Ford konnte bis zum Kriegseintritt der USA seine antisemitische Hetze verbreiten, für die er bekanntlich von den Nazis geehrt wurde, nicht zuletzt für seine dauernden hohen Spenden für die NSDAP, siehe Beitrag am Ende (ganz unten).

Also einem Will Halle vorzuwerfen, als deutscher Künstler der in Deutschland überleben mußte, ein paar wenige Karikaturen gegen Kriegsgegner gemacht zu haben, dies ist scheinheilig. Hier meine Lieblings-Cartoons von Will Halle als Scans aus verschiedenen Publikationen aus meiner Cartoonsammlung:

Mein absolutes Lieblingsbild von Will Halle









 


Werbung für sein Buch "Tischlein deck dich"

Titelzeichnung für "Lustige Blätter", November 1943


Zu der Unterstützung der NSDAP durch Henry Ford:

„Henry Ford war auch der Herausgeber antisemitischer Schriften wie das Buch "Der internationale Jude – Ein Weltproblem", eine Zusammenfassung von Artikeln, die 1920 bis 1922 in seiner Haus-Postille, dem "Dearborn Independent", veröffentlicht wurden. Auch wurde mit seiner finanziellen Unterstützung das Pamphlet, "Die Protokolle der Weisen von Zion" in viele Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet. Diese Schrift wurden bisher von nahezu allen Geschichtsforschern als Fälschung bezeichnet.

Ein Bild von Henry Ford hing im Münchner Hauptquartier der NSDAP. Weiterhin überwies die Ford-Werke AG jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Inhaber der Stein Bank war der anglophile (dem englischsprachigen zugeneigt) Kurt Freiherr von Schröder, der auch dem „Freundeskreis des Reichsführers SS“ ein Konto einrichtete. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, die höchste Auszeichnung, die Nazi-Deutschland an Ausländer zu vergeben hatte.

Die Ford Motor Company war beteiligt am Aufbau der deutschen Streitkräfte vor dem Zweiten Weltkrieg. 1938 wurde beispielsweise ein Fertigungswerk in Berlin in Betrieb genommen, dessen einzige Aufgabe es war, LKWs für die deutsche Wehrmacht herzustellen. Ford produzierte insgesamt 78.000 LKW und 14.000 Kettenfahrzeuge für die Wehrmacht. Die Ford-Werke wurden bis Ende 1944 von der alliierten Bombardierung verschont und dann auch nur wenig beschädigt. In den Ford-Werken wurden auch Zwangsarbeiter eingesetzt, die man für vier Reichsmark pro Tag von der SS auslieh.“


aus: http://sauber.50webs.com/kapital/

Dienstag, 16. Dezember 2014

DDR-Nostalgie: Der kranke "Remlofect"-Rabe nahm "Remlofect"-Gelatinetten


Kennen Sie das noch, die Remlofect-Gelatinetten zu DDR-Zeiten? Damals waren es keine Halspastillen wie heute, sondern Menthol-Eukalyptus-Gelatinetten - grüne Gelatinebonbons mit Zucker überstreut, wie ich mich noch gut erinnern kann - und wurden im "VEB Pharmazeutische Werke Dr. Remmler", Berlin, hergestellt. Als dieses Werk geschlossen wurde, da wurden sie im "VEB Philopharm Quedlinburg" hergestellt. Sie kosteten 0,95 DDR-Mark. Auch damals waren 50 Gramm in der Packung.

Vor der Verstaatlichung im Jahre 1949 gab es schon seit 1892 die Arzneimittelfabrik des Dr. Remmler, einem Apotheker. Der Postbezirk dieses Pharmazeutisches Werkes lag am Nordbahnhof (Stettiner Bahnhof) in Berlin-Mitte, Standort war wohl das Gelände an der Anklamer Straße. Das obige Werbeplakat für Remlofect stammt aus den 1950er Jahren und es hing in der Dessauer Apotheke „An den 7 Säulen“. Besonders der arme kranke Rabe sprach mich als Kind an, zumal ich auch andauernd an Erkältungskrankheiten erkrankt war. Die Remlofect-Gelatinetten gehörten deshalb viele Jahrzehnte zu meinen Erkältungsbekämpfern, animiert damals durch das gut gemachte Plakat mit dem mitleiderregenden Raben.

Über den Künstler konnte ich leider jetzt nur erfahren, daß er Fiegert hieß, da es auf dem Plakat steht. Außer diesem Plakat ist bei Sammlern noch sein, ebenfalls für den VEB Pharmaz. Werke Dr. Remmler, Berlin, hergestelltes Plakat für das dortige Vitaminpräparat „Vitalicit“ (seit 1941), bekannt. Dieses Plakat stammt aus dem Jahre 1955: „Vitalicit - Nerven brauchen Nahrung, darum Vitalecit", wovon ich allerdings keine Abbildung kenne.
 

Montag, 15. Dezember 2014

Bei uns Demokraten ist sowas undenkbar!

 
Denkste !

Sonntag, 14. Dezember 2014

Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) - humoristische Cartoons und rassistische Hetzzeichnungen

Der Karikaturist Josef Nyary (1910-1973) arbeitete seit den 30er Jahren für Zeitungen und Zeitschriften in Berlin („Lustige Blätter“, „Elegante Welt“). Nach 1945 lebte er in Bayern und glossierte für illustrierte Zeitschriften im wöchentlichen Wechsel Alltagsthemen. In dieser Folge vom Dezember 1954 ging es um Unvorhergesehenes zur Weihnachtszeit.“ dies kann man auf dieser Internetseite lesen: http://www.nyaryum.de.



Schon merkwürdig, daß mit keinem Wort erwähnt wird, daß Josef Nyary zu den größten Hetzern unter den Karikaturisten in der NS-Zeit gehörte. Wie nach der Wende 1989/90 übelste Vertreter der Cliquen an der Macht des SED und Stasi-Staates nahtlos in das bundesdeutsche Establishment aufgenommen wurden, so war es nach 1945 mit den Nazis nicht anders. Daß die Karikaturisten des 3. Reiches sich dem damaligen System anpassen mußten, dies ist klar, aber gezwungen antijüdische Hetzkarikaturen anzufertigen, dies wurde keiner.






Viele der damaligen guten Cartoonisten verlegten sich nur auf unpolitische Witzzeichnungen, Nyary nicht, aber ausgerechnet er fand nach 1945 sofort wieder Aufnahme bei großen Zeitungen als Zeichner, wohingegen viele unpolitischen Cartoonisten der NS-Zeit keine Aufträge in der jungen Bundesrepublik bekamen. Zeichnen konnte er, der Josef Nyary, auch lustige Witzzeichnungen machte er in der NS-Zeit, siehe meine Scans im Mittelteil, aber eben auch gutbezahlte Hetzkarikaturen in der damals führenden deutschen Cartoon-Zeitschrift „Lustige Blätter“ (1988 bis 1944 erschienen). Es war bezeichnend für die Aufarbeitung der NS-Zeit in der Bundesrepublik, daß Nyary nach 1945 hoch anerkannt wurde und man so tat als wenn man seine antijüdischen üblen Hetzkarikaturen, die oft sogar als Titelbild der „Lustigen Blätter“ erschienen, nicht kannte, obwohl die „Lustigen Blätter“ in einer sehr hohen Auflage erschienen und allgemein bekannt waren, siehe Beispiele unten.

Titelzeichnung von Josef Nyary

Antijüdische Hetzzeichnung von Josef Nyary in den "Lustigen Blättern"

Übelste rassistische Hetze von Josef Nyary in den "Lustigen Blättern". Anlaß dieser Karikatur war der Vorschlag von US-Bürgern den in der amerikanischen Armee gefallenen schwarzen Soldaten ebenfalls ein Denkmal zu setzen, wie es schon weiße Soldaten bekamen. Nyary schreibt zu seiner Hetzzeichnung: In den USA will man jetzt ein Denkmal für die Neger aufstellen. Unser Vorschlag: seine Zeichnung eines Schwarzen der erhängt wird, dies in Anspielung auf die rassistischen Lynchmorde in den Südstaaten: General Lynch.  

Samstag, 13. Dezember 2014

13. Dezember: Mutters Geburtstag

Heute jährt sich der Geburtstag meiner lieben unvergessenen Mutti. Viel habe ich ihr zu verdanken, neben ihrer Mutterliebe wurde ich von ihr mit Kunst, Literatur und der Liebe zu Natur und Tieren vertraut gemacht.

Zur Erinnerung an bessere Tage diese alten Dia-Fotos eines Besuches meiner Mutti und mir in Dresden (Zwinger), wo ich damals besonders von den Kleinodien des Grünen Gewölbes beeindruckt war (1963: Mutti 42 Jahre alt, ich 12 Jahre alt) und wir beide bei einem Spaziergang an der Elbe bei Krippen, gegenüber Bad Schandau.



 

Freitag, 12. Dezember 2014

Pin-up-Girls von Viktor Friese (1909-1969) in der NS-Zeit

Da ich selber Cartoonist bin, da ist es verständlich, daß ich mich auch für andere Cartoonisten interessiere, da besonders für die heute weitgehend vergessenen Cartoonisten der Anfangsjahre der DDR. Kaum noch bekannt sind die Zeichner aus der Zeit des 3. Reiches. Dies hat hauptsächlich geschichtliche Gründe, man wirft alles aus der NS-Zeit in einen Topf und ignoriert, daß es neben der Propagandakunst auch die unpolitische Kunst gab, besonders auf dem Gebiet des gezeichneten Humors. Daß es auch offizielle erotische Zeichnungen in der NS-Zeit gab, dies ist den wenigsten bekannt. So findet man auf den Seiten des „Vereins zur Dokumentation der DDR-Alltagskultur e.V.“ zu dem Erotik-Zeichner der Nachkriegszeit Viktor (oft auch als Victor) Friese folgendes:

http://www.kost-the-ost.de/index.php?page=viktor-friese&f=doku :

„Mit dem 1. Teil der Dokumentationsreihe über Karikaturisten, die in der Satirezeitschrift FRISCHER WIND einstmals Rang und Namen hatten, stellen wir einen mittlerweil in Vergessenheit geratenen Meister des frivolen Federstrichs vor: Viktor Friese. Seine Zeichnungen erscheinen uns heute als nicht eben typisch für jene Nachkriegsjahre, in denen erschwerte Lebensumstände und besatzungspolitische Veränderungen das Zeitgeschehen prägten.

Über Viktor Friese selber ist nicht mehr bekannt, als daß seine erste Zeichnung im Januar 1947 und die letzte in einer Oktober-Ausgabe des FRISCHEN WIND 1948 abgedruckt wurde. Insgesamt liegen 41 seiner Arbeiten vor, die in der Dokumentation erstmals alle »auf einen Blick« publiziert sind. In fast jeder Nummer des FRISCHEN WIND der Jahre 1947/48 fand sich eines seiner frivolen, für damalige Begriffe wohl als sehr gewagt einzustufenden Motive.

Damals blühte der Schwarzmarkt und wer über amerikanische Zigaretten verfügte, um den rissen sich gewisse Damen; vieles wurde mit »Naturalien« bezahlt... So beziehen sich viele Witze und Karikaturen im FRISCHEN WIND der SBZ-Zeit noch aufs ganze Berlin. Auch die Karikaturisten jener Jahre waren noch nicht als »Ossies« und »Wessies« zu klassifizieren, hatten ihren Wohnsitz nicht nur im Sowjet-Sektor von Berlin, wo der FRISCHE WIND herausgegeben wurde.“

Daß über Viktor Friese (geb. 1906 - gest. 1969) wenig bekannt ist, das ist richtig, denn sogar seine genauen Lebensdaten kann man nirgendwo finden, aber Friese wurde nicht erst nach 1945 durch seine erotischen Cartoons bekannt, denn schon in der Nazi-Zeit war er ein populärer Zeichner, dessen Pin-up-Girls besonders bei den Soldaten an der Front sehr beliebt waren. So prüde war man in der NS-Zeit nicht, denn man wollte besonders Soldaten bei Stimmung halten und da kamen die erotischen Zeichnungen eines Viktor Friese gerade recht, die in allen möglichen Humorblättchen und Feldpostausgaben abgedruckt wurden, aber auch in Büchern wie : "Wir sind bei Euch - Ihr seid bei uns" von 1941, einem „Buch zur Stärkung der Kampfkraft“, siehe hier:
 

 

Schon vor dem Krieg war Viktor Friese als Zeichner junger Mädchen und junger Frauen bekannt, so auch durch Titelbilder des Magazins UHU und durch Illustrationen zu Romanen, z.B. den Jungmädchen-Roman „Das Glück von Sielenhöh“ von Emmi Gruhner, siehe Titelbilder:



Ich kenne Viktor Friese als Erotikzeichner durch die Humor-Zeitschrift „Lustige Blätter“, die es seit 1885 gab und eben auch in der NS-Zeit für 30 Pfennige zu kaufen gab. Aus meiner Sammlung hier einige von mir eingescannte Erotik-Cartoons von Pin-up-Girls von Viktor Friese: