Samstag, 5. August 2017

Zwei anrührende Postkarten um 1900

 
Diese beiden Postkarten von einem mir unbekannten Künstler um 1900 rühren mich besonders an, nicht nur weil ich Sammler von Postkarten aus der Zeit um 1900 bin, sondern weil auf der ersten Postkarte ein alter Mann im Feld sich befindet, der mich an meinen Großvater mit der Mütze und der Kleidung erinnert. Wunderbar das reife Korn mit Wildblumen darin, ein Bild welches man heute bei der industriellen Landwirtschaft kaum mehr sieht, besonders bei dem extremen Einsatz von Chemie auf den Feldern.

Die zweite Postkarte erinnert mich an alte Fotos meiner Mutter aus den 20er Jahren, so wie das kleine Mädchen in einem Garten nach einem Schmetterling hascht. In der heutigen Zeit haben die meisten Menschen keinen Sinn mehr für die kleinen Dinge, überall nur Oberflächlichkeit und Primitivität. Statt Hesse oder Grengg zu lesen, da schauen die Menschen auf ihr Smartphone und bleiben intolerant in ihren Kreisen, kommen aus ihrer Krähwinkelsicht der Welt nicht heraus.

 

Freitag, 4. August 2017

Die deutsche Bio-Eier-Lüge



Bitte dieses Video unbedingt anschauen!


Die Meldung des Tages: Aldi verkauft bis auf weiteres keine Eier mehr!

Anerkennenswert, könnte man meinen, weil endlich Aldi erkannt hat, daß Eierverkauf die Hühner-KZ´s in unserem Land am Leben erhält?

Erst vor ein paar Tagen zeigten Aktivisten des Deutschen Tierschutzbüros auf, was sich sogar in sogenannten Bio-Ställen abspielt, Bio-Ställe die Aldi mit Eiern beliefern:

Die Hühner werden nicht auf die Freiflächen gelassen, die sind nur dazu da um zu dokumentieren, daß man Freiflächen hat, um als Bio-Betrieb zertifiziert zu werden. Vor den Ausgangsluken waren Stromsperren eingerichtet und jedes Huhn was raus ins Freie will, das bekommt einen Stromschlag. Also bleiben die Hühner drin, dicht gedrängt zu Zehntausenden.

Aldi macht Reibach mit diesen Eiern um noch ein paar  Millionen Euro mehr zu den vielen Milliarden Euro, die Aldi schon besitzt, zu scheffeln, dies auf Kosten von Millionen von Hühnern. Widerlich!

Es wird Zeit, daß all diese Milliardäre, die durch Ausbeutung von Menschen und Tieren ihren Reichtum scheffeln, enteignet werden!

Ja, und nun gibt es eine moralische Wende bei Aldi, Einsichtigkeit in bisheriges unmoralisches Tun? Weit gefehlt, denn Aldi nimmt nicht wegen der Tierquälerei die Eier aus dem Sortiment, sondern weil Eier derzeit in großem Stil Gift enthalten und man Schadenersatzforderungen der Käufer aus dem Weg gehen will.

Deutsche Käufer von Eiern, die jetzt auf einmal keine Eier mehr kaufen, weil sie Angst um ihre Gesundheit haben, hat das Leid der Hühner bisher nicht vom Kauf von Eiern abgehalten. Edel sei der Mensch, hilfreich und gut? Dies trifft auf den deutschen Otto-Normalbürger leider nicht zu, kein Wunder, denn ein Volk, welches auch schon im 3. Reich keinen Anstoß daran nahm, daß es KZ´s gab, wo Menschen gequält wurden, kümmert noch weniger ob Tiere in Tier-KZ´s ebenfalls gequält werden.

Was Hühner brauchen, das weiß ich nur zu gut. Das erlebe ich täglich mit meinen Hühnern. Sie wollen täglich Abwechslung haben, bloß nicht in Massen gehalten werden, sondern in einer kleinen Gruppe, sie wollen ein großes Terrain haben, wo sie sich verstecken können, Abenteuer erleben können, Sandbaden können, nach Grünzeug und Wildsämereien suchen können - schlicht und einfach, sie wollen artgerecht leben, so wie wir Menschen das auch für unsere Art wollen.

Drei Fotos meiner 3 Hühner von heute früh:





Donnerstag, 3. August 2017

Meine Fische sonnen sich

Was ich schon öfter beobachtet habe, daß meine Fische im Teich sich bei Sonnenschein sonnen. Da liegen sie regungslos in Ufernähe im Wasser in der prallen Sonne und lassen sich den Rücken bescheinen. Dazu, wie immer ein paar Fotos:




 

Dienstag, 1. August 2017

Fix und Fax, Atze, Atzeline und der Rabe Droll von Jürgen Kieser

Der Monat August ist mein Geburtsmonat, wie auch der Geburtsmonat von Jürgen Kieser, der 1921 geboren wurde und den ich sehr schätze.



Als Kind las ich hauptsächlich die Zeitschrift „Atze“ wegen der Comic-Serie der beiden Mäuse „Fix und Fax“, die Kieser von 1958 bis 1987 zeichnete und dichtete.





Weniger bekannt sind seine Comic-Figuren des Jungen Atze, dem Namensgeber der Zeitschrift „Atze“ und seiner Freundin „Atzeline".



Aber auch in der „Frösi“ (früher: „Fröhlich sein und singen“) gab es Comic-Figuren, gezeichnet von Jürgen Kieser, deren von mir beliebteste der Rabe „Droll“ war. Rechts oben zierte „Droll“ auch das Briefpapier der Frösi-Redaktion, siehe den Brief an mich vom Januar 1962. Hier Beispiele der großen Zeichenkunst von Jürgen Kieser von Frösi-Heften der Sommer-Ferienmonate der Jahre 1960 und 1962:




Im Gegensatz zu Droll und den beiden Mäusen Fix und Fax wurden Atze und Atzeline auch von anderen Zeichnern gezeichnet, so in einer Bildgeschichte in der "Atze", gar nicht comicmäßig, von einem mir unbekannten Künstler, siehe:
 


 

Montag, 31. Juli 2017

John Peter Russel (1858-1930): Sommerzeit - Badezeit


Es ist Sommerzeit und damit Badezeit! Kaum jemand konnte besser die flimmernde Hitze darstellen, wie der Impressionist John Peter Russel, siehe seine Bilder mit Szenen vom Strand. Kein Wunder, denn er lebte in Australien, dem Kontinent des grellen Sonnenscheins und der flimmernden Hitze. Die impressionistische Malweise eignete sich ganz besonders um gleißendes Sonnenlicht darzustellen. 


Wikipedia:

„John Peter Russell (*1858 , † 1930) war ein australischer impressionistischerMaler. Er wurde sehr geschätzt von seinen Künstlerkollegen, wie Vincent van Gogh, Claude Monet und Henri Matisse, den er inspirierte. Doch er erreichte auch postum nie weltweite Anerkennung und wird daher als „lost impressionist“ (dt. „verlorener Impressionist“) bezeichnet. Dies mag der Tatsache geschuldet sein, dass Russell seine Werke nicht öffentlich ausstellte – er war sehr begütert, und seine Kunst musste ihm nicht zum Lebensunterhalt dienen.“

Sonntag, 30. Juli 2017

Die geklaute Identität der ehemaligen DDR-Bürger

Eine identitäre Bewegung ist nötiger denn je, besonders für uns ehemalige DDR-Bürger. Statt einer gleichberechtigten Wiedervereinigung, da wurde die DDR 1990 einfach der Bundesrepublik angeschlossen und uns wurde die gesamte westdeutsche Identität aufgezwungen. Nichts blieb uns an eigener Identität, einfach geklaut! Das wäre vergleichbar, als wenn den Westdeutschen das DDR-System aufgezwungen wäre, vorbei mit all der bisherigen Identität, dem Jacobs-Kaffee, der Bild-Zeitung, den Supermärkten, dem Lotterleben auf Sankt Pauli, der Dominanz der Kirchen und, und, und!

Die DDR gab den Menschen Beständigkeit und soziale Sicherheit, ein Brötchen kostete von 1949 bis 1989 immer 5 Pfennige, ob in Berlin oder in Kleinkleckersdorf. Die Grundnahrungsmittel, die Mieten, der Strom, das Wasser, die Heizung, alles das was man zum Leben unbedingt brauchte, das war spottbillig, auch für den Ärmsten erschwinglich, da vom Staat mit rund 85 % subventioniert. Obdachlosigkeit und Hunger, wie in dem jetzigen System gab es nicht, ganz Reiche und Milliardäre auch nicht. Diese soziale Ungerechtigkeit die jetzt herrscht, war in der DDR unbekannt.

Waren und Produkte, mit denen man groß geworden war, an denen man emotional hang, die gab es ab 1990 nicht mehr, statt dessen wurde man gezwungen Westdreck zu kaufen. Ich habe einen Fön aus dem Jahre 1972 aus DDR-Produktion, der funktioniert immer noch prima, ein Westfön würde schon nach wenigen Jahren sein Leben aushauchen. Alles das was ich geliebt habe, das gab es nicht mehr, u.a. mein Lauchstädter Brunnen, das Mineralwasser was ich jahrzehntelang trank, kein einziges Westwasser reicht an dieses Wasser heran. Die Produktion in Bad Lauchstädt wurde, wie fast alles in der ehemaligen DDR, stillgelegt! Oder meine geliebten Orient-Zigaretten oder die Zigarren aus Nordhausen - gibt es nicht mehr!

Lauchstädter Brunnen, seit 1700, abgewickelt in der BRD-Zeit
 
Geliebte "Orient": schon kurz nach der Wende abgewickelt
 
Am meisten vermisse ich die Tageszeitungen die ich jeden Morgen las, davon 2 Tageszeitungen die täglich Dessauer Lokalseiten hatten und die überregionale Tageszeitung der LDPD „Der Morgen“. Von Zeitungen mit einer Lokalredaktion in Dessau gab es 3 Stück, die „Liberal-Demokratische-Zeitung“, von der LDPD, die „Mitteldeutschen Neuesten Nachrichten“ von der NDPD und die „Freiheit“ von der SED. Währende letztere eine Propagandazeitung war, waren die beiden anderen jeden Tag lesenswert, nicht nur wegen des täglichen Fortsetzungsromans, wegen ihrer heimatgeschichtlichen Beiträge und Pflege der anhaltischen Mundart, sondern ganz allgemein, wegen ihrer Volksverbundenheit. Seit 1990 gibt es nur noch die ehemalige SED-Zeitung, aufgekauft von einem westdeutschen Millionär, der sie in „Mitteldeutsche Zeitung“ umbenannte und statt 15 Pfennige, die alle regionalen Tageszeitungen früher kosteten, kostet das politische Mainstreamblatt jetzt 1,30 Euro!!! 1,30 Euro für Hetze gegen Pegida und Co. und nicht mal mehr Beiträge in anhaltischer Mundart? Nein, danke!

Teil einer LDZ-Lokalseite

zwei Reportagen von mir in der LDZ

Mitteldeutsche Neueste Nachrichten mit einem Beitrag von mir über die Dessau-Kühnauer Wassernuß

Der Tag fing wirklich mit dem "Morgen" an
 
Die "letzte" Seite des "Morgen", jeden Tag immer interessant
 
Dann das kostenlose gute Gesundheitswesen in der DDR, alles vorbei! Während in der DDR alle Medikamente kostenlos waren, muß man jetzt laufend zuzahlen. Und wer in der DDR-Zeit einmal aussteigen wollte aus dem Beruf, der konnte sich privat bei der Staatlichen Versicherung der DDR krankenversichern, für läppische 10 Mark im Monat. Wer das in heutiger Zeit tun will, der muß gleich mehrere 100 Euro monatlich auf den Tisch legen.

Mal schnell mit dem Bus oder der Straßenbahn heutzutage von A nach B fahren, das kostet gleich mehrere Euro. Zu DDR-Zeiten kein Problem: 25 Pfennige kosteten 2 Fahrten und das viele Kilometer lang. Widerliche rabiate Kontrolleure, die horrende Bußgelder erpressen und bei Nichtbezahlung sogar Gerichtsverfahren wegen solcher Lappalie, wie heutzutage, gab es auch nicht zu DDR-Zeiten. Wir Schüler sparten uns oft die 12 1/2 Pfennige pro Fahrt und fuhren schwarz.

Statt Freikörperkultur in der Sommerzeit, zu DDR-Zeiten von jung und alt praktiziert, herrscht jetzt Prüderie vom ekelhaftesten, wobei dies nicht nur eine Folge der Islamisierung mit ihrer einhergehenden natürlichen Körperlichkeit ist, sondern es wurde uns die unnatürliche westdeutsche Moral aufgezwungen, die maßgeblich von reaktionären Kräften bis hinein in die Grünen, beherrscht wird.

Sogar die unter größten Mühen von der DDR-Bevölkerung errichteten Wohn-und Gesellschaftsbauten wurden nach 1990 abgerissen, da denke man nur mal den Palast der Republik in Berlin und die vielen Kulturhäuser, Kulturhäuser und Klubhäuser der Werktätigen, die es allein in Dessau über ein Dutzend gab und wo wir unsere Freizeit verbrachten - alles abgewickel! Das gleiche passierte mit den über 25 Jugendklubs in Dessau, alle geschlossen, so auch das Kreisjugend-Klubhaus „Majakowski“, bekannt mit seiner Diskothek und seinen Live-Auftritten von Rockbands. Alles geschlossen, nur noch Öde!
 
Rock-Freilichtkonzert vor dem Kreisjugend-Klubhaus Anfang der 70er Jahre

Von wegen nur Jugend im FDJ-Hemd, auch so sah die Jugend 1973 aus!
 
Und dann die vielen kleinen Verkaufsstellen, die es sogar in kleinen Dörfern gab, wo die Preise nicht anders waren, als in den Großstädten. Jetzt herrscht überall Öde und wer dort wohnt und kein Auto hat um in die nächste Stadt zu fahren, der ist aufgeschmissen. Früher zu DDR-Zeiten gab es noch kleine private Lebensmittelgeschäfte, heute kein einziges mehr. Alles Geschichte, die „Bunte Ecke“ von Herrn Wessel, die Gemüse-Bude von Frau Schmidt oder die Buchhandlung Neubert. Nicht eine einzige Buchhandlung gibt es mehr in Dessau.
 
Statt unsere Identität, die sich auch auf einen Bauernbefreier Thomas Müntzer gründet, da wird uns jetzt der Fürstenknecht, Judenfeind, Bauernschlächter und Hexenverbrenner Martin Luther schmackhaft gemacht. Nein, Danke!
 
Thomas Müntzer (links), Martin Luther (rechts)
 

Identitäre Bewegung tut dringend not, besonders für uns ehemalige DDR-Bürger, aber nicht etwa eine Identitäre Bewegung, welche die Identität in den deutsch-völkischen Bewegungen der Kaiserzeit oder der Weimarer Republik sucht. Dieserart reaktionäre Identität gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Alte Zigarrenherrlichkeit von Elbaco


Dieser Tage bekam ich durch Zufall eine alte Kiste Elbaco-Zigarren. 25 Stück kosteten vor der Euro-Einführung 20 D-Mark. Jetzt kosten diese Zigarren 20,75 Euro! Also haben sie sich glatt im Preis verdoppelt.

Außerdem sind die heutigen Kisten bei weitem nicht mehr so edel gestaltet und mit häßlichen Aufklebern verunziert, wie „Rauchen ist tödlich“ und ähnlich abschreckendem.

Aufkleber dieser Art gehörten statt auf Tabakwaren, auf Fleischprodukte, denn Fleischwaren kosten nämlich wirklich Leben, nämlich das Leben von Millionen von in Tier-KZ´s gehaltenen Tieren, die für Fleischprodukte getötet werden.


Hier noch ein älterer Blogbeitrag über Elbaco-Zigarren und alte Zigarrenkisten-Herrlichkeit: