Donnerstag, 17. April 2014

Zauberhafte alte Clivia


Können Sie sich noch an diese Blogbeiträge erinnern, liebe Leser: http://barrynoa.blogspot.de/2009/05/lebendige-nostalgie-tanta-klares-clivia.html und http://barrynoa.blogspot.de/2012/04/blutenzauber-ende-april-2012.html? Ja, seit 1978 haben wir nun diese Topfpflanze, diese Clivia, und wer weiß, wieviele Jahre sie schon meine 1978 verstorbene Tante Kläre hatte, also es ist durchaus möglich, daß die Clivia weit über 50 Jahre alt ist. Jetzt blüht sie wieder, so wie jedes Jahr im April, und wie jedes Jahr erfreue ich mich an ihren wundervollen Blüten. Wenn die Sonne morgens durch das Dielenfenster scheint, dann erstrahlt sie geradezu, wie mein obiges Foto von heute zeigt. Wer da annimmt, ich hätte die Clivia künstlich angestrahlt, der irrt! Es ist allein die Sonne, die diesen Zauber bewirkt.

Montag, 14. April 2014

Arbeitslosengeld 1: Schulabbruch und Leistungsschwäche zahlen sich finanziell aus



Schiefer als der schiefe Turm von Pisa: Die Berechnung des Arbeitslosengeldes 1


Man kann nur immer wieder mit dem Kopf schütteln über den Unrechtsstaat Bundesrepublik Deutschland und die Verwerfungen in den Gesetzen!
 
Durch Zufall erfuhr ich folgendes: Ein Bekannter von mir - immer beste Zensuren in der Schule, sehr guter Abschluß der 10. Klasse, intelligent, absolvierte nach der Schule eine Gärtnerlehre in einem erstklassigen Meisterbetrieb und durch von ihm nicht zu verschuldende Dinge, wie einer Krankheit, bekam er nach der Lehre keine Arbeit, was ansonsten meistens der Fall ist, bei Ausbildungen die in einem Meisterbetrieb stattfanden. Sein Arbeitslosengeld 1 berechnet sich nun nach seinem damaligen Lehrlingsgeld für das er jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat. Das ist wenig, wegen des niedrigen Lehrlingsgeldes und er bekommt nun zusätzlich Hartz-IV.
 
Ein weiterer Bekannter von mir, der betreut seit über 7 Jahren einen jungen Mann, der große Leistungsprobleme und andere persönliche Schwierigkeiten hatte und hat, der ohne Betreuung nicht klarkommen würde, da er nicht mal allein ein Konto führen könnte oder allein einkaufen gehen könnte, da vollkommen zurück geblieben; der mit Ach und Krach als Leistungsgeminderter eine dem gärtnerischen ähnliche Ausbildung in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte absolvierte, die von der Arbeitsagentur gefördert wurde, die für Jugendliche gedacht ist, die im normalen Arbeitsleben keine Chance hätten, wie eben dieser Schulabbrecher. Das ist ja prinzipiell löblich, aber es stellt sich die Frage ob Aufwand und Nutzen in einem gesunden Verhältnis stehen? Denn mit diversen Vorbereitungskursen, wurde dieser junge Mann rund 5 Jahre von der Arbeitsagentur finanziell unterstützt und allein die Ausbildungskurse verschlangen insgesamt weit über 100.000 Euro, alles Steuergelder. Daß er nun Arbeit auf dem normalen Arbeitsmarkt auf dem Gebiet eines Gärtners bekommen würde, dies ist ziemlich unwahrscheinlich, denn wer möchte schon so einen leistungsschwachen Menschen einstellen, der ohne Betreuer nicht klarkommt.
 
In der Zeit dieser Arbeitsamtsmaßnahmen bekam besagter junger Mann kein Lehrgeld, sondern eine Ausbildungsbeihilfe plus ergänzendes Hartz IV. Nach Absolvierung dieser Ausbildung bekommt er, wie die meisten seiner Mitschüler dieser Maßnahme, keine Arbeit, bekommt aber jetzt fast 1000,- Euro Arbeitslosengeld 1 für die Dauer von einem Jahr. Wie ist das möglich? Ein guter Schüler, der eine Lehre bei einem Meisterbetrieb absolviert, bekommt bei weitem nicht mal die Hälfte Alg 1 die ein Problemfall bekommt, der weil er ein Problemfall war, eine Ausbildung in einem Bildungszentrum bekam, weil er sonst keine Chance auf dem normalen Ausbildungsmarkt gehabt hätte? Deutsche Gesetze machen es möglich, siehe:

Höhe des Arbeitslosengeldes bei Auszubildenden

Auch Auszubildende, die nach der Ausbildung nicht übernommen werden, haben grundsätzlich einen Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie die Anwartschaftszeit erfüllt haben. Bei ihnen wird das erzielte beitragspflichtige Arbeitsentgelt für die Berechnung des Arbeitslosengeldes zugrunde gelegt. Gab es während der Ausbildung eine Zeit, während der keine Ausbildungsvergütung gezahlt wurde, wird ein vergleichbares tarifliches Entgelt für die Berechnung herangezogen.

Da der leistungsschwache junge Mann kein Lehrgeld in dem Ausbildungszentrum bekam, da wird nun einfach ein fiktives Gehalt herangezogen, was er als Gärtner verdienen könnte, würde er denn jetzt Arbeit bekommen, was gerade bei Azubis nicht sehr wahrscheinlich ist, die statt eines Meisterbetriebs eine Ausbildung für Jugendliche absolvierten die Defizite hatten, und das ist recht ordentlich und ergibt als Arbeitslosengeld dann fast 1000,- Euro, gegenüber nicht mal 400,- Euro, die ein arbeitsloser Facharbeiter, der in einem Meisterbetrieb mit besten Leistungen ausgebildet wurde, bekommt. Daß der junge Mann, welcher sich in der Schule immer angestrengt hat, der eine normale Lehre in einem Meisterbetrieb erfolgreich absolvierte, nicht mal die Hälfte an Arbeitslosengeld bekommt, was jemand bekommt, der Schulabbrecher war, der keine richtige Ausbildung absolvierte, der auch kaum praktisch eingesetzt werden kann, dies ist ein Schlag ins Gesicht all der Jugendlichen die sich in Schule und Ausbildung anstrengen. Es wird nicht anerkannt, ganz im Gegenteil, sie werden noch finanziell bestraft und werden bei Arbeitslosigkeit Hartz-4-Empfänger.

Ungerechte deutsche Gesetze, kann man da nur sagen! 

Sonntag, 13. April 2014

Deutsches Tierschutzbüro: Strafanzeige wegen irreführender Werbung bei Bodenhaltungs-Eiern

Gut, daß es Organisationen wie das "Deutsche Tierschutzbüro" gibt, die Tierquälerei aufdecken und wie hier, irreführende Werbung:


Mehr zu dem Skandal mit Marktkauf-Eiern, auf der entsprechenden Seite des Tierschutzbüros:

http://www.tierschutzbuero.de/supermarktkette-marktkauf-wegen-verbraucherbetrug-angezeigt-staatsanwaltschaft-bielefeld-ermittelt 

Es ist doch immer wieder dasselbe, da wird auf den Verpackungen von Hühnereiern mit glücklichen Hühnern geworben und die Realität ist eine andere, eine grauenvolle. Wer sicher gehen will, daß die Eier die er kauft von Hühner stammt die nicht aus tierquälerischer Haltung stammen, der sollte direkt beim Erzeuger kaufen und sich die Hühner und deren Lebenswelt genau anschauen. Wer, meines Erachtens, Bodenhaltungs-Eier kauft, der kann kein Tierfreund sein, der macht sich mitschuldig am millionenfachen Leid von Tieren. Ist es nicht absurd, daß aktive und passive Tierquälerei keine Sünde bei den großen christlichen Kirchen ist, daß  stattdessen vieltausendfach vermeintliche sexuelle "Sünden" in der Beichte der Katholiken den Priestern vorgebracht werden? Dies von Gläubigen und Pfarrern (auch Protestanten), die keine Skrupel haben, Eier aus Hühner-KZ´s zu kaufen oder die gar zu Ostern keine Skrupel haben ein Lamm auf den Mittagstisch zu bringen und womöglich noch nach einem Tischgebet zu verspeisen.

Samstag, 12. April 2014

Grünen und Blühen im April-Garten

Es ist zwar jedes Jahr das gleiche, das Grünen und das Blühen im Frühling, dennoch ist es immer wieder eine Freude dies zu erleben. So ist es nicht verwunderlich, daß auch ich immer wieder neue Fotos meines Gartens gerade im Frühling mache. Obwohl schon hundertmal fotografiert, werde ich die Frühlingsblüher nicht über.

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!«

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
»Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!«

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
»Der Frühling, der Frühling!« — da wusst' ich genug!

Heinrich Seidel
 
 









  

Freitag, 11. April 2014

Schloß Oranienbaum: Eröffnung des Tabak Collegiums im Haus des Sammlers

Wie ich schon letzte Woche angekündigt hatte, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/04/um-1900-tabakstadt-oranienbaum.html, fand heute am Nachmittag die Eröffnung der Dauerausstellung zur Tabaktradition der Stadt Oranienbaum (Anhalt) im Schloß Oranienbaum, unter Beteiligung von viel Prominenz aus Politik und Kultur, statt. Als Freunde des Tabaks (http://barrynoa.blogspot.de/2012/12/neues-nostalgische-zigarrenkisten.html) und auch Tabakpflanzer im bescheidenen Umfang (http://barrynoa.blogspot.de/2011/08/neues-tabak-und-sonnenblumenblute.html) waren wir selbstverständlich anwesend. Neben den Reden von Dr. Weiss von der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (2. Foto), dem Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Rainer Dorgerloh, der Botschafterin des Königreiches der Niederlande in Deutschland, Frau van Daalen (4. Foto) und Herrn König vom Verein Agora (dieser Verein hatte die Ausstellung organisiert), wurde das Programm von vier jungen anmutigen Harfenistinnen aus Coswig (Anhalt) musikalisch umrahmt. Anbei einige Fotos von der Eröffnungsveranstaltung und den Ausstellungsräumen.

Am Rande der Veranstaltung hatte ich das Vergnügen eine nette Unterhaltung mit dem Prinzen Eduard von Anhalt zu führen, siehe letztes Foto, Thema war seine Verwandte, die Prinzessin Antoinette von Anhalt, eine gute Freundin meiner früheren Arbeitgeberin, der Kunsthistorikerin Charlotte Timmling, über die ich schon im Blog schrieb und wo aus dem Nachlaß der Prinzessin derzeit im Dessauer Antikhandel Neumann einige wunderbare Antiquitäten angeboten werden, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2008/04/charlotte-timmling-und-die-prinzessin.html und http://barrynoa.blogspot.de/2012/10/1-jahriges-bestehen-des-antikhandels.html.


















 

29. Todestag von Enver Hoxha


Enver Hoxha in einem Gemälde von Zef Shoshi , 1976 aus dem Kunstbuch «artet FIGURATIVE Shqiptare»
(Verlag "8 Nentori», Tirana, 1978)

 
Enver Hoxha, 18 Jahre alt (1926)
 
 
Enver Hoxha, 34 Jahre alt (1942) 
 
Heute jährt sich zum 29. mal der Todestag von Enver Hoxha (16.10.1908-11.4.1985), dem großen albanischen Staatsmann, dem großen Internationalisten, dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus, der mit seinen Schriften und Reden den Menschen die Augen geöffnet hat über gesellschaftliche Zusammenhänge, gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten und der besonders die Revisionisten entlarvte, die unter dem Mäntelchen des Sozialismus eine bourgeoise und sozialfaschistische Politik betrieben. Eine gute Übersicht über die in deutscher Sprache veröffentlichten Bücher Enver Hoxhas findet man hier:
 
http://www.enver-hoxha.net/content/content_deutsch/buecher/buecher.htm

Weitere interessante Links zu Enver Hoxha:





Donnerstag, 10. April 2014

Kunstauktionen in der DDR: Carl Marx und Ludwig von Hofmann

Zu DDR-Zeiten gab es nicht allzu viele überregionale Kunstauktionen, außer dem Zentralantiquariat, wo es Auktionen mit Druckgrafik gab, da war es vor allem die „Galerie am Sachsenplatz“ in Leipzig, deren Kunstauktionen Klasse hatten. Derer gab es zwar nicht viele, aber allein die Kataloge waren interessant und natürlich hatte ich die, schon um mich orientieren zu können, was denn so auf dem Kunstmarkt in der DDR los ist. Diese Publikationen der „Galerie Am Sachsenplatz“ gab es nicht nur zu Kunstauktionen, sondern auch zu Verkaufsausstellungen die dort stattfanden, so z.B. der Katalog des Dessauer Malers Carl Marx (siehe Scan) aus dem Jahre 1987, dem ich sehr verbunden war, schon weil ich in der selben Straße wohnte wie er (auf dem Ziebigker Knarrberg), siehe:

http://barrynoa.blogspot.de/2007/12/carl-marx-und-bn.html, http://barrynoa.blogspot.de/2010/06/erinnerungen-carl-marx-1911-1991.html und http://barrynoa.blogspot.de/2011/12/erinnerung-eine-auktion-von-carl-marx.html.


Als Fan von Ludwig von Hofmann, hatte es mir damals die Lithografie mit der Flora angetan, die auch auf dem Cover (siehe Scan) des Kataloges der 3. Leipziger Auktion für Bildende Kunst, am 20. Juni 1981 abgebildet war, allerdings bekam ich dieses zauberhafte Blatt nicht, da ich weit überboten wurde.


Meiner Meinung nach ist diese Lithografie eine der schönsten von Ludwig von Hofmann (siehe Scan).


Dieses Bild ist durch die geschwungenen Linien noch sehr stark mit dem Jugendstil verbunden, was bei anderen Bildern von Ludwig von Hofmann nicht der Fall ist, so z.B. bei den „Jünglingen in der Schwemme“, einer Druckgrafik (Nr. 41 von 60 Stück), welches 1985 bei einer Auktion des damaligen Zentralantiquariats der DDR in Leipzig versteigert wurde, siehe Scan der Radierung und der Originalrechnung und man beachte bei der Rechnung, daß damals nur 10 % Aufgeld vom Käufer genommen wurde, ganz im Gegensatz zu den beträchtlichen Beträgen den Auktionshäuser heutzutage sowohl von den Einlieferern wie auch von den Käufern (Aufgeld) verlangen.



 
 

Weitere Blogbeiträge zu Ludwig von Hofmann:

http://barrynoa.blogspot.de/2007/12/ludwig-von-hofmann-und-bn.html http://barrynoa.blogspot.de/2011/07/altes-arkadische-handzeichnungen-ludwig.html
http://barrynoa.blogspot.de/2014/01/antikhandel-neumann-ludwig-von-hofmanns.html