Freitag, 18. September 2015

Foto-Impressionen aus dem vorderen Teil des Oranienbaumer Parks, 1. Teil

Wer meinen Blog schon länger kennt, der wird schon jede Menge Beiträge über das Schloß Oranienbaum und den Park gelesen haben, nichts desto trotz fotografiere ich dort immer wieder gern, so wie heute bei einem kleinen Ausflug dorthin. Von den Parkanlangen meiner unmittelbaren Heimat kann ich nicht genug bekommen, immer wieder gefällt es mir dort, es führt mich aus dem nicht schönen bundesdeutschen Alltag ein paar Stunden lang in eine edlere Welt. Besonders als ich anschließend noch durch die Hektik und die Menschenmassen im Mildenseer Kaufland-Center gehen mußte, zwecks profanen Einkaufs, da wurde mir das besonders bewußt, da Schönheit der Natur und der Kunst im Oranienbaumer Park und dort abstoßendes Menschengetümmel und eine Blechlawine auf dem Parkplatz.

Hier die heutigen Fotos aus dem vorderen Teil des Parks, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und System fotografiert, so wie es mir gerade motivisch gefiel:
 

























 
 
 

Donnerstag, 17. September 2015

Gedanken zum Bürgerkrieg in Syrien und den damit verbundenen Flüchtlingsströmen nach Deutschland

Millionen von Syrern sind vor dem Bürgerkrieg ins Ausland geflüchtet und sie stehen, wie bekannt, jetzt massenhaft vor den Toren Deutschlands. Schuld daran sind Westeuropa und die USA, so die syrische Regierung und Präsident Assad. Sie haben recht, denn Westeuropa und die USA waren es, neben Saudi-Arabien und der Türkei, welche die Rebellen unterstützten und immer noch unterstützen. Die Konsequenzen muß nun vor allem Deutschland tragen. Der Westen fordert seit 2011 einen Rücktritt Assads, warum? War es nicht Assad, der eine Politik verfolgte, die z.B. Religionsfreiheit und Gleichberechtigung der Geschlechter propagierte, darum fortschrittlicher war, als das, was die Rebellen propagieren? Das Nato-Land Türkei unterstützte massiv die Rebellen und ist ein erklärter Feind Assads. Und da wundert man sich, dass der Bürgerkrieg die Menschen aus dem Land treibt, wenn man als Westen selbst nichts zur Einstellung der Kämpfe tut, nur immer den Rücktritt Assads fordert?

Auch bei einem Rücktritt Assads käme das Land nicht zur Ruhe, wahrscheinlich wäre das Gegenteil der Fall, denn dann müßten die vielen religiösen Minderheiten fliehen, wie die syrisch-orthodoxen Christen und die Alewiten, die auf den Gebieten die noch unter Kontrolle Assads sind, noch unbehelligt leben können. Die Rebellen dagegen sind doch fast alle mehr oder weniger islamistisch. Will man dieses islamistische Chaos, wie es jetzt z.B. in Libyen herrscht?


Auch Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch (Linke) geben den USA einen Großteil der Schuld für die Flüchtlingskrise. In deren Positionspapier heißt es: „Westliche Staaten unter der Führung der USA haben ganze Regionen destabilisiert, indem sie unter anderem Terrororganisationen möglich gemacht und instrumentalisiert haben.“

Mörderbanden wie z.B. der Islamische Staat seien indirekt unterstützt und auch von mit Deutschland verbündeten Ländern ungehindert mit Geld und Waffen beliefert worden: „Millionen Menschen wurden so brutalen Kriegen und Bürgerkriegen ausgesetzt.“

Wagenknecht forderte die Bundesregierung auf, die US-Regierung für die Aufnahme von Flüchtlingen zur Kasse zu bitten. „Wenn die Bundesregierung ein Mindestmaß an Courage hätte, würde sie von den USA als Hauptverursacher der Flüchtlingstragödie wenigstens eine Beteiligung an den Kosten verlangen.“

(aus Focus-online)



Syriens Präsident Assad gab dem russischen Fernsehen jetzt ein aufschußreiches Interview, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=wELCDCPsw6M

Assad bot darin Verhandlungen über die Beendigung des Bürgerkriegs an - die USA lehnten ab! Wer verhindert nun einen Frieden in Syrien und die damit verbundenen Flüchtlingsströme nach Deutschland?

Was mich erschreckt, das sind die vielen Flüchtlingsfrauen-und Mädchen, die mit Kopftuch zu uns kommen, denn sie kommen aus einem Land, wo es doch unter Assad Gleichberechtigung gab und sogar die Frau des Präsidenten Assad als fortschrittliche Frau kein Kopftuch trug, siehe die Fotos hier: http://barrynoa.blogspot.de/2014/09/leserpost-zu-syrien-islam.html. Kommen da etwa zu uns hauptsächlich islamisch-fundamentalistisch eingestellte Menschen und gar nicht diejenigen, die vor dem sich ausbreitenden Islamismus in Syrien geflohen sind?

Mittwoch, 16. September 2015

"Absterben", trotz strahlender Septembersonne

Gestern um diese Zeit wie jetzt, da schien noch strahlend die Septembersonne! Was für ein Unterschied zu dem trüben Wetter heute! Da war es richtig, gestern am frühen Abend ein paar Fotos zu machen, nichts besonderes, nur das, was mich umgibt, auf dem Hof hinter dem Haus. 

Die Goldrutenblüten, die man neben der Brunnenfigur sehen kann, sind fast alle schon verblüht. So wie die angerostete Uhr an der Wand oder die abblätternde Farbe an der Tür, ist der sich ankündende Herbst: Absterben!







Dienstag, 15. September 2015

Albert Klingners "Auge Gottes"

Fedor Mühle, der Gründer des Gottesbundes Loge Tanatra, wurde von einem Plakat des Künstlers Albert Klingner, welches der zur Internationalen Kunstausstellung in Dresden 1901 schuf, angeregt, dessen „Auge Gottes“ als Abzeichen Tanatras zu wählen. Das „Auge Gottes“ war bei Klingner neben einem göttlichen Auge auch das „Auge“ in der Feder eines Pfaus, was Fedor Mühle wahrscheinlich wegen der pantheistischen Aussage gefiel.

Hier das bekannte Plakat Klingners, welches auch nach 1901 noch sehr populär war:



Albert Klingner (Hamburg 1869 - Berlin 1912) war ein deutscher Maler und Illustrator. Er war Schüler von H. Götz an der Kunstgewerbeschule in Karlsruhe und von M. Koch an der Berliner Kunstgewerbeschule. Er malte hauptsächlich Porträts, Figurenbilder und Landschaften. Klingners Werke waren in zahlreichen Ausstellungen vertreten u.a. von 1894 bis 1906 mehrfach auf der Großen Berliner Kunstausstellung. Bekannt wurde Klingner durch seine Wandmalereien, u. a. für das Neue Schauspielhaus in Berlin oder die Kirche St. Gertruden in Lübeck. Zudem fertigte er auch Plakate und dekorative Malereien an, aber auch kirchliche Monumentalmalereien.

Sonntag, 13. September 2015

Nostalgie: "Syndetikon" in der Werbung


„Dieser Bilderbogen und solche ähnlicher Art, werden kostenlos abgegeben.“ - so steht es am Rand auf obigem Bilderbogen aus dem Jahre 1930.

„Syndetikon“ war ein bekannter Kleber (https://de.wikipedia.org/wiki/Syndetikon) und Anfang der 1930er Jahre war es für Firmen schwierig ihre Produkte abzusetzen, aufgrund der Weltwirtschaftskrise fehlte die Kaufkraft der Bevölkerung in Deutschland. Desto wichtiger war es Werbung zu machen, ein Mittel waren Bilderbogen die kostenlos verteilt wurden, in denen auf beiläufige Art Werbung für ein Produkt gemacht wurde, in obigem Fall für den Kleber „Syndetikon“.

„Syndetikon“ bediente sich dieser Art Werbung über längere Zeit. Die Cartoonisten sind meistens nicht bekannt, obwohl sie den damaligen Cartoonisten, die in Illustrierten oder Büchern ihre Zeichnungen und Comics veröffentlichten, in nichts nachstanden. Aber „Syndetikon“ war auch bekannt für Werbung auf Reklamemarken - siehe dazu meine diversen Blogberichte über meine Reklamemarken-Sammlungen, und auch auf Plakaten warb die Firma intensiv.

Hier ein weiterer, diesmal einfarbiger, Bilderbogen und ein paar Reklamemarken die für „Syndetikon“ warben. Zum Schluß ein Barry-Noa-Cartoon aus dem Cartoon-Buch „Erotische Ergüsse“, erschienen 2008, wo mit dem Begriff „Werbeträger“ sexistisch (lol) umgegangen wird.

Zur Erklärung: Um die Zeit der Weltwirtschaftskrise liefen viele Arbeitslose mit großformatigen Werbeplakaten auf Schildern durch die Straßen und verdienten sich so ein bescheidenes Zubrot.


 
 
 

Samstag, 12. September 2015

Gif: die Schmetterlinge Nordamerikas

Passend zum gestrigen Blogbeitrag http://barrynoa.blogspot.de/2015/09/das-schmetterlings-vivarium-von-h-noel.html,  heute mal ein Gif: die Schmetterlinge Nordamerikas:

 

Freitag, 11. September 2015

Das "Schmetterlings-Vivarium" von H. Noel Humphreys



Finde ich interessant und schön, diese alte Lithografie:

Das Schmetterlings-Vivarium oder Insekten-Haus von H. Noel Humphreys, publiziert 1858 von William Lay

Schmetterlinge sind für mich sowieso mit die größten Naturwunder! Wie kann bloß aus einer Raupe nach der Verpuppung ein so filigranes Insekt mit Flügeln usw. werden, wo doch bekanntlich in einer Raupe sich nur eine gallertartige Masse befindet? Also, wenn das kein Wunder ist, diese Metamorphose! Da sind doch alle religiösen "Wunder" nichts dagegen!