Dienstag, 12. Juli 2016

DDR-Nostalgie: Wundervolle Wackelfiguren

In den 50er Jahren und bis Mitte der 60er Jahre gab es in jedem touristischen Ort der DDR eine Andenkenbude, wo neben Postkarten jede Menge Krimskrams verkauft wurde. Für uns Kinder ein Ort der magisch anzog. Mir hatten es besonders die wundervollen Wackelfiguren angetan, die ich mir kaufte. Leider sind im Laufe der Zeit viele dieser Wackelfiguren von mir kaputt gespielt worden, so daß nur noch 4 Wackelfiguren übrig sind. Aber an denen hänge ich sehr. Sie sind großartig, kann man doch durch Daumendruck den Boden einer Figur so drücken, daß ein Tier ein Ohr hängen läßt, den Schwanz bewegt und natürlich den Kopf neigt und viele andere Positionen einnehmen kann.

Die reinen Holzfiguren wurden im Erzgebirge hergestellt, die aus Plaste auch außerhalb des Erzgebirges. Wie man auf meinen Fotos sehen kann, haben Figuren auf dem Sockel auch Aufschriften, so die vom Kyffhäuser, das heißt, sie wurden an einer Andenkenbude am Kyffhäuser verkauft und sollten ein Andenken an diese Gegend sein, aber auch gleichzeitig Werbung für diese Gegend machen.

 





 
 

Montag, 11. Juli 2016

Ernst von Wolzogen (1855-1934): "Neue Glut"



Den Dichter, Schriftsteller und Kabarettisten Ernst von Wolzogen (1855-1934) kennen heute die wenigsten Literaturfreunde, die Zensur der DDR wirkt bis in unsere Zeit nach („Wie ich mich ums Leben brachte“ von 1923, in der DDR verboten). Auch richten heutzutage "antifaschistische" Klugschnacker, welche die unverdiente Gnade hatten, nach 1945 geboren worden zu sein, Ernst von Wolzogen, wegen dessen Wahlempfehlung für Hitler, Anfang der 30er Jahre.

Daß von Wolzogen aber um 1900 wunderbare Werke, so auch viele Gedichte, schuf, wird der political correctness wegen unter den Teppich gekehrt. Eines dieser Gedichte, welches ich mag, und je älter ich werde, so mag ich dieses Gedicht immer mehr, ist das Gedicht „Neue Glut“. Es ist u.a. in dem bekannten Kunstmagazin um 1900 „Moderne Kunst“ erschienen und da in der damals üblichen Form in Verbindung mit einem Bild. Das typische Jugendstilbild ist von dem Maler Hans Alois Schramm (1864-1919), siehe obige Abbildung.

„Neue Glut“ gibt Trost beim Älterwerden und dies auf augenzwinkernde Weise.


Ernst von Wolzogen bei Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_von_Wolzogen

Ernst von Wolzogen aus einem meiner alten Bücher, Grafik von Albert Anker (1831-1910). Zu Albert Anker siehe auch: http://barrynoa.blogspot.de/2016/07/albert-anker-1831-1910-bilder-mit.html
 
 
Zwei Titelblätter des Magazins „Moderne Kunst“:
 



Samstag, 9. Juli 2016

Erinnerung an Gottlieb Theodor von Kempf-Hartenkampf (1871-1964)

Über Gottlieb Theodor von Kempf-Hartenkampf (1871-1964), einen österreichischen Jugendstilkünstler, findet man wenig im Internet. Auch einen Wikipedia-Eintrag sucht man vergebens und auch Auktionshäuser, die Bilder von ihm versteigern, tragen nichts zu seiner Vita bei. Das ist verwunderlich, denn um 1900 muß er recht bekannt und beliebt gewesen sein, denn Bilder von ihm zierten etliche Postkarten in hohen Auflagen, so daß ihn so gut wie jeder Postkartensammler noch heute kennt. Da ich Bilder und Grafiken von Kempf-Hartenkampf sehr mag, hier ein paar seiner Werke, hauptsächlich auf Postkarten um 1900:





 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Einwecken 1953


Eine nette nostalgische Werbung aus dem Jahre 1953 (Juli 1953), die für den Konsum wirbt, der doch alles nötige hätte, um die Früchte des Sommers einzuwecken. Einwecken (Einkochen) war in der DDR eine Notwendigkeit, denn das Warenangebot an Frischwaren war im Winter sehr begrenzt und wer Eingewecktes im Keller hatte, der kam gut über den Winter. Ich kenne es gar nicht anders, sowohl meine Großmutter, wie auch meine Mutter, weckten tüchtig ein, ich selber mache dies auch noch, aber in letzter Zeit immer seltener, da ich jetzt lieber Früchte und Beeren aus dem Garten einfriere.

Montag, 4. Juli 2016

Memento moriendum esse


Ich verwundere mich immer wieder, wie alte Leute, so ab 65, meinen sie wären unsterblich, oder daß sie annehmen, daß ihnen noch ein langes Leben bevorsteht. Da bauen sie noch an ihrem Haus an, planen dies und das, auch längerfristig und verdrängen, daß sie alt sind und ihnen nur noch wenige Jahre beschieden sind. Und diese Jahre sind meistens nicht erbaulich, denn das Alter  fordert seinen Tribut.

Schon etliche meiner Bekannten sind tot und viele waren jünger als ich. An´s sterben hat von denen keiner gedacht, sondern sie rackerten sich noch mit allerlei schwerer Arbeit ab, schufteten „für´s Alter“. Daß der Tod unverhofft auch bei scheinbar ganz Gesunden kommt, das bekam ich heute mal wieder mit. Wäre es nicht besser, man lebte jeden Tag so, als wenn es der letzte wäre?

Unsere Altvorderen hatten nicht diese unsere Mentalität in der Frage des Todes. In der alten Zeit wurde der Tod im täglichen Denken und Tun nicht verdrängt, war fast immer präsent. Die Menschen lebten nach dem Spruch „memento moriendum esse“, also: „Bedenke, daß du sterben mußt“.

Die obige Grafik von Gerald Fenwick Metcalfe (1871-1953) zeigt den Tod und eine junge Frau, ein beliebtes Motiv, bis in die Zeit von 1900.

 

Sonntag, 3. Juli 2016

Albert Anker (1831-1910): Bilder mit Hühnern

In https://wolodja51.wordpress.com/2016/07/03/artgerecht-ist-nur-die-freiheit schreibt die Tierschützerin Claudia Marrapodi über das Leid der Hühner in unserer Zeit. Hier 2 Bilder des schweizerischen Malers Albert Anker, wo Hühner noch nicht in der Massentierhaltung (Tier-KZ´s) gehalten worden sind, der Zeit bis ca. 1955. Albert Anker lebte von 1831-1910, siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Anker. Beide Abbildungen sind gemeinfrei.


 

Samstag, 2. Juli 2016

50er Jahre: Werbung mit Cartoons für die Zigarettenmarke "Casino"

 
Bis Mitte der 50er Jahre war die „Casino“ in der noch jungen DDR die am meisten gerauchte Zigarette. In den damaligen Publikationen wurde „Casino“ oft mit Cartoons beworben, so im „Magazin“. Nachfolgende Werbung ist aus dem „Magazin“, der Zeichner ist mir leider nicht bekannt.