Sonntag, 3. September 2017

50er Jahre: Erinnerung an "Felix" aus der Heftserie "Das neue Abenteuer"

Die 50er Jahre waren wohl die beste Zeit in der DDR. Es ging aufwärts nach dem großen Krieg und dies nicht nur beim Aufbau, sondern auch in der Kultur. 1949 wurde die Abenteuer-Heftreihe „Das neue Abenteuer“ gegründet und 1990 war Schluß, so wie mit fast allem was einem lieb war in der DDR. Die Hefte erschienen bis einschließlich 1959 halbmonatlich, ab 1960 dann monatlich. Das Einzelheft kostete konstant 25 Pfennig, bis 1990!!! Am Anfang wurden 100.000 Exemplare gedruckt und ab 1955 265.000 je Heft, wobei manche Hefte auch Nachauflagen erlebten.

Die Nr. 1 von 1952

Die Nr. 118 aus dem Jahre 1957, sogar mit Tarzan!


Von 1956 bis 1958 machte die Comicfigur „Felix“ auf der Rückseite des Covers der Hefte auf Bücher des Verlags aufmerksam oder er sprach die meist jugendlichen Leser mit Rätseln und Veröffentlichung von Briefwechselwünschen an, siehe dazu etliche Seiten. Von wem „Felix“ gezeichnet wurde, ist mir nicht bekannt. Auf jeden Fall legte ich mir aufgrund der Tipps von Felix etliche der Bücher zu, so von Obrutschew: „Plutonien“, von Mark Twain „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ und alle 4 Bände "Abenteuer aus aller Welt" mit den wundervollen Illustrationen von Werner Klemke.  
 













 


Donnerstag, 31. August 2017

Ende August und die Goldruten blühen schon

Es ist noch August und dennoch blühen die Goldruten in meinem Garten schon? Früher blühten die Goldruten mal Ende September, Anfang Oktober, und jetzt so zeitig? Bekommen wir etwa einen frühen Winter? Wer weiß! Für manch einen Gartenfreund sind Goldruten Unkraut, aber mir gefallen sie, weil ihre Blüten tatsächlich wie Gold leuchten, siehe Fotos:


Mittwoch, 30. August 2017

Die Engelstrompeten blühen wieder

 
 
Ende August beginnen die Engelstrompeten zu blühen. Ihr Duft ist stärker als jedes Parfüm und in geschlossenen Räumen könnte man es nicht aushalten. Außerdem sind Engelstrompeten hoch giftig. Das wissen auch die Hühner und sie halten immer Abstand, auch wenn das auf dem ersten Foto nicht so aussieht. Dennoch, wegen ihrer Schönheit sind Engelstrompeten eine Zierde für jeden Garten.




 

Dienstag, 29. August 2017

„Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“

Ein interessanter Artikel aus dem „Roten Morgen“, dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei Deutschlands/ Marxisten-Leninisten (http://www.rotermorgen.info) zur kommenden Bundestagswahl:



Warum demonstrieren die „Linken“ nicht mehr gegen die Regierung?

„Der Hauptfeind steht im eigenen Land!“ Dieser Ausspruch von Karl Liebknecht wurde früher überaus häufig von den „Linken“ zitiert. Zu sehen ist aber davon nichts mehr.Es ist erschreckend und bedrückend, wenn man an die Wahlkämpfe von Strauß und Kohl zurückdenkt. Man demonstriert lieber gegen ausländische Staatschefs wie Trump oder Putin bei G20 in Hamburg. Fast täglich macht Angela Merkel bis zu zwei Wahlkampfauftritten in Städten der BRD. Proteste dagegen kommen fast nur von der AfD. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel ist immerhin die offizielle Repräsentantin der Herrschenden, des deutschen Export- und des Finanzkapitals und nach dem Abgang Obamas inoffizielle Repräsentantin des globalistischen Flügels der Weltbourgeoisie.Nebenbei bemerkt: Die neoliberale globale Welt ist in Wahrheit hoch rassistisch: Weil sie die Not anderer Völker ausnutzt und deren Menschen gegen Billiglohn zu Tode schuften läßt.

Merkel ist auch mitverantwortlich für eine aggressive Außenpolitik gegenüber Rußland (Ukraine,Donbass,Sanktionen), mischt sich kriegerisch in andere Staaten wie Afghanistan,Mali usw. ein, unterstützt andere westlichen Staaten im Cyberkrieg gegen den Rest der Welt, läßt den US-Imperialismus vom deutschen Boden aus (Ramstein usw.) Kriege und Drohneneinsätze führen. Weiter unterstützt sie und ihre Regierungskoalition die finstersten Regimes der Welt mit Waffen wie Saudiarabien, das diese Waffen gegen die eigene Bevölkerung im Osten von Saudiarabien, im Gemetzel in Jemen und zur Unterdrückung in Bahrain einsetzt.

In Europa maßregelt sie die südeuropäischen Staaten, die unter der Last des Euro stöhnen und versucht sich als Schulmeister gegenüber Großbritannien und den osteuropäischen Staaten. Im Inland hat ihre Politik die Kluft zwischen arm und reich verschärft, was sie auch mit Statistikfälschungen nicht vertuschen kann. Die Familienpolitik ist gescheitert, die Mieten steigen, das Bildungsniveau sinkt.

Dazu kommt, daß sie und ihre Helfershelfer die Armut von Nigeria nach Deutschland importieren, was die Kriminalität hierzu Lande hochschnellen ließ. Der Drogenverkauf auf den städtischen Plätzen wird neuerdings hauptsächlich von afrikanischen Einwanderern getätigt. Die Linken-Vorsitzende Kipping, die quasi indirekt als Regierungssprecherin der CDU die vernünftigen Äußerungen Sarah Wagenknechts entwertet, sagte vor kurzem:“ Die AfD will die Flüchtlinge in die Hölle Libyens zurückschicken.“ Libyen zur Hölle hat nicht die AfD gemacht, sondern der Krieg der verbündeten NATO-Staaten gegen Gaddafi.

Es sind gerade die vollmundigen Versprechungen der Merkel,Kipping,und der Industrieverbände, die die Menschen in Afrika zum Verdursten in die Sahara und in die Hölle Libyens locken. Die Fluchtursachen bekämpfen heißt die militärischen Eingreiftruppen Deutschlands, Frankreichs usw. zurückziehen, Neokolonialismus beenden, die afrikanische Wirtschaft nicht mehr durch Dumping ruinieren, korrupte Staatschefs nicht mehr fördern, weil sie den Ausverkauf von Bodenschätze dulden.

Eine sehr schwache Ausrede ist, daß die Proteste gegen Merkel und die CDU hauptsächlich von Rechten durchgeführt werden. Bei den Demonstrationen „Gegen Rechts“ waren aber bisher die „Linken“ zahlenmäßig immer größer. Wenn die „Linken“ wieder als Opposition oder als Alternative wahrgenommen werden wollen und nicht in der Versenkung verschwinden wollen, müssen sie sich wieder auf den Hauptfeind, das Kapital besinnen statt vom Mainstream gesteuert irgendwelche Phantome und Hirngespinste zu bekämpfen.

Nieder mit der Großen Koalition!

Keine Stimmen den Parteien des Kapitals!

Montag, 28. August 2017

Badezeit - FKK-Zeit?

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Ende August 2017, es ist noch einmal wunderbares Badewetter. Dazu passend obiges Gemälde von Emil Axel Krause (1871-1945), welches einen Schulausflug um 1900 zeigt.

Um 1900 war die Zeit der Reformbewegung, bei der auch die Freikörperkultur ein wichtiger Bestandteil war. Zurück zur Natur, das bedeutete auch die Überwindung der unnatürlichen Prüderie, welche die Kirche den Menschen jahrhundertelang aufgezwungen hatte. Immer mehr setzte sich die Freikörperkultur durch, so auch in der Kindererziehung.

Diese Bewegung hielt auch nach 1900 an, besonders in den 1920er Jahren, aber auch in der NS-Zeit wurde sie gepflegt. In Westdeutschland hielt nach dem Krieg die Prüderie wieder Einzug, in der DDR auch einige Jahre, bis Ende der 50er Jahre die Freikörperkultur in der DDR wieder Normalität wurde.

Seit dem Anschluß der DDR an die Bundesrepublik war es damit vorbei, Freikörperkultur wird nunmehr nur noch von alten Leuten, die das noch aus DDR-Zeiten kennen, praktiziert. Kinder und Jugendliche werden von der Freikörperkultur ferngehalten und schon gar nicht gibt es Schulausflüge an einen FKK-Strand, wie um 1900 oder zu DDR-Zeiten noch üblich.

Reaktionäre starke gesellschaftliche Kräfte haben diesen Rückschritt bewirkt, der noch verstärkt wird durch die Ausbreitung der Kultur des Islam, welche ganz und gar körperfeindlich ist, und wo sogar Bikinis verpönt sind und der Ganzkörperbadeanzug für Frauen und Mädchen propagiert wird.

Hier weitere Blogbeiträge zum Thema:



 

Sonntag, 27. August 2017

Die Leserzeitschrift des "buchclub65"

2009 schrieb ich schon einmal einen Blogbeitrag über den „buchclub65“, dem ich zu DDR-Zeiten seit 1966 angehörte, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/02/erinnerungen-den-buchclub-65.html.

Heute noch denke ich gern an die Zeit mit dem „buchclub65“ zurück. Dabei ergeben sich Parallelen mit meiner Mutter, denn die gehörte in den 30er und 40er Jahren auch einem Buchclub an, nämlich der „Büchergilde Gutenberg“, und so stehen viele Bücher aus dem Besitz meiner Mutter, von der Büchergilde, einträchtig mit meinen Büchern vom buchclub65 in meinem Bücherschrank.
 
 
Ganz besonders schätzte ich die Leserzeitschrift des buchclub65, von der ich leider nur noch 7 Exemplare besitze. Eine großartige Zeitschrift, die man kostenlos 4 mal im Jahr zugesandt bekam und in der ich noch heute lieber lese als in modernen bundesdeutschen Westdreckmedien.
 
Mehr über den buchclub65 siehe hier: http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Buchclub_65

Hier ein paar Scans aus den Leserzeitschriften der Jahre 1966 und 1967:
 










 

Samstag, 26. August 2017

Bundestagskandidat Jörg Schindler (Die Linke) und die "Oktoberreform"


Bundestagswahl 2017: Der Direktkandidat für Dessau-Wittenberg von der Partei „Die Linke“, der Herr Rechtsanwalt Jörg Schindler, wurde vom MDR u.a. gefragt:
Welche Reform bewundern Sie am meisten?“

Schindler: „Die Einführung des Mindestlohngesetzes (MiLoG). Historisch: Die Große Sozialistische Oktoberreform.“


Die Große Sozialistische Oktoberreform? Nie gehört! Was soll das sein? Oder offenbarte da ein Direktkandidat der Partei „Die Linke“, der in den Bundestag gewählt werden möchte, sein reformistisches Geschichtswissen, bzw. Unwissen? Ja, schon klar, die Partei „Die Linke“ ist halt keine revolutionäre Partei, sondern durch und durch bürgerlich und da wird ganz schnell mal aus der „Großen Sozialistischen Oktoberrevolution“ eine „Oktoberreform“!

Der MDR fragte noch: „Was ist Ihre größte Schwäche?“
 
Schindler: „Ich habe Jura studiert und somit nichts Ordentliches gelernt. Im Übrigen ist meine große Schwäche Ironie.“

War also die Antwort mit der „Oktoberreform“ ironisch gemeint? Man weiß es nicht! Toll, daß die Bürger, die solche Kandidaten wählen sollen, an der Nase herum geführt wird. Politik als lustiges ironisches Verwirrspiel?