Samstag, 11. Februar 2012

Reise in die deutsche Kolonialvergangenheit von Kamerun - Teil 1









Die Stammleser des B.N.-Blogs haben ja mit viel Interesse den Gastbeitrag von Michael Dennhardt über seine Reise im Jahre 2011 nach Lamu und Wituland gelesen und dies auch besonders deshalb, weil Michael Dennhardt letzte Überreste der kurzen deutschen Kolonialherrschaft (1885-1890) aufzuspüren versuchte, was ihm auch gelang, siehe den Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.com/2011/12/exklusiv-im-bn-blog-reise-nach-lamu-und.html. Eine wesentlich größere deutsche Kolonie war Kamerun und auch viel länger unter deutscher Herrschaft (1884-1916), deshalb sind dort natürlich auch entschieden mehr Zeugnisse der Deutschen zu finden als im ehemaligen Deutsch-Witu. Michael Dennhardt hatte das Reisfieber gepackt und nach Lamu und Witu war Kamerun dran. Über Weihnachten 2011 und den Jahreswechsel flog er nach Kamerun und spürte auch dort deutsche Vergangenheit auf und machte exklusiv für den B.N.-Blog viele interessante Aufnahmen, wie Bauten aus deutscher Zeit und deutsche Grabsteine und vieles andere mehr. In ein paar Teilen möchte ich diese Fotos den Lesern, und da natürlich an der Kolonialgeschichte interessierten, zeigen. Einstimmen auf die mehrteilige Folge sollen Bilder der deutschen Kolonialzeit Kameruns aus einem alten Album.

Freitag, 10. Februar 2012

Neues: Nepp jetzt auch im Toscana-Restaurant des Porta-Möbelhauses in Dessau?

Nepper, Schlepper, Bauernfänger allenthalben, man hat sich in Deutschland schon daran gewöhnt, was für Zustände herrschen und da war es dann immer erfreulich, daß es auch Ausnahmen gab, Handelseinrichtungen z.B. wo man gern hinging, weil man sie für seriös hielt, desto größer ist dann die Enttäuschung wenn es auch dort unseriös wird.

Einmal die Woche gehen wir gern in einem Restaurant essen und da bisher am liebsten in das Restaurant Toscana im Porta-Möbelhaus in Dessau. Sehr gutes Essen, ein gepflegtes Ambiente und die schöne Aussicht aus den Fenstern in die Weite der Landschaft, die ziehen an. Und dann natürlich das schöne Porta-Möbelhaus an sich, wo man immer wieder etwas für den Haushalt zu kaufen findet, außer dem großen hervorragenden Möbelangebot.

Heute allerdings Nepp in dem dortigen Restaurant. Neben vielen anderen Gerichten wird auch eine Kinderportion angeboten und die wird selbstverständlich nicht nur von Kindern genommen, sondern auch von Gästen die nur einen kleinen Hunger haben. So gab es heute ein kleines Minischnitzel mit einer kleinen Portion Pommes Frites und einem Getränk Capri-Sonne als ein solches Essen. Für Kinder zwar völlig ungeeignet da ungesund, denn Pommes, Schnitzel, und ein Getränk voller Zucker, ohne frisches Gemüse oder Obst sind nun nicht gerade kindgerecht! Nun gut, jedenfalls bestellten wir (keine Kinder) dieses Gericht und man tat es uns an der Theke auf die Teller. Dann ging es mit dem Gericht zur Kasse und dort wurde uns das Getränk wieder abgenommen, dies mit der Begründung, daß nur Kinder unter 14 Jahren das Getränk zum Essen bekämen. Wie bitte? Auf dem Angebotsschild stand nichts dergleichen, sondern nur „Kinderportion Schnitzel mit Pommes Frites und einer Capri-Sonne“. Ja da hatten wir den Salat, das mickrige Essen ohne Getränk, aber mit dem gleichen teuren Preis, das ist natürlich Nepp! Stellen Sie sich vor, Sie kaufen im Supermarkt etwas dreiteiliges, zu sagen wir mal 3 Euro, und an der Kasse nimmt man ihnen dann ein Teil von dreien ab und tippt aber trotzdem 3 Euro ein, weil dieser dritte Teil nur für, sagen wir mal, Rentner abgegeben wird. Also unlogischer und nepphafter geht’s nimmer, zumal die Crux ja auch die ist, daß Kinder unter 14 Jahren nur seltenst dort allein Essen gehen. Wenn dann mit den Eltern und wenn die an der Kasse des Porta-Restaurants bezahlen, ja dann wird ihnen das Getränk wieder abgenommen, denn nur für Kinder an der Kasse gilt das volle Menü?

Ja liebe Porta-Leute, mit derlei üblen Methoden vergrault man sich die Kunden und ein guter Ruf ist dahin. Gesetzlich gestattet ist solches schon gar nicht, denn was auf dem Angebotsschild steht ist verbindlich und wenn man schon derartige Abzocke beibehalten will, dann muß dies auch auf dem Preisschild stehen: „Pommes Frites mit Schnitzel (Miniportion), dazu ein Getränk, aber nur für Kinder unter 14 Jahren“, was aber auch Nonsens ist, weil nicht zu kontrollieren, denn Kinder haben noch keinen Ausweis und damit ist keine Alterskontrolle gegeben.

Montag, 6. Februar 2012

Neues: Kälte draußen, Frühling drinnen


Widerlich diese Kälte des späten Winters! Besonders die Vögel haben mal wieder unter den Minustemperaturen zu leiden. Noch im Januar fanden die aus Sibirien stammenden Saatkrähen auf den Wiesen der Damaschkestraße (in meiner Nähe) Futter und bei mir im Garten hielten sich nur die hier heimischen Rabenvögel auf und brauchten aber so gut wie kein zusätzliches Futter vom Menschen. Das ist nun anders. Zwei bis dreimal am Tag kommt nun der Krähenschwarm zu mir, freut sich über das ausgelegte Futter. Scheinbar füttern immer weniger Bürger Vögel, höchstens in kleinen Futterhäuschen Minimengen. Das bringt natürlich heimische Vögel und die Wintergäste nicht durch die eisige Kälte die besonders in der Nacht herrscht.

Ein großer Sack Hundetrockenfutter hat „meine“ Raben über die letzten Tage gebracht, eine gute Futterlösung für Rabenvögel, die Hundetrockenfutter gern annehmen, daneben natürlich noch handelsübliches Körnerfutter und Weichfutter. Letzteres ist für die Amseln wichtig, denn mit Körnern haben die es ja nicht so.

Amseln, Sperlinge und Grünfinken halten sich bei mir im Winter in meiner großen Brombeerhecke auf, die ist ein wahres Heim für diese kleinen Vögel, denn die Brombeeren sind wilde, die mit den Dornen, und schützen so die Vögel vor Katzen. Im Laufe der Jahre ist meine Hecke groß und dicht geworden und schützt dadurch seine Bewohner auch vor eisigem Wind. Schaut man sich viele Gärten an, die in amerikanischem Stil angelegt sind, d.h. kahle Wiese, heckenlos und verstecklos, dann bieten diese für tierische Mitbewohner keine Heimstatt. Leider nehmen diese Art Gärten immer mehr zu und die Typen die solche Gärten so anlegen, rümpfen oft noch über ökologische Gärten die (kleinbürgerliche) Nase und merken dabei gar nicht wie unnatürlich ihr sorgsam gepflegter Garten oft ist.

Und wie kann man im Haus den Winter ertragen? Ich halte es mit Blumen, am besten schön blühenden. Wenn es draußen so ungemütlich wie derzeit ist, erfreut mich ein Frühlingsgruß wie der schon vor einer Woche erworbene Tulpenstrauß, dessen Blüten noch immer prächtig sind. Duftig pastos nehmen sie den sehnlich erwarteten Frühling wenigstens ein wenig vorweg. 


  

Donnerstag, 2. Februar 2012

Altes: Filmwerbung in der Zeitschrift "Filmwoche"



















In der Zeitschrift "Filmwoche", siehe http://barrynoa.blogspot.com/2012/02/altes-erinnerung-die-zeitschrift.html, gab es natürlich auch Werbung für die neuesten Filme. Die Ufa und die Tobis waren damals, und auch nach dem Kriege, die bekanntesten deutschen Firmen die Filme am laufenden Band auf den Kinomarkt brachten. In den Scans einige dieser Werbungen von Filmen die auch bis in unsere Zeit noch im Fernsehen gezeigt werden und die auch immer noch gern gesehen werden.  

Mittwoch, 1. Februar 2012

Altes: Erinnerung an die Zeitschrift "Filmwoche"



























Wer in der DDR aufgewachsen ist, der ist auch mit den Filmen der Zeit zwischen 1933 und 1945 aufgewachsen, erbte doch die DDR das umfangreiche Film-Archiv. Da nun die meisten der Filme aus dieser Zeit betont unpolitischen Charakters waren- sie flimmern ja auch heute noch über die Bildschirme - so hatte man keine Bedenken diese im Fernsehen der DDR zu zeigen. Immer Montags gab es einen solchen alten Film zu sehen und dies ausgerechnet vor der Sendung „Der schwarze Kanal“ mit Karl-Eduard von Schnitzler. Die Zeitschrift „Filmwoche“ erschien seit 1922 und war in den 30er und 40er Jahren  d i e  Filmzeitschrift. Erstaunlich, wie unpolitisch dieses Blatt auch noch zu Kriegszeiten war. Eine heile Welt im Film sollte nach dem Willen von Propagandaminister Goebbels die Bevölkerung ablenken, was auch zu großen Teilen gelang, denn im Kino konnten sich die Bürger tatsächlich für ein paar Stunden in eine andere Welt beamen und den Kriegsalltag vergessen. Andere Ablenkungen, wie Tanzabende usw., waren ja während des Krieges verboten.

Schaut man sich die Titelblätter der „Filmwoche“ an, so sieht man dort viele Stars die auch in der Nachkriegszeit bis in unsere Tage hinein Filme drehten und Stars blieben, so Johannes Heesters, Marika Rökk, Ilse Werner oder Gisela Uhlen. Erstaunlich die Jugend von letzterer in der Nazizeit, wo man in vielen Dingen toleranter war als heute. So hatte die Uhlen schon mit 14 Jahren ein Verhältnis mit ihrem viel älteren Ballettmeister, den sie im Alter von 16 Jahren heiratete. Heute wäre dies undenkbar, da solcherart Beziehung als Kindesmißbrauch mit Abhängigen geahndet würde, in früheren Zeiten aber völlig normal war, da damals Jugendliche nicht infantilisiert wurden wie heute.

Die Scans zeigen Hefte der„Filmwoche“ aus den Jahren 1939 bis 1941, zu erwerben beim Antikhandel Neumann, siehe: http://antikhandelneumann.npage.de .