Sonntag, 24. Dezember 2017
Rote Linie: Von der KPD 1932 zur jetzigen Tierbefreiung
1932 konnte die KPD noch zu den Reichstagswahlen kandidieren, siehe obiges Plakat. 1933 wurde die KPD verboten! Auch unter dem Adenauer-Regime wurde sie verboten, das war 1956! In der DDR, in der vereinigten SED, wurden die kommunistischen Ideale ab Mitte der 50er Jahre immer mehr aufgegeben und die SED entartete zu einer bürgerlichen sozialfaschistischen Partei.
Während 1932 nur die Menschenrechte im Mittelpunkt der progressiven Kräfte standen und den Tieren ihre Rechte nicht zuerkannt wurden, so sieht das jetzt schon anders aus, siehe das Heftcover des Magazins "Tierbefreiung" aus dem Jahre 2016. Dort geht es nicht nur um den Kampf gegen den Kapitalismus, sondern auch um die Befreiung der Tiere von der Ausbeutung und Unterdrückung durch den Menschen.
Samstag, 23. Dezember 2017
Neuer Freund der Hühner - ein Rotkehlchen!
Es ist erstaunlich! Seit ein paar Wochen! Wenn ich die Hühner rufe, daß es Futter gibt, dann ist nicht ein Huhn das erste was bei mir ist, sondern ein entzückendes kleines Rotkehlchen, welches sich den Hühnern angeschlossen hat.
Dummerweise ist es so flink, daß ich es beim Fressen nicht fotografieren kann. Wenn ich ca. 2 Meter entfernt stehe, dann schaut es mich mit seinen kleinen Knopfaugen an, zücke ich aber den Fotoapparat, dann ist es, husch, weg! So bleibt mir nichts anderes über, als ein Foto (heute gemacht) meinen Bloglesern zu zeigen, die besagtes Rotkehlchen an der Wasserstelle zeigen. Zu gern hätte ich lieber ein Foto gemacht, die das Rotkehlchen mit den Hühnern zeigen. Aber vielleicht klappt es später mal.
Ich denke mir, daß dieser kleine schlaue und hübsche Vogel erkannt hat, daß es in der Nähe der Hühner immer gutes Futter gibt und sich deshalb immer in der Nähe der Hühner aufhält.
Mich freut so etwas mehr als Menschenfeste, wie dieses dämliche Weihnachten.
Freitag, 22. Dezember 2017
"Kästner und der kleine Dienstag"
Neuere Filme schaue ich mir sonst nicht an, aber gestern machte ich eine Ausnahme, da die ARD einen Film über das Leben von Erich Kästner zeigte. Der Film "Kästner und der kleine Dienstag" erzählt nicht nur von der Freundschaft zwischen dem Schriftsteller und einem Berliner Jungen, sondern von seinem Leben, und ich muß sagen: Er war gelungen!
Filmplakat
In einer Drehpause (mit Film-Dackel!)
Schon immer war ich ein großer Fan von Erich Kästner, einmalig seine Bücher „Emil und die Detektive“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Das doppelte Lottchen“, „Die Konferenz der Tiere“. Schon die Buchumschläge des ebenfalls von mir hoch geschätzten Walter Trier, sind großartig.
Widerlich die Nazizeit, als man Kästners Bücher als undeutsch verbrannte und dennoch nicht auf den genialen Schriftsteller verzichten wollte, bekanntlich ließ man ihn unter Pseudonym (Bedingung!) das Drehbuch für den tollen Film „Münchhausen“, mit Hans Albers in der Hauptrolle, schreiben. Dies muß uns Heutige lehren: Nie wieder Faschismus!
Buchumschläge von Kästner-Büchern von Walter Trier:
Filmplakat des Münchhausen-Films von 1943:
Passend zur Weihnachtszeit, wo die Geburt Christ sinnentleerend von sogenannten Christen gefeiert wird, sein Gedicht aus dem Jahre 1930:
Dem Revolutionär Jesus zum Geburtstag
Zweitausend Jahre sind es fast,
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!
seit du die Welt verlassen hast,
du Opferlamm des Lebens!
Du gabst den Armen ihren Gott.
Du littest durch der Reichen Spott.
Du tatest es vergebens!
Du sahst Gewalt und Polizei.
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut
und wolltest allen Menschen gut,
damit es schöner werde!
Du wolltest alle Menschen frei
und Frieden auf der Erde.
Du wusstest, wie das Elend tut
und wolltest allen Menschen gut,
damit es schöner werde!
Du warst ein Revolutionär
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!
und machtest dir das Leben schwer
mit Schiebern und Gelehrten.
Du hast die Freiheit stets beschützt
und doch den Menschen nichts genützt.
Du kamst an die Verkehrten!
Du kämpftest tapfer gegen sie
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.
und gegen Staat und Industrie
und die gesamte Meute.
Bis man an dir, weil nichts verfing,
Justizmord, kurzerhand, beging.
Es war genau wie heute.
Die Menschen wurden nicht gescheit.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.
Am wenigsten die Christenheit,
trotz allem Händefalten.
Du hattest sie vergeblich lieb.
Du starbst umsonst.
Und alles blieb
beim alten.
Donnerstag, 21. Dezember 2017
Wohnen in Großelterns Möbeln
Jeder ist anders eingerichtet. An mir jedenfalls verdienen Möbelhändler keinen einzigen Cent. Schon zu DDR-Zeiten verdienten Möbelhäuser keinen einzigen Pfennig an mir, weil ich in den Möbeln meiner Großeltern und Eltern mich schon immer wohl gefühlt habe.
Noch heute erfreue ich mich an dem Gründerzeit-Vertiko meiner Großmutter und dem Glasschrank, dies besonders wegen dem wundervoll gemaserten Holzfurnier. Auf dem Vertiko habe ich mittig von zwei Kerzenleuchtern eine Jugendstilarbeit hingestellt. Die ist zwar aus einer etwas späteren Kunstepoche, ich liebe sie aber wegen dem Motiv von einem typischen Jugendstilmädchen mit einem Reh, ein Motiv, welches mich an den Jugendstil-Künstler Fidus erinnert. An der Wand dahinter, übrigens, ein kleines anhaltisches Auenbild des Dessauer Malers Heinz Schmidt-Rom. Ebenso schätze ich das große Oelbild daneben, ein Bild welches mal mein Großvater erwarb: "Vor der englischen Küste" von Luise Thiersch-Patzki (1870-1937).
Noch heute erfreue ich mich an dem Gründerzeit-Vertiko meiner Großmutter und dem Glasschrank, dies besonders wegen dem wundervoll gemaserten Holzfurnier. Auf dem Vertiko habe ich mittig von zwei Kerzenleuchtern eine Jugendstilarbeit hingestellt. Die ist zwar aus einer etwas späteren Kunstepoche, ich liebe sie aber wegen dem Motiv von einem typischen Jugendstilmädchen mit einem Reh, ein Motiv, welches mich an den Jugendstil-Künstler Fidus erinnert. An der Wand dahinter, übrigens, ein kleines anhaltisches Auenbild des Dessauer Malers Heinz Schmidt-Rom. Ebenso schätze ich das große Oelbild daneben, ein Bild welches mal mein Großvater erwarb: "Vor der englischen Küste" von Luise Thiersch-Patzki (1870-1937).
Luise Thiersch, geborene Patzki, war in den 30er Jahren eine anerkannte Malerin, davon künden Ausstellungen von 1936 und 1939. Am 3.3.1870 in Hayman geboren, verstarb sie am 2.1.1937 in Leipzig. Das Bild zeigt eine Meereslandschaft, fast nur in blauen Farben gehalten, es heißt "Vor der englischen Küste". Trotz der Kargheit des dargestellten, eigentlich nur das Meer und der Himmel, die Felsen der Insel, ein verloren wirkendes Schiff und eine einsame Möve, ist es ein interessantes Bild, welches angenehm wirkt und meisterlich gemalt ist und welches trotz der großen Abmaße keineswegs ein "Schinken" ist, welches oft bei sehr großen Bildern der Fall ist.
Sonntag, 17. Dezember 2017
Dezember 1917: Trübe Aussichten auf 1918
Diese Postkarte des Malers Karl Zinn mag auf den ersten Blick lustig erscheinen, ist aber, im Dezember 1917 erschienen, also vor genau 100 Jahren, ernst gemeint, wird doch da der Ausblick auf das Jahr 1918 geboten, dem 4. Kriegsjahr, welches wirklich für die deutsche Zivilbevölkerung ein grausames Hungerjahr wurde und für hunderttausende Soldaten an der Front den Tod bedeutete.
Wenn man sich die Postkarte genau anschaut, dann findet sich im linken unteren Eck ein Stück Ersatzseife. Nicht nur Seife gab es nicht mehr, sondern es mangelte an allem, neben Nahrungsmitteln gab es auch keine Kleidung mehr zu kaufen, deshalb das ironische Verweisen auf Feigenblätter.
Ursache dieser Not war die englische Seeblockade, die Deutschland vom Handel ausschloß. Daß die Hauptursache der Krieg war, das ist unbestritten. So eine Postkarte hätte im Jahre 1944 nicht erscheinen dürfen, weil das Motiv als Wehrkraftzersetzung gegolten hätte. Insofern ging es im Kaiserreich toleranter zu als bei den Nazis.
Freitag, 15. Dezember 2017
Eine Maus im Haus? Die Lösung: Lebendfalle!
Eine Maus im Haus ist ein Graus, denn die niedlichen Nager richten durch ihre Nagerei mächtigen Schaden an, besonders meine antiken Möbel vertragen Mäuse ganz und gar nicht, von den unhygienischen Hinterlassenschaften einer Maus ganz zu schweigen. Trotzdem bringe ich es nicht übers Herz so eine kleine Maus zu töten, wenn sie es sich partout in den Kopf gesetzt hat, die Winterzeit bei mir zu verbringen. Die Lösung heißt also nicht Giftkörner oder gar grausame Schnappfalle, sondern Lebendfalle!
Ist sie nicht niedlich, die kleine Maus, die ich da gefangen habe? Und will sie nicht ebenso leben, wie wir Menschen? Also raus aus dem Haus und raus aus der Lebendfalle, bei den Hühnern im Stall ist immer noch ein kleines Plätzchen frei, Kost (Wasser und Körner) und Logis frei!
Durch Anklicken können die Fotos vergrößert werden!
Mittwoch, 13. Dezember 2017
Mutters Geburtstag am 13. Dezember
Heute, am 13. Dezember, hätte meine liebe Mutter Geburtstag. Ihr zu Ehren und zu Ihrem Gedenken, heute ein paar alte Dias eines Urlaubs mit ihr in Bad Schandau, mit Ausflügen nach Dresden und zur Festung Königstein. Das war im Jahre 1964 und ich war da 13 Jahre alt, Mutti 42 Jahre alt.
An der Dampferanlegestelle von Bad Schandau
Mutti winkt mir im Ferienheim zu, im Hintergrund die Elbe
Mutti und ich bei einer Kahnpartie
Mutti füttert hungrige Katzen
Auf der Festung Königstein
Mutti und ich am Zwinger-Brunnen
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