Montag, 13. Januar 2020

Goldmünzen: Sicherheit gegenüber Euro-Konfetti-Geld

10-Mark-Goldmünze aus Anhalt

Bei „Compact“ gab es einen interessanten Artikel:

„Goldmünzen: Sicherheit gegen die Schwindsucht unseres Konfetti-Geldes“

https://www.compact-online.de/goldmuenzen-sicherheit-gegen-die-schwindsucht-unseres-konfetti-geldes/

Nun, das ist ja allgemein bekannt, daß Gold seinen Wert behält, wenn Papierwährungen schon lange nichts mehr wert sind. 

Bestes Beispiel aus meiner Familie. Mein Urgroßvater Max hatte im Kaiserreich 6000 Reichsmark sich und seiner Familie vom Munde abgespart und hatte das Geld, wegen der Zinsen, auf der Bank. Sein Nachbar war schlauer, er hatte seine bescheidenen gesparten 500 Reichsmark zu Hause im Sparstrumpf, als Goldmünzen. 

Bekanntermaßen war die Währung im Kaiserreich durch Gold gedeckt und Goldmünzen waren gängiges Zahlungsmittel. Für ein 20-Reichmark-Stück in Gold konnte man sich einen Anzug kaufen. Während mein Urgroßvater nach dem 1. Weltkrieg sein ganzes Geld verlor, war sein Nachbar, der mit den nur 500 Reichsmark, ein gemachter Mann. Für ein 20-Goldmark-Stück konnte er sich alles leisten, da Gold seinen Wert nicht verloren hatte. Für so ein 20-Goldmark-Stück, könnten seine Erben, wenn sie die Goldstücke noch hätten, auch heute noch einen Anzug kaufen, da so ein Stück heute ca. 350 Euro bringt. 

Gold ist immer beständig. Gut dran war derjenige, der zu DDR-Zeiten Gold besaß, denn das behielt seinen Wert, während unser DDR-Geld halbiert wurde, beim Umtausch in D-Mark. 

Noch krasser war es zu NS-Zeiten, als Juden, die noch rechtzeitig fliehen konnten, mit Gold ins Ausland flohen, da waren sie finanziell abgesichert, denn Gold kann man in allen Ländern der Welt in Geld umtauschen. Schon nach kurzer Zeit verboten die Nazis die Ausfuhr von Gold. Juden die ausreisen durften und heimlich Gold bei sich hatten und dies wurde entdeckt, kamen statt ins rettende Ausland ins KZ. 

Bekannt ist die Geschichte eines Juden, der Gold-Reichsmünzen in seinen Mantel eingenäht hatte und dies wurde nicht entdeckt. In Venezuela angekommen, konnte er sich durch die Goldmünzen eine Existenz aufbauen, während mittellose Juden in Venezuela im Elend versanken, deshab sogar den Freitod wählten. Bekannt ist auch, daß die Deutschen, die Gold hatten, nach dem 2. Weltkrieg nicht Hunger leiden mußten, während diejenigen die nur Papiergeld hatten oder ein Sparbuch, ihr ganzes Vermögen, bis auf 40 Mark, verloren.

Wer meint, daß das alte Kamellen sind, für die heutige Zeit nicht mehr interessant, dem möchte ich folgende Geschichte erzählen, die ich als Antikhändler in Roßlau, siehe Zeitungsauschnitt bei meiner Eröffnung des dortigen Ladens, erlebte.


Alter Ausschnitt aus der Mitteldeutschen Zeitung, die mich in meinem Antikladen in Roßlau zeigen

Dort kam einige Male ein alter Mann aus dem Altersheim zu mir und dies 5 Minuten vor Ladenschluß, damit er mit mir allein war. Er eröffnete mir, daß er im Altersheim nur 40 Mark (das war noch vor dem Euro) Taschengeld bekäme, er aber gern Zigarren rauchen würde und er mich im Laden auch Zigarre rauchend durch das Schaufenster gesehen hätte. Auch würde er gern in einem Café sitzen. Das könne er sich aber mit den 40 Mark Taschengeld nicht leisten, da davon schon der Friseur und die Zahnpasta und mal ein paar neue Socken zu kaufen wären. Heimliches Geld dürften die Heimbewohner nicht haben, da das dem Sozialamt gemeldet werden muß und die Schwestern kontrollierten auch. Er  habe deshalb Goldmünzen in seinem Ledergürtel, den keiner kontrollierte und ab und zu verkaufe er eine beim Juwelier, um sich dann wieder ein paar Sachen kaufen zu können, besonders um sich im Café ein Stück Torte zu gönnen. Der Juwelier würde aber nur den Altgoldwert der Münzen geben und die hätten ja auch noch einen numismatischen Wert. 

Er schnallte seinen Gürtel ab und holte eine Goldmünze hervor. Da ich einen Katalog hatte, war der Wert schnell bestimmt und abzüglich meiner Handelspanne konnte ich ihm ein paar hundert Mark auszahlen. Davon nahm er nur 50 Mark und gab das Restgeld mir mit dem Bemerken, daß er öfter vorbei kommen würde um sich das Geld in kleinen Raten abzuholen. Er vertraute mir. Er konnte nicht riskieren, daß das gesamte Geld bei ihm gefunden wurde. So hielten wir es dann. Wenn er kam, setzte er sich in mein Büro, was hinter dem Verkaufsraum lag und rauchte eine Zigarre, da das im Heim verboten war. Im Heim bekam er öfter Schimpfe, daß er wieder geraucht hätte und wie er das finanzieren könne. Er hatte, was mit mir abgesprochen war, geantwortet, daß ich ihm Zigarren schenken würde, wogegen sie nichts machen konnten.

Leider ging das nicht lange, da er unklug war und einem Mitbewohner im Heim von den Goldmünzen erzählte, der ihn verpfiff. Seine Betreuerin nahm ihm das Gold ab und drohte, daß er ein Verfahren von Seiten des Sozialamts bekommen würde, wegen Sozialbetrug, woraus aber nie etwas wurde. Er kam dann trotzdem öfter in den Laden und ich gab ihm eine Zigarre von meinen, die er im Büro rauchte. Als mal eine „Hexe“ (Pflegekraft) aus dem Altersheim in den Laden kam um etwas zu kaufen, erwähnte sie, daß sie wissen würden, daß der Heimbewohner bei mir rauchen würde, das wäre doch für alte Leute gesundheitsschädlich. Ich antwortete ihr patzig, daß es viel gesundheitschädlicher sei, wenn alte Leute in einem deutschen Altersheim entmündigt würden und finanziell arm gemacht würden, und daß generell das BRD-System die Menschen krank macht. Kopfschüttelnd verließ sie den Laden.

Wer meint, daß das ja vor 20 Jahren war und die Zeiten sich geändert haben, der irrt. Als Heimbewohner ist man rechtlos und wird bevormundet wie ein Kindergartenkind und das Geld wird einem weggenommen, es sei denn man hat eine so hohe Pension, daß noch was über bleibt, abzüglich der Heimkosten. Auch da ging es in der DDR menschlicher zu. Ein Heimplatz kostete 160 DDR-Mark im Monat und nur das mußte bezahlt werden und die restliche Rente konnte jeder Heimbewohner behalten.  

Sonntag, 12. Januar 2020

Anton Schnack (1892-1973): Verlassenes Vogelnest


Der Lyriker Anton Schnack (1892-1973) wird heute kaum noch gelesen, ich mag ihn sehr. Sein obiges Gedicht, aus „Scherl´s Magazin“ von Januar 1927 spricht mich besonders an, da ich unis mit der damaligen Seelenlage des Dichters bin. als wenn der Lyriker das Gedicht für mich geschrieben hätte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Schnack

Daraus:

Schnack wird als Meister der poetischen Miniatur geschätzt, der seinen Blick auf die Kleinigkeiten und die Nebensächlichkeiten des Alltags richtete und diese durch seine Wortkunst zu einem nahezu sinnlich wahrnehmbaren Leben erweckte.“

Samstag, 11. Januar 2020

Unser Dessau-Wörlitzer Gartenreich ohne seine Eichen?

2009 schrieb ich hier im Blog:

Dessau ohne seine Eichen? Unvorstellbar! Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist untrennbar mit seinen oft uralten Eichen verbunden. Ganz besonders ästhetisch wirken die Solitäreichen, man denke da nur an die alten Solitäreichen vor dem Gestüt am Luisium. Schaut man vom Wall des Luisiums auf das Gestüt tut sich einem eine arkadische Landschaft auf mit weidenden Schafen, grasenden Pferden und eben den wunderbaren Solitäreichen. Wenn man ein wenig träumt dann kann man sich noch Hirten oder gar Nymphen und Satyrn dazu phantasieren und man ist tatsächlich in Arkadien. Dies ist gar nicht so abwegig, befinden sich doch im angrenzenden Park Luisium Steinfiguren die Pan und andere altgriechische Götter darstellen. 

Der bekannte Kupferstecher Carl Wilhelm Kolbe
(* 9.11. 1756 [Taufdatum] in Berlin; † 13.1.1835 in Dessau) war bekannt als „Eichen-Kolbe“ da er die prachtvollen Eichen Anhalt-Dessaus in seinen Stichen und Radierungen verewigte. Sehr oft verband er die Landschaften der Eichenauen mit Satyrn, Nymphen und Hirten und traf damit den Geschmack des antikisierenden Kunstpublikums von damals und von heute
.“


Wer sich wundert, daß ich so engagiert mich über die tausenden Eichenrodungen im Dessau-Wörlitzer Gartenreich aufrege, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2020/01/unsere-anhaltische-auenlandschaft-ist.html

http://barrynoa.blogspot.com/2020/01/rodungen-ddr-parkdirektor-kurt-lein.html

der sollte wissen, daß ich unser Dessau-Wörlitzer Gartenreich besser kenne als meine Hosentasche und das von Kindheit an.



In der Schule wurden wir zur Liebe zu unserer Heimat erzogen und dazu gehörten mehrere Ausflüge in die Parkanlagen, in den Georgengarten, in den Kühnauer Park und nach Wörlitz. 1959 filmte meine liebe Mutti uns Kinder der Ziebigker Friedensschule (Lehrerin Frau Krause, die mich an der Hand hält) bei einem Ausflug in den Wörlitzer Park. Wir fuhren natürlich mit der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn dorthin.

Bei Ausflügen in den Georgengarten besuchten wir Schüler natürlich auch die Dessauer Gemäldegalerie in Schloß Georgium. Dort hing im Vestibül ein sehr großes Bild von Paul Riess "Frühling im Anhaltland". Es zeigt riesige Eichen. Ich kann mich noch gut daran erinnern als unsere Lehrerin Frau Krause uns Kindern erzählte, daß die Eichen die Bäume unserer Heimat sind, die es zu schützen gilt. Jeder Schüler bekam den Prospekt mit dem Bild von Paul Riess, siehe:



Schon meine Mutter besuchte als Kind die Parkanlagen und allgemein waren sie uns Anhaltern heilig. Man hätte sich niemals vorstellen können, daß die BRD-Barbaren so mit unserer Natur umgehen. 

Der bekannte Maler Kolbe wurde später Eichen-Kolbe genannt, weil er diese Naturschätze verewigte, siehe obiges Bild. Auch Goethe schwärmte von den Eichen.

Als Jugendlicher hielt ich Dia-Vorträge über unser Gartenreich im Klub der Intelligenz in Dessau und als Bildreporter bei der LDZ schrieb ich unzählige Beiträge zu unserem Gartenreich, z.B.:



Auch als Mitarbeiter, der von der Abteilung Kultur der Stadt Dessau herausgegebenen „Dessauer Informationen“, stellte ich den Lesern unser Gartenreich vor, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2008/04/bn-und-die-dessauer-informationen.html

z.B.:



Meine private Bibliothek quillt über an Literatur über das Gartenreich und ich bilde mir ein mitreden zu können, was das Gartenreich betrifft. Ob das die aus Österreich stammende hochbezahlte Direktorin der Kulturstiftung von sich sagen kann, möchte ich bezweifeln. Ich halte überhaupt nichts von ihr, halte sie für eine Natur-und anhaltische Kultur-Frevlerin. 

Was waren das doch noch für Fachleute damals in DDR, Frau Dr. Julie Harksen, Erhard Hirsch und Kurt Lein. Doch was hilft das Jammern, als der Kaiser damals den Barbaren Lothar von Trotha als Befehlshaber nach Deutsch-Südwest einsetzte, da wurde auch nicht danach gefragt ob er die Kultur der Nama und Hereros achten würde. Das Gegenteil war der Fall.

Auch hier im Blog habe ich unzählige Beiträge verfaßt, die sich mit dem Gartenreich befassen. siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2008/02/fotos-von-bn-arkadien-vor-der-haustr.html
http://barrynoa.blogspot.com/2008/02/fotos-von-bn-wrlitzer-impressionen-teil.html
http://barrynoa.blogspot.com/2008/02/fotos-von-bn-wrlitzer-impressionen-teil_21.html
http://barrynoa.blogspot.com/2008/04/bn-und-die-wassernuss.html
http://barrynoa.blogspot.com/2008/05/dessau-die-stadt-elbe-und-mulde.html
http://barrynoa.blogspot.com/2008/09/der-sieglitzer-waldpark.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/03/arkadien-ein-europaischer-traum.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/03/dessau-was-warest-du-ohne-deine-eichen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/03/worlitz-voller-melancholie.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/03/fruhlingserwachen-im-worlitzer-park.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/04/dessau-mosigkauer-impressionen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/04/das-dessauer-luisium-ein-elysium.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/05/impressionen-vom-georgengarten.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/05/nachtrag-zum-beckerbruch-beitrag-vom.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/06/der-kuhnauer-landschaftspark.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/06/der-nordliche-dessauer-georgengarten.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/07/der-nordliche-dessauer-georgengarten.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/08/worlitz-im-sommer.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/08/worlitz-im-sommer-teil-2.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/08/sommer-2009-in-worlitz-teil-3.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/08/worlitz-und-seine-kettenbrucke.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/die-elbwiesen-von-coswig-anhalt.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-4.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-7.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-8.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-9.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-10.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-11.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/das-schwedenhaus-in-dessau.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/sonntagsausflug-zur-elbaue-von-brambach.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/10/dessauer-stadtpark-ade.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/10/blick-ins-land-der-stein-in-worlitz.html
http://barrynoa.blogspot.com/2009/10/das-jagdschlo-haideburg-in-dessau.html
http://barrynoa.blogspot.com/2010/04/die-krokusblute-im-worlitzer-park-2010.html
http://barrynoa.blogspot.com/2010/04/worlitz-im-april-2010-der-stein.html
http://barrynoa.blogspot.com/2010/04/der-worlitzer-park-im-fruhjahr-2010.html
http://barrynoa.blogspot.com/2010/04/die-dessauer-auenlandschaft-am-leiner.html
http://barrynoa.blogspot.com/2010/04/impressionen-vom-kuhnauer-weinberg.html
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http://barrynoa.blogspot.com/2011/08/altes-das-dessauer-schwedenhaus-im.html
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http://barrynoa.blogspot.com/2011/10/goldener-oktober-im-worlitzer-park.html
http://barrynoa.blogspot.com/2012/12/1-advent-2012-mulde-und-elbe.html
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http://barrynoa.blogspot.com/2012/10/goldener-oktobertag-im-dessauer-luisium.html
http://barrynoa.blogspot.com/2012/10/goldener-herbst-im-schlopark-zu-mosigkau.html
http://barrynoa.blogspot.com/2012/09/arkadische-flulandschaft-der-mulde-bei.html
http://barrynoa.blogspot.com/2012/09/das-mausoleum-des-anhaltischen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2012/07/der-kleine-kuhnauer-teich.html
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http://barrynoa.blogspot.com/2012/02/touristische-schildburgereien-des.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/10/herbstspaziergang-dessauer-luisium.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/09/fotografien-oranienbaumer-park-der.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/09/dessau-die-stadt-im-grunen-das-war.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/08/pflanzenzauber-im-mosigkauer-schlopark.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/08/restaurierung-des-oranienbaumer.html
http://barrynoa.blogspot.com/2013/04/die-dessauer-wallwitzburg-ist-einen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/10/worlitzer-park-stein-italienisches-haus.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/10/foto-impressionen-vom-oranienbaumer.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/10/foto-impressionen-vom-oranienbaumer_2.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/09/rund-um-den-dessauer-leopoldshafen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/09/worlitzer-park-schwane-und-enten.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/09/am-sudlichen-ufer-des-kuhnauer-sees.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/07/rund-um-den-friedrichstein-zu-ddr.html
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http://barrynoa.blogspot.com/2014/07/foto-impressionen-vom-dessauer.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/05/maiengrun-im-luisium.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/05/paul-riess-alte-solitareiche-in-anhalt.html
http://barrynoa.blogspot.com/2014/05/paul-riess-fruhling-im-anhaltland.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/12/die-beiden-rundtempel-des-dessau.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/10/kalter-aber-sonniger-herbsttag-im.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/09/foto-impressionen-aus-dem-vorderen-teil.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/09/rund-um-das-kuhnauer-weinbergschlochen.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/08/sommer-impressionen-vom-leiner-see.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/03/vorfruhlingsspaziergang-durch-den.html
http://barrynoa.blogspot.com/2015/01/morgengru-aus-dem-dessauer-luisium.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/11/am-hang-in-dessau-torten-am-20-november.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/10/wunderbare-auenlandschaft-der-dessauer.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/09/foto-impressionen-der-dessauer-mulde.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/08/der-nordliche-georgengarten-heimstatt.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/06/der-dessau-mosigkauer-schlopark-im-juni.html
http://barrynoa.blogspot.com/2016/04/fruhjahrsgrue-von-cora-und-mir-aus-dem.html
http://barrynoa.blogspot.com/2017/12/am-hang-in-dessau-torten.html
http://barrynoa.blogspot.com/2017/04/der-kuhnauer-see-auf-bildern-ziwschen.html

Freitag, 10. Januar 2020

Rodungen: DDR-Parkdirektor Kurt Lein würde sich im Grabe umdrehen, was seine Wessie-Nachfolger anrichten

Schon 2010 entsetzte mich das Umgehen der BRD-Verantwortlichen im Wörlitzer Park, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2010/09/der-worlitzer-park-montag-den-6.html

Ich schrieb:

Ich kenne den Park ja schon aus DDR-Zeiten, also ich kann mich nicht erinnern, daß da so brutal mit der Landschaft umgegangen wurde und es gab genügend Restaurierungen und Gestaltungen unter dem damaligen Direktor Kurt Lein.

Daß allerdings die Naturzerstörungen solche Ausmaße annehmen würden, daß man über 1.200 Bäume abgesägt hat und noch viele weitere tausende absägen will, dies entsetzt mich, siehe:

http://barrynoa.blogspot.com/2020/01/unsere-anhaltische-auenlandschaft-ist.html.

Es erinnert mich an das Vorgehen der katholischen Franken, die mit Feuer und Schwert die heidnischen Sachsen unterworfen hatten und die ebenfalls deren „heilige“ Bäume abholzten, um deren Traditionen zu zerstören. Geschichte wiederholt sich, allerdings mit anderen Techniken und modern. Unsere Traditionen sollen vernichtet werden und wir sollen den ganzen Westdreck übernehmen, allerdings nicht als gleichwertige Partner, sondern als Unterworfene, so wie das schon die Franken mit den Sachsen machten. Auch unter den heidnischen Sachsen gab es Kollaborateure, die persönlicher Vorteile wegen ihre Heimat verrieten, wie jetzt auch.

Kurt Lein, der Direktor der Parkanlagen zu DDR-Zeiten, würde sich im Grabe umdrehen, wenn er mitbekäme was seine westlichen Nachfolger mit unserem anhaltischen nationalen Kulturerbe machten und immer noch machen, siehe dazu auch:

http://barrynoa.blogspot.com/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-6.html

Daraus:

Unter Kurt Lein war es auch möglich eine große Anzahl von Schwänen im Park zu halten. Diese Zeiten sind vorbei, angeblich wäre jetzt kein Geld mehr vorhanden um die Schwäne futtermäßig durch den Winter zu bringen!? Nun ja, typisch reiche Bundesrepublik, eine Republik maßloser Verschwendungssucht für die Reichen auf der einen Seite und Knickrigkeit gegenüber Armen auf der anderen Seite, wobei Tiere dann auch zu letzteren zu zählen sind. 

Seit langem habe ich gestern mal wieder einen Schwan in Wörlitz gesehen, dazu noch einen schwarzen, gefüttert von der Fährfrau wie man sieht. 

Sogar die Besucher werden immer geiziger, wenn es um das Füttern der Wasservögel geht. Zu DDR-Zeiten fütterte fast jeder Besucher die Schwäne und Enten, jetzt passiert das kaum noch. Na ja, es hat auch den Grund, daß immer weniger Einheimische den Park besuchen und dafür mehr Touristen aus dem Westen. Die geben allerdings für Vogelfutter für die Wörlitzer Wasservögel keinen einzigen Cent aus, wie ich feststellen mußte.“



Kurt Lein hütete jeden Baum und jeden Strauch wie seine eigenen Augäpfel. Sein Buch „Bäume und Sträucher im Wörlitzer Park“ aus DDR-Zeiten ist noch heute das Buch der Bäume und Sträucher unserer Parkanlagen. Seine Wessie-Nachfolger haben solches nie vollbracht, nur ein mehrfaches an Gehalt eingestrichen, welches damals Kurt Lein bekam. 

Ein Glück, daß ich schon so alt bin und bessere Zeiten gesehen habe, als die Barbarei der jetzigen BRD-Zeit. 

Donnerstag, 9. Januar 2020

Unsere anhaltische Auenlandschaft ist in höchster Gefahr, durch massive Rodungen!



Unsere anhaltischen Eichen prägen unsere Auenlandschaft
Oelbild von dem berühmten Maler Heinz Schmidt-Rom aus den 1930er Jahren

Weder im Kaiserreich, noch im Hitlerreich, noch in der DDR vergriff man sich an unseren Eichen, aber jetzt in der BRD!!! Noch nicht einmal in der Elendszeit nach dem Krieg, als Brennholz rar war, fällte man unsere Eichen, die waren den Anhaltern heilig!

Was für eine Schande, was für ein Naturfrevel, was für ein Kulturfrevel! Unser Dessau-Wörlitzer Gartenreich ist einzig und allein durch den Bestand an Eichen so wertvoll, und gerade die werden jetzt in riesigen Massen gefällt. 

Das hätte man sich zu DDR-Zeiten nie getraut, solch einen Frevel. Obwohl die DDR mit Holz knapp war, achtete sie unseren anhaltischen Eichenbestand. Dafür sorgte schon unser Gartendirektor Kurt Lein. Nach der Wende wurden wir Anhalt-Dessauer fremdbestimmt, als Direktor wurde der Westdeutsche Dr. Thomas Weiß eingesetzt, der unser Gartenreich wie ein Gutsbesitzer behandelte. Widerlich, wie er arrogant durch die Parkanlagen, unsere Parkanlagen, lustwandelte, als wenn sie sein persönlicher Besitz wären. Er umgab sich gern mit der Prominenz. Er hätte im Kaiserreich den perfekten Kolonialbeamten in Afrika abgegeben. 

Nach 23 Jahren im Dienst ist Dr. Thomas Weiß im Januar 2017 in den Ruhestand getreten. Wer annahm, daß nun endlich ein Anhalter, der eine enge Beziehung zu seiner Heimat hat, zu seinem Nachfolger ernannt wird - und es gibt genügend kompetente Fachleute - der irrt!  Seine Nachfolgerin wurde die österreichische Landschaftsarchitektin und Diplom-Ingenieurin Brigitte Mang. Das ist mal wieder typisch für die Kolonie, ehemalige DDR! Sogar unser weltberühmtes Dessauer Bauhaus wurde von 1998 bis 2008 nicht etwa von einem Anhaltiner geleitet, nein, Direktor war ein Afghane!!! Man stelle sich vor in Kabul wäre der Direktor eines weltberühmten Museums ein Deutscher?


Wie einst die Kolonialherren: Als ein Mitglied der Bürgerinitiative am darauffolgenden Montag versuchte, Einschlagmaßnahmen großer landschaftsprägender Bäume zwischen Wörlitz und Coswig zu dokumentieren, wurde es durch Mitarbeiter der Kulturstiftung und unter Hinzuziehung der Polizei daran gehindert! 

Doch nun rührt sich Widerstand in der anhaltischen Bevölkerung! Sogar das Systemblatt „Super-Sonntag“ kam nicht umhin zu berichten, zu berichten über den Frevel, der besonders pervers ist, in einer Zeit wo allenthalben CO2-Reduzierung Staatsziel geworden ist, siehe Scan. Aber die Baumfrevler haben wahrscheinlich noch nie davon gehört, daß man Bäume auch wegen des Klimas zu schützen hat und nicht diese fällt, nur wegen des Geldertrags. Wer sich als Deutscher über die Brandrodungen in Brasilien aufregt, der sollte lieber erst mal zur westdeutschen Kolonie, ehemalige DDR, schauen und dort die Rodungen stoppen.   

Pressemitteilung

Dessau-Roßlau, 11. Dezember 2019

1 200 Bäume sind genug!

Bürger fordern nachhaltigen Umgang mit dem Wald im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtete am 11. November über geplante Fällungen von 8 000 Eichen. Seitdem erreichten viele empörte Bürgerstimmen Behörden, Politik und Umweltverbände. Nun haben sich Bürger und Bürgerinnen zusammengefunden, um weitere Fällungen zu stoppen und um sich für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald im UNESCO Welterbe Dessau-Wörlitzer Gartenreich einzusetzen.


Wir fordern, dass das Moratorium für die Baumfällungen in den durch die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz bewirtschafteten Wäldern aufrechterhalten wird“, erklärt Wolf-Erik Widdel im Namen der Bürgerinnen und Bürger. „1 200 Bäume fielen der Säge bereits zu Opfer, anscheinend ohne dass ein Konzept vorliegt, wie der Wald nachhaltig bewirtschaftet werden soll. Das weitere Abholzen einer unbestimmten Anzahl von Bäumen ist inakzeptabel.

Nach Ansicht der Bürgerinnen und Bürger gebe die Pressemitteilung der Kulturstiftung vom 3. Dezember keinen transparenten Einblick in die Vorgänge um die forstlichen Maßnahmen in den wertvollen Auenwäldern zwischen Waldersee und Vockerode. Ein für den morgigen Donnerstag um 14 Uhr angesetzter Öffentlichkeitstermin kann die besorgte berufstätige Bürgerschaft kaum erreichen.
Die Veröffentlichung der vor den Fällarbeiten und während des Moratoriums verfassten Stellungnahmen aller beteiligten Fachbehörden ist ein erster Schritt, um die Menschen in der Region einzubeziehen“, so Widdel. Die Durchführung weiterer forstlicher Maßnahmen könne erst erfolgen, wenn ein transparent abgestimmter Forststrategieplan vorliege. Für die Abstimmung dieser Planung wird die Einrichtung eines transparent arbeitenden Waldbeirats bei der Kulturstiftung gefordert.

Hintergrund:
Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz (KSDW) hat den staatlichen Auftrag, die UNESCO Welterbestätte „Dessau-Wörlitzer Gartenreich“ zu erhalten und zu schützen. Der Stiftung wurden dazu unter anderem Waldflächen des Landes Sachsen-Anhalt übertragen, um aus der forstwirtschaftlichen Nutzung einen finanziellen Beitrag zum Finanzbedarf der Stiftung beizutragen.

Gemäß des Berichts der Mitteldeutschen Zeitung vom 11.11.2019 beabsichtigte die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz im Bereich der Elbauen zwischen Dessau-Waldersee und Vockerode, inmitten des UNESCO-Biosphärenreservates Mittellebe 8000 Eichen zu fällen. Die Fällungen werden mit der Notwendigkeit zur Verkehrssicherungspflicht, dem akuten Befall durch Prachtkäfer und Schädigungen durch Trockenheit begründet.

Aufgrund der öffentlichen Empörung über das angedachte Vorhaben, wurde seitens des Kultusministeriums ein Moratorium für die Fällarbeiten ausgesprochen. Das Biosphärenreservat Mittelelbe, der Landesforstbetrieb und das Landesamt für Umweltschutz wurden aufgefordert die Vorgänge fachlich zu bewerten. Das offizielle Ergebnis dieser Untersuchung wurde nicht veröffentlicht.

Auf dem Landesparteitag von Bündnis90/Die Grünen wurde ein Dringlichkeitsantrag durch die Delegierten verabschiedet, der die Aufrechterhaltung des Moratoriums bis zur Einrichtung eines Waldbeirats fordert. Dieser Beirat bestehend aus den betroffenen Gebietskörperschaften, dem Biosphärenreservat, dem Landesforstbetrieb und den Umweltverbänden, soll dauerhaft die öffentliche Kontrolle bei der Bewirtschaftung der wertvollen Auenwälder durch die Kulturstiftung sicherstellen.

Am 03. Dezember veröffentliche die Kulturstiftung eine Pressemitteilung. Darin wird auf die Ausgangsituation und auf zwei von mehreren der nicht öffentlichen Gutachten eingegangen. Im Ergebnis sollen die Fällarbeiten in einer nicht genannten Größenordnung wieder aufgenommen werden.

Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern gründete eine parteiunabhängige Bürgerinitiative und fordert die Aufrechterhaltung des Moratoriums bis ein transparent arbeitender Waldbeirat bei der Kulturstiftung installiert ist und ein Konzept für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Waldgebiete vorliegt.

Ansprechpartner:
Wolf-Erik Widdel, mobil: 0172/7822511, E-Mail: info@wolferikwiddel.de

Mittwoch, 8. Januar 2020

Lovis Corinth (1858-1925): "Die Waffen des Mars" als Mezzotinto-Grafik

So ist es richtig, ein Kunstsammler sollte immer eine Lupe parat halten. Das hat Teddy von mir gelernt (lol.)

Lovis Corinth (1858–1925) zählt zu den bedeutendsten Malern Deutschlands im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. In seinem malerischen Werk verarbeitete der aus Ostpreußen stammende Künstler anfangs den Realismus, später wandte er sich dem Impressionismus zu.

Als Maler, wie als Präsident der Berliner Secession, prägte Corinth das Kunstgeschehen in der Hauptstadt des Kaiserreichs. 1911 erlitt Lovis Corinth einen Schlaganfall, von dem er sich erstaunlich schnell wieder erholte. Gemeinsam mit Max Liebermann und Max Slevogt gilt Lovis Corinth heute als einer der drei wichtigsten Maler des deutschen Impressionismus. 

Es ist erstaunlich, wie viele seiner Bilder brutale und fast pornografische Szenen zeigen und das in der Kaiserzeit, die heute als prüde gilt. Viele seiner damaligen Motive würden aber, wären sie von heutigen Künstlern gemalt, heute einen Skandal auslösen und wahrscheinlich verboten sein, wie "Die Geburt des Zeus" mit einem breitbeinigen Zeus-Knaben, siehe z.B.:


Heimkehrende Bachanten

Ariadne auf Naxos

Geburt des Zeus

1910 malte Lovis Corinth „Die Waffen des Mars“ in Öl auf Leinwand  (Belvedere, Wien), siehe erste untere Abbildung. Da dieses Bild beim Kunstpublikum beliebt war, wurde es auch in Grafiken verbreitet, so in einer Radierung, siehe zweite untere Abbildung und die „Kunst für Alle“ brachte es als Mezzotinto (Bruckmann). So ein Exemplar ist in meinem Besitz, siehe dritte untere Abbildung.